Horumersiel

Vor zwei Jahren gaben wir uns DAS Versprechen.

Spaziergang im Watt

Kurz vor der Abreise von Horumersiel hielt ich mich mit Devil nochmal am Hafen auf.
Dort waren auch viele andere Personen.

Da zu der Zeit Ebbe war, machten manche Leute Wanderungen im Watt.
In diesem Bild sieht man ein Pärchen.
Die Frau (rechts, unten) schaut ihrem Mann (links, oben) nach, wie er mit Barfüßen im Watt wandert. Man kann sehen, welchen Weg er zurückgelegt hat.

Ich fotografierte u.a. dieses Bild.

Als ich näher kam und weiter fotografierte, entdeckte mich der Mann und kam näher, also in meine Nähe.
Ich entfernte mich und er entfernte sich.
Ich ging nach links und nichts passierte. Als ich dort links stehenblieb, auch nicht.

Als ich auf die Frau zuging, kam der Mann wieder eiligen Schrittes auf mich zu.
Ich verifizierte nun, was ich vermutete und entfernte mich.
Er blieb auf gleiche „Höhe“ stehen und ging weiter, als ich etwas nach links ging.
Al sich wieder auf die Frau zu ging, beschleunigte er wieder in meine Richtung.
Ich näherte mich der Frau noch weiter, bis ich fast hinter ihr stand, und der Mann ging eilig auf mich zu.
Als er knapp fünf Meter vor der Frau stand, sprach er sie an und fragte, ob sie mitwandern wollte, doch sie verneinte.

Rechts neben der Frau saßen noch zwei andere Pärchen und einige einzelne Personen, was man aber auf diesem Foto nicht sieht.

Woher rührte das Gebahren des Mannes?

Syntronica s-w

Die Tage, an denen mir die Seeluft um die Nase weht(e), sind vorerst vorbei.

Ich bin gerade wieder von Horumersiel zurück gekommen.

Die Tiden, Ebbe und Flut, werden mir genauso fehlen wie die Nähe zur See.

Wie es sich gehört, habe ich jeden Tag Fisch gegessen, leichte Kost mit Salat.

Zum Wachwerden benötig(t)e ich ich als Erstes am Morgen zwei Cappuccini, doch ich trank sehr oft Tee, zum Leidwesen der einheimlischen Friesen jedoch Earl Grey.

Klare Luft ohne Industrieabgase, das wird mir fehlen.
Und auch die Weite der See, wenn man am Strand steht und zum Horizont schaut.

Aber auch das unbeschwerte Spielen mit Devil am (Hunde‑) Strand hat mir sehr gefallen.
Und das Liegen in der Sonne, Devil dösend liegend auf meinem Bauch, werde ich so schnell nicht vergessen.

wolf-vor-white
Als Devil und ich am Samstag, in Horumersiel angekommen waren, ging es als Erstes, nachdem wir die Koffer in die Wohnung gebracht hatten, zum Strand.
Devil machte auf dem Grünstreifen am Hafen erstmal die „Robbe“.
So nenne ich es, wenn er den Po nach oben streckt, den Kopf und die Vorderpfoten nach unten und dann mit den Hinterpfoten beginnt, sich robbend mit dem Kopf zuerst über den Boden zu bewegen.
Ihm gefiel es hier wieder.
Dann schauten wir uns erstmal am Hafen um.
Als wir zurückgingen, kamen wir an der Wohnmobil-Anlegestelle vorbei.
Vor einem Wohnmobil mit niederländischem Kennzeichen lag ein Sibirian Husky, der vor sich hinträumte.
Als wir näher kamen, richtete er sich auf, setzte sich vor uns und schaute uns erwartungsvoll an.
Ich hielt Devil vorsichtshalber an seinem Laufgeschirr fest, was aber nicht nötig war.

Der Sibirian Husky wartete gar nicht auf Devil.

Er schaute mich an, drehte sich in meine Richtung, stand ganz auf, legte den Kopf in den Nacken und heulte mich wölfisch an.
Er hatte mein Innerstes erkannt.
Ich „antwortete“ jaulend, und so jaulten wir uns an, bis die Besitzerin des Sibirian Huskys nach dem Rechten schaute.
Sie schaute uns drei verdutzt an. Dann lächelte sie und erzählte, nachdem das Heulen beendet war, dass ihr Hund noch nie mit einem Menschen zusammen geheult bzw. einen Menschen angeheult hätte.
Sie und ich kamen ins Gespräch, und sie kochte einen Kaffee, den ich sehr genoss. Devil bekam frisches Wasser.

Als ich am Sonntagmorgen mit Devil wieder einen Hafenrundgang machte, war das Wohnmobil nicht mehr da.

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