Interpunktion

Kommunikation Konflickt

„Es muss in einer modernen Gesellschaft ohne Einschränkung erlaubt sein, Ideen und Ideologien schlecht zu finden und zu kritisieren.“

Dies sollte (eigentlich) für jeden gelten …

Sollte!

In Diskussionen – vornehmlich im (Forern etc.) – ist man ja gewöhnt, dass es um die Rechtschreibung schlecht gestellt ist, doch es kommt stellenweise wegen genau dieser Diskrepanz zu „Anbahnungen“ bei und durch manche(n) Diskutanten, die genau dies ausnutzen.

Im Internet werden Diskussionen – bedingt durch die Quasi-Anonymität – stellenweise gnadenlos geführt.
Das Niveau erreicht dabei oft einen Wert unter dem Absoluten Nullpunkt.

Als Paradebeispiel sei ein Statement von dem CDU-Politiker Stefan Kaufmann genannt.
Stefan Kaufmann veröffentlichte bei Fscebook, dass er zum „Internationalen Tag gegen Homophobie“ in einer Talkshow gewesen sei und dies in ein paar Tagen gesendet würde.
Daraufhin kommentierte ich, dass das Dogma „Homophobie“ – sog. Feindlichkeit gegen Homosexuelle –  sei und argumentierte, dass die Homosexuellen – vornehmlich die Schwulen – sich permanent als Opfer von Hetze etc. darstellten. Ich packte die sog. „Homophophie“ an der Wurzel und  sagte, mir käme es so vor, dass besonders die Schwulen darauf hinwiesen. Weiterhin sagte ich, dass insbesondere die Schwulen ein Problem damit hätten, dass sie eine Minderheit seien. Eine Minderheit werde immer von der Mehrheit als anders angesehen, wenn man allerdings genug Selbstbewusstsein hätte und dies ausstrahlte, löse sich das „Problem“ in Luft aus.
Ich entkräftete also die sog. „Homophobie“ als Substitution der eigenen Schwäche bzw. fehlendem Selbstbewusstseins.

Das erste „Gegenargument“, dass mir entgegenschlug, war: „Mehrere Rechschreibfehler – Setzen Sechs.“

Dieses Möchtegern-Argument trifft man im Internet sehr oft an.
Es geht nämlich nicht darum, sich mit dem „Gegner“ auseinander zu setzen, sondern diesen als Trottel darzustellen, weil er die Rechtschreibung nicht beherrscht. (Es stellte sich heraus, dass ich zwei lexkalische Fehler in meinem Statement zu „verantworten“ hatte, was entgegen anderer Statements getrost als „korrekt“ geltend kann.)

Dieses Art, nicht auf Argumente einzugehen, sondern sich auf die zu konzentrieren, findet man oft.
Es ist ein Ablenken von der eigenen Argumentationslosigkeit bzw. fehlender Selbst‑ und Fremdreflexion.
Es basiert auf , denn man kann sich – weil man ja vermeintlich die Orthographie beherrscht – höher stellen als der mit den Rechtschreibfehlern.
Diese Methode ist ein Totschlagargument, doch viele erkennen dies nicht und fallen darauf herein.
Anstatt wieder auf den Diskussionszweig zu lenken, beginnen sie, sich zu rechtfertigen.

Die gleiche Totschlagmethode existiert auch für und .

Wenn man dieses Prinzip erkannt hat, kann man wieder zum Diskussionszweig zurückkehrnen, indem man dieses „Anprangern“ – und die, die miteinstimmen – übersieht, und einfach weiterdiskutiert.

Man muss sich nicht durch Totschlagargumente mundtot machen lassen.

Roll over Beethoven

 

„Wenn Dummheit rollen würde, müßte man einige Menschen den Berg hochbremsen.“

 

 

Sprache auf dem Abstellgleis? In Gepäckwagen?

Die arme deutsche Sprache!

Wie sich viele Leute seit Jahren ausdrücken, tut schon in den Ohren weh!

Oder in den Augen!

In sozialen -Netzwerken liest man sehr oft „sprachliche Höhepunkte“, die 20 000 Meilen unter dem Meer liegen.

Diese Sprachspezialitäten muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

  • „Lass mir Kuchen schmeken“
  • „den sonntag genießen“
  • „Beim hammer Wetter Fußball schauen und da zu ein Kühles rum hängen, nichts tun“
  • „Na da bin ich ja mal gespannt auf was für Kosten ich da komm!!!“
  • „Mich über meine Sonnenallergie ärgern!!!“
  • „Mich abartig auf das Straßenfest freuen!!!!! Und bis jetzt macht das Wetter mit!!!!!!!!! Yuhu!!!!!!!!! Ne ganze Wocfrei huhuhuhuhuhuhuh“
  • „weis gar net was ich will“
  • „Ja der Artuhr hat ihn gefahren, wegen den Verbrennungen!!!“
  • „Geh jetzt zu meinem Schatz mich an den Kuscheln“
  • „mein handy wurde geklaut, mit alle tel.-nummern drauf.“
  • „habe wieder ein handy mit der gleiche nummer.“
  • „IHR SEIT SPIONE“
  • „Mann mus erst auf beiden beinen stehen befornann laufen lehrnt das zitat ist von nische!“
  • „tut noch ne Woche brav zu Hause verbringen.“
  • „He ich bin gerade in Rasche!!“
  • „Gesichtsfarben sagen mehr wie Worte“
  • „Mensch nur analphbetiker hier“

Hier handelt es sich um schwere Verletzungen der , und .

Es geht bestimmt noch schlimmer!

Aber wie war der Dialog zwischen Verbalmassakrierern?

„Sch… auf Duden, hat doch keine ahnung… dass heißt ghanesen!!!!!!“
„genau, wir machen unsern eigenen duden!!!!!“

Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht,
bin ich um den Schlaf gebracht.

Hand aufs Herz!

Viele „ältere“ Leute haben es selbst zu spüren bekommen …

In den Schulen wurden „Erziehungsmaßnahmen“ durchgesetzt, die heute betrachtet grausam waren.

Ende der 1960-er‑, Anfang der 1970-er-Jahre, nach der 68-er-Revolution, setzte sich langsam durch, dass es nichts bringt, Schüler mit einem Stock den Po zu versohlen, ihnen Kopfnüsse zu geben, Linkshändern auf die Finger zu schlagen, die linken Hände zu verbinden und anderwaitige Gewalt anzuwenden.

Kam ein Kind nach Hause und hatte geklagt, der Lehrer habe es geschlagen, haben die Eltern abgewiegelt mit: „Du wirst es schon verdient haben.“.
Wieviele Eltern haben ihre Kinder geschlagen und schlagen sie heute noch?
Sie haben auch noch „Argumente“ dafür!

Nun behaupten „kirchliche Stellen“, es hätte sowas bei ihnen niemals gegeben.

Der Umkehrschluss wäre doch folgender:

Wenn an „kirchlichen Schulen“ o.ä. niemals Schüler geschlagen bzw. gezüchtigt wurden, weil es moralisch verwerflich gewesen wäre, warum hat die dann nicht die Familien und Lehrer permanent ermahnt, sie dürften ihre Kinder bzw. Schüler nicht (mehr) schlagen?

Im Gegensatz zu Waschmaschinen, die nicht starten, wenn sie nicht geschlossen sind, merken die meisten Menschen nicht, dass sie nicht ganz dicht sind.

Der Hofnarr - Kurioses aus der Welt

Ja, die  …

Und die Schüler, die aaarrrmen Schüler …

Im Radio war eine Diskussion über die Schulen. Im Vorspann wurden einige Schüler auf die Schule angesprochen.
Einer sagte etwas, was mir doch sehr zu denken gab:

„Das Schlimmste sind die Diktate. Da muss man immer sooo denken. Und dann kommt schon das nächste Wort.“

Muss man dazu noch etwas sagen?

kausalsatz-d

  • „Heute sind die Teiche gefroren, weil es ist sehr kalt.“
  • „Ich muss dreißig Euro bezahlen, weil ich bin zu schnell gefahren.“
  • „Ich schreibe nicht korrekt, weil der Kausalsatz ist invertiert.“

Ein Kausalsatz ist ein Nebensatz des Grundes, d.h. er ergänzt den Hauptsatz um eine nähere Beschreibung, warum etwas so ist.
Zwischen Haupt‑ und Nebensatz steht ein Komma.

Der Kausalsatz ist, wie viele andere Nebensätze auch, in der Regel invertiert. Die Reihenfolge von Subjekt und Prädikat ist vertauscht.

„Heute sind die Teiche gefroren, weil es sehr kalt ist.“ ist ein Satz mit korrekter Reihenfolge der Glieder des kausalen Nebensatzes.
Der Satz: „Heute sind die Teiche gefroren, weil es ist sehr kalt.“ ist von der Reihenfolge der Glieder des kausalen Nebensatzes nicht korrekt.

Im Englischen (und im Spanischen) ist die Reihenfolge im Gegensatz zum Deutschen invertiert.
„The lakes are frozen, because it is very cold.“ ist ein Satz mit korrekter Reihenfolge der Satzglieder in der englischen Sprache.

„Ich schreibe nicht korrekt, weil der Kausalsatz invertiert ist.“ ist von der Satzstellung korrekt, aber die Aussage ist unlogisch, denn wenn der Kausalsatz nicht invertiert ist, der Hauptsatz aber aussagt, dass der ganze Satz nicht korrekt ist, dann kann etwas nicht stimmen …

Wolf im Schafspelz

High Tech ist Technik auf hohem Niveau.

Heute lag ein Werbeblättchen eines Mobilfunkpartners der Tageszeitung bei.
Dass „High Tech“ im Firmennamen „HaiTeq“ geschrieben ist, will ich mal als Kreativität durchgehen lassen.

Kreativität ist aber auch bei der grammatischen und orthografischen Gestaltung der Angebote sowie bei der angesagt.

Weiterlesen

Seit Einsteins Entdeckung ist alles relativ.
Seit der -Studie ist alles noch relativer, vorallem die Rechtschreibung …

toisch-aok400

DREIZEHN (13) Fehler in so einem kleinen Text ist rekordverdächtig oder einfach nur krank – kopfkrank.

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