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Roll over Beethoven

„Vögel, die in einem Käfig geboren sind, werden denken, dass Fliegen ein Akt gegen die bestehende Ordnung ist.“

Hassan Lazouane

Wir, die Edelleute von Syntronica, waren auf einer in unterwegs.

Nachdem wir sehr gut zu Mittag gegessen hatten, flanierten wir über den Schillerplatz, als uns ein Ritter entgegen kam. Wir stutzten erst und sahen auf unsere Chronometer. Wir waren sicher, dass wir nicht im Mittelalter geladen waren. Auch sah Stuttgart nicht so aus.

„Leutle, wartet ma g’schwind!“, sprach er uns an.“Wisset Ihr, wo Ⅰ ä rächts Schwert herkrieg?“
„Ein Schwert?“
„Ja!“
„Nein, ich kann Dir aber sagen, wo Du super Nordig-Walking-Stöcke kaufen kannst“, sagte ich zu ihm und hob meinen drachenköpfigen Gehstock hoch.
„Ja“, erwiderte der Ritter, „Des wär‘ guat. Ⅰ han’s nämlich im Kreuz. Aber was Ⅰ jetzt brauch, is ä rächts Schwert.“
„Wo hast Du Dein Schwert denn verloren?“, wollte Sabine, Edelfrau von Syntronica wissen.
„I woiss edde“, kam die Antwort und er schüttelte so den Kopf mit dem Helm, dass sogar sein Kettenhemd rasselte.
„Wer bist Du denn und was ist denn passiert?“ kam die nächste Frage, allerdings von mir.
„I bee der Herr von Hohenfels“, erzählte er, „geschtern händ mir no ä Schlacht g’hätt.“
„Hast Du es auf dem Schlachtfeld verloren?“
„Ha noiii. Mir händ no ä Gelage g’hätt. Un‘ g’spielt hänn mer aa no.“
„Zuviel Alkohoool“, meinte die Edelfrau, „ts ts ts.“
„Ha jo, b’soffa waret mer scho.“
„Und dann hast Du Dein Schwert verspielt“, schüttelte ich den Kopf, „Du bist mir ein Ritter!“
„Ha noi“, intervenierte er, „Ä Ritter verspielt net soi Schwert.“

Als ich ihm nach dem Datum fragte, sagte er mir sein Datum, irgendwann im Mittelalter.

So schmiedeten die Edelfrau und ich einen Plan.

Während der Ritter in Stuttgart sein Schwert suchte und alle möglichen Leute ansprach, gingen wir in unser Zeitschiff
Wir drehten an den Stellrädchen und stellten die Chrono-Aviationseinheit auf das Datum, das der Ritter mir gesagt hatte.
Dann griff ich zum Steuer und es ging los ins Mittelalter.

Wir legten an bei Burg Hohenfels, nachdem wir das Schiff getarnt hatten.
In Kleidung des Mittelalters sahen wir, wie einige Ritter und Soldaten ihren Sieg feierten.
Auch Herr von Hohenfels war dabei. Er kannte uns aber nicht, da wir uns „bis dato“ noch nicht getroffen hatten.
Wir beobachteten die Situation und bekamen bald heraus, wo das Schwert verloren gegangen war.

Der Herr von Hohenfels hatte es immer bei sich gehabt. Er war der, der beim Gelage am längsten ausgehalten hatte. Als alle schon schliefen, wollte er sich noch etwas Wein holen im Keller. Er schlug den Deckel eines Fasses an, schöpfte sich einen Krug voller Wein und vergass dort sein Schwert.

Wir nahmen das Schwert an uns und warteten, bis er eingeschlafen war.
Dann stellten wir das Schwert wieder neben ihn.

Durch eine Unachtsamkeit unsererseits sah der Herr von Hohenfels unser Zeitschiff und rannte hinter uns her. So kam er in die Zeit, in der unsere „früheren Ichs“ ihn getroffen hatten.

Zurück in der Zeit, in der wir gestartet waren, schauten wir, wo der Ritter sich nun aufhielt.
Wir gingen auf ihn zu und sagten ihn, dass wir wüssten, wo sein Schwert sei.
Er ging bereitwillig mit uns. Ich bekam ihn kurz vor unserem Schiff dazu, dass er seinen Helm absetzte und ich schlug ihn bewusstlos.
Wir setzten ihn auf unser Sofa im Schiff und navigierten das Schiff einige Minuten später in die Zeit im Mittelalter, als wir wieder zurückgekehrt waren.

Einige Miuten musste das Mittelalter ohne ihn auskommen.
Dann setzten wir ihn wieder an den Tisch und sahen zu, dass wir Land gewannen.

So war der Ritter wieder in seiner Zeit und hatte sein Schwert auch wieder bekommen.

© Dietmar Schneidewind, Syntronicas.Net

Vielen Dank an das Landesmuseum!

Meine Gattin und ich sind (bekennende) Steampunks.

ist eine sog. „Subkultur“.
Steampunk basiert auf der Überlegung, was passiert wäre, wenn die Welt zur Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert eine andere Entwicklung genommen hätte.
In der Welt des Steampunks ist die vorherrschende die Dampftechnologie und die Mechanik.
Ebenso wird davon ausgegangen, dass die Äthertheorie richtig sei.
Die Äthertheorie besagt, dass zwischen allen der sog. „Äther“ ist, eine unsichtbare Masse, die zum Beispiel auch im vorhanden ist. So stellt man sich vor, dass man mittels eines Äther-Schiffs von einem Planeten zum anderen reisen könnte. Der Ausdruck „Raumschiff“ kommt zum Beispiel hierher. Dass die Äthertheorie widerlegt ist, spielt für die Steampunks keine Rolle.
Viele Steampunks sehen sich unter anderem als Zeitreisenende, die mittels besonderer Maschinen, die auf den Äther einwirken, durch die Zeit reisen können.
Sie kleiden sich nach dem Codex des viktorianischen Zeitalters. Ihre Maschinen und Apparaturen sehen aus, als kämen sie aus dem 19. Jahrhundert.
Vieles, was den Steampunk ausmacht, entstammt den Büchern von Jules Verne – z.B. „In 80 Tagen um die Welt“, „Die geheimnisvolle Insel“ etc. oder aus dem Buch „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wellls und anderen. 
Aktuelle Geräte des 21. Jahrunderts werden „verschönert“ bzw. verschnörkelt. So sehen Tablets, Smartphone oder Computer so aus, als entstammten sie einer längst vergangenen Zeit. Sie werden eben verziert mit Schnörkeln, Messing‑ sowie Bronzeteilen, damit sie so wirken, als wären sie einer anderen Welt entsprungen.

Die Steampunk-Kultur hat sich seit den 1970⁄1980-er-Jahren etabliert und hat viele Anhänger gefunden.
Diese treffen sich zu Picknicks (und Fototerminen), bei denen es als Erinnerungen sog. „Temporalmarken“ oder „Temporal-Visa“  gibt, die man sich in die „Zeitreisepässe“ klebt.

Viele Steampunks sind auch Rollenspieler, die eben mit anderen mehr oder weniger vorgegebene Abenteuer spielen.

Zu dieser Gattung gehören wir nicht. Wir nehmen an Treffen oder Fototerminen teil.
Auch treffen wir bei sog. „Cosplay-Photo-Shootings“ Personen von verschiedenen Genres der „Kostümspieler“ – Englisch: „Cos(tume) Play“.
Wir bleiben allerdings beim Steampunk. Es ist interessant, Personen zu treffen, die anders sind. Wir tauschen uns aus, was sie und wir machen, wie es läuft es, was als nächstes kommt etc.

Obwohl es Steampunk schon lange gibt, erlebt Steampunk momentan einen regelrechten Hype.

Es gibt Events, bei denen Steampunks, Mittelaltermärkte und andere Genres friedlich koexistieren, wie zum Beispiel die „Zeitenblende“, Tübingen.. Man lernt sich kennen und schätzen.

Einige Personen wollen bei Steampunk mitmachen, sind aber nicht bereit entweder sich vom „alten“ zu trennen oder dieses partiell aufzugeben, sondern mischen diese Genres.
Dies nennt man „Cross-Over“ – „Überkreuzung“ bzw. „Überschneidung“.
Wir trafen Personen, die aus dem Genre „Star Wars“ kamen und nun bei uns mitmachen wollten. Diese trugen eine Sturmtruppenuniform der imperiellen Streitkräfte, hatten diese jedoch mit Bronze lackiert und mit Steampunk-Accessoires bestückt. So entstand ein Cross-Over von Steampunk und Star-Wars.

So etwas empfinde ich als unangebracht.
Man kann gerne Steampunk mit Elementen anderer Epochen kombinieren, Steampunk mit Rokkoko oder Ähnlichem. Star-Wars, Star-Trek oder gar Mana-Comic geht in keinster Weise, denn diese passen nicht in die „Historie“.
Steampunk läasst die der Menschheit wie sie war, bis eben zur Industrialisierung, bei dem Steampank eine alternative Zeitlinie definiert. Bis dahin ist alles gleich.

Die anderen Genres, insbesondere Science-Fiction, haben einen ganz anderen Ansatz.
Wenn jemand von der „Seite“ Star-Wars kommt, kann er gerne zu Steampunk wechseln.
Jemand der zum Beispiel Steampunk-Vampir oder Vampirjäger-Steampunk ist, passt gut in den Kontext, denn die Geschichten um Vampire wie Dracula passen in den Steampunk-Kontext, weil sie auch in etwa in dieser Zeit „spielen“ oder entstanden sind. Zudem glaubten die Menschen im 19. Jahrhundert noch an sowas.

Star-Wars oder Star-Trek kommen aus der anderen Richtung, aus der .
Coss-Over ist also nicht möglich.

Man möge es nicht falsch verstehen!

Steampunk ist weitgefächert: Zeitreisende, Neo-Viktorianer, Expeditionscorps, Zeitpolizei.
Auch sieht jeder Steampunk etwas anders aus und es gibt keine strikte Uniformierung, keinen wirklich strengen Kleidercodex.
Beim Steampunk kann jeder mitmachen.
Ich war früher Mitewirkender auf Mittelaltermärkten, habe als Sternenflotten-Captain und als Klingonen-General im Genre „Star Trek“ mitgemacht.

Mischungen aus „Science-Fiction“ und Steampunk kann es aus oben genannten Gründen nicht geben.

Dies ist für Steampunk und dessen obsolet.

Weiterführendes

 

Roll over Beethoven

Die Wohltaten eines Vaters übersteigen alle Berge.“

Ein Video beschäftigt und bewegt .

Es ist ein Video, das in Chemnitz mit einem Smartphone aufgenommen wurde und zeigt, wie zwei Personen sich rangeln. Einer tritt den anderen in den Allerwertesten und verjagt ihn oder dieser zieht sich zurück.

In Chemnitz wurde ein Deutsch-Kubaner von einem Syrer und einem Iraker mit 35 Messerstichen getötet. Daraufhin organisierten Hooligans und andere einen spontanen Protestmarsch. An Rande dessen entstand wohl das obengenannte Video.

Die Quelle dieses Videos ist eine Internetseite der sog. „Antifa“. Ansonsten gibt es kein anderes Dokument, das – wie die Kanzlerin es deklarierte – „Hetzjagden auf Flüchtlinge“ zeigt.

Nach tagelangen Empörungen über rechtsradkale Gewalt von allen möglichen Seiten kamen langsam Zweifel auf, ob es wirklich diese „Hetzjagden“ gegeben haben mag, da es nach knapp einer Woche nur dieses eine mit einem Smartphone aufgenommene (Hochkant‑)Video gab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gar nicht in Chemnitz gewesen war, sprach von „Hetzjagden“, die sie gesehen haben will. Auch ihr treuergebener Regierungssprecher Steffen Rüdiger Seibert plapperte davon.

Viele, besonders linke, grüne und rote, Politiker kritisierten die Zustände in Chemnitz.
Es wurde ein „Spontankonzert“ gegen rechts organisiert und durchgeführt, bei dem es wichtiger war, dass die Protestler als „Nazis“deklassiert wurden als der Tod des Deutsch-Kubaners.

Nun meldete sich Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zu Wort und sagte, seiner Behörde lägen keine vor, dass dieses Video authentisch sei. Er äußerte sich dahingehend, dass es sich bei dem Video um ein „Fake“ handele, um den Tod des Deutsch-Kubaners zu relativieren bzw. davon abzulenken.

Als erstes regten sich (wieder) „linke Kräfte“ über Herrn Maaßen auf, allen voran wichtige Führungskräfte der Grünen, der SPD und der „Linken“. Sie forderten seinen Rücktritt und rückten ihn stellenweise sogar in eine rechtsradikale Ecke.
Diese Personen forderten Beweise von ihm, warum das Video nicht authentisch sei.

Zeitgleich tauchte ein Beitrag auf, der beweisen sollte, dass das Video doch authentisch wäre.
Es wurde behauptet, man könne anhand der Ortungsdaten (GPS) klar nachweisen, dass dieses in Chemnitz aufgenommen worden wäre. Einige Aufnahmen zeigten Lokationen in Chemnitz. Über die einfallende Sonne und den damit verbundenen Sonnenstand wurde philosophiert, ebenso wurden Wolkenbilder analysiert und diese mit meteorologischen der Wetterdienste vergichen.
So wurde die Darstellung von Herrn Maaßen torpediert.

Die erste These, man könne Ortungsdaten nicht fälschen, stimmt nicht.
Es gibt die App „Fake GPS Location Spoof“, die jeder amderen App einen falschen Standort vortäuschen kann.
Ebenso ist es suspekt, dass die sog. „Antifa“ einem Journalisten das Smartphone vorgelegt haben soll, auf dem das Video aufgenommen worden war. Auch andere Bilder, z.B. vom Himmel bzw. Wolkenbilder wurde ihm gezeigt. Dass jemand Wolkenbilder aufnimmt, die zufälligerweise die Echtheit eines Videos belegen können, ist nicht glaubhaft.
In dem Beitrag, der bei RTL, dem ZDF und anderen Medienseiten auftauchte, war das Manko, dass man keine anderen Bilder oder Videos von dem Protestmarsch finden konnte.
Ferner ist es zweifelhaft, dass das „Beweisvideo“ keine Datumangaben enthält. Es enthält Ortungsdaten, aber kein Datum, wann es aufgenommen wurde.

Weil dieser „Beweis“ nicht wie eine Bombe einschlug, zeigte der Focus ein Video-Interview mit zwei Syrern, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren.
Diese palaverten über „Nazis“ und davon, wie schlimm alles gewesen sein sollte in Chemnitz.
Ein Journalist und ein Künstler konnte allerdings zeigen, dass die beiden Ⅰnterviewten Schauspieler waren, die schon öfters zusammen aufgetreten waren, z.B. in Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“.

Nichtsdestotrotz stänkerten die Mainstreammedien weiter gegen Herrn Maaßen.
Jetzt wird es kurios. Man setzt sich über alle Zweifel hinweg und behauptet schlicht und einfach, das Video sei echt. Alles andere gilt nicht, weil es nicht in die (anti-deutsche) Weltanschauung passt.

Als Gegenbeweis gibt es auch ein interessantes YouTube-Video von Anabel Schunke,, in dem sie u.a. erklört, was „In Dubio pro reo“ –  „Im –Zweifel für den Angeklagten“ – bedeutet. Sie zeigt auch auf, was in der „Kölner Sylvesternacht“ – Massennötigung und –Vergewaltigungen – passiert ist und wie die Mainstreammedien reagiert haben.

Von denen die fordern, man solle Beweise vorlegen, fordere ich Selbstkritik.

Bei dem Protestmarsch nahmen ca. 600 Personen teil. Fünfzig von ihnen waren gewaltbereit und –tätig, indem sie auch Flaschen auf Polizisten warfen.
Es gab Attacken gegen Ausländer, allerdings gingen nur drei diesbezügliche Anzeigen ein.

Anstatt – wie es sein sollte – kritisch und selbstkritisch zu sein, prügeln die selbsernannten Wahrheitshüter genau wie die Links-Grünen auf Kritiker ein.

Momentasn geht es anscheinend nur darum, dass dehenigen, die von „hetzhagden“ sprachen und sprechen, Recht behalten wollen (und vielleicht sollen).
Es ist ferner sehr auffällig, dass niemand als „Gegenzeuge“ auftritt und sagt, es habe nichts stattgefunden.
Bei „Befragungen“ von Passanten auf der Straße scheint es keinen zu geben, der etwas anderes sagt.

Ein verbaler und geistiger Absturz war das –statement einer jungen Frau:
„Ich bin Ausländerin. Wer behauptet, das Video lügt, beleidigt uns Ausländer.“

Schade, wenn man nicht fähig ist, sich Fehler einzugestehen!

Übrigens :

Eine Hetzjagd ist ein koordiniertes Vorgehen gegen jemanden, bis dieser erlegt oder erschöpft ist.

Am 1. September im Jahre des Herren 2018 fand am wunderschönen Seeschloss Monrepos, Ludwigsburg, ein Steampunk-Piclnick statt.

Es waren illustre Gäste gekommen und es herrschte eine durchgehend angenehme und freundliche Athmospäre.


Es fand erstmalig ein Tee-Duell statt.
Man tunke den Keks fünf Sekunden unter Aufsicht von Unparteiischen in den Tee.
Dann nehme man in heraus, drehe ihn aufrecht und warte, beim wem er zuerst zusammenfällt.
Diese Person hat das Tee-Duell verloren und scheidet aus.

Wir haben uns – wie immer – sehr wohl gefühlt.

Vielen Dank an die Organisatoren!

 

Bilder von:

  1. Beitragsbild – Peter Schuster
  2. Gruppenfoto – Peter Schuster
  3. Tee-Duell – Sabine Bülow
Roll over Beethoven

„Antike Tempel konzentrieren den Gott im Menschen; des Mittelalters Kirchen streben nach Gott in Höhe.“

Johann Wolfgang von Goethe

Personen der Generation Z sind wegen des selbstverständlichen Gebrauchs von digitalen Technologien … seit dem Kindesalter Teil der Digital Natives, und damit deren zweite Generation: Die vorhergehende Generation wurde im frühen jugendlichen Alter digital sozialisiert, und war deren Pioniergeneration. Da Kleinkinder schon im frühen Alter mit Smartphones und Tablet-PCs in Kontakt kommen, durchlaufen sie eine andere Entwicklung als Kinder der Generation Y zuvor, die dies erst später kennenlernten.
Laut Wikipedia

Die sog. „Generation Z“ wird langsam erwachsen, wobei allerdings Denkstrukturen von Verhalten sowie Interaktionen auf die reale Welt kuriose Züge annehmen.

Die Welt erscheint ihnen durch das kleine Fensterchen des Smartphones und der (sozialen) Medien nur eingeschränkt bzw. (sehr) vereinfacht zur Verfügung.
Es geht nicht apriori um das Verständnis der Welt, sondern um die pseudo-sozialen Halt durch massenweise „Likes“, um anderen zu zeigen, dass sie ihre verbalen Ergüsse und Bilder „toll“ finden. Im Vordergrund steht aber das Prinzip „manus manem lavat“, wenn es darum geht, jemanden mitzuteilen, was einem gefällt. Interaktionen beziehen sich nicht auf Überzeugung, sondern auf Gegenseitigkeit – „Likest Du meins, like ich deins.“.

Dabei fällt in der realen – nicht „digitalen“ – Welt genauso dieses Weltverständnis heraus.
Was nicht interagert, interessiert nicht.
Zusammenhänge und Fakten gibt es nicht, ebenso keine kritische Betrachtung.
Man nimmt sich eine Richtung der Betrachtung heraus und macht sie sich zu eigen, genauso wie in der Smartphone-Welt. Dabei interessiert genau wie dort nicht, ob es wahr ist, sondern, ob andere genauso denken. Oder man erklärt die Andersdenkenden für doof. Beweise und Falsifikationen sind nicht wichtig. Es ist das wahr, was man dazu erklärt und was der größte Teil der Masse meint.
Kritische Betrachtung nud Auseinandersetzung gibt es nicht.
Wie in der Smartphone-Welt sind nur diejenigen „in“, die das bestätigen, alle anderen sind doof, weil sie nichts „liken“ (bestätigen).

Die Betrachung der realen Welt ist das defizitäre Manko.
Der Ausgangspunkt der Betrachtung ist das Smartphone. Diese Smartphone-Welt ist der Angelpunkt und impliziert alles.
Die Smartphone-Welt ist nur eine sehr vereinfachte mediale Abbildung der realen Welt.
Diese macht man sich nun als Realität zu eigen. Die Realität – außerhalb – ist unendlich facettenreicher als die des kleinen Weltenfensters Smartphone-Display.
Es wird also die reale Welt vereinfacht, damit diese kompatibel ist.

Schaut man sich als Außenstehender die Smartphone-Welt an und betrachtet die Auswüchse davon, wird man schnell denken, es sei schlimm.
Das Smartphone muss auch überall mit hin, aber nicht, um erreichbar zu sein, sondern um präsent zu sein.
Und zu „liken“.
Es könnte ja sein, dass andere eingeschnappt sind, wenn man über einen (kleinen) Zeitraum nicht interagiert. Die könnten einen ja verlassen. snd nur , wenn sie permanent „liken“ und interagieren.
Bei einem Konzert ist das Smartphone nicht nur dabei, um Anderen, die nicht teilnehmen können, zu zeigen, was passiert, sondern um präsent zu sein. Es wird nicht unbedingt über das Konzert philosophiert. Es interessiert der pseudo-soziale Halt, nicht was kommuniziert wird.
Ganz wichtig ist, schnell zu antworten, um den „Halt“ zu gewährleisten. Interesse ist nicht wichtig,
Hauptsache ist die Interaktion und das Zum-Ausdruck-bringen, das man angeblich etwas mag („Like“).
Nun fragt man sich, warum man zum Konzert geht, wenn man im Prinzip gar nicht da ist.
Man geht dort hin, weil es cool ist bei der Smartphone-Welt, hinzugehen. oder zumindest heucheln hält einen vom Genießen des Konzerts ab, aber Genießen ist nicht smartphone-konform.
Die Nicht-Smartphone-Generation genießt das Konzert, weil sie dafür da sind.
Die Generation Smartphone ist da, um präsent zu sein, weil es eben so ist, sie genießt aber nicht, weil sie ja ständig im, mit und am Smartphone kommuniziert. Sie wird vom Smartphone unterbrochen, wenn sie in der realen Welt ist.

Störfaktor Realität!

Konsumieren und Berieselung, keine Kontexte mehr, nur Inteaktion, ob sie sinnvoll ist oder nicht.

Diese Art der Kommunikation und der Weltansicht ist nicht sinnvoll.

Generation Z schwimmt in die Degeneration.

Roll over Beethoven

„Eines Tages schwimmt die Wahrheit doch nach oben.

Als Wasserleiche.“

Am vorigen Wochenende waren wir richtig ausgelastet.

Am Samstag, den 23.6.2018, waren wir beim „Weltenbummlerwochenende“ im Lost Place Hotel Waldlust in Freudenstadt.
Dieses wurde von Sissis Erben organisiert. Neben dem Handwerkermarkt fand eine Modenschau, Kurzbeiträge zum Beispiel über die des Korsetts etc. statt.
Nebenbei flanierten Sissis Erben durch die Räumlichkeiten des leider verlassenen riesigen Hotels.
Wir trafen dort auch einige „Zeitgenossen“, also Zeitreisende wie wir.

Am Sonntag, den 24.6.2018,  traf sich die „Gilde der Zeitreisenden“ im Park des Schlosses Karlsruhe zum „5. Norbadischen Steampunk-Picknick“.
Auch dort trafen sich viele Bekannte und erzählten von ihren Abenteuern auf den vielfäligsten Zeitreisen.
Zwischendurch kam es zu einer Zeit-Anomalie, einem Zeitriss, und Leute aus dem sog. Mittelalter standen plötzlich mitten unter uns.

Vielen Dank an die Organisatoren!

Die Bilder von den zwei Veranstaltungen (und vieles mehr) kann man auf unserer Foto-Webseite „Steampunk/Retro-Futurismus“ sehen.

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