Widersprüche

kritische Stellungnahme

Dass Urheberrechtsverletzungen strafbar sind, ist eine klare Sache.
Dass das Kopieren und Tauschen von urheberrechtsgeschützten Inhalten wie Tonträger (CD, mp3-Dateien etc.), Videos, Büchern u.ä. verboten ist, implizierte dies.

Seit langem wehrte sich vor allem die Musikindustrie gegen Urheberrechtsverletzungen, was man durchaus verstehen kann.
Ihr Hauptaugenmerk liegt momentan auf sog. Tauschbörsen im Internet.

Sie beklagt einen riesigen Gewinneinbruch durch die Erfindung des Audioformats mp3.
Wenn man auf einer Zeitleiste die Erfindung von mp3 und den Gewinn der Musikindustrie anschaut, kann man daraus eine Statistik entwickeln, die genau diesen Sachverhalt untermauert.
Doch Statistiken müssen nicht immer der Wahrheit entsprechen.
Wenn man o.g. Entwicklungen alleine betrachtet, mag die Statistik stimmen, mehr aber auch nicht.
mp3 ist nicht der Destruktor der Musikindustrie.
Wenn man sich anschaut, wie die Musikindustrie seit zehn, fünfzehn Jahren arbeitet, glaubt man plötzlich nicht mehr an die Statistik „Einbruch wegen mp3“.
Die Musikindustrie hat es – aus Gründen der Kapitalakkumulationsmaximierung  – vermieden, Stars aufzubauen, weil sie sich scheut, Geld in die Stars (von morgen?) zu investieren.
Von Stars kann man heutzutage nicht mehr sprechen, eher von Eintragsfliegen.
Die Superstars, die Deutschland angeblich sucht, haben sich als Titanen geoutet.

Die Titanen waren „Helden“, die sich mit den Göttern angelegt haben.
Sie wurden in den Hades verbannt.

Pop-Titanen räumen ein paar Wochen Preise ab, die Musikindustrie missbraucht sie für ihre Geldmacherei und schießt sie kurz daraufhin wieder ab.
Stars wie „The Rolling Stones“ gibt es nicht mehr.
Eintagfliegen singen ein, zwei „Ohrwürmer“, dann stürzen sie ab und man hört nichts mehr von ihnen.
Nicht mp3 ist der Killer der Musikindustrie, sondern die Politik um die Pop-Titanen.
Idole gibt es nicht mehr. Der Ausdruck wird nur noch benutzt, um Gewinnmaximierung zu erzielen.
Gibt die Kuh keine Milch mehr, ist Schluss mit Liebe und sie wird alleine auf der Wiese gelassen.
Wen kümmert es schon?
Kurz darauf erscheinen neue vor der Kollabierung stehende Sterne am Pop-Firmament.
Sie werden gefeiert – vor allem von der Musikindustrie selbst – und erlöschen dann aus Mangel an Brennmaterial.
Hier ist die Wurzel des Übels zu suchen, nicht beim mp3.
Warum hat die Musikindustrie nicht auf mp3-CD gesetzt, als es aktuell war?
Weil sie eine verknöcherte Politik fährt, in der Innovationen tabuisiert werden, denn ihr könnten dadurch Gewinn verloren gehen.
In Zeiten der -Generation, der zu allumfassendem bzw. kontextuellem Denken nur eingeschränkt fähig ist, kann man dieser vorlullen, dass sie durch ihr Verhalten schuld an der Misere.
Momentan schwappen die Wellen der Musikindustrie besonders hoch.
Sie meint, dass allein schon der Zuruf ausreiche, „Raubkopierer“ zu verurteilen.
So hat es die British Phonographic Industry (BPI) die beiden britischen Provider Tiscali und „Cable & Wireless“ auf, unverzüglich von ihr benannte Kunden auszuschließen bzw. ihnen den Zugang zum Internet zu verwehren.
Angeblich hätten sich diese siebenundachtzig Personen in Internet-Tauschbörsen aufgehalten und seien beim illegalen Tauschen ertappt worden.
Man hat reagiert.
Es wurde ein Kunde gesperrt. Die Daten wurden an die BPI nicht weitergegeben, da ein diesbezüglicher Gerichtsbeschluss fehlte.
Den anderen sechsundachtzig konnte nichts bewiesen werden.
In dubio pro reo.
In Amerika wurde kürzlich eine Krankenschwester freigesprochen, für die die amerikanische Musikindustrie den finalen Beweis geliefert hatte, sie habe illegal getauscht. Der Freispruch war begründet worden, dass der Krankenschwester zur fraglichen Zeit keinen Computer zur Verfügung gehabt habe, da dieser defekt war. Auch ist dem Internetprovider, den die Krankenschwester benutzt haben soll, nicht bekannt, dass sie zur fraglichen Zeit online gegangen sei.
Mit so einer Politik macht sich die Musikindustrie keine Freunde.
Verurteilung auf Verdacht, Denunziation, Druckausübung kann auf die Dauer nur eins schaffen.

Misstrauen.

Per E-Mail wollte mir jemand einen Virus einschleusen, dessen Einschleimversuch schon alt ist.
Jemand – mit wechselnden Vornamen – habe ein Profil auf einer Web-Seite – in diesem Fall seitensprung.de, wo ich noch nie war – gesehen und wolle mit mir in Kontakt treten.
Der Betreff der E-Mail ist ein wechselnder Vorname, z.B. „von Marion“.
Die Person beschreibt sich als Top-Model und verweist auf ein Foto, dass sich im Anhang der E-Mail befinde.
Dieses Foto auf keinen Fall öffnen, denn es ist eine (schlecht getarnte) ausführbare Daten (eine Anwendung bzw. ein Programm), das einen Virus installiert bzw. nachlädt.

Hier der Text der E-Mail

Hallo,
ich habe Deine interessante Kontaktanzeige bei Seitensprung.de gelesen und bin sehr neugierig. Du suchst also eine gut aussehende Frau, mit erotischer Ausstrahlung, für gelegentliche schöne Treffen. Ich bin nicht abgeneigt, da ich nicht gebunden bin und eigentlich auch keine feste Beziehung suche. Kurz zu mir, ich bin 27, 1.70m groß, schlank mit sehr schöner Oberweite, blonde lange Haare, ich denke gut aussehend, kannst Du ja selber sehen, auf dem Foto, was ich mitschicke. Du kannst mir gern auch ein Foto von Dir senden und Deine Telefonnummer, dann rufe ich Dich gern mal unverbindlich an.
Liebe Grüße, *****

Laut der Menschenrechtsorganisation „Human Right Watch“ hat Israel im Krieg gegen den Libanon sog. Streumunition eingesetzt.
Diese Munition, auch unter dem Namen „Cluster-Munition“ bekannt, setzt bei der Explosion viele kleinere Sprengkörper und Splitter frei.
Da Streumunition eine unpräzise und unzuverlässige Waffe ist, sollte sie nie in bewohnten Gebieten eingesetzt werden.
Ein weiteres Problem ist, dass nicht alle kleineren Sprengkörper sofort explodieren und weiterhin eine Gefahr – besonders für Zivilisten – darstellen.
Laut „Human Right Watch“ stelle der Einsatz einen wahllosen, nicht auf feindliche Einheiten gerichteten Angriff dar und sei somit ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Die israelische Armee bestätigte den Einsatz der Munition.
Die Erklärung, warum die Munition eingesetzt wurde, zeigt jedoch das wahre menschenverachtende Denken der israelischen Armee.
„Die Verwendung von Cluster-Munition ist nach internationalem Recht legal. Die Armee verwendet die Munition in Übereinstimmung mit internationalen Standards.“

Der größte Lump im ganzen Land

ist und bleibt der Denunziant.

Hoffmann von Fallersleben

In Pretzien, Sachsen-Anhalt, haben Neonazis – Heimatbund Ostelbien –  Anfang Juli öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt. In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister war bei der Bücherverbrennung anwesend und ist nicht dagegen eingeschritten.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Jetzt kam heraus, dass die ermittelnden Beamten laut eigener Angaben nicht gewusst hätten, um was es sich bei dem Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ handel(t)e.
Sie wuchsen in der DDR auf, wo Anne Frank in der Schule, bei den Jungen Pionieren und in der Arbeit der FDJ eine sehr große Rolle spielt.

Wussten sie es nicht oder wollten sie es nicht wissen?

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Abmahnwahn - Collage von Syntronica

Ein Mann wollte ein veraltetes Buch – einen PC-Ratgeber – in einer Börse im Internet verkaufen.

Anstatt eines Kaufangebots bekam einer allerdings eine Abmahnung.
In der Begründung hieß es, dass in dem Buch auch erklärt werde, wie man CDs kopieren kann.

Dies war zur Zeit der Drucklegung des Buches noch erlaubt, nach neuem Urheberrecht aber nicht mehr,

Die Abmahngebühren waren auf 1600 Euro angesetzt.

Gesucht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie diverser anderer kriegerischer Handlungen und Nichteinhaltung internationaler Konventionen

Bild von George Bush

GOERGE W. BUSH
* 6.7.1946
Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Mann treffen!
Er befindet sich im Irrglauben, der demokratisch gewählte Präsident der USA zu sein.
Provozieren Sie ihn nicht!
Er ist mit Nuklearwaffen bewaffnet.
Verhalten Sie sich völkerrechtlich einwandfrei und verständigen Sie den Internationalen Gerichtshof!

Sehr sauer

Ein Beispiel für kundenfeindliches Verhalten habe ich heute bei der Post erlebt.
An einem Schalter standen zwei schwarze Marokkaner. Einer von ihnen wollte Geld abheben.
Er zeigt seinen Ausweis und seine Kundenkarte von der Postbank.
Die Frau hinterm Schalter prüfte, ob er wirklich der Inhaber des Kontos war.
Sie schaute sich den Ausweis und Kundenkarte längere Zeit an und verglich die Daten mit denen, die sie auf dem Monitor vor sich las.
„Nein, da kann ich nichts machen“, sagte sie dann.
Der Marokkaner fragte nach und sie erklärte ihm, dass „ein Buchstabe zu viel“ sei.
In gebrochenem Deutsch erklärte ihr der Marokkaner, dass er der Inhaber des Kontos sei.
Sie lehnte aber weiterhin ab.
Ich stand am Schalter daneben und bekam mit, dass beiden Schwarzen sich auf Französisch mit marokkanischem Akzent unterhielten.
Der Marokkaner nahm noch einen Anlauf und scheiterte wieder an dem „Nein“ der Postbeamtin.
«Excusez-moi, messieurs», mischte ich mich ein, «Pourrais-je vous aider ?»
(„Entschuligen Sie meine Herren“ … „Dürfte ich Ihnen helfen?“)
Die Marokkaner waren froh und fragten genau nach, wo das Problem sei.
Ich fragte die Beamtin und bekam als Antwort, dass „im Computer ein Buchstabe zu viel“ sei.
Ich übersetzte und der Marokkaner erzählte mir, dass wohl ein Irrtum vorliege und dass er der Kontoinhaber sei.
Er zeigte mir daraufhin seinen Pass und die Kundenkarte.
Er wollte wissen, ob die Adresse den falsch sei.
Die sei richtig, bestätigte mir die Postbeamtin.
Ich fragte mich, wo das Problem lag, erkannte es aber nicht.
Der Marokkaner fragte mich, ob denn das Geburtsdatum übereinstimme.
Auch dies sei richtig, bestätigte die Frau von der Post.
„Womit haben Sie eigentlich ein Problem?“ fragte ich sie.
Sie sagte, auf dem Ausweis und auf der Kundenkarte stehe ein anderer Name.
Sie verwies darauf, dass „im Computer ein Buchstabe zu viel“ sei.
„Gute Frau“, begann ich, „da dieser Zeitgenosse einen für Deutsch wohl nicht einfach auszusprechenden Namen hat, kann es natürlich bei der Dateneingabe passiert sein, dass der durchaus lange Name irrtümlich falsch eingegeben wurde.
Es spricht aber auch etwas für einen Fehler, da die Kundenkarte die richtige Schreibweise enthält.“
„Aber der Name ist anders“, kam eine emotionslose Antwort.
Parallel übersetze ich immer von Deutsch ins Französische.
„Gute Frau, stimmen denn die Bankleitzahl und die Kontonummer überein?“
„Ja, aber ich kann nichts machen, weil der Name anders ist. Im Computer ist ein Buchstabe zu viel.“
Ich versuchte es noch ein paarmal, doch ohne Erfolg.
Die Marokkaner verließen sehr erregt die Postfiliale, nachdem sie sich bei mir bedankt hatten.
Sie wollen sich bei der Postdirektion beschweren, wie ich ihnen vorgeschlagen habe.

The Joker

Auf meinen Reisen durch das Internet fallen mir immer und immer wieder Kuriositäten auf.
Eine Kuriosität hat mich sehr ergriffen, obwohl ich nicht begriffen habe, wie sie zustande kommt.
So las ich folgenden Satz.

„Deshalb hatte ich mich seinerseits auch nur für einen T-DSL1000-Anschluss entschieden gehabt.“

Ich kam ins Grübeln und erinnerte mich, dass ich so etwas Ähnliches schon öfter gesehen hatte.

  • „ … ein Gedicht, das wo der Lehrer gemacht gehabt hat … “
  • „ … er hat zwar schluss gemacht gehabt … “
  • „ … ich habe eine Startsequenz und ein Paar Kommentatoren gemacht gehabt, als ich noch Hoffnung hatte … “
  • „ … vorher hatte das der phönix gemacht gehabt … “
  • „ … dank erstmal für deine nette hilfe, habe soweit auch nen fehler gemacht gehabt … “
  • „ … Spanien hat es doch tatsächlich erwischt, deshalb hatte ich ihre Fahne auch gehisst gehabt, denn ich wollte doch nicht das Frankreich verliert …“

Mal abgesehen davon, dass in den oben zitierten Satzfragmenten noch einige „Varianten“ der deutschen Sprache zu finden sind, scheint „gehabt gehabt“ ein Phänomen zu sein.
Wenn man in Internet-Suchmaschinen „gemacht gehabt“ eingibt, werden viele solcher Ergebnisse angezeigt.
Man kann es auch mit „gelesen gehabt“ ausprobieren.

„Ich hatte den Zettel gelesen gehabt“.

Das Plusquamperfekt („Ich hatte den Zettel gelesen.“) wird zum Doppelpartiziplusquamperfekt.
Einigen Leute scheint es nicht „perfekt“ genug gewesen zu sein.

Seltsam ist aber, dass diese Konstellation nur mit intransitiven Verben existiert.
„Ich bin gelaufen gewesen“ gibt es nicht.
Na gut, vielleicht in Bayern : „ Ⅰ bin fei kimma g’wes’n“
Aber das ist eine andere Geschichte …

Das Doppelpartizipplusquamperfekt ist aber noch nicht das Nonplusultra (oder war es das Nullplusultra?).
«Er sagte : „Ich hatte dich gesehen gehabt.“ » wird in der indirekten Rede wohl nach der neuen unheimlichen Art zu einem Super-Plus-Ungut-Ungetüm, wie es (nicht mal) im Buche steht.

«Er sagte, er hätte mich gesehen gehabt gehäbtert.»

Was passiert aber, wenn jemand sagte, dass ER gesagt habe, dass ER jemand Anderen gesehen gehabt hatte?
In verwirrtem Sprachcode hieße dies wohl:

«Er sagte, der Andere hätte gesagt gehabt, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert hätte.»

Vielleicht kommt ja noch der wohlbekannte „Tuter“ hinzu.

«Er tut sagen, der Andere hätte gesagt getan gehabt haben, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert getan hätte.»

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