Klarsicht

Der Hofnarr - Kurioses aus der Welt

Ja, die Schule …

Und die Schüler, die aaarrrmen Schüler …

Im war eine Diskussion über die Schulen. Im Vorspann wurden einige Schüler auf die Schule angesprochen.
Einer sagte etwas, was mir doch sehr zu denken gab:

„Das Schlimmste sind die Diktate. Da muss man immer sooo denken. Und dann kommt schon das nächste Wort.“

Muss man dazu noch etwas sagen?

Bibel - Licht

Zwischen Karneval – schwäbisch: „Fasnet“ – und Ostern ist Fastenzeit.
„Fasten“ ist eine katholische Tugend.
So hat Papst Benedikt XVI. auch zur Fastenzeit in diesem Jahr ein Statement abgegeben.
Er rief zum „Medien-Fasten“ auf, d.h. dass die Katholiken auf , , Internet und dergleichen verzichten sollten, um – so der Papst – „in sich“ zu kehren.

Vielleicht meint er auch nur, man solle nicht mehr Radio Vatikan hören …

Standpunkt

In Schülerforen im Internet wird über den Schulalltag diskutiert.
In manchen gibt es auch eine Liste mit Lehrern, die man bewerten kann, ob sie beliebt oder unbeliebt sind.
Ein Lehrer hat diese Schülerforen – und vor allem dieser Abstimmungen – für sich entdeckt.
Er hat die vielen Beiträge gelesen und sah auch die Umfrage.
Ob der Lehrer in der Bewertung der Schüler nicht wie erwartet abgeschnitten hatte, ist nicht bekannt. Er hat sich jedoch entschieden, die Abstimmung ad absurdum zu führen.
Er meldete zwanzig bis dreißig neue Benutzerkonten in dem Forum an und loggte sich nacheinander mit diesen ein und bewertete genau immer einen Lehrer mit „sehr beliebt“.
Was dabei herauskam, liegt auf der Hand. Die Abstimmung wurde durch eine Realperson, die sich (unbekannt für andere) als zwanzig, dreißig virtuelle Personen ausgab, manipuliert.
In einem anderen Forum schlug er bei einer ähnlichen Abstimmung noch einen Lehrer vor, der in die Liste aufgenommen werden sollte, und bewertete diesen von ihm vorgeschlagenen Lehrer wieder mit zwanzig, dreißig virtuellen Personen, hinter die wieder nur eine Realperson, der Lehrer, steckte, was aber wieder niemand wusste.
Dies war für den Lehrer nun der ultimate Beweis, dass Abstimmung in Foren generell Humbug seinen und die Ergebnisse keine Aussage besäßen.
In Foren ist es so, dass pro Benutzer (virtueller Person) eine E-Mail-Adresse erlaubt ist, man bekommt also nach der Registrierung eine Bestätigungsmail mit einem Aktivierungscode. Personen, die nun mehrere E-Mail-Adressen haben, können sich mehrere Benutzer anlegen. Das ist nichts Neues.
Wegen dieser Fakten steht für den Lehrer nun fest, dass die Abstimmung in keinster Weise aussagekräftig sind.
Welche Schüler macht sich denn die Mühe, zig Benutzerkonten anzulegen, um Ergebnisse zu verfälschen?
Niemand, denn der Aufwand ist einfach zu groß.
Wenn man nur darüber nachdenkt, welche „Schlussfolgerungen“ der Lehrer gezogen hat, wird man dem zustimmen können.
Der Lehrer hat aber vor vorne herein vorgehabt, Abstimmungen zu manipulieren.
Warum eigentlich?
Die ganze „Sache“ hat nur eine Intention, nämlich die, den Schülern das Recht abzusprechen, ihre Lehrer zu bewerten.
Dies zeugt von hoher und Kritikunfähigkeit, die damit einhergeht.

Der Hofnarr, immer nah an der Realität

„Das ist Wahnsinn … und bei uns zu kleinen Preisen!“, trällern piepsige Stimmen aus dem .
Lange schon habe ich überlegt, was es damit auf sich hat.

Nun weiß ich es!

Es gibt einen Discounter, bei dem man Wahnsinn kaufen kann.

wahnsinn1

Gut, der ist nicht gerade billig, aber man bekommt schon einen Tobsuchtsanfall dabei, inklusive eben.

Für den, der nicht so anspruchsvoll ist, geht es auch billiger.

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Einmal richtig laut schreien und das war es dann fürs Erste.
Der zweite Anfall von Wahnsinn ist inklusive beim Zweierpack.

Das Problem ist, dass das Wahnsinnsangebot nicht immer zu haben ist.

wahnsinn-kurzezeit

Der Superbilligwahnsinn ist nur für kurze Zeit zu haben.

Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie lange der Wahnsinn haltbar ist.
Schließlich müssen sich die Klapsmühlen mehr Personal zur Verfügung stellen und mehr freie Betten in die Zimmer stellen bzw. die Gummizellen schon im Vorfeld säubern.
Und was passiert, wenn das Haltbarkeitsdatum Wahnsinnsdatum abgelaufen ist?

Im Katalog gibt es mehrere Preisklassen:

  • Der einfachen, billiger Wahnsinn für 1,11 Euro, sozusagen das Einsteigerpaket. Einmal abdrehen, nach zehn Minuten ist wieder alles in Ordnung. Polizeieinsatz und Abholen mittels Krankenwagen ist nicht dabei und auch nicht nötig.
  • Das schon etwas teurere Zweierpaket für 3,99 Euro, denn einmal Wahnsinn kostet hier immerhin schon 1,995 Euro. Dafür gehört schon lautes Schreien dazu. Auch hier ist noch kein Polizeieinsatz dabei.
  • Bei dem etwas besseren Paket für 7,99 Euro darf es dann schon etwas heftiger sein. Die Nachbarn rufen von sich aus schon die Polizei, die sich dann aussuchen kann, ob sie kommt.

Es geht dann weiter mit den Angeboten bis zum Luxus-Paket:

  • Das Wahnsinn spaket für 15,99 Euro. Automatisch wird beim Öffnen des Pakets mittels eines Sensors die Polizei gerufen, die dann schlichtet.
  • Weiter geht es mit dem großen Wahnsinn für 24,99 Euro. Die automatisch eintrudelnde Polizei wird von einem Psychologen begleitet, der alles wieder hinbiegt.
  • Das Luxus-Paket kostet sage und schreibe 99,99 Euro, enthält neben dem obligatorischen Polizeieinsatz, die Abholung mit dem Krankenwagen, eine maßgeschneiderte Jacke mit Ärmelfesseln auf der Rückseite und auch schon dreimal täglich Wasser, Brot und Psychopharmaca. Aber auch ein Amoklauf ist dabei, wahlweise mit asiatischem Metzgermesser oder Kettensäge.

Also für jeden etwas dabei!

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Der Dax ist gefallen, um knapp 400 Punkte.

Panik ist sichtbar in den Augen der Aktionäre, Angstschweiß steht ihnen auf der Stirn. Vor Angst verkaufen sie ihre Aktien.

Bonzen kaufen Aktien, um sich unstillbar bereichern zu können.
Bedingt durch die „Hypothekenkrise“ knallt es jetzt.
Doch die „Hypothekenkrise“ ist nicht einfach mal so gekommen, sondern ist von eben denen nimmersatten Aktionären gemacht, die jetzt laut losheulen und mit Panikattacken im Bett liegen und bibbern.
Sie bekamen den Hals nicht voll und kauften und kauften – Beteiligungen an Risikogeschäften noch und nöcher, ohne auch nur Rücklage oder Abfederungen zu schaffen.
Das war ihnen ja egal, Hauptsache mehr, mehr, mehr.
Dann ging als Knall auf Fall.
Die Risikogeschäfte gingen in die Hose, Verluste ohne Unterlass.
Bankenpleiten!
Das kommt davon, wenn man den nur orgiastisch nach dem Geld schaut und nicht mal mitbekommt, dass das Verlustrisiko immer steigt.

Sollen wir Mitleid mit den Börsenspekulanten haben?

Nein!

Um sich zu bereichern, kaufen Leute Aktien. Lange Zeit haben sie Gewinne. Dann gibt es Stagnation und wohlmöglich Verluste. Sofort verkaufen sie ihre Anteile.

Wo ist die Loyalität?

Sowas kennen die Aktionäre nicht. Bringt eine Aktie nichts mehr oder nicht mehr soviel wie gewohnt, werden sie sauer auf ihr finanzielles Aphrodisiakum namens Aktie, und heulen laut, während sie verkaufen und andere in den Ruin treiben bzw. andere mitreißen in den Ruin.

Wer den Hals nicht voll genug kriegen kann, hat es nicht anders verdient, als zu verlieren.

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Gerade zur Wahl in Niedersachsen und Hessen zeigt die SPD mal wieder, wie „sozial“ sie eingestellt ist, wie sie sich „sozial“ engagiert und wie sie sich um die Bedürfnisse der „kleinen Leute“ kümmert.

Und wer ist der „Schlimmste“?
Kurt Beck, der Ober‑Spezialdemokrat!

Vor knapp einem Jahr noch war er der Meinung, dass Arbeitslose allein dadurch einen Job bekämen, wenn sie sich wuschen und rasierten.

Seit ein paar Wochen ist er plötzlich anderer Meinung.
Von einem Tag auf den anderen!
Auf einmal erinnert er sich der „sozialen“ Wurzeln der SPD.

Man fragt sich berechtigterweise, warum!

Ein, zwei Wochen bevor Beck sich der Wurzeln der SPD bewusst wurde, war der Vereinigungsparteitag der PDS mit der WASG zur Partei „Die Linke“.
Prognose belegten und Wahlen bestätigten, dass „Die Linke“ gute Chancen hatte und hat.

Das Sagen bei der Linken hat Oskar Lafontaine, auch wenn es pro forma noch Lothar Bisky als Vorsitzenden gibt.
Das tut der SPD natürlich weh!
Die Spezialdemokraten wollen ihren Ex-Genossen Lafontaine eins auswischen. Sie können es nicht einfach so wegstecken, dass er sich von ihnen abgewandt hatte und dass er eine neue LINKE Partei gegründet hat, die ihnen zudem noch Wähler wegnimmt.

Einen anderen Grund gibt es nicht.

Doch!

Die SPD gibt sich nur sozial. Es geht ihr nämlich um etwas Anderes.
Es geht den Spezialdemokraten nur darum, dass sie keine Wählerstimmen (mehr) an die Linke verliert.
Jede Stimme bedeutet Geld in den Parteigeldbeutel.

Weniger Wählerstimmen – weniger Geld.

Der SPD geht es einzig und allein um Geld und Macht, nicht um „soziales Engagement“ und um die „kleinen Leute“.

Und nicht zu vergessen, dass ihre Mitglieder Posten bekleiden, unverhältnismäßig Geld und Rentenansprüche bekommen.

Der Hofnarr erzählt von Unglaublichem

„Wahrsage-TV“, ein TV-Sender, dessen Schwerpunkt der „Lebensberatung“ Alchemie, Astrologie, Hellsicht und „Weltfragen“ bilden, brachte mich auf etwas, was ich bis dahin nicht gewusst hatte.
Mittels „Kartenlegen“ kann man bestimmen lassen, welcher Arbeitgeber der richtige ist.

Weiterlesen

Heute morgen waren Devil und ich wieder spazieren.
Da ich aber gestern etwas spät bzw. heute morgen etwas früh ins Bett gekommen bin, legte ich mich wieder hin …

Plötzlich knallte es und ich erschrak. Devil hüpfte vor Panik zu mir ins Bett.
Und es knallte immer und immer wieder in hoher, unangenehmer Lautstärke.
„Wenn ich den Idioten erwische, der morgens um kurz von neun China-Böller knallen lässt, zeige ich ihn an“, dachte ich schlaftrunken und zog den Rollladen hoch.

jaeger2-2Es stand ja in der Zeitung, dass am 10.Januar, also heute, die Enten geschossen werden sollten. Diese hatten angeblich Überhand genommen und „wegen der Hege“ hat die Stadt einschieden, Enten schießen zu lassen.
Dieses „kontrollierte Abchießen“ fand heute morgen statt.

Ich habe die Jäger von oben beobachtet.

Ich habe mir aber auch über die „Aktion“ gemacht.

  • Die Rote Erde, dort wo ich wohne, ist ein Wohngebiet.
  • Die Rote Erde gehört zum Stadt, befindet sich also innerhalb der Stadtgrenzen.
  • Die Wohnanlage „Wersehochhaus“, in der ich wohne, liegt direkt an der Werse, einem sehr großem Bach.
    Direkt neben der Wohnanlage fand die „Aktion“ statt.
  • Zwei (!!!) Absperrungen waren vorhanden, auf dem Werseradweg standen nur die Jäger. Beim Abschießen schauten sie nicht, ob Personen vorbeikamen.
  • Hinter einem der Jäger (Foto) beginnt eine abgesperrte Rasenfläche, die zum Spielplatz der Wohnanlage gehört. Niemandder insgesamt drei dort stehenden Jäger schaute auch nur kurz hinter sich, als eine Nachbarin über die Rasenfläche marschierte. Der Jäger reagierte erst nach mehrmaligem, lautem Rufen der Nachbarin, als sie ihm begreiflich machen wollte, das auch auf de Rasenfläche bzw. dem Spielplatz tote Ente liegen.
  • Die Jäger haben Richtung der Ahlener Straße geschossen, also Richtung Häuser und dem Autoverkehr.
    Sie stoppten das Abschießen auch nicht, als vermehrt Autos auf der Ahlener Straße unterwegs waren.
  • Die Jäger schossen in ihrem Blutrausch auch Richtung des Wersehochhauses.
  • Ein „kontrollierter Abschuss“ fand definitiv nicht statt, denn die Jäger schossen auf alle Enten, die in der Luft waren, ohne Ausnahme.

Man sollte darüber nachdenken, was dieser sog. kontrollierte Abschuss bezwecken soll.
Laut der „Verantwortlichen“ haben die Enten Überhand genommen.
In der Schule habe ich gelernt, dass sich der Bestand der Ente „natürlich“ einpendelt, wenn z.B. nicht genug zum Fressen vorhanden ist.

Ich glaube, dass hier irgendwer seinen Blutrausch befriedigen wollte.

Tasche

Seit Jahren schon, wegen der guten Verträglichkeit, kaufe ich Rasierschaum, Rasiercrème, Shampoo und Deoroller bei „Yves Rocher“.
„Yves Rocher“ ist für seine pflanzlichen Produkte weltbekannt.

Nein, ich mache hier keine Werbung!

In Münster, der Hauptstadt von Westfalen, wurde vor Jahren ein Yves-Rocher-Laden eröffnet, und da ich dort sehr oft, auch schon im Online-Shop, eingekauft habe, bekam ich irgendwann eine Kundekarte.
Bei jedem Kauf ab einer bestimmten Summe bekommt man Stempel auf der Rückseite der Kundenkarte, und wenn das Raster vollgestempelt ist, bekommt man Rabatt oder etwas gratis.
Monatlich bekommt man auch Post, auf denen kurz (nicht immer) neue Produkte vorgestellt werden. Gleichzeitig ist dort aber auch eine Vorzugsrabattierung aufgedruckt, dass man z.B. auf zwei, drei „Schönheitsprodukte“ 50 Prozent Preisnachlass bekommt.

Nicht wirklich!

Dieser Preisnachlass gilt vom Katalogpreis.
In den Läden ist irgendwie alles reduziert und vieles zufälligerweise (?) mit 50 Prozent.
Ein Shampoo für 4,90 Euro kostet dem Kunden mit Vorzugspreis-Postkarte auch nicht weniger als einem Nichtkunden.
Am Regal ist 4,90 Euro durchgestrichen, und daneben der reduzierte Preis von 2,95 Euro.
Der Nichtkunde bezahlt also 2,45 Euro, weil dies der aktuelle (reduzierte) ist.
Kunden, die die Vorzugspreis-Postkarte bei sich tragen, bezahlen 2,95 Euro.
Warum nicht 1,22 Euro und einen halben Cent?
Im Katalog steht ja 4,90 Euro. Im Laden wurde dieser um 50 Prozent auf 2,45 Euro reduziert.
Für Kunden gilt ja der Katalogpreis als Berechnungsgrundlage, also 4,90 Euro.
Dann wird der Katalogpreis laut dem auf der Vorzugspreis-Postkarte aufgedruckten Rabatt reduziert und nun ist der aktuelle Verkaufspreis plötzlich auch 2,45 Euro.
Ob man Kunde mit Vorzugspreis-Postkarte in der Hand oder Nichtkunde ist, spielt also bei der Rabattierung keine Rolle. Der Verkaufspreis ist der gleiche.
Ich möchte dies „Werbetricks“ nennen.

Wenn man – wie ich – sehr sprachgewandt ist, kann man manche der Mitarbeiterinnen im Laden überzeugen, dass man nur 1,22 Euro und einen halben Cent bezahlen muss …

Kreatves Schreiben

Syntronica: „Blauer Lippenstift und eine Zigarette im Mundwinkel“

In Bistro war das Licht so dunkel, dass es nicht störte, aber auch so, dass man noch alles sehen konnte.
Während ich dort allein in einer ledernen Sitzecke saß, schaute ich wie zufällig zu zwei Frauen herüber, die am Tresen ein Getränk einnahmen.
Die eine von ihnen nahm ein Papiertaschentuch aus der Jeans. Die andere hielt ihr deren Zigarette hin, die diese in ihre Hand nahm. Die ohne Zigarette marschierte Richtung der Toilette.
„Hm!“, dachte ich, „alleine?“
Die, die jetzt die Zigarette hatte, war ungefähr in meinem Alter, suchte nach irgendetwas, steckte sich die Zigarette nach dem Hin‑ und Herschauen in den Mundwinkel und faltete dann das Papiertaschentuch auseinander. Sie schnäuzte hinein.
Sie trug blauen Lippenstift, der mir aber schon vorher aufgefallen war.
Ich schaute noch einige Sekunden auf ihre Lippen und dachte mir: „Was für eine Zicke ist das denn? Blauer Lippenstift!“
Was für eine komische Farbe!
Dann kam die Freundin nach ein, zwei Minuten zurück. Sie bekam wieder ihre Zigarette zurück und dann redeten sie wieder miteinander.
„Blauer Lippenstift! Was für eine Zicke!“, dachte ich wieder.
Stunden später.
Die, die in das Papiertaschentuch geschnupft hatte, während ihre Freundin auf der Toilette war, schaute mich verträumt an und nahm einen Schluck von ihrem Getränk.
Wir saßen immer noch in dem Bistro, uns gegenüber.
Ihre Freundin war schon längs gegangen.
Danach hatte sie mich gefragt, ob sie sich zu mir setzen dürfte, was ich aus einem nicht nachvollziehbaren Grund nicht verneinte.
So kamen wir ins Gespräch und lernten uns kennen.
Irgendwann war sie kurz auf der Toilette gewesen und hatte sich, ohne dass wir darüber ein Wort verloren hätten, den blauen Lippenstift entfernt.
Das war aber schon einige Stunden her.
„Sag mal“, sagte sie, „als du mich mit dem blauen Lippenstift gesehen hast …“
„Ja?“ fragte ich.
„… da hast du doch bestimmt gedacht: ‚Was für eine Zicke ist das denn?‘.“

Ich schüttelte den Kopf und erwiderte: „Ich schätze doch Leute nicht nach der Farbe des Lippenstifts ein. Was denkst du denn von mir?“

Superfliege: „Blauer Lippenstift und eine Zigarette im Mundwinkel“

Es war wieder einmal Wochenende, und sie wollte wie jedes Wochenende wieder auf die Suche nach einem Mann gehen! So lange war sie schon allein, und sie sehnte sich nach Zweisamkeit! Aber diesmal sollte es nicht wie immer Ablaufen, keine kurze Bekanntschaft mehr! Diesmal sollte es etwas anderes besonderes sein! Sie wollte nicht nach dem Wochenende erneut feststellen, das sie aufs falsche Pferd gesetzt hat, und ihre Bekanntschaft entpuppte sich als Familienvater, der sich für zwei Tage eine Auszeit von seinem Spießbürger leben gönnte!
Sie dachte sich an jenem Samstagabend, wenn ich aussehe wie eine Exotin, werde ich auch nur für die Männer interessant sein, die nicht nur eine kurze Bekanntschaft suchen!
Mit blauen Lippen und einer Zigarette im Mundwinkel stand sie nun an der Bar, und wartete auf ihren Traumprinzen! Nach einiger Zeit gesellte sich auch ein paradiesvogelähnlicher Mann neben sie! Schnell kam man ins Gespräch, und sie dachte, dieses Mal ist alles anders! Jetzt glaube ich habe ich das gefunden, was ich immer gesucht habe! Was nicht so ein Lippenstift ausmacht, dachte sie innerlich triumphierend!
Man verbrachte das Wochenende miteinander, und es lief wieder nach demselben Schema ab!
Enttäuscht stellte sie am Montag fest, dass ihr Paradiesvogel doch nur eine Ente war, und er glücklicher Familienvater sei!
Sie gestand sich ein, man kann zwar die Fassade ändern, aber solang man seine Einstellung nicht ändert, wird es immer auf dasselbe Ergebnis hinauslaufen!
Die Frau wird noch viele Frösche mit blau, gelb, rot oder pink gefärbten Lippen küssen, bis es soweit ist, das sie sich geändert hat!
Aber die Hoffnung gebe ich nicht auf, denkt die Frau, mit einer Zigarette im Mundwinkel!

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