Morgens, kurz nach Sechs in Deutschland…

Auf dem Weg zur Arbeit kommen wir über die Alba-Brücke hinter dieser kreuzt die Uferstraße. Auf der Alba-Brücke ist verkehrsberuhigte „Spielstraße“, auf der Uferstraße stehen von beiden Seiten Vorfahrt-gewähren-Schilder (das sog. „Halt-Schild“), was laut Straßenverkehrsordnung (StVO) eindeutig bedeutet, dass die Verkehrsteilnehmer, die von dort kommen, die von der Alba-Brücke (Tübinger Straße) passieren lassen müssen. 

Die Szene, die sich mal wieder dort abgespielt hat, passiert nicht nur um sechs Uhr, sondern verteilt über den ganzen Tag, mal mit beleuchtetem Fahrrad, ein anderes Mal mit Kleidung in Signalfarbe, mal sieht man die Radfahrer kaum.

Wir befuhren also die Alba-Brücke mit Schritttempo, als plötzlich ein Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit von rechts kommend auf der Uferstraße fuhr.
Wir konnten gerade noch bremsen. Er stand dann knapp einen halben Meter vor unserem Auto.
Dann kommt die Szene, die sich sporadisch wiederholt. 

Der Radfahrer sitzt halb auf der Stange kurz vor dem Sattel und kommt zur Fahrertür mehr gerobbt als auf und mit dem Fahrrad gelaufen.
Ich drehte die Scheibe herunter, er wollte etwas sagen, doch ich kam ihm zuvor: „Ihnen ist aber bekannt, dass dort, wo sie herkommen, ein Halt-Schild ist?“.
„Sie müssen hier mit Schritttempo fahren.“
„Das habe ich getan, aber auf Ihrer Seite ist ein Halt-Schild.“
„Sie waren zu schnell.“
„Ich fuhr im Gegensatz zu ihren sehr langsam“, sagte ich, „Da aber bei Ihnen das Vorfahrt-gewähren-Schild ist, hätten Sie laut StVO anhalten müssen.“, wartete kurz und setzte dann nach: „Ich habe angehalten, aber Sie überfuhren das Vorfahrt-gewähren-Schild.“.

Nun kommt die Szene, wie sie auch immer passiert. 

Der Radfahrer fährt „Am … lecken“ brabbelnd davon.

Was lernen wir daraus?

Nichts!

Doch, dass diese Art von Radfahrern eine andere StVO hat.

 

 

Bildquelle: Pixelio/Casiocan http://www.pixelio.de/media/199055

One Response to Die, die immer im Recht sind

  • Radfahrer, die sich selbst leichtfertig in Gefahr bringen kann ich nicht verstehen. Radfahrer haben ein großes Risiko bei einem Unfall schwer verletzt und evtl getötet zu werden. Das müßte doch jedem Radfahrer klar sein, der sich in den öffentlichen Verkehr begibt und sich risikobewußt verhalten. Was nutzt es ihm, wenn auf seinem Grabstein steht „Ich hatte Vorfahrt“ oder er den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muß?
    Völliges Verständnis fehlt mir auch, wenn Radfahrer die Straße benutzen obwohl es einen Meter weiter rechts einen gut ausgebauten Radweg gibt. Da sollte doch endlich auch mal die Polizei eingreifen.

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