Vergangenes

Frohe Pfingsten!

Was an Pfingsten gefeiert wird, weiß Umfragen zufolge nur noch eine Minderheit der Deutschen.

Wie Lukas, der Autor der Apostelgeschichte, erzählt, hatten sich die Jünger Jesu am Pfingsttag, dem jüdischen Erntedankfest, in Jerusalem zu einer Gemeinschaft versammelt.
Völlig unerwartet erhob sich vom Himmel her ein Brausen wie von einem Sturm herrührend.
Es erschienen Feuerzungen, die sich zerteilten und sich auf jeden der Männer niederließen.
Die Wirkung war überraschend, denn die Ergriffenen konnten sich plötzlich in vielen Sprachen verständigen.
Sie gingen hinaus auf die Straßen und Plätze und verkündeten, was sie von Jesus gehört und gesehen hatten.
»Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden«

(Apg 2, 11)

Nachdem Reza Schah aus dem Hause Pahlewi von einem Staatsbesuch wieder nach Hause (Persien, heute Iran) kam, war er sehr von den Reformen in der Türkei angetan, die Kemal Atatürk eingeleitet hatte.
Überzeugt von der liberalen Sichtweise erließ er am 29.5.1936 das erste Kopftuchverbot in einem moslemischen Land.
Dies musste er wegen vieler Proteste Jahre später allerdings wieder zurücknehmen.
Während die „Normalbürgerinnen“ bis heute noch Kopftuch tragen, trägt die iranische High-Society noch heute keine (mehr), sondern orientiert sich an der Mode der westlichen Welt.

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Am 24. Mai 1847 fand in auf Gut Boyenstein der erste evangelische Gottesdienst statt.

13. Mai 1981: Attentat auf Papst Johannes Paul Ⅱ.

Papstattentat

Am 13. Mai 1981 jubelten Zehntausende Johannes Paul Ⅱ. auf dem Petersplatz in Rom zu.
Wie immer suchte er den Kontakt zu den Menschen, lachte, winkte, schüttelte Hände.
Und dann geschah es.
Aus der Menge der fröhlichen Gläubigen schoss der Attentäter Ali Agca auf den Papst.
Sicherheitsbeamte warfen sich schützend über Johannes Paul II., der Täter wurde an Ort und Stelle überwältigt.

Ali Agca gestand die Tat – doch wer waren die Hintermänner, die Auftraggeber?
Angeblich wollte der bulgarische Geheimdienst im Auftrag Moskaus Johannes Paul II., den Antikommunisten und polnischen Patrioten, beseitigen.
Ali Agca schweigt bis heute.

Ein Jahr nach der Tat besuchte der Papst den Täter im Gefängnis und vergab ihm.
Eine große Geste – auch ein politisches Signal?
Nichts an dieser Tragödie war Zufall, aber vieles bleibt bis heute Spekulation.

Rainer Maria Rilke
Schriftsteller
(1875–1926)
Rainer Maria Rilke

1875
4. Dezember: Rainer (eigentlich René) Maria Rilke wird als Sohn des Eisenbahninspektors Josef Rilke und dessen Frau Phia (geb. Entz) in Prag geboren.

1886–1891
Militärschulzeit.
Schon während seiner Schulzeit beginnt Rilke zu schreiben.

1894
Sein erster Gedichtband „Leben und Lieder“ erscheint.

1895
Abitur in Prag, wo er auch das Studium der Kunst‑ und Literaturgeschichte beginnt.

1896
Beginn seines Studiums der Philosophie an der Universität München.
Bekanntschaft mit der Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé .

1897
Rilke folgt Andreas-Salomé nach Berlin.
Er ändert seinen Vornamen René in Rainer.

1899
Rilke schreibt sich als Student der Kunstgeschichte an der Berliner Universität ein.

1899⁄1900
Mit Andreas-Salomé bereist er zweimal Rußland und betreibt Studien für eine geplante, aber nie geschriebene Monographie über russische Maler.

1900
Er verbringt den Sommer in der Künstlerkolonie in Worpswede.
Dort lernt er die Bildhauerin Clara Westhoff und die Malerin Paula Modersohn-Becker kennen.

1901
Trennung von Andreas-Salomé und Heirat mit Westhoff.
Das Ehepaar zieht nach Westerwede bei Worpswede.
Geburt der einzigen Tocher Ruth.

1902
Mittellosigkeit zwingt Rilke zur Auflösung des Hausstandes und zur Übernahme monographischer Auftragsarbeiten.
Reise nach Paris, wo er den Bildhauer Auguste Rodin kennenlernt.
Der „Panther“, das erste der „Neuen Gedichte“, entsteht.

1903
Rilkes Monographie über Rodin erscheint in Berlin.

1903–1906
Seine Bekanntschaft mit Rodin sowie seine Reisen nach Paris, Rom und Skandinavien verändern Rilkes poetische Produktionsweise zugunsten eines „sachlichen Sagens“.

1905
Das „Stunden-Buch“ erscheint.
Wiederaufnahme des Philosophiestudiums in Berlin bei Georg Simmel.

1906
Rilke ist für kurze Zeit Privatsekretär bei Rodin.
Die zur Zeit der Jahrhundertwende entstandene und durch den Jugendstil beeinflußte „Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ erscheint.

1908
Zur Erinnerung an die 1907 verstorbene Modersohn-Becker schreibt Rilke das „Requiem für eine Freundin“.

1910
Sein Tagebuchroman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“, an dem Rilke seit 1904 gearbeitet hat, wird veröffentlicht.

1912
Auf Schloß Duino bei Triest schreibt Rilke die ersten Elegien und „Das Marien-Leben“.
Gemeinsam mit Andreas-Salomé nimmt er an einem psychologischen Kongreß in München teil, wo er Sigmund Freud kennenlernt.

1914
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs schreibt Rilke fünf „Kriegsgesänge“.
Seine anfängliche Kriegsbegeisterung weicht der Erschütterung.

1915
Er wird wehrdiensttauglich geschrieben und in Böhmen eingesetzt.

1916
Versetzung ins Kriegsarchiv nach Wien.

1918
Nach Kriegsende zieht Rilke wieder nach München, wo er die Bekanntschaft von Hanns Eisler und Ernst Toller macht.

1919
Rilke verlässt Deutschland und wohnt an wechselnden Orten in der Schweiz.
Er lernt dort Alexander von Jawlensky kennen.

1921
Er bezieht das Schloß Muzot (Wallis, Schweiz).

1923
Die „ Duineser Elegien“ sowie „Die Sonette an Orpheus“ erscheinen.

1924–1926
Häufige Sanatoriumsaufenthalte in Val-Mont bei Montreux und Bad Ragaz wegen einer Erkrankung an Leukämie.

1926
29. Dezember: Rainer Maria Rilke stirbt in Val-Mont.
Postum erscheinen „Dichtungen des Michelangelo“ sowie ein umfangreiches Briefwerk.

Sein Name steht seit mehr als 200 Jahren für gutes Benehmen:
Adolph Freiherr von Knigge, Autor des Buchs „Über den Umgang mit Menschen“.

Das Werk bescherte ihm eher unfreiwillig das Etikett des Benimm-Apostels.
Knigge ging es um mehr als um gute Tischmanieren.
Sein Buch ist ein Plädoyer dafür, dass Menschen einander mit Respekt begegnen, sich achten, kurz: anständig sind.
Ein tiefsinniges Lehrbuch mit deutlicher Verachtung für den Adel.
Knigge war ein kritischer Kopf, der satirisch-politische Schriften verfasste, die Französische Revolution begrüßte und eine Lanze für den Humanismus brach.
Das Multitalent schrieb nicht nur, Knigge komponierte auch.

Ungarn öffnete die Grenze nach Österreich und ermöglichte damit DDR-Bürgern den Übergang in den Westen.
Die Flucht von tausenden Ostdeutschen hatte die Erschütterung des sozialistischen bzw. kommunistischen Systems zur Folge und brachte letztendlich die Berliner Mauer ins Wanken.

Paul Spiegel

* 31.12.1937 + 30.04.2006
Gleichwohl sollte sich die abendländische Kulturgemeinschaft davor hüten, die eigenen freiheitlichen Grundwerte und Traditionen im Angesicht von gewalttätigen Demonstranten leichtfertig aufzugeben.
Selbstbewusstsein ohne Arroganz einerseits und verständnisvolle Hilfe bei einem Transformations‑ und Modernisierungsprozess einer der ältesten Religionen der Menschheit andererseits, sind keine Gegensätze, sondern können durchaus zwei Seiten ein und derselben Medaille sein.
Paul Spiegel zum Mohammed-Karikaturen-Streit
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