Humanismus

Krankenwagen rasend Spur :::   ::: © pixelio.de  

Vorige Woche Freitag waren wir in und beobachteten mehrere Minuten einen Mann, der schlafend auf einer Bank, direkt der Sonne ausgesetzt, saß.
Dieser war auf mehrmaligem Versuch unsererseits nicht ansprechbar.

Wir entschieden uns, die Notrufnummer 112 anzurufen.

Das Gespräch lief quälend.

Syntronica alias Herzbeben, der mit dem Mann der Rettungs‑ und Notrufwache sprach, erklärte sehr präzise, wo der Mann sich befand.

„Auf einer Bank in der Hirschstraße, gegenüber der Einmündung zur Turmstraße, beim Schild ‚Ratskeller‘ neben dem Rathaus“

Dies war nicht so einfach, weil der Mann in der Wache eine Hausnummer wollte, Syntronica alias Herzbeben ihm aber keine nennen konnte, ihm aber noch mal sehr klar, langsam und deutlich wiederholte: „Auf einer Bank in der Hirschstraße, gegenüber der Einmündung zur Turmstraße, beim Schild ‚Ratskeller‘ neben dem Rathaus“ und hinzufügte, dass er keine Hausnummer habe, dort aber eine Metzgerei namens Schneider sei.

Der Mann in der Wache fragte nochmals noch der Hausnummer, wobei Syntronica alias Herzbeben nochmals seine sehr präzise Beschreibung wiederholte.

Nach nochmaliger Frage nach der Hausnummer wurde er etwas ungehalten und fragte, ob man helfen oder lamentieren wolle, worauf er sehr deutlich nochmals darauf hinwies dass sich auf Höhe des regungslosen Mannes die Metzgerei Schneider auf der einen Seite und das Schild „Ratskeller“ gegenüber sei. Er sagte, dass der Mann in Grün gekleidet sei. Er machte deutlich, dass er nur über diese verfüge und diese für eine Beschreibung reichen sollten.

Nach lapidaren Fragen, dass man ihn möglicherweise zurückriefe, war das Gespräch beendet und wir gingen weiter.

Circa zehn Minuten später beobachteten wir von Weitem, dass ein Auto des Deutschen Roten Kreuzes – DRK – in die Hirschstraße einbog und die Rettungssanitäter erst mal in die Turmstraße liefen. Den Mann in Grün fanden sie leider nicht und machten sich von dannen.

Den Mann ließen sie dort.

Die reale hatte aber auch etwas Gutes, durch das Martinshorn war der Mann wieder aus dem „Schlaf“ erwacht.
Er lief uns später vor der Königspassage über den Weg.

Sehr befremdlich wirkte auf uns die Situation vor Ort.
Der Mann in der Wache wollte auf Biegen und Brechen eine Hausnummer, reagiert aber erst auf die Frage: „Möchten Sie etwas tun oder herumlamentieren?“
Die Sanitäter liefen falsch und fanden den Mann in Grün direkt neben dem Wagen nicht.

Wenn man so etwas „live“ mitbekommen hat und wie wir mitinvolviert ist, fragt man sich, warum man seiner „Bürgerpflicht“ überhaupt nachkam.

Bild: Pixelio.de/Denise

Roll over Beethoven

„Die einzige Entscheidung die Homosexuelle im Bezug auf ihre Sexualität treffen ist, ob sie dazu stehen oder nicht.
Und diese Entscheidung müssen sie auch nur treffen, weil es immer noch so viel geistig verkorkste Leute gibt, die sich in persönliche Angelegenheiten einmischen, die sie nichts angehen.
und Glaube hingegen ist ein freie Entscheidung und ja sie ist heilbar. „

Thomas Rüegg

Roll over Beethoven

„Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlosigkeit ernten.“

Friedrich Schiller

Roll over Beethoven

„Nicht die Ansichten zeigen die , sondern das Verhalten.“

Gerd Widmann

Roll over Beethoven

Blasphemie:

Ich lästere über die „Heiligen Bücher“.
Ich lästere über den aufgeblasenen Klerus.
Ich lästere über die primitiven religiösen Rituale.
Ich lästere über die anmassende der Religionen.
Über die Intelligenz des Universums würde ich nie lästern.“

Klemenz Michel

Roll over Beethoven

„Wir dürfen uns nicht durch die begrenzten Vorstellungen anderer Leute definieren lassen.“

Virginia Satir

Roll over Beethoven

 

„Freiheit ist der Zwang, sich entscheiden zu müssen.“

   

 

Roll over Beethoven

 

„Es ist eine besonders hübsche , sich in Dinge einweihen zu lassen, über die man Bescheid weiß, und zwar von Leuten, die nicht Bescheid wissen.“

Alain Peyrefitte

Roll over Beethoven

 

„Wenn die Klügeren immer nachgeben
… machen Sie nur das, was die Dummen wollen!“

 

 

Roll over Beethoven

 

„Der Umfang des Unfugs, der im Namen von Religionen angestellt wird, kennt keine Grenzen.“

 

 

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