Tagesarchive: 7. Oktober 2021

Ausgehend von den Koalitionsverhandlungen, angestoßen von der FDPFDP Freie Demokratische Partei und den Grünen, zeichnet sich ab, dass die nächste deutsche Regierung aus einer Ampel-Koalition bestehen wird. Armin Laschet meint zwar, er wäre noch im Rennen, doch die Zeichen für eine Jamaika-Koalition verblassen.

In den Reihen der CDUCDU Christlich Demokratische Union rumort es gewaltig.
Die CDU hat nicht nur knapp acht Prozent der Wählerstimmen verloren. Dazu kommt auch noch, dass dies das schlechteste Ergebnis der CDU seit dem Bestehen der Bundesrepublik ist.

Armin Laschet ist geschasst.

Parteifreunde wie Jens Spahn, der genauso wie Markus Söder (CSU) Armin Laschet unterstützt hatte, ziehen sich zurück. Ein paar machen sich nicht nur rar, sondern hüllen sich auch noch in Schweigen. Anderer üben allerdings offen mehr odr wenige heftige Kritik.
Markus Söder spricht seit dem Wahldebakel kleinlaut und unterschwellig davon, dass die CDU, wenn überhaupt, nur die zweite Geige als regierungsbildende Partei spielen könne.

Königsmacher werden so zu Königsmördern.

Die Aussagen der Vertreter von Grünen und der FDP zeigen, dass diese lieber mit der SPDSPD Sozialdemokratische Partei Deutschlandss koalieren möchten als mit einer CDU, die nicht erst jetzt ihre Orientierung verloren hat.
Dies lastet noch mehr auf Armin Laschet.

Ellen Demuth, die ihren CDU-Kollegen als Kanzlerkandidaten unterstützt hatte, sagte schon am Montagmorgen nach der Bundestagswahl, dass er die Wahl vergeigt habe und zurücktreten solle.
Aber nicht nur sie, sondern auch viele andere Parteikollegen fordern dies.
In die parteiinternen Kritiker reiht sich auch Norbert Röttgen ein, der die Wahl zum Parteivorsitzenden der CDU gegen Laschet verloren hatte. Intrigen hört man trapsen.

Vielen Wählern mag negativ aufgestoßen sein, dass Armin Laschet seinen Posten als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens im Vorfeld der Bundestagswahl nicht abgegeben hatte.
Man unterstellte ihm, er nähme es nicht ernst und sei nicht davon überzeugt, dass er gewinne.

In seiner Heimatregion Aachen spielt noch eine Sache hinein, die schon einige Zeit zurückliegt, aber von den Aachenern nicht vergessen wurde. 

An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule hatte Laschet im Jahr 2014 das Seminar „Die Europapolitik in der Berliner Republik“ gehalten. Nachdem ihm die Original-Klausuren verloren gegangen waren, stellte er Noten nach Gutdünken und Intuition aus.
Dies war aufgefallen, da manche keine Noten bekamen und Personen, die nicht mitgeschrieben hatten, obwohl sie für das Seminar eingeschrieben waren, welche bekamen.
Daraufhin wurde sein Lehrauftrag am RWTH annulliert.

Armin Laschet wirkte stets etwas seltsam, was ihn auch den hämischen Beinamen „Clown von Aachen“ einbrachte.

Er schaffte es nicht, in die (übergroßen) Fußstapfen von Angela Merkel zu treten.

In Diskussionen und Interviews gab er sich eher kommunikatiionsarm als aufgeschlossen, was ein Interview im ZDF mit dem Interviewer Theo Koll zeigte. 

Es ist abzusehen, dass ausgehend von den Wählerstimmen sowie den Sondierungsgesprächen, eine Ampelkoalition unter Olaf Scholz als Bundeskanzler zustande kommt.

Armin Laschet hält sich an längst schon verdorrten Grashalmen fest, die kaum noch Halt bieten.

Die Frage ist, wer ihm sagt, dass er abtreten soll.

Kleine Autos gegen große, leistungsstarke gegen welche mit wenig Leistung, PKW gegen LKW, SUV gegen Limousinen. Auf der Straße und im Straßenverkehr tobt der Krieg.
Hupen, Überholen, Nötigung ist an der Tagesordnung.

Vor mir fährt ein Auto völlig korrekt mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde, wie es die Schilder auf der kurvenreichen Straße anzeigen.
Ich bemerke, dass hinter mir jemand drängelt.
Die Näherungssensoren an meinem Auto zeigen im Display, dass das Auto hinter mir in regelmäßigen Abständen näherkommt und dann wieder den Abstand drosselt, um mich dazu bringen, schneller zu fahren oder zu überholen.
Ab und zu betätigt jemand die sogenannte „Lichthupe“, wohl um mir mitzuteilen, ich solle beschleunigen.
Anscheinend ist jemand zu spät aufgestanden und ist im Stress.

Da die Geschwindigkeitbegrenzung gilt, fahre ich wie das Auto vor mir mit 70.

Plötzlich tut sich eine gerade Strecke auf der Straße auf.
Obwohl die Straßenmarkierung durchgezogen ist, überholt das Auto hinter mir, wobei es hupt und in schnellem Wechsel „Lichthupe ein“ und „Lichthupe aus“ macht.
Während erst ich und danach das Auto vor mir überholt wird, hört man die ganze Zeit die Hupe des Überholenden.

Für viele Straßenverkehrsteilnehmer ist es schwer, sich einfach einzuordnen und sich an Regeln zu halten.

In Innenstädten und in geschlossenen Ortschaften wird sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten. Die Lichthupe wird betätigt, die akustische Hupe ebenso. Es wird gedrängelt, überholt, wild gestikuliert und vieles mehr. Auch wird oft in Dreißiger-Zonen oft überholt.
Überholen ist innerorts generell nicht verboten, doch da nicht immer übersehbar ist, wie die Verkehrslage ist oder man nicht weiß, ob ein anderes Auto aus einer Parklücke ausschert, sollte man dies so gut wie nicht tun.
An Zebrastreifen langsam heranzufahren oder zu halten, ist wohl nur etwas für Verlierer.

Außerhalb von Orten ist die Lage mit dem Drängeln, Nötigen und so weiter noch schlimmer.
Wer ordnungsgemäß fährt, ist in den Augen der anderen der Verlierer, weil er sich an die Regeln hält.
Auf Autobahnen scheint der Krieg noch schlimmer zu sein.
Man fährt stellenweise mit 140 km/h hinter einem anderen Auto her und von weitem sieht man schon die auf‑ und abblitzende Lichthupe der Permanent-Schnellfahrer.

Ob es einen Zusammenhang zwischen „kleinen Teilen im unteren Körperbereich“ und großen, schnellen Autos gibt, konnte nicht bewiesen werden.
Es scheint aber so zu sein, obwohl ein Beweis aussteht.

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