Humanismus

Roll over Beethoven

„Jeden Sonntag setzen sie sich in ihr Auto und fahren

  • an Waisenhäusern vorbei,
  • an Obdachlosenheimen vorbei,
  • am Kinderhospizen vorbei,
  • an bettelnden Menschen vorbei

um dann in eine (Protz‑) zu gehen, um dort für die Armen und Bedürftigen zu beten.“

 

Roll over Beethoven

„So lange mir die Beweise fehlen, dass es Gott nicht gibt, bin ich kein Atheist.
Ich bin auch voll überzeugt, dass wir diese nie finden werden.
Dadurch gewinne ich Verständnis für Menschen, die an Gott glauben.
Aber als Wahrheit kann ich ihre nicht akzeptieren, aber überzeugen kann sie mich, wenn sie für die Menschen Hilfreich ist.
Wenn die Religionen nicht die Wahrheit, sondern das Wohl der Menschen zum Ziel hätten, wären sie mir sympathischer.“

Optimus

bauern-2

Heute, Sonntag, den 23.2.2014, fand im Deutschen Bauernkriegsmuseum zu Böblingen eine Martine der besonderen Art statt.

cornelia-wenzel

Frau Cornelia Wenzel. Leiterin des Bauernkriegsmuseums, hatte Prof. Dr. Buszello, DEN Bauernkriegsexperten, geladen. Prof. Dr. Buszellos Bücher sind sehr begehrt und schon nach kürzester Zeit vergriffen. Einige gibt es noch über Antiquariate zu bekommen.
vortrag-buszello

In dem sehr kurzweiligen Vortrag spannte Pro. Dr. Buszello einen Bogen vom „Aufstand des Armen Konrad“ – einer Gruppe von Bauern, die gegen Herzog Ulrich aufbegehrten und ihn zwangen, den „Tübinger Vertrag“ anzuerkennen – zu Wertungen des Bauernkriegs im aktuell-politischen Kontext von heute.
Prof. Dr. Buszello zeigte anhand von Deutungen der , dass man den Bauernkrieg eindeutig als Revolution bezeichnen darf, bei dem mehr Menschen auf die Straßen gingen als bei den Revolutionen 1848 und 1871.
Er veranschaulichte, dass die Menschen sehr motiviert waren, die Veränderungen mitzutragen.
Die Prozesse des Bauernkrieg – der von den (Noch‑) Herrschenden hämisch so genannt wurde, sich aber als stolzer Begriff der Bauernbewegung etablierte – war politischer Natur, und hiter allem stand eine Ideologie, denn ohne eine Ideologie lassen sich Massen nicht begeistern, zu handeln.
Die Ideologie – im Kontext ein „Ismus“ – war der Liberalisms. 

Die Bauern hatten „Zwölf Artikel“ definiert, nach denen zu leben, und zu handeln sei.
Die Artikel basierten auf den Gottesbezug und darauf, dass die Adeligen von Gott eingesetzt seinen und diese auch dort „oben“ zu bleiben hatten, mit der Ausnahme, dass Bauern bzw. Bürger mehr Entscheidungsmacht hatten. Die Grundlage des Handels der Bauern bzw. Bürger war die Bibel und dies wurde auch nicht angezweifelt.
Die Pfeiler der „Zwölf Artikel“ können zusammengefasst werden als:

  • Seelenheil
  • Auskömmlichkeit
  • Freiheit
  • Gerechtigkeit
  • (Kommunale) Selbstverwaltung

Da die Menschen im Mittelalter (immer noch) gottesfürchtig waren, wurde auch nie daran gezweifelt, dass die Adeligen (die Herrschenden) zu entmachten bzw. fortzujagen seien.
Es gab allerdings eine Ausnahme.
Wenn der Adelige (der Herrscher) zum Tyrannentum neigte, zeigte dies(er), dass er nicht mehr das Wort Gottes vollzog.
Dieser hätte demnach entmachtet werden können.
Diese These, die anscheinend von dem „Revoluzzer“ Schappeler verfasst wurde, findet man allerdings nicht in den von Sebastian Lotzer verfassten „Zwölf Artikeln“.
Prof. Dr. Buszello kritisierte kurz die Geschichtsforscher der ehemaligen DDR und zeigte sich ermutigt darüber, dass diese nun den westlichen Kontext der „Deutung des Bauernkriegs“ akzeptierten.
„Die der Herrschenden ist eben die herrschenden .“ wie Karl Marx, deren Vorbild postuliert hatte, was Prof. Dr. Buszello aber nicht (explizit so) sagte.
Ebenso brach Prof. Dr. Buszello mit dem Mythos Thomas Münzer, der anders als die DDR-Geschichtsforscher behauptet hatten, nur ein kleines Licht darstellte während der Bauernkriege.
Gleichfalls kritisierte er auch das Hochstilisieren Martin Luthers, obwohl dieser die Bibel nur als „Buch für das Erreichen eines Platzes im Jenseits“ anstatt eines Buch für das Leben und Streben im „Diesseits“ ansah und sich gegen „Änderungen“ im „Diesseits“ (vehement)  aussprach.
Alle diese Ideen aus den „Zwölf Artikeln“ führten schließlich dazu, die Idee der Republik zu entwickeln. Ausgehend von der These, dass es besser sei, vom Volk einberufene „Herrscher auf Zeit“ zu haben, die den Bauern bzw. Bürgern Rechenschaft über ihr Tun und ihre Arbeit leisten mussten, war es Konsens, dass ein „gottgewollter Herrscher“ nicht mir ganzem Herzen bei der Sache des Volkes sei.
Im Anschluss an den Vortrag des Professors fand noch eine sehr ergebnisreiche Fragerunde statt.

musicus
Danach gab eine nach einer Pause der Bewirtung zu einer Führung durch die Sonderausstellung „Zeitgenossen 1500“, die jeder der Besucher sehr genoss.
Untermalt wurden alles von Spielmann Albert von „Des Geyers Schwarzer Haufen“.

Roll over Beethoven

„Homöopathie ist wie …
… wenn der Bauer auf dem Feld steht, seinen Blähungen freien Lauf lässt und dann sagt: ‚Jetzt ist das Feld gedüngt.‘“

Sari Fritz 

Roll over Beethoven

„Ich wundere mich nicht mehr darüber, wie viele Menschen irgendeinen Esoterischen Firlefanz glauben. Der Mensch ist nun mal ein zu tiefst abergläubisches Lebewesen. Immer wenn ich denke, «das kann nun wirklich kein Mensch mit gesundem Menschenverstand tatsächlich glauben», dann werde ich eines Besseren belehrt. Dabei reicht die Spanne von irgendwelchen Knöllchen der tibetischen , über Astrotropfen, Bachblüten, Homöopathie, Schüssler Salze, Chackra Öle, Spagyrik usw., über sämtlichen Götterglauben von Buddha bis Jesus, bis hin zu Chemtrails und der angeblich auf der Rückseite des Mondes lebenden Nazikolonie (ja auch das glauben tatsächlich einige).

Vielmehr freue ich mich ungemein, dass ich in einem Land leben kann, in dem es eine auf wissenschaftlichen Methoden basierte Medizin gibt die Leben rettet. Eine Medizin welche Herzen transplantieren kann, die Krankheiten wie Kinderlähmung oder Pocken vollkommen ausgerottet hat, die selbst schwerste Verletzungen wenn nicht heilen so dann lindern kann. Eine Medizin, die nicht zuletzt dazu führt, dass die Lebenserwartung pro 10 Jahre um 3 Jahre steigt (Aktuell 86 Jahre für Frauen, 82 Jahre für Männer).
Und wenn es denn das halt Impfgegner gibt, die unbedingt an den Komplikationen einer Maser Erkrankung sterben wollen, die ihren Kindern Karies zumuten wollen, weil sie Fluorid in Zahnpasten ablehnen, die nach der Geburt eines Kindes verbluten müssen weil sie keine Bluttransfusionen erhalten dürfen (Zeugen Jehovas) oder die Geld ausgeben wollen für Kügelchen und Tropfen ohne jegliche Wirkung – na dann lasst sie doch! Wer mittelalterlich denkt und sich mittelalterlich verhält, der hat auch mittelalterliche Probleme.“

Andreas Müller

wunde

Der Kindersender „KIKA“ (Kinderkanal), von ARD und ZDf gemeinsam betrieben,will die Beschneidung eines moslemischen Kindes beim sog. „Beschneidungsfest“ zeigen.

Wir protestieren gemeinsam mit vielen Blogger sowie dem „Facharbeitskreis Beschneidungbetroffener“ gegen die Ausstrahlung.

Kopieren Sie dieses Erklärung in Ihr Blog und/oder beschweren Sie sich bei KIKA!

Protest-Mail an KIKA schicken

Der Facharbeitskreis Beschneidungbetroffener im MOGiS e.V. protestiert bei KiKA gegen Ausstrahlung der Sendung „Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest“.

Sehr geehrte Damen und Herren Programmverantwortliche von KiKA!

Mit Entsetzen haben wir die Ankündigung der Sendung „Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest“ am 19.01.2014 um 13 : 30 zur Kenntnis genommen.

Wir schreiben Ihnen als Mitglieder des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. Dort organisieren sich Männer, die von einer im Kindesalter erfolgten Vorhautamputation negativ betroffen sind. Das bedeutet, dass sie noch heute, als längst Erwachsene, unter den schwerwiegenden körperlichen und seelischen Folgen leiden, die die Amputation von durchschnittlich 50 % des erogenen Gewebes am Penis mit sich bringen kann.

In Ihrer Sendungsankündigung erkennen wir die typische Propaganda, wie ein Junge durch sein Umfeld manipuliert und die Operation ihm schmackhaft gemacht werden soll. Die Aussicht auf Geld und Geschenke spielt dabei eine große Rolle. Nicht auszublenden sind aber auch subtile Drohungen von sozialem Ausschluss wie z.B. „Alle anderen haben das auch überstanden, Du wirst doch nicht der erste sein, der es nicht schafft“ – die ihre Wirkungen nicht verfehlen, denn Kinder sind in diesem Alter komplett ihrem Umfeld ausgeliefert. Dass diese Verletzung an der intimsten Stelle unseres Körpers aus dem uns geliebten engsten familiären Umfeld erfolgte, hat einige von uns in schwerste Konflikte und jahrelange innere Immigration getrieben. Wir fühlen uns verraten, denn unser kindliches Vertrauen wurde missbraucht. Wir fühlen mit Tahsin mit, wenn er wie beschrieben „voller Vorfreude“ auf seine „Beschneidung“ hinfiebert – auch wir haben das getan, haben den Erwachsenen geglaubt, dass uns nur Gutes widerfahren würde. Die furchtbare Erkenntnis kam anschließend. Dass Tahsin als Elfjähriger noch gar nicht begreifen kann, was eigentlich mit ihm geschieht, schildern Sie in Ihrer Pressemitteilung durchaus (“… obwohl er nicht so genau weiß, was dann eigentlich anders sein wird.“) – nur befremdet sehr, dass Sie dies in keiner Weise zu hinterfragen scheinen.

Dazu sagt Jonathan Friedman, Mitglied des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. und in den USA wohnhaft: „Als Opfer religiöser Zwangsbeschneidung, das auch als Erwachsener unter den Folgen leidet, betrachte ich es als abstoßend, dass das Deutsche Kinderfernsehen beiläufig eine rituelle Zwangsbeschneidung feiert.“

In den Medien ist das Thema Vorhautamputationen an Jungen, oft verniedlichend „Beschneidung“ genannt, immer wieder präsent. Vielfach ist von Kinderärzten und Menschenrechtlern auf die möglichen Folgen hingewiesen worden. Beim Berufsverband der Kinder‑ und Jugendärzte wurden allein zwischen 2010 und 2012 über 1800 Komplikationsfälle aktenkundig. Auch dürfte Ihrer Redaktion die jüngste mediale Berichterstattung zu schweren Unfällen und Todesfällen im Zusammenhang mit rituellen Vorhautamputationen in Südafrika, Kanada und Israel bekannt sein. Uns erschüttert, dass Sie diese Aspekte in Ihrer Ankündigung komplett ausblenden. Damit verletzen Sie unserer Ansicht Ihren Bildungsauftrag als unabhängiges staatliches Medium. Dieser sollte unserer Ansicht u.a. zum Ziel haben, Kinder über ihre gesetzlich zugesicherten Rechte auf eine gewaltfreie Erziehung sowie körperliche und seelische Unversehrtheit aufzuklären – und nicht die Verletzung dieser Rechte durch Erwachsene zu verherrlichen.

Alexander Bachl, Sprecher des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., schreibt zu Ihrer Ankündigung: „Jeder muslimische Junge muss beschnitten werden, denn so verlangt es die religiöse Tradition.“ Dieses Los fiel auch auf mich, jedoch war und bin ich mit diesem Ereignis sehr unglücklich. Den Kindern werden die wahren lebenslangen medizinischen und sexuellen Folgen und Schmerzen oft verheimlicht. Mit Unwahrheiten und Beschönigungen wird ihnen die irreversible Operation aufgedrängt. Unter Androhung von Strafe „erst wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“ oder Bestechung „[…] und Tahsin wird auf einem Thron sitzen und viele viele Geschenke bekommen.“ werden die Kinder manipuliert. Ich fordere daher von jeder Institution, die sich selber als für Kinder bildungs‑ und wissensvermittelnd versteht, wahrheitsgemäße und kindgerechte zu publizieren.“

Wir erlauben auf den aktuellen wissenschaftlichen und menschenrechtlichen Diskurs zu diesem Thema hinzuweisen: am 12.12. fand anlässlich des ersten Jahrestages des Gesetzes, das Vorhautamputationen aus jeglichem Grunde erlaubt hat und Jungen damit in dieser Frage lebenslang rechtlos stellt, eine Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt. Die Veranstalter waren sieben Kinderrechts‑ und Ärzteverbänden, darunter neben uns TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V., (I)NTACT, pro familia Niedersachsen, der Berufsverband der Kinder‑ und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie. Zu diesem Schreiben erhalten Sie die Pressemitteilung dazu sowie eine Liste mit Links zu Pressemeldungen.

Weiterhin drängt sich uns der Eindruck auf, dass Ihnen nicht klar zu sein scheint, was Sie mit derart einseitiger Berichterstattung unter Ausklammerung wissenschaftlicher und ethischer Erkenntnisse bei Betroffenen auslösen, die ihr Leben lang unter den möglichen schwerwiegenden Folgen einer Zwangsbeschneidung leiden.

Önder Özgeday, Mitglied des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., schreibt zu seiner eigenen Zwangsbeschneidung im Alter von zehn Jahren: „Ich protestiere dagegen, dass KiKA Gewalt gegen Kinder kind‑ und mediengerecht aufbereitet und damit das Leiden unzähliger Betroffener verhöhnt. Eine so verharmlosende Berichterstattung bewirkt, dass betroffene Jungen und Männer über ihr Leiden schweigen, weil die Gesellschaft ihnen aufgrund von Unwissenheit und Falschinformationen jegliche Empathie verweigert. Es ist ein Tabuthema. Auch ich trage schwere seelische sowie körperliche Schäden mit mir. Ein Verbrechen ist an meiner Person begangen worden in einem Alter, in dem ich schutzlos war. Das verstieß gegen mein Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Es geht nicht um Religionsfreiheit – es geht um Menschenrechte. Denn: Es gibt keine muslimischen Kinder, jüdischen Kinder, katholischen Kinder etc. Es gibt nur KINDER. Hinzu kommt,dass weibliche Kinder geschützt sind vor Eingriffen, männliche jedoch nicht. Die deutsche Justiz hat mich nicht geschützt.“

Tayfun Aksoy, ebenfalls Mitglied des Facharbeitskreises und aus einem muslimischen Kulturkreis, richtet einen Appell an KiKA: “Ich bin mehr als enttäuscht, dass gerade in einem Kindermedium das Teilabschneiden von Kindergenitalien als Normalität und Einblick in Kulturen beworben wird. Ich leide seit dreißig Jahren sehr unter den Folgen meiner muslimischen „Beschneidung“. Es ist Zeit, mit Kinder“beschneidungen“ aufzuhören und sie kritisch als das zu betrachten, was sie sind. Helfen Sie mit, Kinder unabhängig von Geschlecht, Herkunft und in ihrem Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung zu stärken!“

Für weitere Informationen und einen Austausch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen verbleiben für den Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.
Alexander Mahmud Bachl
Tayfun Aksoy
Önder Özgeday
Jonathan Friedman

Fußball im Blick - Durchbruch   ::: © Pixelio.de

Wir wollen es mal hier offen aussprechen.

Wir – Glühwürmchen und Herzbeben – sind heterosexuell.

Jetzt ist es raus!

„Was ist daran jetzt so interessant, dass Ihr das sagen müsst?“, fragt Ihr Leser Euch nun, „Es ist doch nichts dabei, dass sich ein Mann und eine Frau lieben.“

Nein, Ihr habt nichts falsch gelesen.

Wir sind heterosexuell und nicht homosexuell, auch nicht bisexuell.

Und dies zu sagen und damit an die Öffentlichkeit zu gehen, war ein mutiger Schritt, der viel Respekt verdient.

Wenn Ihr nun sagt: „Für den ehemaligen Fußball‑‚Profi‘ Thomas Hitzlsperger war es ein mutiger Schritt, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen, um für anderen homosexuellen Sportler eine Mauer des Schweigens einzureißen, damit diese dies auch kommunizieren können.“, seid Ihr im richtigen Kontext.

Wir wollten Euch die Ambivalenz der Seiten Heterosexuell und Homosexuell vor Augen halten.

Wir haben nichts gegen Homosexuelle und es interessiert uns auch nicht im Geringsten, welche „Liebesspiele“ sich (hinter verschlossenen Türen) abspielen. Das ist nicht unser Problem.
Ob jemand heterosexuell, homosexuell, bisexuell ist, spielt für uns keine Rolle.
In unseren Bekanntenkreisen und auf der Arbeit gibt es verschiedene Personen, von denen welche zu der einen, der anderen oder noch anderen Gruppe zählen, und wir haben kein Problem damit.
Auch kennen wir Transsexuelle, Transgender oder sog. Metrosexuelle und Hemaphroditen, für die auch unser Grundsatz „Leben und sterben leben lassen“ gilt.

Was uns auf die Nerven geht bei diesem Thema, ist, dass viele Homosexuelle – in besonderem Maße Schwule – ihre „Veranlagung“ bzw. „Ausrichtung“ nach außen tragen und dies in hohem Maße kommunizieren (müssen).
Die, die wir kennen, kommunizieren dies kaum. Es ist einfach so, wenn man dies (durch Zufall) erfährt.

Über Homo-Ehen wird in den Medien „hochglänzend“ berichtet, über Homo-Treffs gibt es ganze Dokumentationen.
Der Christopher-Street-Day – den wir in Köln gesehen haben – trotzte von hochstilisierten und Stereotypen des „Anderssein“, zeigte aber nur (Real‑) Satiren und Abziehbilder derjenigen, die ernst genommen werden wollen.

Solange die Homosexuellen, ihre „Diversität“ nach außen zeigen und kommunizieren, sind sie selbst nicht bereit, zu akzeptieren, dass sie „anders“ sind.
Solange bleiben sie ein verzehrtes Abziehbild ihrerselbst, dass mehr Lächerlichkeit auf sich zieht als das Ernst-genommen-Werden.

Die Gesellschaft, „Das Umfeld“ hat deren „Andersartigkeit“ schon längst akzeptiert, aber die Homosexuellen sich selbst nicht!

Roll over Beethoven

„ ‚Nur‘ weil manche Menschen die Größe aufbringen, dem (langsamen) Sterben anderer zuzusehen und diese Menschen zu pflegen (eine Leistung, die an Größe kaum zu überbieten ist!), ist und bleibt die Wahl der Art des Sterbens Teil menschlicher Autonomie.
In diese Autonomie hat keiner einzugreifen.
Punkt.“

Roland Bösker

Gehirn Puzzle Augen Einzelteile

ist ein laizistischer Staat, ⅾ. h. es herrscht eine Trennung von Staat und (de facto).

Seltsam mutet aber die Präsenz der Religion – der (n) – im Alltag an.
Morgens und auch tagsüber sowie abends gibt es in (fast) allen Radioprogrammen ungewollt die religiöse Missionierung in Form von „Morgengedanken“, „Abendgedanken“,  „Anstößen“, „Moment mal!“ und dergleichen; im läuft samstags „Das Wort zum Sonntag“, bei Magazinsendungen dürfen „Kirchenmänner“ ihren realitätsfernen Senf dazu tun; die Zeitungen sparen auch nicht mit Artikeln, die das Thema Religion behandeln.
Das Geschwafel und Geschreibe über Religion und verwandte Themen zieht sich durch Massenmedien, ob man damit einverstanden ist oder nicht.

Das ungeschminkte Verbreiten der „Frohen Botschaft“ mutierte schon vor langer Zeit zur indoktrinierten Mission der ganzen Bevölkerung. Das „Wort Gottes“ soll schließlich jeden erreichen!

Gleichzeitig predigt „man“ natürlich Toleranz, weil des ja „erste Christenpflicht“ sei, denn der „Herr Jesus“ hat dies ja auch getan!

Aber…!

Wenn man mal desavouiert wird oder (sonst wie) herbe einstecken muss, schreit man direkt nach der Justiz, denn dort gibt es Paragraf 166, der die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen unter Strafe stellen kann oder man beruft sich auf das Recht der Religionsausübung oder skandiert dann „Störung der Religionsausübung“.

Als Atheist muss man sich schon fragen, ob die „Kirchenmänner“ nicht merken, was sie verzapfen,
und meine Antwort heißt immer „Nein!“

Sie sind so in ihrer eigenen heilen Christus-Welt gefangen, dass sie das Recht der freien Entfaltung zwar für sich in Anspruch nehmen, dies aber in die andere Richtung – der Ablehnung und Kritik der Religion – nicht akzeptieren, weil „Gott“ ja existiere.
Wenn dann Kritiker – wie Humanisten oder Atheisten – hinterfragen und sich Antworten ergeben, dass man eben „Gott“ nicht mathematisch – wie viele „Kirchenmänner“ es trotzdem postulieren – beweisbar sei, dann krähen sie lauthals und krakeelen, man beleidige ihr Ehrgefühl und „bitten“ penetrant um „Respekt“, der aber nur ihnen gegenüber gilt.
Gleichzeitig noch mit den noch nicht verklungenen Schreien prügeln sie verbal auf die Kritiker ein und faseln einen ziemlichen Sermon, über Atheisten, die Angst vorm Tod hätten und/oder kurz davor doch gläubig geworden wären, darüber dass „“ eben auch eine Religion sei und dergleichen mehr.

Als Atheist – „Freie Entfaltung“ – nervt es mich sehr, dass ich mir sonntags das Kirchengeläute anhören muss, die o. g. Sendungen beim Einschalten des Autoradios anhören muss etc.

Diskutiert man mit „religiösen Menschen“ und plötzlich überschreitet man deren selbst (?) gesetzte Grenze der „Toleranz“, ist es geschehen, sie sagen dann, dass man ihren „Glauben“ und ihre „religiösen Gefühle“  beleidigt hätte und nun mal Schluss sein müsse.
Sie kommen dann mit abstrusen „Argumenten“, dass alleine schon der „gesunde Menchenverstand“ gebiete, dass „Gott“ existent sei, denn alles habe ja einen Sinn und wie solle dies denn ohne einen „Obersten Gestzgeber“ und „Schöpfer“ funktionieren!
Sie sind aber der Ansicht, dass die Sache mit dem „Gesunden Menschenverstand“ in diesem Kontext keine Beleidigung darstelle und gerechtfertigt sei, weil es ja eben so ist.
Ebenso argumentieren sie, dass man dumm sei bzw. dummes Zeuge rede.
Das stellt ebenso in deren Welt keine Beleidigung dar, denn wer nicht „glaubt“, kann nur dumm sein.

Klar!

Also, wenn man dies glaubt und nicht wirklich hinterfragt!

Ein weiterer Stereotyp ist dann der Satz: „Ich sage dazu nix mehr.“
Dies soll den gegnerischen Gesprächspartner „ultiimativ“ in die Ecke „Es gibt nichts mehr zu diskutieren, weil DIR die Argumente fehlen.“.
Es stellt aber ein „geistiges Armutszeugnis“ dar, weil man nichts verstanden hat und sich nicht versdtehen will, was der andere sagt.

Es gibt aber noch ein „Argument“: „Du kannst es aber nicht bweisen!“, was aber nur eine Todesphrase darstellt, die nur ablenken soll.
Wenn man aus der Erkenntnis entscheidet und aus wissenschaftlichen Erwägungen schlussfolgert, es könne keine „Götter“ (oder einen „Gott“ geben, muss man nichts gegen-beweisen. Der Beweis ist die Erkenntnis.

Von mir aus können Christen, Moslems, Hindus etc. ihre Religion ausüben wie sie wollen, wenn sie mich in Ruhe lassen oder mir nicht in die Quere kommen.

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

 

rupi

„Für Dich immer noch …

Herr Ruprecht.“

 

 

Kalender
Oktober 2018
M D M D F S S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
Aktuelle Kommentare
  • Martin: "Ich wurde für einen Monat einmal für einen neutralen Beitrag (keine Aggression oder beängstigende Bilder) über unsere Stadt blockiert. "
       vom
    10. August 2018
  • Sabine Schneidewind: "Dank die m Herzbeben <3 "
       vom
    3. Juli 2018
  • Sabine Schneidewind: "In unseren Herzen wirst du immer weiterleben, auch wenn du über den Regenbogen gegangen bist. "
       vom
    11. April 2018
  • Syntronica: "Danke mein Glühwürmchen1 "
       vom
    24. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Herzlichen Glückwunsch zu eurem 2. Hochzeizszag. Weiterhin viel Liebe , Glück und in den Sozalnetzen kluge und aufklärende Kommentare. Besonders beglückwünschen möchte ich auch CORA,... "
       vom
    8. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Im Normalfall stimmt das, dass jeder das erntet was er sät. Leider gibt es Fälle in denen ungesät aber geerntet wird. Hoffentlich kommt die Rechnung... "
       vom
    31. Juli 2017
  • Sabine Schneidewind: "Dank Dir m Herzbeben <3 hab dich unendlich lieb m Schatz <3 "
       vom
    1. Juli 2017
  • Franz-Josef Baumann: "Wir (18-köpfige Gruppe) hatten bereits am 20.03.2017 eine Stocherkahnfahrt für den 27.05.2017 von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr gebucht. Am 27.05.2017 06.31 Uhr wurden wir... "
       vom
    10. Juni 2017
  • Älter »    
Kategorien
Editorial

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem Urheberrecht bzw. dem Copyright des explizit gezeichneten Autoren.

Beiträge und Materialien Dritter sind als solche gekennzeichnet.

Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung bedürfen der expliziten, schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Urhebers bzw. Erstellers und des Herausgebers.

Downloads und Kopien dieser Seite sowie Konvertieren in andere Darstellungen bzw. Darstellungsformen sind nicht gestattet.

Haftung und Recht