Freunde

Zwei Freunde - Devil und Dietmar

Freitag hatte ich um 17:30 Uhr Feierabend.
Nachdem ich noch mit dem Chef und einigen Kollegen kurz gesprochen hatte, machte ich mich gegen zehn vor sechs auf den (weiten) Weg nach .
Wegen eines Staus war ich dann viertel vor zwölf in Beckum, und wurde stürmisch von Devil begrüßt.
Devil wich mir nicht von der Seite. Ich nahm ihn auch fast überall mit hin. Zum Einkaufen in Lebensmittelläden konnte er nicht hinein, also blieb er im Auto.

Gleich, kurz nach Mittag, zwischen dreizehn und vierzehn Uhr, mache ich mich wieder auf den ca. 500 km langen Weg nach .

Devil wird mir wieder fehlen und ich ihm.

Gründonnerstag fahre ich wieder nach Beckum und werde bis Ostermontag bleiben.

Devil, freu dich schon darauf!

Devil als Pirat

Gestern Abend um 23 Uhr war ich in .

Ich habe geklingelt und dann hörte ich das Gebelle.

Als Devil mich sah, war er überrascht. Er hat sich seeehr gefreut, mich zu sehen. Danach war spielen angesagt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir die ganze Nacht durchspielen können.

Syntronica

Nach der ersten Woche in fahre ich heute nach Feierabend in die Heimat (), um Devil, , Familie und Bekannte zu besuchen.

Es gibt viel zu erzählen, obwohl es Firmengeheimnisse gibt, die ich nicht ausplaudern werde (und nicht ausplaudern darf).

Am Sonntagnachmittag fahre ich zurück nach Dettenhausen.

traenen-blatt-joujou-pixelio2

Gleich geht es los …

Zwischen fünf und sechs Uhr steige ich mich in mein Auto und werde mich Richtung Stuttgart in Bewegung setzen.
Ich wohne in Dettenhausen, zu anfangs in einem möbelierten Zimmer.

Die IT-Firma, für die ich arbeiten werde, ist in ansässig.

Mir ist schon etwas mulmig bei dem Gedanken, dass ich alles hinter mich lasse.

Devil bleibt bei meinen Eltern.
Da war er ja auch, wenn ich arbeiten musste.
Leider kann ich ihn nicht mitnehmen, denn ganz alleine den langen Tag in einer Bude in fremder Umgebung ist er nicht gewöhnt.
Er hatte immer Leute um sich, meine Eltern, Nachbarn, mich … (mich ja nicht mehr)

Vor allem die Trennung von Devil liegt mir schwer im Magen.

Es ist ja kein Abschied für immer. Ich werde ja alle zwei Wochen zurück nach kommen und Devil sowie meine Eltern besuchen.

Der Kleine hat es gut bei meinen Eltern.

Von innen drücken die Tränen, um sich einen Weg nach außen zu bahnen.

Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer wird, ohne Devil um mich herum.
Alleine schon der Gedanke, auf meinen besten und treuesten Freund verzichten zu müssen und ihn nur noch ab und zu – beim Vorübergehen – zu sehen.

Er ist bei meinen Eltern gut aufgehoben. Er kennt sie ja, solange er auch mich kennt.
Die Freundschaft ist ja nicht aufgehoben.

Ich werde das Foto, auf dem er und ich am Strand von Norden-Norddeich sitzen, mitnehmen.

Devil und Dietmar am Strand

Ich muss dadurch. Ich habe keine andere Wahl. Auch wenn es unendlich weh tut, einen Freund zu verlassen, den liebsten, besten, treuesten Freund.

Wir sehen uns ja bald wieder, zwar nur für knapp einen bzw. zwei Tage, aber wir sehen uns immer wieder.

Am 15. Februar komme ich ja für ein Wochenende wieder!

Armes Kleinchen!

Wenn du doch verstehen könntest, warum das alles so ist!

Ich habe dich unendlich lieb.

Devil und Dietmar am Strand

Lieber Devil!

Du wirst immer und ewig mein bester und treuester Freund bleiben.

Du wirst nicht verstehen, warum ich gehe.
Es gibt kein zurück mehr für mich, leider.

„Warum nimmst du mich nicht mit nach ?“, wirst du mich fragen, doch ich kann dir nur sagen, dass es besser so ist für dich, wenn du bei „Mutti“ und „Vati“ in bleibst.

Ich habe leider keine andere Wahl, als nach Stuttgart zu gehen, dort, wo ich dich nicht mitnehmen kann. Dort wärest du den ganzen Tag allein, denn ins Büro könnte ich dich nicht mitnehmen.

Und den ganzen Tag allein in der Bude!

Du würdest nur traurig sein und weinen, weil du ganz alleine bist, alleine in einer unbekannten Umgebung, wo du niemand kennst, wo dich niemand kennt.

So bist du bei „Mutti“ und „Vati“ in Beckum und kennst auch Mechtild, Uwe, Kerstin, Michael und deine Hundefreude Basti, Jenna und wie sie alle heißen.

In Beckum bist du nicht allein.

Und ich bin doch nicht für immer weg, sondern komme schon am 15. Februar wieder für knapp zwei Tage, in denen wir spielen, knuddeln und kuscheln werden.

Und unser Freundschaft wird bestehen bleiben.

Verzeih mir, dass ich gehen muss!

Jahre ist es her. Nun ist es mal wieder passiert.

Devil hat seine Schwester Daisy getroffen, unverhofft beim Gassigehen.

Das war ein Geschmuse!

Daisy hat kürzere Beine als Devil, und sie hat Schlappohren statt Stehohren.

daisy3

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Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

devil-sessel-1

Devil war gestern bei einer neuen Friseurin.

Er hat sie beschnüffelt, gaaanz lieber Hund, Rutenwedeln, um sie herumlaufen.
Sie nahm ihn hoch, um ihn auf den Tisch zu stellen …

Devil wurde stinksauer, schnappte, hackte ihr in die Hand.
Sie ließ ihn los. Er war wieder auf dem Fußboden.
Das gab erstmal Zoff. Der Hund war beleidigt, nachdem ich ihn ausgeschimpft hatte.

Ich hob den Hund auf den Tisch.
Er ließ es sich gefallen, zitterte aber, weil der Tisch an der weißen, gekachelten Wand stand, wie beim Tierarzt, der ihn auf so einen Tisch gedrückt hatte für eine Spitze.
Seitdem muss Devil Narkose haben.
„So geht es ja auch nicht“, dachte sich der Hund, „der kann sich ja nicht einfach auf mich drauflegen und mich festhalten.“
Die Maulkörbe beim Tierarzt bekommt er ohne Probleme ab.

Nach der Versorgung der Wunde …

Devil war auf dem Tisch angekettet bei der neuen Friseurin und zitterte.
Er versuchte, sich den Maulkorb runterzuschlagen mit den Pfoten, was aber nicht klappte.
Irgendwann nach knapp drei, vier Minuten hatte er es aufgegeben, sich vom Maulkorb befreien zu wollen.
Die Friseurin begann, ihm zu rasieren.
Devil ließ resigniert den Kopf hängen und ließ es sich gefallen.
(Gegen Rasieren hat er nichts.)
Die Friseurin meinte zu mir: „Sie können erstmal einkaufen gehen, so gegen elf bin ich fertig.“
Ich habe ihr vorsichtshaltber meine Handynummer gegeben, weil ich Devil ja kenne.
Ich verrichtete meinen Einkaufsgang.

Als ich um elf wiederkam, unterhielt sich die Friseurin freundlich mit Devil, der nun aber keinen Maulkorb mehr hatte. Sie kraulte ihn.

Er sah mich, Ohren hoch, Schnauze auf – Lächeln.

Die Friseurin sagte grinsend zu mir: „Sie nehmen ihn aber vom Tisch!“
Ich machte die Kette vom Halsband. Devil sprang selbstständig vom Tisch.
Die Friseurin sagte erstaunt: „Für so einen alten Hund ist der aber gelenkig.“
Sie erzählte mir, wie brav er war. Ab und zu habe er sich hingelegt, aber das sei ja nicht schlimm, weil er ja alt sei, erzählte mir die Friseurin.

Devil tänzelte zwischendurch um sie rum, inspizierte die Frisierstube und hatte sichtlich gute Laune.

Hat er eine neue Freundin gefunden?

Ich hatte schon gedacht, dass Devil richtig Terror macht, wenn ich ginge, denn ich war bis jetzt immer bei jedem Friseurtermin dabeigewesen.

Er war aber ganz brav.

Seit dem Friseurtermin ist er sehr anhänglich …

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