Geplänkel

Joker

Man muss nicht unbedingt auf dem Laufenden sein, wenn man mal rein zufällig die ZDF-Serie „Forsthaus Falkenau“ anschaut. Man muss aber auch nicht unbedingt sehr erfahren in Emotionen sein …
Ich wollte vor ein paar Tagen die Krimi-Serie „Der Kriminalist“ im ZDF anschauen, und es war noch nicht so spät. So schaltete ich schonmal das ZDF ein, um nichts zu verfassen.
Es lief noch „Forsthaus Falkenau“.
Die Szene stellte sich wie folgt dar.
Der Förster sitzt mit Familie am Tisch und grübelt ziemlich verdrießlich vor sich hin.
Ein Sohn kommt herein und danach strahlen erstmal alle Anwesenden.
Er will wie viele an diesem Tag der Tochter des Försters zum ihrem Examensabschluss, dem „Doktor-Titel“ (!!!), gratulieren.
Es wird sich umarmt, gekuschelt, Familienidylle pur.
„Und wie geht es sonst?“ will der Sohn wissen.

Gefühlsumschwung!

Der Förster setzt sich schwerfällig – oder fällt bedingt durch die Sorgen, die auf seinen Schultern lasten, – auf die Bank zurück und verfällt in tiefe Depressionen.
Eine „Die Welt ist grausam und ungerecht“-Stimmung herrscht und alle schweigen.
Theatralik strömt durch Wälder und Auen. Das Waldsterben ist dagegen nur eine klitzekleine Erkältung eines missgestalteten Tannenbaums.
Der Förster schaut seine Herzallerliebste sehr sehr traurig an, und der Zuschauer befürchtet, dass der Förster im nächsten Moment ein geladenes Gewehr unter den Tisch hervorholt und sich damit erschießt.

Vonwegen!

Kameraschwenk wieder zur Herzallerliebsten des depressiven Försters, in dessen Mimik elende Sorgen zu sehen sind.
Im nächsten Augenblick Kameraschwenk auf einen überglücklichen Förster, dessen Gesicht vor Freude strahlt.
„Ist egal“ verkündet der Förster in Geberlaune noch freudestrahlender als je zuvorund springt auf, „jetzt wird gefeiert.“

Was für eine dramaturgische Meisterleistung!

Heile Welt im deutschen Vorabendprogramm.
„Volksmusik ist Volksverdummung“ heißt es.
Für „Forsthaus Falkenau“ gibt dies in besonderem Maße.

Über sein Aussehen erschrak er, als er die Leute ihn anschauen sah.

Späte Rache (?)

Der Professor, der Bücherwurm und der Generaldirektor saßen am Tisch und tranken Kaffee, als der Bücherwurm den Professor fragte: „Kommst Du heute Abend um halb sieben auch mit dem Anzug und der Krawatte?“
„Klar, komme ich so zur Weihnachtsfeier“, antwortete der Angesprochene und schaute an seinem Nobelzwirn herunter, „um achtzehn Uhr ist hier im Museum Feierabend und es lohnt sich nicht, nach Hause zu fahren.“
„Weihnachtsfeier?“ horchte der Generaldirektor auf, „wieso bin ich nicht eingeladen?“
„Wurden wir zur Einweihungsfeier des Museums eingeladen?“ fragten der Professor und der Bücherwurm gleichzeitig, als wäre es abgesprochen gewesen.

Syntronica

Kostenpflichtige Abmahnungen gegen private Homepages?

Seit Jahren bekommen unbedarfte kleine Webmaster und Homepagebesitzer aus heiterem Himmel Abmahnungen mit Gebühren von über 500 Euro bis zu (in Einzelfällen) 10 000 Euro.
Die Tendenz ist steigend!

Wie ist das überhaupt möglich?

  • Jeder der etwas im Internet veröffentlicht, also jede Webseite (den Ausdruck „privat“ gibt es im Internetrecht überhaupt nicht), unterliegt automatisch dem Wettbewerbsrecht – und dem neuen Urheberrecht sowieso.
  • An jedem schöpferischen Produkt – Foto, Grafik, Soundatei Text, Zitat etc. – besteht ein Urheberrecht. Es gibt im deutschen Recht kein „Public Domain“. Jeder der mehr als seinen persönlichen Lebenslauf und Privatfotos veröffentlicht, liefert sich automatisch der Willkür von Rechteinhabern und deren (selbsternannten) Vertretern aus.
  • Das deutsche Recht erlaubt es, dem Abgemahnten Anwaltsgebühren in Rechnung zu stellen. So kommen mit einem einzigen Verwarnbrief erhebliche Gebühren von 500 Euro aufwärts zustande!

Was kann man tun?

Seit Jahrzehnten schon wird die deutsche Politik und Gesetzgebung im wesentlichen durch Interessenverbände und Lobbies bestimmt.
Privatpersonen und kleine Unternehmen haben keine Lobbies.
So wundert es wenig, dass sich im Laufe der Jahre im Internet eine Gesetzgebung etablieren konnte, die Interessen und Schutzbedürfniss von Privatpersonen mit Füßen tritt.

Es gilt jetzt

  • ein Problembewußtsein zu schaffen, zu informieren und auf Missstände hinzuweisen. Und zwar nicht in einem Internet-Magazin auf Seite XYZ, sondern in der großen Öffentlichkeit.
  • Ein Gefühl der Solidarität unter den Webmastern herzustellen. Eine Lobby der kleinen nicht‑ und semiprofessionellen Webseiten, denn noch sind wir in der Mehrheit.

WIR sind das Internet!

Besucht Rettet-das-Internet.de und tragt Euch in die Liste ein!

Man hat sich gefeiert

Nach Gesprächen mit Bekannten wurde bekannt, was auf der Einweihungsfeier des Museums „Physik zum Anfassen“ geschehen war.
Einen kalten Schauer spürte man schon.
Der Vorsitzende des (Förder‑)Vereins und ein Professor der Fachhochschule Südwestfalen legten sich mächtig ins Zeug, um die reife Leistung – die Restauration der Ausstellungshallen – zu feiern.
Kein Wort über die unermüdlichen Arbeiten der Maler und ähnlicher (ehrenamtlicher) Personen, die sich abrackerten, um den verfallenen Räumen neuen Glanz zu schenken.
Hauptsache war, den Politiker zu danken, die örtliche Presse zu nennen, sich bei den Sponsoren zu bedanken und die eigene (???) Arbeit in den Vordergrund zu stellen.
Und die Intention des Museums erstmal!
Jugendliche – Pseudonym für die bildungsresistente PISA-Generation – hätten kein Interesse mehr an Technik, beschrieb der Vorsitzende des (Förder‑)Vereins die Lage und legte dann dar, dass die Jugendlichen durch dieses Museum, dem „naturkundlichen Spielwerk“, wieder Interesse an Technik und Naturwissenschaften vermitteln würde. Fragt sich nur, wie dies geschehen soll.
Die Exponate sind nicht wirklich der Hit.
Der Eintrittpreis auch nicht!
Die selbst ernannten Museumspädagogen lobten sich, dass es staubte und flogen mit ihrer „Bildungsinitiative“ gen Himmel.
Man sollte allerdings daran denken, dass Ikarus auch sehr hoch geflogen war und abstürzte, weil die mit Wachs befestigten Federn der Flügel der Sonne zu nah kamen und ausfielen.

Physik zum Anfassen – etwas vergessen

Endlich ist es soweit!
In einer Nachbarstadt wird ein neues Museum – Physik zum Anfassen – eröffnet.
Dies wird am 05.11.2006 mit einem „Tag der offenen Tür“ geschehen.
Heute – am 03.11.2006 – findet um 19:30 Uhr die Einweihungsfeier statt.

„Physik zum Anfassen“ – auch unter „Bauhof der Sinne“ bekannt – ist ein Museum, in dem Schüler Physik mit den Sinnen begreifen können und das im wahrsten Sinne des Wortes!
Die Exponate, die dort ausgestellt werden, laden nicht nur zur Staunen, sondern zum Spielen und Experimentieren ein.
Knapp vier Monate lang wurde eine Produktionshalle aus den 1960er-Jahren mit Hilfe ehrenamtlicher Helfer und vier 1‑€-Jobber entrümpelt und restauriert.
Die „Bruchbude“ wurde ansehnlich gestaltet und das Museum erstrahlt nun in angenehmen Look.

Heute – am 03.11.2006 – findet ab 19:30 Uhr die Einweihungsfeier statt.
Geladen sind der (Förder‑)Verein und natürlich die Sponsoren sowie die Kooperationspartner, denn das Museum wurde durch Spenden finanziert.
Die 1‑€-Jobber wurden unentgeltlich von einem Partner zur Verfügung gestellt.
In der Liste der knapp einhundertundneunzig geladenen Gäste fehlt eine Gruppe:
Die der 1‑€-Jobber.
Diejenigen, die für einen Hungerlohn (z.T. körperlich schwere) Restaurationsarbeiten durchgeführt haben, bekamen einen sehr leisen, kaum hörbaren hingehusteten Dank im schnellen Vorübergehen zu gehaucht und haben damit ihre Schuldigkeit getan.
Der Vorsitzende des (Förder‑)Vereins, der sich immer souverän gegeben hatte, zeigte heute sein wahres Gesicht. Er ist auch nicht besser als andere Bürger der sog. „High Society“.
In der Feierstunde feiert man sich und seine Ideen kaltschnäuzig selbst und denkt bei Sekt und Kaviar nicht mehr an die, die die „Drecksarbeit“ gemacht haben.
Die 1‑€-Jobber, von denen welche freiwillig Überstunden geleistet haben, damit das Museum termingerecht fertig wurde, sind also nichts wert für die sich selbst feiernden Personen, die von sich stets jovial sagen, dass sie sehr sozial eingestellt sind.

Am „Tag der offenen Tür“, an dem die Sponsoren nicht anwesend sind, wird wieder soziales Engagement geheuchelt.

Syn sauer

Empfänger von Arbeitslosengeld Ⅱ bzw. Sozialhilfe – auch als „Hartz-IV“ bekannt – werden bei manchen gemeinnützigen Einrichtungen über den Tisch gezogen.
Dies gilt besonders bei Urlaub und Krankheitstagen.
So bei einer gemeinnützigen Einrichtung in der Nähe passiert.
Und dies ist bestimmt kein Einzelfall.
Das, was zum Himmel stinkt, ist, dass die Arbeitsagenturen bzw. die sog. Arbeitsgemeinschaften Sozialgesetzbuch Teil 2 (ARGE SGB Ⅱ) dies mittragen.

Bei der gemeinnützigen Einrichtung werden im großen Stil insbesondere „Hartz-IV“-Empfänger beschäftigt.
In einer Abteilung sind Mitarbeiter für das Verladen von großen Gegenständen – u.a. Elektrogeräte und Möbel – zuständig.
Eine Person hatte sich verhoben – ein Arbeitsunfall also – und ist nach Feierabend zum Arzt gegangen, weil sie kaum noch laufen konnte. Der Arzt diagnostizierte, dass eine der Bandscheiben im Lendenwirbelbereich auf den Ischiasnerv drückte und leitete Sofortmaßnahmen wie Elektrostimulanz, Vibrationssmassage u.ä. ein.
Der Mitarbeiter musste trotzalledem einige Tage zu Hause bleiben, damit sich seine Wirbelsäule erholen konnte. Er war arbeitsunfähig.
Eine Bescheinigung lag der gemeinnützigen Einrichtung vor.
Als er nun den sog. Mehraufwand – der „Lohn“ aus dem 1‑€-Job – auf sein Konto gutgeschrieben bekam, staunte er nicht schlecht, dass dies sehr wenig war.
Er fragte freundlich in der Lohnbuchhaltung der gemeinnützigen Einrichtung nach und bekam Folgendes zu hören.
Es sei klar, dass er so wenig überwiesen bekommen habe, weil er ja einige Fehltage im Abrechnungszeitraum gehabt habe.

Es stellte sich heraus, dass die Tage, an denen der Mitarbeiter krank bzw. arbeitsunfähig war, nicht mitberechnet wurden. Auch Feiertage wurden nicht vergütet, ebensowenig wie Urlaubstage.

Die Lohnbuchhaltung blieb stur und ließ sich auf keine Diskussion ein.
Der Mitarbeiter fragte bei seinem Arbeitsberater bei der ARGE SGB Ⅱ nach und ihm wurde bestätigt, dass diese Konditionen rechtens seien. Ein 1‑€-Job ist laut ARGE SGB Ⅱ kein regulärer Job und dies impliziert, dass es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch nicht im Urlaub gebe. Punkt!
Der Mitarbeiter fragte nochmals freundlich bei der Lohnbuchhaltung der gemeinnützigen Einrichtung nach und bekam eine pauschalisierende Antwort.
Es sei klar, dass man keine Lohnfortzahlung bekomme, denn es könne nicht sein, dass manche Personen, die den 1‑€-Job als Zwangsmaßnahme der ARGE SGB Ⅱ annehmen müssten, „krank feierten“ und so auch noch Anrecht auf Lohn hätten.
Der betroffene Mitarbeiter konnte nur noch dem Kopf schütteln und ging leicht verwirrt und enttäuscht wieder an seine Arbeit.
Man fragt sich zu Recht, was hier geschehen ist.

Die 1‑€-Job-Regelung hebelt hier eindeutig das Arbeitsrecht aus.

Weil ein 1‑€-Job per definitionem kein regulärer Job ist, trifft hier also das Arbeitsrecht nicht zu. Punkt!

Ein Mitarbeiter verdient in der Stunde 1.20 €. Dies ist für eine Arbeit, auch wenn es ein sog. Brückenjob – so heißen 1‑€-Jobs offiziell – ist, kaum erwähnenswert.
Am Tag verdient man also neun Euro und sechzig Cent, was für eine schwere Acht-Stunden-Schicht sehr wenig ist.
Die gemeinnützige Einrichtung bekommt von der ARGE SGB Ⅱ bzw. von der Arbeitsagentur den Mehraufwand überwiesen und überweist diese umgehend an die 1‑€-Jobberinen und –Jobber.
Der gemeinnützigen Einrichtung entstehen mal abgesehen von den Gebühren bei der Buchung und dem „Gehalt des Buchhalters“ keine Kosten.
Da klingt es nicht nur, sondern ist es auch, menschenverachtend, wenn ein Mitarbeiter im Monat knapp 180 Euro für eine schwere Arbeit als Mehraufwand überwiesen bekommt, und ihm im Falle einer Arbeitsunfähigkeit dieser Hungerlohn aus Definitionsgründen – im Sozialgesetzbuch Teil Ⅱ (SGB Ⅱ) nachzulesen – vorenthalten wird.

Sprechen wir von Deutschland, dem Sozialstaat?
Von Deutschland – ja!

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Perfide

Missbrauch der helfenden Hand zur Befriedigung der eigenen Gelüste
Annehmen des wärmenden Trostes und Zurückgeben von emotionaler Kälte
Schreien nach Vertrauen und Maskieren von eigenen Lügen
Beharren auf Wahrheit und Verdecken eigener Lügen
Betteln um Geduld und Hoffnung und Verabschieden hinter diesem Tuch
Verwerfen von Fehlern und Verfälschen der Tatsachen
Verdrehen der Tatsachen und Rechfertigung der eigenen Tat
Anrichten eines Scherbenhaufen und Suchen eines Anderen als Täter
Heucheln von Mitgefühl und egoistisches Wärmen daran
Vortäuschen von Verletztsein und Flüchten aus Bredouillen
Verleugnung eigener Aussagen und Darstellen eigener Perfektion
Erpressung von Emotionen und Durchsetzen eigener egoistischer kranker Ideen
Spielen von Liebe und Schlagen ins Gesicht
Benutzung zielgerichteter Tränen und Antun von Rücksichtslosigkeit

Bild von Bert Brecht

* 10.02.1898 + 14.08.1956
Und der Haifisch, der hat Zähne
und die trägt er im Gesicht
und Mackie, der hat ein Messer
doch das Messer sieht man nicht.
Die Moritat von Mackie Messer

Liebe Leute,

vielen Dank für Eure Kommentare hier in diesem Blog.
Sie sind mir immer sehr willkommen und ich freue mich immer darüber.

Mir hat jemand einen Kommentar geschrieben und dieses Blog gelobt.
Diese Person hat mir ordnungsgemäß seine E-Mail-Adresse hinterlassen und einen Link auf seine Homepage.
Das ist ja auch alles in Ordnung so.

Aber!

Wer meint, er müsse einen Link für Sex‑, Erotik‑ und anderen Dreckskram hinterlassen, hat sich geschnitten.
Die Veröffentlichung ist von einen der acht Antispam-Programme verhindert worden.
Ich prüfe nun, ob ich rechtliche Schritte gegen diesen Kram unternehmen kann, weil hier auch Minderjährige mitlesen können.

Wer Interesse hat, hier Kommentare hereinzusetzen und mit mir zu diskutieren, ist gerne willkommen.
Ich habe auch kein Problem damit, dass andere hier als Autoren tätig werden.
Aber auf Leute, die Links auf Dreckseiten hier hinterlassen, kann ich verzichten.

An die SPAMMER!
Es ergibt absolut keinen Sinn, hier Euren Dreck abzulassen, weil die Antispam-Programme sehr gut ihren Dienst versehen und dies verhindern.
Vergesst es einfach, hier solchen Dreck zu veröffentlichen!

kritische Stellungnahme

Dass Urheberrechtsverletzungen strafbar sind, ist eine klare Sache.
Dass das Kopieren und Tauschen von urheberrechtsgeschützten Inhalten wie Tonträger (CD, mp3-Dateien etc.), Videos, Büchern u.ä. verboten ist, implizierte dies.

Seit langem wehrte sich vor allem die Musikindustrie gegen Urheberrechtsverletzungen, was man durchaus verstehen kann.
Ihr Hauptaugenmerk liegt momentan auf sog. Tauschbörsen im Internet.

Sie beklagt einen riesigen Gewinneinbruch durch die Erfindung des Audioformats mp3.
Wenn man auf einer Zeitleiste die Erfindung von mp3 und den Gewinn der Musikindustrie anschaut, kann man daraus eine Statistik entwickeln, die genau diesen Sachverhalt untermauert.
Doch Statistiken müssen nicht immer der Wahrheit entsprechen.
Wenn man o.g. Entwicklungen alleine betrachtet, mag die Statistik stimmen, mehr aber auch nicht.
mp3 ist nicht der Destruktor der Musikindustrie.
Wenn man sich anschaut, wie die Musikindustrie seit zehn, fünfzehn Jahren arbeitet, glaubt man plötzlich nicht mehr an die Statistik „Einbruch wegen mp3“.
Die Musikindustrie hat es – aus Gründen der Kapitalakkumulationsmaximierung  – vermieden, Stars aufzubauen, weil sie sich scheut, Geld in die Stars (von morgen?) zu investieren.
Von Stars kann man heutzutage nicht mehr sprechen, eher von Eintragsfliegen.
Die Superstars, die Deutschland angeblich sucht, haben sich als Titanen geoutet.

Die Titanen waren „Helden“, die sich mit den Göttern angelegt haben.
Sie wurden in den Hades verbannt.

Pop-Titanen räumen ein paar Wochen Preise ab, die Musikindustrie missbraucht sie für ihre Geldmacherei und schießt sie kurz daraufhin wieder ab.
Stars wie „The Rolling Stones“ gibt es nicht mehr.
Eintagfliegen singen ein, zwei „Ohrwürmer“, dann stürzen sie ab und man hört nichts mehr von ihnen.
Nicht mp3 ist der Killer der Musikindustrie, sondern die Politik um die Pop-Titanen.
Idole gibt es nicht mehr. Der Ausdruck wird nur noch benutzt, um Gewinnmaximierung zu erzielen.
Gibt die Kuh keine Milch mehr, ist Schluss mit Liebe und sie wird alleine auf der Wiese gelassen.
Wen kümmert es schon?
Kurz darauf erscheinen neue vor der Kollabierung stehende Sterne am Pop-Firmament.
Sie werden gefeiert – vor allem von der Musikindustrie selbst – und erlöschen dann aus Mangel an Brennmaterial.
Hier ist die Wurzel des Übels zu suchen, nicht beim mp3.
Warum hat die Musikindustrie nicht auf mp3-CD gesetzt, als es aktuell war?
Weil sie eine verknöcherte Politik fährt, in der Innovationen tabuisiert werden, denn ihr könnten dadurch Gewinn verloren gehen.
In Zeiten der PISA-Generation, der zu allumfassendem bzw. kontextuellem Denken nur eingeschränkt fähig ist, kann man dieser vorlullen, dass sie durch ihr Verhalten schuld an der Misere.
Momentan schwappen die Wellen der Musikindustrie besonders hoch.
Sie meint, dass allein schon der Zuruf ausreiche, „Raubkopierer“ zu verurteilen.
So hat es die British Phonographic Industry (BPI) die beiden britischen Provider Tiscali und „Cable & Wireless“ auf, unverzüglich von ihr benannte Kunden auszuschließen bzw. ihnen den Zugang zum Internet zu verwehren.
Angeblich hätten sich diese siebenundachtzig Personen in Internet-Tauschbörsen aufgehalten und seien beim illegalen Tauschen ertappt worden.
Man hat reagiert.
Es wurde ein Kunde gesperrt. Die Daten wurden an die BPI nicht weitergegeben, da ein diesbezüglicher Gerichtsbeschluss fehlte.
Den anderen sechsundachtzig konnte nichts bewiesen werden.
In dubio pro reo.
In Amerika wurde kürzlich eine Krankenschwester freigesprochen, für die die amerikanische Musikindustrie den finalen Beweis geliefert hatte, sie habe illegal getauscht. Der Freispruch war begründet worden, dass der Krankenschwester zur fraglichen Zeit keinen Computer zur Verfügung gehabt habe, da dieser defekt war. Auch ist dem Internetprovider, den die Krankenschwester benutzt haben soll, nicht bekannt, dass sie zur fraglichen Zeit online gegangen sei.
Mit so einer Politik macht sich die Musikindustrie keine Freunde.
Verurteilung auf Verdacht, Denunziation, Druckausübung kann auf die Dauer nur eins schaffen.

Misstrauen.

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