Verlogenes

Per E-Mail wollte mir jemand einen Virus einschleusen, dessen Einschleimversuch schon alt ist.
Jemand – mit wechselnden Vornamen – habe ein Profil auf einer Web-Seite – in diesem Fall seitensprung.de, wo ich noch nie war – gesehen und wolle mit mir in Kontakt treten.
Der Betreff der E-Mail ist ein wechselnder Vorname, z.B. „von Marion“.
Die Person beschreibt sich als Top-Model und verweist auf ein Foto, dass sich im Anhang der E-Mail befinde.
Dieses Foto auf keinen Fall öffnen, denn es ist eine (schlecht getarnte) ausführbare Daten (eine Anwendung bzw. ein Programm), das einen Virus installiert bzw. nachlädt.

Hier der Text der E-Mail

Hallo,
ich habe Deine interessante Kontaktanzeige bei Seitensprung.de gelesen und bin sehr neugierig. Du suchst also eine gut aussehende Frau, mit erotischer Ausstrahlung, für gelegentliche schöne Treffen. Ich bin nicht abgeneigt, da ich nicht gebunden bin und eigentlich auch keine feste Beziehung suche. Kurz zu mir, ich bin 27, 1.70m groß, schlank mit sehr schöner Oberweite, blonde lange Haare, ich denke gut aussehend, kannst Du ja selber sehen, auf dem Foto, was ich mitschicke. Du kannst mir gern auch ein Foto von Dir senden und Deine Telefonnummer, dann rufe ich Dich gern mal unverbindlich an.
Liebe Grüße, *****

Laut der Menschenrechtsorganisation „Human Right Watch“ hat Israel im Krieg gegen den Libanon sog. Streumunition eingesetzt.
Diese Munition, auch unter dem Namen „Cluster-Munition“ bekannt, setzt bei der Explosion viele kleinere Sprengkörper und Splitter frei.
Da Streumunition eine unpräzise und unzuverlässige Waffe ist, sollte sie nie in bewohnten Gebieten eingesetzt werden.
Ein weiteres Problem ist, dass nicht alle kleineren Sprengkörper sofort explodieren und weiterhin eine Gefahr – besonders für Zivilisten – darstellen.
Laut „Human Right Watch“ stelle der Einsatz einen wahllosen, nicht auf feindliche Einheiten gerichteten Angriff dar und sei somit ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Die israelische Armee bestätigte den Einsatz der Munition.
Die Erklärung, warum die Munition eingesetzt wurde, zeigt jedoch das wahre menschenverachtende Denken der israelischen Armee.
„Die Verwendung von Cluster-Munition ist nach internationalem Recht legal. Die Armee verwendet die Munition in Übereinstimmung mit internationalen Standards.“

Der größte Lump im ganzen Land

ist und bleibt der Denunziant.

Hoffmann von Fallersleben

In Pretzien, Sachsen-Anhalt, haben Neonazis – Heimatbund Ostelbien –  Anfang Juli öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt. In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister war bei der Bücherverbrennung anwesend und ist nicht dagegen eingeschritten.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Jetzt kam heraus, dass die ermittelnden Beamten laut eigener Angaben nicht gewusst hätten, um was es sich bei dem Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ handel(t)e.
Sie wuchsen in der DDR auf, wo Anne Frank in der Schule, bei den Jungen Pionieren und in der Arbeit der FDJ eine sehr große Rolle spielt.

Wussten sie es nicht oder wollten sie es nicht wissen?

Abmahnwahn - Collage von Syntronica

Ein Mann wollte ein veraltetes Buch – einen PC-Ratgeber – in einer Börse im Internet verkaufen.

Anstatt eines Kaufangebots bekam einer allerdings eine Abmahnung.
In der Begründung hieß es, dass in dem Buch auch erklärt werde, wie man CDs kopieren kann.

Dies war zur Zeit der Drucklegung des Buches noch erlaubt, nach neuem Urheberrecht aber nicht mehr,

Die Abmahngebühren waren auf 1600 Euro angesetzt.

Gesucht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie diverser anderer kriegerischer Handlungen und Nichteinhaltung internationaler Konventionen

Bild von George Bush

GOERGE W. BUSH
* 6.7.1946
Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Mann treffen!
Er befindet sich im Irrglauben, der demokratisch gewählte Präsident der USA zu sein.
Provozieren Sie ihn nicht!
Er ist mit Nuklearwaffen bewaffnet.
Verhalten Sie sich völkerrechtlich einwandfrei und verständigen Sie den Internationalen Gerichtshof!

In Sachsen-Anhalt haben Neonazis öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt.
In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister ist nicht dagegen eingeschritten.
Etwas später hat der Leiter des Ordnungsamtes der „Veranstaltung“ ein Ende gemacht.
Der Bürgermeister meinte lapidar, er wäre zu der „Veranstaltung“ gegangen, weil er versucht habe, Jugendliche durch Toleranz von rechter Gesinnung abzubringen.
Der Bürgermeister hat wegen Drucks aus der eigenen Partei diese verlassen, sein kommunales Amt will er aber nicht abgeben und hat es noch inne.

Namhafte und bekannte Politiker haben umgehend darauf reagiert.
Wer sich gegen Rechts einsetze, beteiligt sich nicht an solche menschenverachtenden Aktionen, war zu hören.
Die Bücherverbrennung wurde als eine schwer wiegende, krasse Grenzverletzung, die das Andenken Ermordeter in den Dreck zieht, verurteilt.
Sie sprachen auch über „schockierende Zustände“, „verabscheuenswürdig“, „Zeit, Konsequenzen zu ziehen“, „menschverachtend“ etc.
Wenn man sich anschaute, wie viele „anständige Bürger“ die Bücherverbrennung geduldet haben, erscheinen die Äußerungen der Politiker allerdings in einem völlig anderen Licht. Mir scheinen die „Volksvertreter“ eher Pawlowsche Hunde* zu sein.

Ein Reiz – in diesem Fall die Tat einer rechten Gruppe – impliziert eine genau vorhersehbare Handlung bzw. einen Redefluss von Standardfloskeln.
Wenn man sich näher mir Neonazis befasst, bemerkt man sehr schnell, dass viele Bürger einfach wegschauen, wenn Neonazis „Aktionen“ durchführen.
Vielfach wird aber auch der Rechtsextremismus klein geredet.
Der Rechtsextremismus ist keine „Randerscheinung“ oder „Protestwählen“, wie viele Politiker behaupten.

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalens von 2005 kann man in den Kapiteln über „Rechtsextremismus“ nachlesen, dass der Rechtsextremismus keine Randerscheinung ist.
Aufgrund vieler Wahlalternativen steht auch im Verfassungsschutzbericht NRW 2005 zu lesen, dass von Protestwählen überhaupt nicht die Rede sein kann, denn das wäre ein Verschließen der Augen vor der Realität.
Rechtsextremismus sei ein gesellschaftliches Problem und werde gezielt von Neonazis in die Köpfe von Kindern und pubertierenden Jugendlichen gesät.
Die Verharmlosung durch breite Schichten der Bevölkerung sei auch schuld an der Ausbreitung des Rechtsextremismus.

Kennen wir Alle nicht diese Floskel „Sag bloß nichts oder willst Du, dass man Dich verprügelt?“?

Stillschweigend werden auch rassistische „Witze“ über farbige Mitbürger oder Andersdenkende geduldet und sich darüber amüsiert.
Später darauf angesprochen, warum man über den Witz gelacht habe, kommt das Scheinargument „Weil alle gelacht haben.“ oder „Ich weiß auch nicht.“ ans Tageslicht.
Auch die Floskeln „Der war doch gut. Stell Dich nicht so an!“ oder „Halt mir keine Moralpredigt!“ dürfte jeder kennen.

Im Stern wurden Namen und Gesichter von etwas achtzig durch deutsche Neonazis getötete Menschen veröffentlicht.
Der Aufschrei war groß.
Wann ist der Artikel aber vergessen?

Bald!

Oder schon längst!

Eine weitere Frage, die man sich in diesem Zusammenhang stellen sollte, ist, ob die „breite Masse des deutschen Volkes“ Integration möchte.
Anhand von Berichten, wenn ausländische Mitbürger von Neonazis provoziert oder verprügelt werden, hört man etwas wie „Mehmet XYZ, Deutscher türkischer Herkunft“, „Der Deutschlibanese Ali XYZ“, „der in Tansania geborene Deutschafrikaner Youssou XYZ“.
Spielt es eine Rolle, ob ein Deutscher in Deutschland geboren wurde, ob seine Eltern aus dem Ausland stammen und/oder Deutsche sind, ob er schwarze, weiße oder eine andersfarbige Haut hat?

Kann man nicht einfach berichten : „Von Neonazis wurde Mehmet XYZ verprügelt.“?
Allein schon der Unterschied zu „Von Neonazis wurde Mehmet XYZ, Deutscher türkischer Herkunft verprügelt.“ ist gravierend.
Bei der ersten Variante stehen die prügelnden Neonazis im Mittelpunkt, in der zweiten der „Deutsche türkischer Herkunft“.

Ist der Hinweis „Deutscher türkischer Herkunft“ ein Beweis mangelnder Akzeptanz von Integration?


*:
Die Bezeichnung Pawlowscher Hund bezieht sich auf das erste empirische Experiment des russischen Forschers Iwan Pawlow zum Nachweis der klassischen Konditionierung.
Der Forscher Pawlow hatte durch Zufall beobachtet, dass bei Zwingerhunden schon die Schritte des Besitzers Speichelfluss auslösten, obwohl noch gar kein Futter in Sicht war.
Er vermutete, dass das Geräusch der Schritte, dem regelmäßig die Fütterung folgte, für die Hunde mit Fressen verbunden war.
Der vorher neutrale akustische Stimulus (Schrittgeräusch) werde im Organismus des Hundes mit dem Stimulus „Futter“ in Verbindung gebracht.
Um diese Hypothese zu prüfen, gestaltete er ein entsprechendes Experiment.
Auf die Darbietung von Futter, einem natürlichen Reiz, folgt Speichelfluss, auf das Ertönen eines Glockentons nicht.
Wenn aber der Glockenton wiederholt in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Anbieten von Futter erklingt, reagieren die Hunde schließlich auf den Ton allein mit Speichelfluss.
Dieses Phänomen bezeichnete Pawlow als Konditionierung.

Leicht sauer

Da ich beim Arzt Wartezeit hatte und keine anderen Zeitschriften vorhanden waren, nahm ich aus Langeweile ein Klatschblatt und blätterte gelangweilt darin herum.

Da mich immer die Standhaftigkeit von Udo Jürgens zu politischen und aktuellen Fragen interessiert hat, las ich das Interview.

Ach ja!
Udo Jürgens hat auch Angst davon, ein Pflegefall zu werden.

Das Interview, das ich mir durchlas, relativierte sich zum Aufmacher auf dem Deckblatt.
Udo Jürgens, forsch wie immer, redete darüber, dass er ab und zu altersbedingt unter Rückeschmerzen leide, gab aber auch einen Grund an. Als Kind habe er einen starken Wachstumsschub bekommen und habe dadurch bedingt in der Schule krumm gesessen.
Er habe zu der Zeit schon ab und zu Rückenschmerzen wegen einer kleinen Schiefstellung der Wirbelsäule gehabt.
Und er habe auch eine Brille, berichtete er, da er Probleme habe, Verkehrsschilder zu erkennen. Sein linkes Auge habe nur noch eine Sehkraft von etwa zehn Prozent.
Er plauderte weiter über sich und ließ auch nicht aus, dass er als Kind beim Spielen einen heftigen Schlag auf ein Ohr bekommen habe und er schätze, dass dadurch dreißig Prozent Hörvermögen verloren gegangen seien.
Auf sein Alter von einundsiebzig Jahren angesprochen, sagte er, dass das Schlimmste, was er sich vorstellen könne, sei, ein „Tattergreis“ zu sein, der kaum noch Lebensfreude empfinde.

Ja, wenn er bzw. das Klatschblatt sonst keine Probleme haben!

Jeder Mensch wird älter und jeder hat seine eigene Geschichte durchlebt.

Peinlich wird es, wenn man sich die Berichterstattung der Klatschpresse näher anschaut.
Einen Namen nennen brauche ich hier nicht, denn zwischen den vielen Blättern dieser Art gibt es keinen Unterschied.
Auf dem Deckblatt werden tränendrückerische Aufmacher gesetzt wie oben gesehen.
Die Fans der „Promis“ kriegen anscheinend fast einen Herzinfarkt, wenn sie vom ach so schlimmen Leben ihres „Promis“ erfahren. Um alles genau zu erfahren, kauft man dann diese Blätter.

Mitleid hat schon immer gezogen.

Windows XP

Ein Amerikaner hat Microsoft wegen der sog. WGA-Prüfung verklagt.
Während einer WGA-Prüfung wird untersucht, ob Windows XP mit einem Registriercode installiert wurde, den Microsoft für illegal hält, oder ob Windows XP legal erworben wurde.

Es gib mehrere Gründe für die Anzeige.

  • Microsoft betrieb Etikettenschwindel und deklarierte das WGA-Programm als kritisches Sicherheitsupdate.
  • Microsoft gibt keine oder nur irreführende Informationen heraus, was das WGA-Programm genau macht.
  • Das WGA-Programm hat eine sog. „Phone-Home-Funktion“. Daten werden zu Microsoft ohne Einverständnis und ohne Wissens des Benutzers gesendet. Damit verstößt Microsoft gegen Verbraucherrechte und Anti-Spyware-Statuten.

Microsoft erklärte lapidar, die Klage entbehre jeder Grundlage.
Mehr war nicht zu erfahren.

Auch wenn sich Eltern auf Religionsfreiheit berufen, haben sie nicht das Recht, ihre Kinder von der Schule fernzuhalten.
Das Bundesverfassungsgericht stellte dar, dass es keinen Anspruch gebe, Kinder „vollständig von fremden Glaubensbekundungen oder –ansichten zu verschonen“.
Das BVG meinte auch dazu, dass die allgemeine Schulpflicht zum staatlichen Erziehungsauftrag dazugehöre und „die Offenheit für ein breites Spektrum von Meinungen und Auffassungen konstitutive Voraussetzung einer öffentlichen Schule in einem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen“ sei.
Mit der Vermittlung von Kenntnissen über Sexualität, Verhütungsmethoden, Geschlechtskrankheiten u.ä. werde die staatliche Neutralität nicht verletzt.
Weiterhin wurde betont, dass es nicht zu beanstanden sei, dass in naturwissenschaftlichen Fächer die Evolutionstheorie gelehrt werde. Der Platz der Schöpfungsgeschichte – sog. Kreationismus – gehöre eindeutig in das Fach .

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