Krimis

Kein Geräusch war in der Stadt zu hören.
Kälte lag in der mitternächtlichen Dunkelheit. Die Luft stand still und wartete auf den Sonnenaufgang, der allerdings erst in ein paar Stunden seinen Lauf nehmen sollte.
Die Straßenlaternen steckten sich in die Dunkelheit und verteilten gleichmäßiges trübes Licht.
Irgendwo bellte ein Hund, in heller Stimme. Darauf antwortete ein anscheinend größerer mit weit aggressiver Stimme.

Die Nacht stand unbewegt und wartete auf den nächsten Tag, als das Licht der Straßenlaternen zu flackern begann.

Mitten auf der leeren Straße vibrierte die Luft.
Ein kleiner hellgrüner Lichtpunkt begann zu wachsen und blähte sich bis auf einer Größe von vier Württembergischen Ellen aus. Im Inneren wabberte Rauch, der sich ausdehnte und wieder in sich zusammenfiel.
Eine Gestalt tauchte auf, schwarz gekleidet mit einen Hut. Das Gesicht war nicht zu erkennen.
Die Gestalt trat heraus und verließ das Gebilde. Sie drehte sich kurz vor dem Verlassen um, bückte sich und hatte eine kleine leuchtende Kugel in seiner schwarz-behandschuhten Hand. Dann trat sie ganz heraus und verstaute die Kugel in ein Ledersäckchen, das an ihrer Hüfte hing.
Das wabbernde Gebilde stürtzte ins sich zusammen und verschwand.

Die Gestalt ging die Straße entlang.

Es war gegen halb vier nachmittags.
Der große Saal war innen mit feinstem Teakholz verkleidet. Zwischen den einzelnen Paneelen waren dünne Streifen von Espenholz eingelassen. Überall waren Schnitzereien zu sehen, die darauf schließen ließen, dass der Besitzer wohlhabend war.
Der Fußboden bestand aus Mosasikkacheln, die zusammen ein Luftsvchiff ergaben, das von einem filigran-gearbeiteten Zahnrad umgeben war. Unter dem Luftschiff auf dem unterem Radius des Zahnrades waren die Lettern „Chrono-Tours“ (1) eingelassen.

In dem großen Saal saßen drei Personen. Vor dem Tisch aus Mahagoni ein untersetzter. leicht dicklicher Mann mit rundem Gesicht. Ihm gegenüber saßen zwei elegant-gekleidete Personen, eine Frau und ein Mann.
Sie hatten ihre Hüte abgelegt und schienen nachzudenken.

„Nehmen wir das Angebot an?“ fragte Sabine Edelfrau von Syntronica ihren Gemahl.
Johann Tiberius Pistor nahm noch mal das in Leder eingebundene Prospekt hoch und blätterte es lasziv vor den beiden Edelleuten durch.
„Ja!“, bestätigte Dietmar Edelherr von Syntronica nickend, „wr nehmen diese Zeit-Kreuzfahrt.“
Pistor legte das Prospekt auf den Tisch und lehnte sich zurück.
„Da ich davon ausging, dass Sie sich diese Reise nicht entgehen lassen wollen“, sprach Pistor, als eine Frau mit Papierblättern in einem Einband in den Saal trat, „ließ ich meine Frau die Verträge vorbereiten.“

„Guten Abend, Madame! Guten Abend, Monsieur!“
Edelfrau von Syntronica deutete eine Verbeugung an, während sie aufstand und der Hineingekommenen die Hand reichte.
„Bonjour, Madame!“
Edelherr von Syntronica stand auf, gab Ihr die Hand: „Habe die Ehre, gnädige Frau!“
„Mein Frau Maélys“, machte Pistor die drei bekannt, „Ich lernte sie vor Jahren auf einer nahe Montpellier kennen. Sie schaute sich ebenfalls das Agieren der Jakobiner kurz nach der Französischen Revolution an. Innerhalb eines Augenblicks, während wir uns anschauten, verzauberte sie so meine Rüstung, dass jegliche Abwehr dahin war. Nicht nur meine Rüstung, sondern auch mein Herz schmolz in ihre Hände.“
„Mir ging es genauso. Seitdem tragen unsere vier Hände unsere gemeinsame Liebe.“
„Das ist sehr romantisch“, bemerkte die Edelfrau.
Alle vier setzen sich. Sie stießen auf die ewige Liebe an.

Nach einigen Minuten legte Maélys die Verträge vor. Ihr Ehemann erklärte.
„Einmal bitte hier, Edelherr von Syntronica!. Das ist der Abschluss, dass Sie die Reise antreten.“
Er reicht ihm einen Federhalter, den Maélys kurz vorher in Tinte getunkt hatte.
„Dies ist die Insuranz für beide Seiten.“
Der Edelherr unterzeichnete auch dies.
Maélys händigte jeder Seite die unterzeichneten Verträge aus und lächelte.
Pistor stand auf und nahm sein Glas: „Auf eine gute und interessante Reise!“
„Laissez la vue vous enchantez tout en temps!“
„Merci, Madame, Monsieur!“ antwortete Dietmar Edelherr von Syntronica. Beide Edelleute verneigten sich.

 

© 17.9.2018 Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net

  1.  „Chrono-Tours“ ist eine Schutzmarke der Syntronica.Net und beim Deutschen Patentamt  eingetragen

Bildquelle (Reisende) : Ewald Birg

„Wenn ein Hund nur darf, wenn er soll, aber nie kann, wenn er will, dann mag er auch nicht, wenn er muss.

Wenn er aber darf, wenn er will, dann mag er auch, wenn er soll, und dann kann er auch, wenn er muss.

Hunde die können sollen, müssen wollen dürfen.“

Jörg Böhm ist „aufstrebender“ Krimiautor.
Wir hatten ihn vor knapp einem Jahr bei einer Lesung in Sindelfingen-Maichingen kennengelernt.
Er war sehr freundlich, ging auf Fragen ein, plauderte aus dem Nähkästchen und vieles mehr.

Uns fiel auf, dass er nicht jede Freundschaftsanfrage bei Facebook annahm, aber bei denen, die er annahm, in die Freundesliste schaute und wiederrum Freundschaftsanfragen an diese verschickte.
Als Superfliege auffiel, dass er ihre Facebook-Freundschaft revidierte, hakte sie nach und erfuhr, dass sein Konto angeblich gehackt wurde. Eine neue „Freundschaft“ kam nie zustande, von beiden Seiten nicht.

Nun landete vor einige Tagen eine kuriose persönliche Nachricht bei Superfliege.

Meine Liebe,
wie schön … Ich freue mich sehr …
Der Kreuzfahrtkrimi „Niemandsblut „ kostet 15 Euro.
Gibst du mir noch bitte deine Post‑ und deine Mail-Adresse? Und für wen darf ich widmen?
Meine Bankdaten lauten
Jörg Henn
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
IBAN XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
BIC: XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Bitte gib als Betreff „Niemandsblut“ und deinen Facebook-Namen an …

1000 Dank für deine großartige Unterstützung und viele liebe Grüße

Dein Jörg

P.S. Und gerne weitersagen, ich signiere sehr gerne für meine Leser …

Superfliege hatte seit ungefähr einem halben Jahr ich mehr mit ihm interagiert, weswegen es wohl ein Versehen sein musste. Sie reagierte auch nicht darauf. Jörg Böhm hakte nach, doch sie sagte ihm, sie habe nichts bei ihm bestellt und machte auch klar, dass die Sache mit der Signierung allein schon deswegen nicht sein könne, weil sie E-Books lese.
Eine Woche kam nichts mehr, dann diese Nachricht:

Ich danke dir von ganzem Herzen …
Und wenn du mir eine Freude machen möchtest, dann bitte schreib eine Rezension, empfehle mich weiter und erzähle deinen Freunden und krimibegeisterten Menschen von mir …
1000 Dank, LG Dein Jörg

Vor ein paar Tagen unterhielt sich Superfliege mit eine Arbeitskollegin eher beiläufig über Jörg Böhm. Diese Arbeitskollegin hatte eine Freundschaftsanfrage von ihm über Superflieges Freundesliste erhalten und sie angenommen. Sie hatte sich auch gewundert, weswegen er diese irgendwann aufgekündigt hatte.

Sie hatte die gleiche persönliche Nachricht über ein angeblich bestelltes Buch mit Signatur bekommen.

Diese Masche von Jörg Böhm ist mies.
Sie täuscht vor, man habe etwas bestellt. Viele Leute fallen bestimmt darauf herein und bezahlen dann das Buch.

Bei einem Krimiautor mit so einem Gebaren sollte man nichts kaufen!

Der Krimi-Autor Jörg Böhm gastierte zu einer Lesung am 3. April 2017 in der Bibliothek Maichingen (Ortsteil von ).
Bekannt ist er durch seine Romane um die Ermittlerin Emma Hansen.

Er las aus seinen vor zehn Tagen erschienenen Roman „Und süß wird meine Rache sein“.
Diese beginnt vor knapp dreißig Jahren und beschreibt die Flucht von Sportstudenten aus der ehemaligen DDR über die Ostsee Richtung Bornholm.
Das nächste Kapitel spielt in der Gegenwart und es geht um öminöse Morde in der Gegenwart in einem kleinem Bauerndorf bei Germersheim in Rheinland-Pfalz.
Die Opfer wurden grausam ermordet – Stichwort Implosion der Lungen.

Mehr wollen wir aber gar nicht verraten, sondern hoffen, dass der Leser in spe genauso gepackt sein wird wie wir.

Er las noch aus anderen seiner Reihe um Emma Hansen.

Jörg Böhm erzählte aus dem Nähkästchen und verriet einiges aus seiner Vergangenheit.
Er erklärte in sehr amüsanter Art, wie er zu den Themen seiner Romane gekommen war.
Auch erfuhren wir, wie sehr der aus dem Westerwald stammende Krimi-Autor seine Heimat liebt.

Man hatte nie den Eindruck, dass es langweilig wurde.

Unterhaltung pur – made by Jörg Böhm !

Da Jörg Böhm seine Liebe zu Dänemark entdeckt hat, versucht er über seinen aktuellen Roman den Bogen nach Bornholm zu spannen, da Emma Hansen ab Band 6 voraussichtlich in Dänemark ermitteln wrd.
Wir sind sehr gespannt darauf !

Zum Schluss gab es eine persönliche Widmung für uns.

Vielen Dank, Jörg, für diesen unterhaltsamen Abend !

Nachtrag 1:

Ein Wermutstropfen bleibt doch.
Jörg Böhm haben wir über das soziale Onlinenetzwerk Facebook kennengelernt.
Er hatte Superfliege eine Freundchaftsanfrage gestellt, die diese annahm.
So erfuhr sie, dass eine Lesung in Maichingen stattfand.
Als Syntronica ihm über Facebook eine persönliche Nachricht kurz vor der Lesung schrieb, freute sich Jörg Böhm. Eine Bestätigung der Freundschaftsanfrage steht noch aus.
Im Gegenzug stellte er jedoch vier von Superflieges Freunden eine Anfrage.
Welche Intention dahintersteckt, können wir nur erahnen. Dies könnte ein mieser Trick bzw. ein billiger Versuch sein, für seine Bücher Werbung zu machen. 

Nachtrag 2:

Wir hatten uns ja sehr über die Widmung (s.o.) gefreut.

„Liebe Sabine, lieber Dietmar, bleibt wie Ihr seid, denn so seid Ihr richtig! …“

Diese Widmung kursiert auf seiner Facebbok-Seite mehrmals, allerdings mit verschiedenen  Namen.

Nachtrag 3:

Jörg Böhm erzählte während seiner Lesung bzw. Präsentation mehrmals, dass schon ein Buch als Hintergrund eine Reise mit einem bekannten Schiffsreiseunternehmen habe und deutete an, dass ein zweites bald erscheine. Er sagte ebenfalls, dass er auf den Kreuzern kontextgebunden auch Lesungen abhielte.
Wir fragten uns, wie er mit diesem Reiseunternehmen in Kontakt gekommen war.
Die Antwort ist zu banal.
Sein Ehepartner ist Eventmanager gerade bei diesem Unternehmen.

Honi soit qui mal y pense.
  
  

 

Wir haben wieder mit Promis aus dem Bereich Politik, Entertainment, Sport, Events etc. gesprochen und diese auch interviewt.

Das Video wird peu a peu aktualisiert.

Viel Spaß! 

Wir haben auch ein kleines Foto-Album davon.


Anfrage für Pressebilder in HDR

Lesung Silvia Stolzenburg - Die Fliege

Am 15. Juni 2016 war die Autorin Dr. Silvia Stolzenburg zu Gast im Polizeimuseum .
Sie las aus ihrem aktuellen Krimi „Die Fliege“.

Der Abend war sehr angenehm, die Autorin Silvia Stolzenburg glänzte mit Esprit und Witz.

Silvia Stolzenburg - Erklärungen Disloge
Sie erzählte, wie sie sich in das Krimigenre hineinversetzen musste, denn sie schrieb und schreibt in der Regel historische Romane.
Sie sprach mit Polizisten, Kriminaltechniker und Internetspezialisten, um die Grundlagen für „Die Fliege“ legen zu können.
Sie meinte, sie hätte nicht die verarbeiten wollen, die in Fernsehkrimis dargestellt würden. Sie hielte nichts davon, wenn der Täter im Showdown die Kommissarin mit einem Messer in Schach hielte und diese ihn in einem langen Monolog davon überzeugte aufzugeben.

Eine kleine Anekdote gab sie auch zum Besten.
Bei ihrem ersten Krimi legte der Täter die Leiche im Stuttgarter Schlossgarten ab.
Dies führte  zu Unmut beim „Lieblingsermittler“, doch Silvia Stolzenburg behaarte darauf und schrieb dies in ihren Roman.
Ungefähr ein halbes Jahr später wurden wirklich im Schlossgarten zwei Leichen in Koffern gefunden.

des Schicksals!

Silvia Stolzenburg

In „Die Fliege“ geht es am Anfang heiß her. Jemand, der von anderen nur eine Abreibung bekommen soll, wird von der Schlägertruppe so schwer mit einem Baseballschläger verletzt, dass er stirbt.
Die Leiche wird am Katzenbacher Hof, nahe Stuttgart-Vaihingen und –Büsnau, in einem Müllsack abgelegt. Daraufhin beginnen die Ermittlungen. Der Sohn der Inhaber des Katzenbacher Hofs erzählt den Ermittlern von Alien, die nachts da waren.

Der Abend war sehr amüsant.
Silvia Stolzenburg plauderte immer wieder gerne aus dem Nähkästchen und löste stellenweise amüsierte Gesichter unter den Zuhörern aus.

Mehr davon!

Syntronica Sabinne Dietmast Silvia Stolzenburg Glühwürmchen HErzebebn Superfliege

Kretschmann-2016-BB
Am Samstag, den 27. Februar 2016, war der amtierende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, im Böblinger Congress Center geladen. Dies fand im Rahmen des Wahlkampfes zur Landtagswahl (13.3.2016) statt. Eingeladen war er von der Landesvorsitzende der Grünen, Thekla Walker, sowie den Grünen in Böblingen.

Zu Anfang begrüßte Thekla Walker, Kandidatin  des Wahlkreises 5, die Besucher. Sie umriss kurz, wofür die Grünen stünden und machte auch deutlich, dass der (aller)erste grüne Ortsverein 1979 in Böblingen und gegründet wurde.

Danach ging es übergangslos zur „Fragestunde“ mit Winfried Kretschmann und Thekla Walker weiter.
Winfried Kretschmann sprach nicht zu den Besuchern.

Was schade war und uns überrascht hatte, war, dass bei der „Fragestunde“ keine direkten Fragen von den Besuchern im Publikum zugelassen waren. Im Vorfeld scheint es wohl möglich gewesen zu sein, Fragen auf eine Karte zu , die laut der Moderatorin angeblich durch „Zufallsprinzip“ gezogen worden wäre. Das Ziehen der Karten und die Vor-Auswahl hatten vor der Plauderrunde stattgefunden.
Auch war seltsam, dass die Fragen der Böblinger zum Schluss dran kamen. Dabei wurden kurz drei bis vier Themen angerissen und das war’s.

Die Runde war wohl vorher besprochen und organisiert worden, sollte aber als spontan verkauft werden.

Der „grüne Landes-Opa“, wie Kretschmann auch ironisch genannt wird, ging kurz darauf ein, wie es war, als die Grünen plötzlich die Regierung in Baden-Württemberg stellten. „Wenn man in der Opposition ist, glaubt man: ‚Die Regierung tut nichts.‘“, sagte er, „doch wenn man dann selbst dran ist, sieht man, dass es nicht so schnell geht. Einmal steht europäisches Recht im Weg, ein anderes Mal gibt es dann Probleme mit unserer Verfassung, vielen Vorschriften und dergleichen.“

Es ging auch darum, wie die Grünen den ÖPNV – Öffentlicher Personen-Nah- – neu regeln wollen. Allerdings war das Argument von Thekla Walker, man wolle 60 Prozent des Verkehrsetats in den ÖPNV stecken, sehr schwach.
Auf Telematik wurde nur kurz eingegangen. Kretschmann erzählte langatmig, aber nicht informativ, dass es „ zwischen Autos“ etc. gäbe, kam aber nicht zum Punkt.

Kurze Statements zu Volksentscheiden kamen uns eher wie auswendig gelernte Floskeln vor, die damit endeten, dass es mit dem Volksentscheid zu Stuttgart 21 eine Befriedung der Bevölkerung gegeben hätte.
Wer im Thema steckt, wird etwas anderes sagen, denn es ist immer noch wie vor fünf Jahren so, dass die -21-Gegner weiterhin verbal randalieren. Die -21-Gegner hetzen weiterhin gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind, prügeln verbal auf diese ein und wiederholen permanent Parolen und Thesen, die schon längst mehrfach gegenbewiesen sind.
Eine Befriedung ausgehend von diesen Reihen gibt es nicht.

Es ging auch kurz um die Flüchtlingspolitik, aber mehr als Appelle, dass alle etwas leisten sollten, kamen nicht.
In Gesprächen mit Grünen während und am Rande der Veranstaltung merkte man, dass sich keiner traute, etwas gegen die „offizielle Linie“ zu sagen.
Auch die Thesen, die „Neuen“ brächten viel mit, was gebrauchen könnte, zog nicht.
Kretschmann sagte, dass – Stichwort „Integration“ – ebenfalls viele Deutsche auch nicht in unserer Gesellschaft integriert seien, nämlich die, die Brandsätze auf Asylantenheime würfen. Dies kam nicht bzw. nur schwach an bei den Zuhörern.
Kretschmann meinte in einem Nebensatz, er möge die „Alternative für Deutschland“ nicht und log, indem er sagte, die AfD sei rechtsradikal.

Dann ging es um das „Gehört-Werden“, was aber urplötzlich gar nicht mehr so offenohrig war, wie es die Grünen immer behauptet hatten. Man müsse auch mal „Kante zeigen“, sagte Kretschmann, relativierte aber wieder, nachdem er von „Durchregieren“ gesprochen hatte.
Kretschmann kam in diesem Kontext darauf zu sprechen, was er „Gesellschaft des Streits“ nannte. Eine Gesellschaft sollte dies sein, die Transparenz bei Entscheideúngen wolle und ihren Unmut oder aber aber auch Vorschläge kundtue. Denn nur mit „zivilisiertem Streit“ – also der Auseinandersetzung – könne man dies erreichen. Aber schnell kam er wieder aufs „Durchregieren“ zu sprechen, da es nicht dazu kommen dürfe, dass nur noch diskutiert würde. Die Entscheidung, ob eine Diskussion zu Ende sei, bestimmte nach Kretschmanns Worten die Regierung. 
„Gehört-Werden“ klang eher nach „Reden, solange wir wollen“.

Es ging auch um ökologische Wirtschaftskonzepte, doch dies war eher im Bereich „Utopia“ angesiedelt. Kretschmann und Walker sprachen davon, dass Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen seien, redeten von Fortschritten im Vorzeigeland Baden-Württemberg, ließen aber konkrete Beispiele weg.
Kretschman und Walker lobten, dass im Landkreis Böblingen sehr viele IT-Unternehmen angesiedelt seien, erzählten, welche Wirkung es hätte, wenn gerade diese Firmen ökologisch agierten, kamen aber nicht darauf zu sprechen, welche tollen Innovationen davon ausgingen.

Viele der Themen, die auf „Karten“ von einigen der angeblich 800 Besucher aufgeschrieben worden waren, wurden nur bruchstückhaft beantwortet, viel Konkretes ließ und lässt auf sich warten. Kretschmann wirkte auch stellenweise sehr zerstreut, und es schien so, er wäre nicht bei der Sache.
Viele Antworten waren sehr realitätsfern.

sabine-kretsche-380
Eine kleine „Aktion“, die wir geplant hatten, gelang uns auch.
Wir trugen Pro-Stuttgart-21-T-Shirts mit der Aufschrift „Lieber unten durch als zurückgeblieben.“
„Superfliege“ schaffte es, sich von Medien wie „Energy Radio“, „ARD“, oder „Sindelfinger/Böblinger Zeitung“ u.v.m. zusammen mit Kretschmann – Stuttgart-21-Gegner – ablichten zu lassen.
Das T-Shirt ist deutlich auf den Fotos zu sehen.

Was allerdings ebenso einen negativen Geschmack hatte, war der Umgang von Sicherheitsleuten mit uns als Pressevertreter.
Uns wurde mehr oder minder „befohlen“, die Taschen sowie unsere Mäntel an der Garderobe abzugeben.
Wir gingen zurück ins Parkdeck und nahmen nur noch die Kamerautensilien, einen Schreibblock und den Presseausweis mit.
Als wir wieder hineinkamen, wurde vor uns jemand mit großer Tasche hereingelassen.
Wir ntervenierten, warum dies gehe.
„Der Mann ist von der Zeitung“, wurde uns gesagt.
Nach nochmaligem Vorzeigen des Presseausweises ruderte man plötzlich zurück und entschuldigte sich für die „forschen jungen Männer am Eingang“.

183215_web_R_K_by_Illustration Marcus Stark_pixelio.de

Gestern, Sonntag, den 26.10.2014, lief in der ARD ein Tatort mit der Kommissarin Lena Odenthal.

Der Kriminalfall war einfach gestrickt.
Ein Mann verabreichte Frauen K.O.-Tropfen, nahm sie im Halbwachzustand zu sich nach Hause. Dann vergewaltigte er sie vor laufenden Kameras aus mehreren Blickwinkeln.
Nach einigem Hin und Her sowie falschen Annahmen und falschen Verdachten wurde der Nebel gelüftet.
Der Täter wurde gefasst. 

Odenthals Assistent Kopper war im Urlaub, weswegen die Analytikerin Stern mitspielte.
Odenthals wirkte ausgebrannt, hatte Kreislaufprobleme und hing daneben.
Einmal kippte sie um, zum Schluss des erlitt sie einen Schwächeanfall.

Der ganze Tatort wirkte sehr konstruiert und lahm. Er dümpelte vor sich hin.

Warum Kopper im Urlaub war und Analytikerin Stern da war, wurde nicht klar.
Ebenso wenig wurde nicht klar, was der konstruierte Burnout von Odenthal sollte, denn auch nach dem Schwächeanfall nach dem Showdown des Tatorts passierte nichts.

Der 60. Tatort hatte keinen Unterhaltungswert.

Schade für eine Nummer 60 !

 

Bild: Pixelio.de – Marcus Stark

polizeiauto

Heute ist mir etwas in Böblingen passiert, was man durchaus mit „Polizei-Willkür“ bezeichnen könnte.

Ich habe einen Bekannten von Böblingen zum Sterncenter, einem Einkaufszentrum in , gefahren.
Unterwegs wollte er kurz noch zur Kreissparkasse und wir machten einen kleinen „Umweg“.

fahrt-blau-und rot

Dieser Umweg ist rot eingezeichnet (von oben gesehen sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefahren).

Was danach passierte, ist für Außenstehende, die es nicht miterlebt haben, unglaublich und unbegreiflich. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich wohl auch glauben, dass dies, was passiert ist, eine Erfindung eines kreativen Geistes gewesen sei.

Ich wollte eigentlich die blau eingezeichnete Strecke nehmen, wir waren aber so vertieft im Gespräch über das Fußballspiel Deutschland gegen Portugal (4:0), dass ich aus Versehen eine Straße vorher abbog (rot, Pfeil nach unten).
Ich sah, dass ich nicht links abbiegen durfte, wo ich eigentlich hinwollte, denn ein weißer Pfeil zeigte auf einem blauen runden Schild nach rechts. Ich überlegte noch einen Sekundenbruchteil, ob ich nach links … doch an der kreuzenden Straße war neben mir ein Polizeiauto.
Ich bog also von uns gesehen rechts ab, fuhr über die Straße und wollte eine Kehrtwende fahren, doch ich musste kurz warten, weil mir Autos auf der Gegenspur entgegenkamen.
Während die anderen Verkehrsteilnehmer hupten, weil sie trotz rechter Parallelspur nicht weiterfahren wollten, sah mein Bekannter, der Portugiese ist, wie das Polizeiauto mit Blaulicht neben uns herfuhr Richtung Ehningen.
Nach ein paar Sekunden konnte ich die Kehrtwende vollziehen und war wieder auf der Herrenberger Straße Richtung Sindelfingen.
Hinter mir stand das Polizeiauto.
„Meinen die uns?“, fragte ich, doch mein Bekannter winkte ab: „Nein, das Blaulicht ist schon aus.“
Nach zwei Grünphasen stand ich vor der roten Ampel und eine Polizistin wollte meine Papiere – Führerschein und Fahrzeugschein – sehen.
„Ich müsste an meinen Kofferraum und an meinen Rucksack, denn dort habe ich meine Papiere“, sagte ich freundlich und bot an, dass wir zum nahe gelegenen Parkplatz bei der Volksbank fahren könnten, da ich der Erste vor der Ampel sei.
Ich hielt etwas später an und nach einer Überprüfung meiner Papiere wurde mir eröffnet, dass ich mich verkehrswidrig verhalten habe und eine Strafe von 30 Euro wegen Verkehrsbehinderung auf mich zukäme. Ich intervenierte, dass man mich auch darauf hinweisen könnte – mündliche Ermahnung – doch der Polizist und die Polizistin würgten meine Widerrede ab. Ich gab nichts zu, unterschrieb auch nichts, und verwies darauf, dass ich nervös sei und gerade nicht klar denken könnte.

Mein Bekannter stand neben mir und bekam alles mit, wurde aber mehrmals verwiesen, er solle ins Auto gehen, er würde stören.

Ich bekam meine Papiere wieder, kramte etwas rum. Die Polizisten verabschiedeten sich überschwänglich und mein Bekannter sagte auf Portugiesisch: „Adeus“ („Auf Wiedersehen!“).
Der Polizist, der neben mir noch stand, raunzte mich an: „Geht es Ihnen gut. Das ‚FUCK YOU‘ habe ich gehört.“
„Entschuldigung, aber ich habe nichts gesagt. Das kann mein Bekannter bezeugen. Er sitzt neben mir.“
Die Polizistin, die gerade ins Polizeiauto einsteigen wollte, sprang rüber zu uns und meinte, sie habe das „FUCK YOU“ auch gehört.

Mein Bekannter sagte, ich habe nichts gesagt, allerdings er habe „Adeus“ – gesprochen „Adjusch!“ – gesagt, was Portugiesisch sei und „Auf Wiedersehen!“ hieße.
Obwohl ich sagte, ich habe nicht „FUCK YOU“ sondern „Adjusch“ gehört, blieben die Polizisten bei ihrem „FUCK YOU“.
Ich telefonierte kurz und wandte mich ab, weil ich jemanden besuchen wollte, und sagte, ich käme später.

Als ich fertig war, versuchte mein Bekannter immer noch, die Polizisten davon zu überzeugen, was er gesagt habe und was er nicht gesagt habe.
Die Polizisten blieben auch stur, als er sagte: „Ich bin Portugiese und bin gerade sehr nervös, weil ich ein wichtiges Gespräche im Sterncenter habe und nicht zu spät kommen möchte. Falls Sie ‚FUCK YOU‘ statt ‚Adeus‘ verstanden haben, tut es mir leid.“

Plötzlich hielt ein zweites Polizeiauto neben mir und zwei Polizisten sprangen hektisch heraus, positionierten sich vor den Portugiesen und einer sagte laut und herrisch: „Ihre Papiere!“
Der Angesprochene machte eine ausladende Geste und meinte: „Haben Ihre Kollegen. Ich habe Ihre Kollegen nicht beleidigt und würde gerne gehen, weil ich ein wichtiges Gespräch habe.“

Ich wollte von einen der neu erschienenen Polizisten wissen, welcher gerade und durfte mir anhören, ich solle mich heraushalten, weil „dieser Mann“ aggressiv geworden sei gegenüber den Kollegen. Zur gleichen Zeit hielt noch ein Polizeiauto neben uns, und vor meinem Bekannten standen vier Polizisten in dominanter Art.

Ich versuchte zu schlichten, doch das interessierte niemanden wirklich.

Zwei von den Polizisten zogen auf Anordnung der ersten beiden wieder ab, weil die „Gefährdungslage nicht so hoch sei.“.

Angeblich sei dieses Auto zufällig vorbeigekommen.
Dieses Polizeiauto fuhr aber von der gegenüberliegenden Straße mit Hupen über die Gegenspur zum Platz an der Volksbank, wo wir standen, und stand gegen der Fahrtrichtung suf dem Platz.

Da keiner nachgab, obwohl ich schlichtend und mediatorisch einwirkte, „entließen“ uns die Polizisten wieder in den Straßenverkehr.

Bis jetzt weiß ich nicht, was diese „Polizeiaktion“ sollte. Ich kam mir vor wie in einem falschen Film. Ein nervöser Portugiese soll angeblich die Polizisten beleidigt haben, dann sei er angeblich aggressiv geworden und so weiter!!!

Mein Bekannter wird dies nicht auf sich beruhen lassen und Revision bzw. Widerspruch einlegen und ich bin Zeuge.

Mit den 30 Euro für die „Ordnungswidrigkeit“ kann ich leben, doch die „Aktion“ danach wird definitiv ein Nachspiel haben.

Ebenso fühlte ich mich verkohlt, als der Streifenpolizist sagte, er sei vom BKA.

Für mich ist die Lage mit der Kehrtwende klar.
Ich habe leider eine falsche Straße benutzt, von der man nicht nach links abbiegen durfte und wollte einfach kurz drehen.
Dass die Polizei dies sah, andere Verkehrsteilnehmer stur waren und hupten anstatt auf der freien rechten Parallelspur zu fahren, ist einfach so gewesen. Es war ersichtlich, dass ich dort, wo ich stand nicht wegkonnte. Anstatt zu warten und sich zu sagen: „Gut, dann warte ich einige Augenblicke. Jeder macht mal Fehler.“ hupt man eben.
Der Polizei sagte ich, dass ich die Lage nicht dramatisch gewesen sei, niemsnd sei zu Schaden gekommen..
Man hätte es bei einer mündlichen Ermahnung a la „Nächste Mal bitte nicht tun.“ belassen können, wie ich es  in Sindelfingen erlebt hatte, als ich zu Arbeit fuhr und aus Versehen in eine am Vortag noch nicht gesperrte Straße einfuhr, die zum Arbeitsplatz führte.

Die Sache mit dem „FUCK YOU“, das ein „Adeus“ war, kann ich nicht verstehen.
Was ich für sehr zweifelhaft halte, ist die Polizistiin, die im Begriff war, einzusteigen, als mein Bekannter „Adeus“ sagte.
Sie will „FUCK YOU“ laut und deutlich gehört haben und schrieb schon etwas in ihr Notizbuch, als sie zu meinem Auto zurückkam.

Mein Beschwichtigen, die Quasi-Entschuldigung meines Bekannten, dass es ihm leid täte, wenn sie etwas anderes verstanden hätten, verfehlte jede Wirkung, die beiden Polizisten blieben bei ihrer Version der Lage.

Ebenso missfielen mir die Dominanzspielchen des Polizisten, der mehrmals meinem Bekannten anraunzte, er solle die Hände aus den Hosentaschen nehmen. Ebenso die „Taktik“, mich und meinen Bekannten auseinander zu halten, damit wir nicht alles vom anderen mitbekamen!
Es war auch sehr zweifelhaft, gerade in dem Moment ein „agressives Verhalten“ zu deklarieren, als ich mich zum Telefonieren wegdrehte.

Diese ganze Aktion, die meinem Bekannten in eine missliche Lage katapultierte war sehr kurios.

Mir kam es so vor, dass die Polizisten nur nicht zugeben wollten, sich verhört zu haben und deswegen ein „aggressives Verhalten“ konstruierten, um sich reinzuwaschen – wovor auch immer !

Armes !

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