Kunst

Roll over Beethoven

„Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens“

weihnacht2016

„Frohe Weihnachten!“

Mamm auf der Martinskirche
Wer sitzt denn da auf der Sindelfinger Martinskirche?

Was macht er da?

Worüber denkt er nach?

K U N S T .

Vielen Dank für die Lizensierung des Bildrechts!

Roll over Beethoven

„Wer sich mit Platz 13 in der Bildung zufrieden gibt, darf sich auch nicht über hintere Ränge bei Wohlstand und Wachstum wundern,“

Christian Lindner, zur Misere in Nordrhein-Westfalen

Bilder Fotos Nikon Kamera  Film

In den Medien hört man vermehrt Lobeshymnen, dass durch Smartphones die „Renaissance der Fotografie“ eingeleitet worden sei.
Ist das so?

In „sozialen Foto-Archiven“ wie Instagram, Flickr, Google-Photos und wie sie alle heißen, werden immer mehr Fotos veröffentlicht (sog. „Posting“ oder „Posten“). Aber auch bei Facebook, GooglePlus, Twitter sieht man immer mehr davon.
Viele Leute , machen auch Selfies – Selbstportraits – von sich. Es wird sehr, sehr viel gepostet.

Spezialisten und Beobachter der „sozialen Medien“ melden sich zu Wort und posaunen heraus, dass Fotografieren wieder „in“ sei und reden von einer „Renaissance der Fotografie“ durch Smartphones.
Doch von einer Renaissance zu sprechen, ist in hohem Maße unsinnig.

Die Smartphones machen gute Fotos, keine Frage, doch diese Fotos sind nur auf dem Smartphone, vielleicht noch auf dem Tablet und unter Umständen auf Laptops (einigermaßen) gut, doch mehr nicht. Für den professionellen Bereich reichen sie bei weitem nicht (aus).

Die Smartphonebenutzer knipsen sich in Posen wie Models und Dressmen, doch bemerken nicht, dass sie eklatante Fehler begehen.
Man fotografiert nicht gegen die Sonne, weil die Kamera dann die Blende schließt und/oder die Verschlusszeit ganz klein macht. Nebeneffekt ist, dass die abgelichteten Personen oder Gegenstände nicht zu erkennen sind, weil sie nur als dunkle schattenähnliche Schemen auftauchen.
Die Smartphonebenutzer hellen dann das Bild auf, um so die Gesichter bzw. Personen erkennen zu können. Das Foto wirkt unnatürlich, aber Hauptsache, die Personen sind zu sehen.
Wenn man sich ausgekannt hätte, hätte man sich umdrehen können oder mit dem Trick aushelfen, einfach den Blitz zu benutzen.

Ebenso ist es ein Trugschuss, dass das Foto qualitativ hochwertiger ist, je höher die Pixelzahl des Bildes ist.
Eine Kamera mit 20 Millionen Bildpunkten – Pixel – wäre demnach besser als eins mit fünf millionen.
Das stimmt aber nur bedingt.
Bei Dämmerung und in der Dunkelheit setzt der sog. Wischeffekt bei Kameras mit mehr als fünf millionen Pixel ein. Dieser rührt daher, dass die Pixel der Aufnahmeeinheit so nah bei einander liegen, dass sich elektro-magnetische Effekte ergeben und so auf dem Foto kleine Linien und Kurven entstehen.
Da mehr Pixel mehr Speicherplatz benötigen, helfen Algorithmen Fotos zu verkleinern. Dies geht aber auf die Qualität. Unklare Bereiche in Fotos sind der Fall. Ein durchgehend blauer Himmel kann mehrere Farben beinhalten mit stellenweise Farbschlieren.

Bei professionellen Kameras wie digitalen Spiegelreflexkameras tritt dieser Effekt nicht auf, da für solche zwar (sehr) hohe Auflösungen – Anzahl der Pixel – eingesetzt werden, die Aufnahmeeinheiten aber nicht so dicht gepackt sind, weil sie größer sind.

Was auch nicht auf Wissen hinweist, ist die Benutzung von Farbfiltern.
Wenn einem danach ist, benutzt man einen Farbfilter, z.B. den grünen, damit das Bild „cool“ aussieht.
Es interessiert nicht, dass man damit einen Rotstich im Bild abmildert.
Grünfilter mildern Rotstiche ab, Rotfilter harmonisieren zu grüne Bilder, Blau wirkt sich auf Gelb und Orange aus, Gelb auf Violett und Rosa.

Vor dem Ablichten überlegt man leider auch nicht mehr, was man genau erreichen will.
Man hält drauf, drückt den Auslöser, wenn es sein muss immer wieder bis zum vermeintlichen Erfolg.

Ein großes Manko ist das Unwissen über Fotografie oder Anordnung. Dabei muss man nicht unbedingt wissen, was der „Goldene Schnitt“ ist.

Bei einer Spiegelreflexkamera kann man die Verschlusszeiten der Aufnahme ändern, was mehr oder weniger helle Fotos bedeutet. Auch Probleme, wie oben angerissen bei Gegenlichtaufnahmen – kann man mit dem Ändern der Verschlusszeit ändern.
Ein ebenfalls effektives Mittel ist die Änderung der Blende. Das bedeutet aber nicht nur, dass man mehr Licht hinaus oder „draußen“ lassen kann, sondern es gibt den Effekt der Tiefenschärfe oder Schärfentiefe,
Dieser besagt, dass der klare Bereich in einem Bild größer wird, je mehr man die Blende schließt.
 rose-tiefenschaerfe
Dieses Foto zeigt, wie mit der Schärfentiefe agiert wurde. Die Blende wurde geöffnet, um nur einen kleinen Bereich des Bilder scharf sehen zu können, dass Hauptmotiv Rose. Wäre die Blende geschlossen worden – und die Verschlusszeit erhöht, um de gleiche Helligkeit zu erreichen – könnte man auch die unklaren Blätter im Hintergrund klar erkennen.
Das Arbeiten mit der Schärfentiefe bringt in Bilder mehr „Lebendigkeit“, da man den Eindruck hat, dass Bild sei ein kleines bisschen dreidimensional(er).

Diese beherrscht keiner der Generation „Renaissance der Fotografie“.
Es geht nur um möglichst „coole“ Bilder, die einem selbst gefallen, aber sie erfüllen keine Qualitätsansprüche.
Der große Teil der Bilder vom Smartphone besitzen keine Ästhetik.

Dieser kleine Abriss, wie vor allem Schüler und junge Erwachsene mit ihren Smartphones fotografieren, zeigt, dass eher das Fotografieren den Bach heruntergeht.

Von einer „Renaissance“ kann nicht gesprochen werden, eher von einer Degeneration.

 

Quellennachweis des Bildes ganz oben (Kamera-Bilder-Collage): „Iconarchive.com – Itzik Gur“

hulb-open-2016

Am Wochenende – 23. und 24.4.2016 – fand die „Hulb Open“ (Gewerbe-Schau) unter Einbeziehung der „Motorworld“ in Böblingen statt.

Wir sind – wie bei jedem Event – dabei gewesen.

Unsere Eindrücke sind in einem Online-Foto-Album zu sehen.

Wir haben ein kleines Video erstellt, in dem wir „Promis“ zeigen, mit denen wir sprachen, die wir interviewten etc.

Dieses Video erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In unregelmäßigen Abständen werden wir weitere bzw. erweiterte Videos veröffentlichen.

Roll over Beethoven

„Es gibt keine Grenzen. Weder für , noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.“

Roll over Beethoven

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.
Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken.“

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