Realitätsverweigerung

schlag-ins-wasser-pillen

Homöopathie ist so, wie wenn man in Frankfurt einen Autoschlüssel in den Main wirft und in Würzburg versucht, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.

Vince Ebert zur Hochverdünnung bei „homöopathischen Mitteln“

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Nur zur Erinnerung!

„Ich bin in einem psychischen Ausnahmezustand“, sagte er, „Meine Frau hat mich verlassen.“

„Dann will ich mal darüber hinwegsehen, dass Sie mich angerempelt haben“, erwiderte sein Gegenüber, „aber meinen Kaffee, der jetzt auf der Straße liegt, ersetzen Sie mir.“

Er machte eine kleine Sprechpause, in der er den Rempler anschaute, und entschied sich, weiter seines Weges zu gehen und es mit dem Kaffee auf sich zu belassen. Ein paar Sekunden später hatte er die Sache schon vergessen …

Für den Rempler ist diese Sache auch erledigt, irgendwie, aber das Andere noch lange nicht.

Seine Ehe war schon lange kaputt, und seine Frau hat ihn vor mehr als zwei Jahren verlassen, aber er will nicht aus dem temporären Fragment des immer wiederkehrenden Selbstmitleids heraus, denn es ist so schaurig schön, immer wieder das „Gleiche“ zu „erleben“.

Jemand, auf dem man nach eigener Einbildung immer zählen konnte, spielt plötzlich nicht mehr mit, und sozialismusgleich bricht das ganze System in sich zusammen.

Schwelgen in Erinnerungen, in böse Erinnerungen!

Um sich selbst zu bemitleiden, kommt auch immer und immer wieder der an sich selbst gerichtete Standardspruch: „Es war nicht alles schlecht.“ Das war es ja auch nicht.

Gebetsmühlenartig wird diese Floskel jedes Mal aufs Neue aufgegossen, wenn man wie jeden Tag (mehrmals) mit Kollegen oder Nachbarn über sein „Unglück“ spricht.

Was mit guten Vorsätzen angefangen hat, ist immer und immer mehr dank der Selbst‑ und Fremdblendung den Bach heruntergegangen; aus süßem Nektar wurde saurer Essig.

Nicht war „plötzlich“ mehr so, wie es mal war.

Der verlassene Ehemann!

Sie hat sich aus heiterem Himmel getrennt und ihn verlassen!

Es war zwar schon lange absehbar, das Ende, doch man wollte es nicht wahrhaben.

Nicht die „böse“ Ehefrau war schuld!

Nein!

Der eigene Narzissmus!

Alkohol benebelt.

Kinder gehören zu ihrer Mutter.

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, ist eine „Volksweisheit“.

Dies soll die Ausrede – vor allem der Lehrer – sein, mit den Schülern auch mal „unsinnigen“ Unterricht zu machen.
Wenn es allerdings so wäre, dass man in der Schule fürs Leben lerne, wieso beklagen die Arbeitgeber dann die „Unwissenheit“ der Auszubildenden in spe?

Der Ausspruch heißt im Original von Seneca: „Non vitae, sed scholae discimus.“.
Das bedeutet etwas Anderes als das, was man kennt: „Nicht fürs Leben, sondern für die Schule lernen wir.“.

Seneca kritisierte die römischen (Philosophen‑) Schulen.
Anstatt Dinge zu lernen, die im Leben nützlich sein können bzw. sind, ging es der Schule nur darum, wie Seneca sagt, Kinderspiele zu spielen, die nichtssagend seien und die die Kinder nur abstumpften. Er widersprach in ironischem Ton nicht, dass die Kinder nichts lernten, sondern bejahte dies noch, indem er allerdings schlussfolgerte, die Kinder lernten, wie man sich „gebildet“ ausdrücke, anstatt richtig zu leben.
Er philosophierte weiter, die Schule sollte einen gesunden Menschenverstand anerziehen, und nicht in dem Luxus übermäßiger philosophischer Fragen ersticken und handlungsunfähig werden. Er nannte es eine Sucht, die Sucht nach unmäßiger Gelehrsamkeit.

In knapp zweitausend Jahren haben die Schulen also kaum etwas gelernt.
Leider immer noch passiert es, dass Schüler in der Bewerbungsphase für die Ausbildung plötzlich kalte Füße bekommen, weil die Schulen ihnen nicht mal den Dreisatz beigebracht haben.
In den Augen der Lehrer und Bildungsreferenten ist es eben wichtiger, komplizierte philosophische Probleme zu wälzen oder komplizierte mathematische Figuren durchzunehmen bzw. kurz vorzustellen, anstatt Dinge durchzunehmen, die die Schüler auf den vorbereiten.

Sie reden sich dann mit dem verdrehten Zitat Senecas – „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ – aus und phantasieren dann weiter über „wichtige“ Dinge des Lebens.

So werden Schüler erzogen, die möglicherweise viel gelernt haben, aber an der Realität scheitern.

in-die-roehre-schauen

Es wird ja viel geschwafelt heutzutage …

So meinen viele Kinder bzw. Jugendliche, sie wären allwissend, weil sie schon sooo alt seien und vor allem Erfahrung ohne Ende hätten.
Einige behaupten auch, von Zeitgenossen – größtenteils den Eltern und/oder Verwandten – keine Lehre annehmen zu müssen, weil sie schon erwachsen seien. Sie weisen aber auch manchmal daraufhin, dass sie viel gelesen haben und deswegen über Erfahrung en masse verfügen.

Angelesene Erfahrung also!
Erfahrung ist allerdings etwas anderes, als sich anzulesen, wie das Leben funktioniert.

Als Erfahrung wird zweierlei bezeichnet: im Einzelfall ein bestimmtes Erlebnis eines Menschen in Form eines von ihm selbst erlebten und damit selbst wahrgenommenen Ereignisses, oder allgemein – und dann im Sinne von „Lebenserfahrung“ – die Gesamtheit aller Erlebnisse, die eine Person jemals gehabt hat

Im Alltag bezeichnet allgemein Lebenserfahrung das im Laufe eines Lebens gewonnene erprobte und bewährte Wissen.
Berufserfahrung bedeutet, jemand übte lange eine bestimmte Tätigkeit aus, legte sich – mit vielen verschiedenen Situationen konfrontiert, die gemeistert werden mussten – ein breitgefächertes Wissen zu.

Aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserfahrung

Berufserfahrung wird von Schülern auch schon so deklariert, irgendwann mal einen Ferienjob gemacht oder Werbeblätter verteilt zu haben.

Von schlauen Schülern gibt es permanent peinliche Versuche, sch als erfahren zu deklarieren, indem man sagt, mein sei intelligent. Intelligenz hat nichts mit Erfahrung zu tun. Intelligente Leute können scheitern, „dumme“ Erfolg haben.

Erfahrung kann gute oder schlechte sein.
Erfahrung ist angesammelte soziale Kompetenz, geschult in Jahren des Testens, Meisterns, Scheiterns etc.
Erfahrung lässt einen wieder aufstehen. Es gibt auch Manischdepressive durch schlechte Erfahrung.

Erfahrung lässt sich nicht im stillen Kämmerlein anlesen, ebenso wenig wie Wissen.
Erfahrung ist die permanente Interaktion mit dem realen Leben auf der Straße.
Erfahrung speist sich aus dem Kennenlernen neuer Herausforderungen und neuer Perspektiven – außerhalb des stillen Kämmerleins.

Wer sich ins stille Kämmerlein zurückzieht und von da aus sein Leben managen will, wird scheitern…

… aus Mangel an Erfahrung.

Georg Funke wurde im Herbst 2008 als Manager der Hypo Real Estate gefeuert.
Vorher hatte er den „Immobilienfinanzierer“ 20000 Meilen unter das Meer gewirtschaftet.
Im Verlauf der Beinahepleite der HRE wurde diese verstaatlicht.

So konnte die Pleite noch verhindert werden.

Da Funke „Geschäfte“ mangelhaft vorbereitet hatte und so zu der Pleite mit beigetragen hatte, wurde ihm gekündigt bzw. mit sofortiger Wirkung das Arbeitsverhältnis beendigt.

Nun wolle Funke ca. 3.5 Millionen Euro von der HRE haben, weil sein Arbeitsvertrag schließlich bis 2013 laufe und Arbeitsverträge eingehalten werden müssten, ließ er verlautbaren.

Funke war seit Anfang der HRE deren Manager und ist auch für die Riesenpleite verantwortlich.
Die Aktionäre werfen Funke vor, sie viel zu spät benachrichtigt zu haben.
Erst als alle bemerkt hatten, dass das Kind in den Brunnen gefallen war, hatte Funke dies zögerlich zugegeben.

Die Aktionäre kann man allerdings auch nicht so wirklich ernst nehmen.
Zur Klage von Funke meinten sie, er dürfe das Geld nicht bekommen, sondern dieses solle mit den Verlusten der Aktionäre verrechnet werden.
Den Wichtigtuer geht es also ebenfalls nur um Geld.

Ebenso hoffen die Aktionäre, dass Funke das Hartz-IV-Leben kennenlernt.

Scheuklappen können schon aufs Gehirn drücken!

haus-treppe

„Ich fühle mich angesprochen und weiß auch ganz genau, was Ihr meint“, sagte er und schaute arrogant in die Runde der Autoren, „Ich habe mir schon meine Meinung gebildet.“

Er wedelte demonstrativ mit einem Ausdruck des Artikels, auf dem sich seine Randnotizen befanden.
Nochmals wild mit dem kommentierten Ausdruck wedelnd wiederholte er mit arrogantem Tonfall in der Stimme: „Ich habe mir meine Meinung schon gebildet.“

Er stand immer noch in der weit-geöffneten Tür, bereit, sofort wegzulaufen, wenn etwas „Unkontrollierbares“ passieren würde, etwas, was dazu führen könnte, dass er seine nie ausgesprochene Meinung revidiert.

Im nächsten Augenblick lüfteten sich die Wolken der Distanz, hinter denen sich seine Augen befanden, und man sah, dass der Blick hilflos danach schrie, seine stumme Meinung, die nie jemand zu hören bekam, zu bestätigen.

Doch die Autoren bestätigten seine nie ausgesprochene Meinung nicht.

„Niemals kehrt Ruhe ein“, sagte er nahezu verzweifelnd, „Andauernd gibt es Ärger.“
Er stampfte heftig mit dem Fuß auf den Boden.
„Ich will, dass Ihr meine Welt, so wie sie ist, akzeptiert und meine Meinung.“

Die eben ausgesprochenen Worte standen gesichtslos im Raum und warteten sehnsüchtig darauf, von der erhofften Sonne der Akzeptanz, die er auf den Zungen der Autoren zu sehen glaubte, beschienen zu werden, doch anstatt Wurzeln zu schlagen, verendeten die Worte wie entleerte Hülsenfrüchte auf dem Acker der Argumentationslosigkeit.

Warum hörten sie denn auch nicht auf ihn und hofierten ihn?

Der Wind bringt gesprochene Worte in die Ohren derer, die erreicht werden sollen, doch der Wind ist stumm, wenn er nicht weiß, was er dem Zuhörer bringen soll – so wie ein Boot, das nicht zu Wasser gelassen würde und deswegen nicht das andere Ufer erreichen könnte.
Ein Schiff, gebaut aus Worten, das nur in der Werft steht und nie zu Wasser in den Fluss der gelassen wird, hat kein Ziel und kann dadurch bedingt nie sein Ziel erreichen.

In einer Werft nur Schiffe zu bauen, die nie eine Reise starten, wäre das gleiche wie eine Wolke zu betanken, die aber nie Felder benetzen dürfte.

Der „durchgeknallte, spalterische katholische Oberfundi aus Augsburg“, Bischof Mixa hat seinen Rücktritt eingereicht.

Das wurde auch endlich Zeit. Er hat schließlich gelogen und das darf man nicht, schon gar nicht als Bischof.

Der Sprecher von Mixa wurde auch „ausgetauscht“.
Auch dies war schon lange überfällig: Wer angegriffen wird und meint, “ gegen die sei mit der „Polemik der Nazis“ zu vergleichen, hat nicht nur einen Schuss nicht gehört, sondern ein ganzes Magazin nicht.

Mit der Entlassung von Mixa kann es noch etwas dauern. Der Vatikan ist immer etwas behäbig. Der Papst hatte dem „Gnadenersuchen“ des irischen Bischofs Moriaty nach knapp fünf Monaten entsprochen.

Bis dahin können wir nur hoffen, dass der Papst Mixa entlassen wird.

Altenheime sind auch schön! Zwar nicht so geräumig wie ein Dom, aber schön …

uhr-zodiac

Die „Volksmedizin“ wird durch den Mond bedingt.

Weil der Mond ja enorme Auswirkungen auf die Erde hat – Ebbe und Flut – manipuliert er auch die Menschen.
Das alles funktioniert durch die Gezeitenkräfte, die der Mond auf die Erde ausübt.

Wenn man sein Leben nach den Mondphasen ausrichtet, geht es einem sehr gut. Man muss nur das „alte Wissen aus der Volksmedizin“ anwenden.

Vollmond
Bei Vollmond ist der Energiegipfel erreicht. Jetzt lohnt es sich, das Leben zu verändern, neue Energie zu inverstieren.

Abnehmender Mond
Er steht für Entspannung. Die Energie nimmt ab. Am besten macht man nun z.B. einen Winterschlaf.

Neumond
Dieser steht für einen Neuanfang, wieder mal! Wer jetzt eingeschult wird oder seinen ersten Arbeitstag beginnt, dem ist das Glück hold.

Mondfinsternis
Seltsamerweise sagt die „Volksmedizin“ nichts darüber.
Man kann es an nichts festmachen.
Es ist dunkel, keine Werwölfe ziehen umher.
Wenn aber Vollmond mit Mondfinsternis zusammentrifft, dann werden die Werwölfe allerdings gegen alles immun.
Bei Mondfinsternis finden wegen der Dunkelheit viele Einbrüche statt.
Deswegen auch anschließende Neumond – neues einkaufen!

treppengaenger-grau

Viele Leute denken heutzutage (?) nur noch an den eignen Vorteil.

Wie es anderen geht, ist ihnen egal, schließlich ist nur der eigene Vorteil wichtig.
Vordergründig geht man auf andere ein, damit man nicht direkt „Nein!“ sagen muss. Die anderen sollen glauben, man habe etwas für sie übrig.
Das motiviert die anderen dahingehend, dass man seinen Willen auch bekommt, vielleicht auch schneller, als man dachte.

Alles ist wichtig, wenn es das eigene ist, dass eigene Ziel, die eigene Karriere, das eigene Haus …

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