Widersprüche

Das Arme-Reiche-Promi-Heile-Welt-Mitleid-Story‑ und-Moralheuchel-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt“ – „Neue Post“ versucht sich neben Zusammenhalluzinierens von Liebschaften und Hinterfragen von hochtrabenden weltverändernden Sachzusammenhängen wie „Schwester der im 28. Monat schwangeren Letizia gestorben – Besteht Gefahr für Letizias Kind im Mutterleib?“ auch in etwas, was die „Neue Post“ hochtrabend Psychologie nennt.

„Neue Post“ hat sich bei einem renommierten 82-jährigen Psychologen über den „Frauenwahn“ von Boris Becker erkundigt, da Becker laut „Neuer Post“ seine Freundinnen schneller wechsle als sein Unterhemd.
Der Psychologe holte richtig aus und „analysierte“ Boris Becker.
Die ganzen „Verhältnisse“ von Becker sind laut des „renommierten Psychologen“ nur ein „Don-Juan-Komplex“.
Becker könne nicht anders, er müsse Frauen erobern, aus einem Trieb heraus.
Vor allem wie viele Frauen er immer wieder erobere!
Und der tue es nur, weil er es anderen und sich „beweisen“ will.
Schlimm, schlimm, schlimm!

Armer Boris Becker!

Wir halten in harten Fakten fest, dass Boris Becker seine Freundinnen schneller als sein Unterhemd wechselt.

  • 2000 bekam Angela Ermakova ein Kind von Boris Becker (durch „Samenraub“).
  • 2001 ließen sich Barbara und Boris Becker scheiden.
  • 2001: „Verhältnis“ mit Sabrina Setlur (Dieses „Verhältnis“ hat die „Neue Post“ allerdings „unterschlagen“.)
  • 2002: „Verhältnis“ mit der Moderatorin Patrice Farameh
  • 2005: „Verhältnis“ mit der Tänzerin Caroline Rocher
  • 2006: „Verhältnis“ mit dem Ex-Model Michelle Khenissi
  • 2007: „Verhältnis“ mit Sharely Kerssenberg

Was schließen wir daraus?
Da Boris Becker (s.o.) seine Freundinnen öfter als sein Unterhemd wechselt, muss er stinken wie ein Großrudel Skunks.

Vorsicht, Schleicher!

Heute – 01.03.2007 – sollte der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, und dessen Vorgänger bezüglich des „Falles Kurnaz“ vernommen werden.
Das Verhör musste allerdings abgesagt werden, weil wichtige BND-Akten verschwunden sind.

So ein Zufall auch!

Joker-Deutschland-Fahne

Gestern – 21.02.2007 – war der „Tag der Muttersprache“.
Der in Dortmund ansässige „Verein Deutsche Sprache“ – nicht zu verwechseln mit der „Gesellschaft für deutsche Sprache“ – hat schon vor einiger Zeit eine Idee gehabt, die deutsche Muttersprache zu erhalten und zu pflegen – Patenschaften für deutsche Wörter!
Für zehn Euro kann man die Patenschaft für ein Wort übernehmen. Man bekommt sogar ein Zertifikat, auf dem das Wort und der Pate genannt sind.
Der Pate verpflichtet sich, das Paten-Wort sehr häufig zu benutzen.
So sollen deutsche Wörter nicht in Vergessenheit geraten.
Das meint zumindest der „Verein Deutsche Sprache“.

Dieser Verein will mit Verbalgewalt dafür eintreten, dass Anglizismen aus der deutschen Sprache verschwinden (oder zumindest weniger oft benutzt werden).

Iris Berben hat z.B. die Patenschaft über das Wort „Silberhochzeit“ übernommen, Bertelsmann die des Wortes „Verantwortung“.
Die deutschen Wörter sind in einer Datenbank mit der Nennung des Paten hinterlegt.
Auch Wörter, die noch nicht Paten-Wörter sind, kann man dort nachlesen, z.B. „karessieren„ oder „nassauern„ u.v.m.

Seltsam mutet allerdings an, dass auch dort der Anglizismus „Flatrate“ zu finden ist.

Wortpate - Flatrate

Nachgefragt meinte eine der Verantwortlichen, dass man schließlich auch mit der Zeit gehen müsste …

Man erinnert sich auch gerne an einen Ausspruch des Vorsitzenden o.g. Verein, als er gefragt wurde, was denn so schlimm an den Anglizismen in der deutschen Sprache sei:
„Wir spielen mit den Anglizismen ein reines Va-Banque-Spiel.“

Das Arme-Reiche-Promi-Mitleid-Story-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt“ – „Neue Post“ hat sich ja vor einiger Zeit zusammenhalluziniert, dass „Volksmusikstar“ Florian Silbereisen ein „Verhältnis“ mit einem Groupie habe und deswegen mit seiner langjährigen Lebenspartnerin Schluss gemacht habe (Beitrag: „Aber es ist nur ein Gerücht …„).
Das hat sich natürlich wie erwartet als Zeitungsente herausgestellt.
Da die Promi-News bekanntlich nie ausgehen, schreibt die „Neue Post“ aus nicht aussagekräftigen – und vor allem nicht zu beweisenden – Indizien heraus, Silbereisen und Mireille Mathieu seien ein Liebespaar.
Und die „Neue Post“ tischt immer neue „Beweise“ auf, in denen der Mutmaßungsgehalt bei mehr als neunundneunzig Prozent liegt.
Man muss nicht erwähnen, dass es keinen finalen Beweis gibt.
So sind zumindest ein paar Autoren mit dem Verfassen von Sermon beschäftigt und werden (erstmal) nicht arbeitslos, da es ja etwas zu berichten gibt.
Das Neuste, was das Blättchen nun herausbekommen haben will, ist, dass Silbereisen seine „Liebe“ Mireille Mathieu unbewusst beleidigt haben will und die „Liebe“ auf eine harte Probe gestellt habe.
Silbereisen – mal nicht blöd – hat bei einem Volksmusik-Spektakel wohl zu einer Kollegin vor laufender Kamera gesagt, sie solle nichts über Mireille Mathieu sagen, sonst dichte man beiden – ihm und Mireille Mathieu – (wieder) eine Liaison an.
Mireille Mathieu hielt sich zu der Zeit in St. Petersburg auf und hat – in den Augen von „Neue Post“ zeitgleich – gewusst, was Silbereisen vom Stapel gelassen hatte und verfiel erst mal in tiefe Depression.
Die arme Mireille Mathieu!
Viele Jahre habe sie keinen Freund gehabt und im Alter habe sie sich einsam gefühlt und es habe sich ein Band der Liebe zwischen ihr und Silbereisen „gefestigt“.
Und nun diese Enttäuschung, dass Silbereisen ihre „Liebe“ mit einem „dummen Spruch“ verleugnet und vor allem beleidigt hat!
Ein Foto einer traurigen Mireille Mathieu und eines lustig schauenden Silbereisens bleibt nicht aus und ist neben den „Bericht“ gepappt.
Wie kann sich Silbereisen auch erdreisten und einen lockeren Spruch ablassen?
Vor allem sich lustig machen?
Allerdings nicht über Mireille Mathieu, wie die „Neue Post“ behauptet, sondern über die „Neue Post“!
Warum sollte er sonst so etwas sagen?
Bestimmt nicht, um Mireille Mathieu zu beleidigen, sondern um sich über die Halluzinationen der „Neuen Post“ lustig zu machen …

Der überzeugte Nazi Ernst Zündel, der immer wieder behauptet hatte, dass eine Massenvernichtung der Juden nicht stattgefunden habe, ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Der Richter plädierte nach der Verlesung des Urteils dafür, dass Zündel keine Bewährung nach zwei Dritteln der Haft gewährt werden solle.
Zündel hat einen abgrundtiefen Hass auf alles „Jüdische“, was während des fast zwölfmonatigen Prozesses gegen ihn immer wieder zu Eklats im Gerichtssaal geführt hatte.
Wenn man die Brand‑ und Schmierschriften von Zündel, die übrigens von Kanada aus verlegt werden, liest, könnte man glauben, dass der Autor auch „Mein Kampf“ geschrieben haben könnte.

Planeten

Zirkusdirektor Barnum besaß ein sogenanntes Kuriositätenkabinett.
Dort waren mannigfaltige Dinge ausgestellt.
Bei den Besuchern gab es niemanden, der nichts fand, was ihm nicht gefiel.
So groß war die Vielfalt. Für jedem war etwas dabei.

Schaut man in die Horoskop-Seiten von Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen etc., kann man vielfältigste „Vorhersagen“ lesen.
Was immer in den verschiedensten „Vorhersagen“ in den verschiedensten Blättern steht, irgendwie passt sie.
Dies kommt davon, dass die „Vorhersagen“ so vielfältig und weitreichend gehalten.

Diese Kausalität, dass diese „Horoskop-Vorhersagen“ in gewisser Hinsicht immer irgendwie zutreffend sind, nennt man „Barnum-Effekt“.

Joker-spanisch2

„Buenos diaz, mi cariño“, las ich in der SMS als morgendliche Begrüßung.
Da die Frau, die mir vor einigen Monaten gegenüber am Tisch gesessen hatte, von sich sagte, dass sie perfekt Spanisch spreche und sie mir beim Spanischlernen helfen wolle, hatte ich mich, da bei der ortsansässigen VHS gerade Semesterbeginn war, in einen Spanisch-Anfängerkurs eingeschrieben.
Irgendwann wollte ich sowieso mit Spanisch anfangen und warum sollte es nicht zu jenem Zeitpunkt sein?
Da die Grammatik der spanischen Sprache die der französischen sehr ähnlich ist, kam ich – auch dadurch bedingt, dass ich ein sehr guter Autodidakt bin – sehr gut und sehr schnell voran. Ich kaufte mir Bücher über spanische Grammatik u.ä. und brachte mir neben dem VHS-Kurs auch einiges selbst bei.
So konnte ich – die Grammatikbücher zur Hilfe nehmend – sehr häufig in Spanisch gehaltenen SMS einigermaßen korrekt beantworten.
Ich lernte von ihr.
Das dachte ich.

Noch!

Irgendwann – ich hatte die vierte oder fünfte, vielleicht auch sechste Spanischstunde hinter mir – bekam ich ein Lob von der Perfekt-Spanisch-Sprechenden. „Du sprichst ja schon super Spanisch und kannst hervorragend formulieren“, schrieb sie in einer SMS.
Während eines Telefonats, in dem wir auch einige Brocken Spanisch sprachen, bedankte ich mich für das Lob. Sie unverhofft kleinlaut, dass ich sogar besser Spanisch spräche als sie. Auf Nachfrage gab sie zu, dass sie – die Perfekt-Spanisch-Sprechende – nur zwei Abende beim Spanischkurs gewesen sei und sich dann sporadisch Spanisch mittels eines 30-Tage-CD-Kurses beigebracht habe. Und dies sei schon über zehn Jahre her und sie habe seitdem so gut wie nicht mehr Spanisch gelernt bzw. gesprochen.
Sie wurde zusehendst neidisch auf meine „Lernerfolge“, was ich aber nicht verstehe.
Von da an ging sie dazu über, SMS wieder auf Deutsch zu schreiben.

In einem Internet-Forum, in dem sie auch vehement behauptet, sie und ich hätten uns, niemals – auch am 12.8.2006 nicht – real getroffen (Warum behauptet sie dies überhaupt. ohne danach gefragt geworden zu sein?), und es existiere kein Foto, auf dem wir beide zu sehen seien, betätigt sie sich als große Spanischlehrerin, die den totalen Durchblick hat.
Die Kurzlektionen sind von sehr vielen (mir wohl bekannten) Fehlern – u.a. werden falsche Personalpronomen angegeben bzw. welche ausgelassen – gespickt.

Wie lange wird es wohl dauern, bis die „Schüler“ besser als die „Lehrerin“ sind?

In einer „Job-Plus-Maßnahme“ sind verschiedene Leute – unterschiedliche (Schul‑)Bildung, unterschiedliche Nationalitäten, unterschiedliche Kulturen etc.
Nicht jeder versteht sich mit dem Anderen, so kann es schon mal Rangeleien geben.
Eine Frau – genannt „Rheuma-Tante“ – hat einem Kollegen – genannt „Bananenbieger“ – eine Flasche Shampoo auf den Tisch gestellt, als dieser noch nicht im Raum war.
Dieser hat wohl streng nach Schweiß gerochen, da er sich – so vermutet man – nicht regelmäßig bade bzw. dusche o.ä.
Der Bananenbieger regte sich erstmal auf und beschuldigte eine andere Personen, mit der er auch schon öfters Zoff gehabt hatte.

Was die Flasche Shampoo aussagen sollte, ist klar…

Warum ist die Rheuma-Tante nicht einfach zum Bananenbieger gegangen und hat mit ihm gesprochen?

Jemandem etwas anonym hinzustellen, ist kein ehrenhaftes Verhalten.

Prozent-Symbol

Das Jahr 2007 begann damit, dass es 19 schlug.
Die Mehrwertsteuer wurde von 16 Prozent auf 19 Prozent erhöht, aber dies ist keine Erhöhung um drei Prozent sondern um 2.586 Prozent.
Wie muss man das verstehen?
Wenn man nur die Zahlen 16 und 19 betrachtet, ist die Differenz natürlich 3.
Aber so einfach ist die Betrachtung aus kaufmännischer Sicht nicht.
Nehmen wir uns ein einfaches Beispiel.
Eine Ware kostet mit enthaltender Mehrwertsteuer von 16 Prozent 116 Euro.
Das bedeutet, dass die Ware netto 100 Euro kostet, denn 16 Prozent von 100 Euro sind 16 Euro.
100 € + 16 € = 116 €.
Eine Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent heißt, dass man auf den Nettopreis von 100 € 19 Prozent aufaddiert. 19 Prozent von 100 € sind 19 Euro.
100 € + 19 € = 119 €.
Dies ist der mathematisch und kaufmännisch korrekte Weg.
Was manche Ladenbesitzer machen, ist aber Folgendes.
Sie legen den Bruttopreis von 116 Euro zugrunde und erhöhen diesen Betrag um drei Prozent.
Drei Prozent von 116 Euro sind 3.48 Euro.
Demnach kostet eine Ware, die 116 Euro gekostet hat, nun nach der Mehrwertsteuererhöhung 119.48 Euro.
Das bedeutet, dass man nach dieser Rechnung plötzlich 48 Cent oder 0.48 Euro mehr bezahlt, als nach einer korrekten Mehrwertsteuerberechnung.
Wenn jemand also sagt, er habe die Ware um drei Prozent erhöht, sollte man darüber nachdenken, was er berechnet hat.

Undankbarkeiten

In einer Nachbarstadt wurde vor einiger Zeit eine neue Ausstellung eröffnet.
Die Renovierungsarbeiten der alten Räumlichkeiten, in denen die Ausstellung seit Anfang November 2006 residiert, wurden durch Ein-Euro-Kräfte (politisch korrekt : Brückenjobber) und Freiwillige durchgeführt. Materialien wie Farbe, Rigipsplatten, Mörtel, die Fußbodenbeschichtung etc. wurden zu sehr großen Teilen durch Spenden oder durch Sponsoren beschafft.
Die Personen, die in der Ausstellung nun Aufsicht führen bzw. Hilfestellungen geben, Reparaturarbeiten an Exponaten durchführen oder leitende Aufgaben wie Kundenpflege leisten sind Freiwillige, Ehrenamtliche und Ein-Euro-Jobber.
Die Ein-Euro-Jobber bekommen ihren „Lohn“ (politisch korrekt: Mehraufwand) direkt von der Arbeitsagentur bzw. der Arbeitsgemeinschaft Sozialgesetzbuch Teil 2 (ARGE) überwiesen.
Dem Träger der Ausstellung, einem gemeinnützigen Verein, entstehen und entstanden keine Kosten.
Die Miete für die Ausstellungshallen, ebenso die Nebenkosten, müssen durch Eintrittsgelder und den Erlösen aus der Cafeteria und dem Laden erwirtschaftet werden.
Da in der Anlaufphase der Ausstellung noch nicht die erwarteten Besucherzahlen zustande gekommen sind, muss auf Rücklagen zurückgegriffen werden.
Die Rücklagen entstanden durch Spenden.
Nun hat sich der Vorsitzende des Trägervereins beklagt, dass die Ausstellung und deren Finanzierung nicht wie erwartete vonstatten gingen.
Er kam auf die Idee, dass die Ehrenamtlichen und Freiwilligen sowie die Ein-Euro-Jobber den Kaffee, den sie während des „Dienstes“ konsumieren, bezahlen.
Er stellte eine Spardose mit der Aufschrift „Kaffeekasse Mitarbeiter“ neben der Kaffeemaschine auf.
Man bedenke Folgendes!
Die Ehrenamtlichen und Freiwilligen leisten unentgeltlich „Dienst“. Ihnen entstehen auch Fahrtkosten.
Wie weiter oben schon erwähnt, entstanden dem Trägerverein kaum Kosten, weil auch die Exponate Spenden von Unternehmen waren. Des Weiteren steht eine große Bank als Hauptsponsor hinter der Ausstellung. Auch die Webseite der Ausstellung wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
Kosten entstehen also „nur“ durch die Miete, Heizungskosten, Wasser u.ä.
Wenn man nun den Kaffee berechnet, der konsumiert wird, ist dies ein Tropfen auf dem heißen Stein. Eine vergleichende Relation gibt es nicht.
Das Verhalten des Vorsitzenden des Trägervereins und Leiter der Ausstellung bezüglich der „Finanzierung des Kaffees“ kann mit einem Wort absolut treffend beschrieben werden:

U n ⅾ a n k b a r k e ⅰ t

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