Unvernunft

In einer „Job-Plus-Maßnahme“ sind verschiedene Leute – unterschiedliche (Schul‑)Bildung, unterschiedliche Nationalitäten, unterschiedliche Kulturen etc.
Nicht jeder versteht sich mit dem Anderen, so kann es schon mal Rangeleien geben.
Eine Frau – genannt „Rheuma-Tante“ – hat einem Kollegen – genannt „Bananenbieger“ – eine Flasche Shampoo auf den Tisch gestellt, als dieser noch nicht im Raum war.
Dieser hat wohl streng nach Schweiß gerochen, da er sich – so vermutet man – nicht regelmäßig bade bzw. dusche o.ä.
Der Bananenbieger regte sich erstmal auf und beschuldigte eine andere Personen, mit der er auch schon öfters Zoff gehabt hatte.

Was die Flasche Shampoo aussagen sollte, ist klar…

Warum ist die Rheuma-Tante nicht einfach zum Bananenbieger gegangen und hat mit ihm gesprochen?

Jemandem etwas anonym hinzustellen, ist kein ehrenhaftes Verhalten.

Undankbarkeiten

In einer Nachbarstadt wurde vor einiger Zeit eine neue Ausstellung eröffnet.
Die Renovierungsarbeiten der alten Räumlichkeiten, in denen die Ausstellung seit Anfang November 2006 residiert, wurden durch Ein-Euro-Kräfte (politisch korrekt : Brückenjobber) und Freiwillige durchgeführt. Materialien wie Farbe, Rigipsplatten, Mörtel, die Fußbodenbeschichtung etc. wurden zu sehr großen Teilen durch Spenden oder durch Sponsoren beschafft.
Die Personen, die in der Ausstellung nun Aufsicht führen bzw. Hilfestellungen geben, Reparaturarbeiten an Exponaten durchführen oder leitende Aufgaben wie Kundenpflege leisten sind Freiwillige, Ehrenamtliche und Ein-Euro-Jobber.
Die Ein-Euro-Jobber bekommen ihren „Lohn“ (politisch korrekt: Mehraufwand) direkt von der Arbeitsagentur bzw. der Arbeitsgemeinschaft Sozialgesetzbuch Teil 2 (ARGE) überwiesen.
Dem Träger der Ausstellung, einem gemeinnützigen Verein, entstehen und entstanden keine Kosten.
Die Miete für die Ausstellungshallen, ebenso die Nebenkosten, müssen durch Eintrittsgelder und den Erlösen aus der Cafeteria und dem Laden erwirtschaftet werden.
Da in der Anlaufphase der Ausstellung noch nicht die erwarteten Besucherzahlen zustande gekommen sind, muss auf Rücklagen zurückgegriffen werden.
Die Rücklagen entstanden durch Spenden.
Nun hat sich der Vorsitzende des Trägervereins beklagt, dass die Ausstellung und deren Finanzierung nicht wie erwartete vonstatten gingen.
Er kam auf die Idee, dass die Ehrenamtlichen und Freiwilligen sowie die Ein-Euro-Jobber den Kaffee, den sie während des „Dienstes“ konsumieren, bezahlen.
Er stellte eine Spardose mit der Aufschrift „Kaffeekasse Mitarbeiter“ neben der Kaffeemaschine auf.
Man bedenke Folgendes!
Die Ehrenamtlichen und Freiwilligen leisten unentgeltlich „Dienst“. Ihnen entstehen auch Fahrtkosten.
Wie weiter oben schon erwähnt, entstanden dem Trägerverein kaum Kosten, weil auch die Exponate Spenden von Unternehmen waren. Des Weiteren steht eine große Bank als Hauptsponsor hinter der Ausstellung. Auch die Webseite der Ausstellung wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
Kosten entstehen also „nur“ durch die Miete, Heizungskosten, Wasser u.ä.
Wenn man nun den Kaffee berechnet, der konsumiert wird, ist dies ein Tropfen auf dem heißen Stein. Eine vergleichende Relation gibt es nicht.
Das Verhalten des Vorsitzenden des Trägervereins und Leiter der Ausstellung bezüglich der „Finanzierung des Kaffees“ kann mit einem Wort absolut treffend beschrieben werden:

U n ⅾ a n k b a r k e ⅰ t

Tüte auf dem Kopf

Laut des Deutschen Philologenverbands gäbe es Nachhilfe-Institutionen, die von der Scientology betrieben würden.
Dreißig solcher Institution sein bekannt.
Die Dunkelziffer, bei Nachhilfe-Institutionen, die von der Scientology unterwandert würden, sei wohl noch höher, wird befürchtet.
Das Perfide an den scientology-geführten Nachhilfe-Institutionen sei, dass diese ausnützten, dass sich viele Nachhilfeschüler in einem psychischen Dilemma befänden.
Viele von ihnen befinden sich in einer Identitätskrise und nicht wenige haben Minderwertigkeitskomplexe.

Kinder, die an sich zweifeln, sind ein idealer Nähboden für Manipulationen, wie die Scientology sie durchführt.
Scientology zielt aber nicht nur darauf ab, die Nachhilfeschüler in dessen Einflussbereich zu bekommen, sondern über die Verbreitung von „weiterführenden Seminaren“ würden auch so die Angeln in Richtung der Eltern ausgelegt.
In den Seminaren wird den Kindern die „Philosophie von Scientology“ nahegebracht.
Schwerpunkt dieser Rekrutierungsmaßnahmen ist Hamburg und Umgebung.
Laut WDR gibt es aber auch solche „Maßnahmen“ in Nordrhein-Westfalen.

In Pretzien, Sachsen-Anhalt, haben Neonazis – Heimatbund Ostelbien –  Anfang Juli öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt. In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister war bei der Bücherverbrennung anwesend und ist nicht dagegen eingeschritten.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Jetzt kam heraus, dass die ermittelnden Beamten laut eigener Angaben nicht gewusst hätten, um was es sich bei dem Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ handel(t)e.
Sie wuchsen in der DDR auf, wo Anne Frank in der Schule, bei den Jungen Pionieren und in der Arbeit der FDJ eine sehr große Rolle spielt.

Wussten sie es nicht oder wollten sie es nicht wissen?

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Abmahnwahn - Collage von Syntronica

Ein Mann wollte ein veraltetes Buch – einen PC-Ratgeber – in einer Börse im Internet verkaufen.

Anstatt eines Kaufangebots bekam einer allerdings eine Abmahnung.
In der Begründung hieß es, dass in dem Buch auch erklärt werde, wie man CDs kopieren kann.

Dies war zur Zeit der Drucklegung des Buches noch erlaubt, nach neuem Urheberrecht aber nicht mehr,

Die Abmahngebühren waren auf 1600 Euro angesetzt.

Gesucht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie diverser anderer kriegerischer Handlungen und Nichteinhaltung internationaler Konventionen

Bild von George Bush

GOERGE W. BUSH
* 6.7.1946
Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Mann treffen!
Er befindet sich im Irrglauben, der demokratisch gewählte Präsident der USA zu sein.
Provozieren Sie ihn nicht!
Er ist mit Nuklearwaffen bewaffnet.
Verhalten Sie sich völkerrechtlich einwandfrei und verständigen Sie den Internationalen Gerichtshof!

Sehr sauer

Ein Beispiel für kundenfeindliches Verhalten habe ich heute bei der Post erlebt.
An einem Schalter standen zwei schwarze Marokkaner. Einer von ihnen wollte Geld abheben.
Er zeigt seinen Ausweis und seine Kundenkarte von der Postbank.
Die Frau hinterm Schalter prüfte, ob er wirklich der Inhaber des Kontos war.
Sie schaute sich den Ausweis und Kundenkarte längere Zeit an und verglich die Daten mit denen, die sie auf dem Monitor vor sich las.
„Nein, da kann ich nichts machen“, sagte sie dann.
Der Marokkaner fragte nach und sie erklärte ihm, dass „ein Buchstabe zu viel“ sei.
In gebrochenem Deutsch erklärte ihr der Marokkaner, dass er der Inhaber des Kontos sei.
Sie lehnte aber weiterhin ab.
Ich stand am Schalter daneben und bekam mit, dass beiden Schwarzen sich auf Französisch mit marokkanischem Akzent unterhielten.
Der Marokkaner nahm noch einen Anlauf und scheiterte wieder an dem „Nein“ der Postbeamtin.
«Excusez-moi, messieurs», mischte ich mich ein, «Pourrais-je vous aider ?»
(„Entschuligen Sie meine Herren“ … „Dürfte ich Ihnen helfen?“)
Die Marokkaner waren froh und fragten genau nach, wo das Problem sei.
Ich fragte die Beamtin und bekam als Antwort, dass „im Computer ein Buchstabe zu viel“ sei.
Ich übersetzte und der Marokkaner erzählte mir, dass wohl ein Irrtum vorliege und dass er der Kontoinhaber sei.
Er zeigte mir daraufhin seinen Pass und die Kundenkarte.
Er wollte wissen, ob die Adresse den falsch sei.
Die sei richtig, bestätigte mir die Postbeamtin.
Ich fragte mich, wo das Problem lag, erkannte es aber nicht.
Der Marokkaner fragte mich, ob denn das Geburtsdatum übereinstimme.
Auch dies sei richtig, bestätigte die Frau von der Post.
„Womit haben Sie eigentlich ein Problem?“ fragte ich sie.
Sie sagte, auf dem Ausweis und auf der Kundenkarte stehe ein anderer Name.
Sie verwies darauf, dass „im Computer ein Buchstabe zu viel“ sei.
„Gute Frau“, begann ich, „da dieser Zeitgenosse einen für Deutsch wohl nicht einfach auszusprechenden Namen hat, kann es natürlich bei der Dateneingabe passiert sein, dass der durchaus lange Name irrtümlich falsch eingegeben wurde.
Es spricht aber auch etwas für einen Fehler, da die Kundenkarte die richtige Schreibweise enthält.“
„Aber der Name ist anders“, kam eine emotionslose Antwort.
Parallel übersetze ich immer von Deutsch ins Französische.
„Gute Frau, stimmen denn die Bankleitzahl und die Kontonummer überein?“
„Ja, aber ich kann nichts machen, weil der Name anders ist. Im Computer ist ein Buchstabe zu viel.“
Ich versuchte es noch ein paarmal, doch ohne Erfolg.
Die Marokkaner verließen sehr erregt die Postfiliale, nachdem sie sich bei mir bedankt hatten.
Sie wollen sich bei der Postdirektion beschweren, wie ich ihnen vorgeschlagen habe.

Bild von ...

Bär Bruno (JJ1)
+ 26.06.2006 (erschossen)

Dietmar - Standpunkt

Während Politiker in Bezug auf Ausbildung die Schaffung von zusätzlichen 30 000 zusätzlichen Ausbildungsstellen und 25 000 zusätzlichen sog. Einstiegsqualifikationen von den Unternehmen fordern, machen diese darauf aufmerksam, dass den meisten Azubis in spe die Ausbildungsreife fehle.
Sie legen auch eine Statistik vor, in dem fünfzig Prozent der Ausbildungsbetriebe des beklagten, zwölf Prozent der Betriebe konnten Ausbildungsplätze aus diesem Grund nicht besetzen.
Schulabgänger sind der Statistik zufolge trotz guter Schulnoten nicht fähig, Einstellungstests (erfolgreich) zu bewältigen. Auch mangelt es ihnen an Artikulationsfähigkeiten.
Die Politiker halten dagegen und meinen, dass es wenig bringe, wenn die Unternehmen durch Umfragen fehlende Ausbildungsfähigkeiten der Schüler beklagten.
Herausbildung von fachlicher und sozialer Kompetenz kann nicht nur die Aufgabe einer Seite sein.
Hier seien die Unternehmen genauso gefragt wie Eltern und die Schule.
Hier stimmt aber etwas nicht.
Seit Jahren gibt es Klagen, dass es immer weniger Ausbildungsbetriebe und dadurch bedingt weniger Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen.
Wie kann man nun die Statistiken der Unternehmen über die mangelnde Ausbildungsfähigkeit von Schülern werten?
Die Statistik ist eine Ausrede der Unternehmen.
Ich bin ein von der Industrie‑ und Handelskammer zertifizierter Ausbilder und kenne mich in „diesem Gewerbe“ aus.
Es mutet seltsam an, dass die Unternehmer forderten, man müsse das System lockern.
So wurde es Unternehmen erleichtert auszubilden. Es war stellenweise möglich, auszubilden, ohne einen ausgebildeten Ausbilder zu haben. Auch betriebsübergreifende Ausbildung war möglich, d.h. Unternehmen, die einen Beruf nicht in allen Bereichen ausbilden konnten, konnten mit anderen Betrieben zusammen Auszubildende ausbilden. Was der eine Betrieb den Azubis nicht beibringen konnte, konnte der andere Betrieb übernehmen.
In meiner Ausbildung zum Ausbilder haben wir unter anderem Rechenexempel durchgerechnet. Ein Azubi auszubilden kostet natürlich Geld, aber im zweiten Ausbildungsjahr, spätestens im dritten Ausbildungsjahr ist ein Azubi so weit, dass er kostendeckend und sogar wertschöpfend für das Unternehmen tätig wird.
Wenn man den Fachkräftemangel anschaut, fragte man sich natürlich, wie schlimm es denn wirklich werden mag in einigen Jahren.
Sollten Unternehmen nicht mal von ihrem Maximalkapitalakkulationswahn herunterkommen und wieder investieren für ihre eigene Zukunft?
Sie sollten es tun, aber sie tun es nicht.

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    10. Juni 2017
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