Freunde

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Roll over Beethoven

„Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.“

Gudrun Kropp

Roll over Beethoven

„Vier Kerzen auf einem Tannenast,
ihr warmes Licht verbreitet Ruhe, von Stress und Hast,
lassen wir uns Berieseln von diesem Licht,
denn es will uns sagen, vergessen wir den wahren Grund der Weihnacht nicht.“

Christian Gerber

„Ihr lügt!“, krakeelten die Kinder, die seit knapp einer Viertelstunde auf der Terrasse von Schloss Solitude mit ihren Tretrollern hinter uns hergefahren waren.

Wir waren dort gewesen, um an der Aktion „Stürmt Eure Schlösser!“ teilzunehmen.
Unsere -Gewandung sorgt fast immer für fragende Gesichter, insbesondere Familien mit Kindern möchten wissen, wer wir sind und was wir darstellen.
Oft fragen uns dann die Eltern stellvertretend für ihre Kinder, um etwas von und über uns zu erfahren.
Wir gingen am Schloss spazieren und machten für die obengenannte Aktion Selfies – Selbstporträts.

Irgendwann kamen obengenannten die Kinder mit ihren Rollern zu uns und fragten, wer wir seien.
Wir sagten, wir seien Zeitreisende.
Das Mädchen schüttelte den Kopf und verneinte.
Wir wiesen auf unsere „kuriose“ Kleidung hin und erzählten, dass wir mit unserem Zeitschiff aus dem Jahr 1865 gekommen seien und uns nun hier sozusagen als Touristen umschauten.
Das wollten beide Kinder nicht glauben.
Sie fuhren einige Zeit um uns herum und sagten, dass stimme nicht. Wir bekräftigten unseren Bericht, worauf sie kurz zu ihren Eltern fuhren, diese die Köpfe schüttelten, während sie etwas sagten.
Dann kamen die Kinder wieder zu uns und sagten : „Ihr lügt!“.
Wir spielten unsere Rollen perfekt, womit sie nicht zurechtkamen und in ihren Vorwurfschwall lauter und lauter schrien.

Wir machten weiter unsere Fotos und beachteten die Kinder nicht.
Diese krakeelten bald im Zehn-Sekunden-Takt, dass wir lögen.
Wir ignorierten sie.

Ein paar Wochen davor waren wir in Steampunk-Gewandung am Seeschloss Monrepos, um private Fotos für uns zu schießen.
Wie immer bestaunten uns Passanten und einige fragten uns, warum wir so angezogen seien.
Wir erklärten ihnen, dass wir Jules Vernes Erben seien und uns deswegen wie im 19. Jahrhundert kleideten. Wir sagten auch, dass wir die Ideen von ihm weiterdächten und kamen auch darauf, dass wir (ja eigentlich) Zeitreisende seien.

Oft ist es dann an der Zeit, dass insbesondere Kindern fragen, warum der Edelherr so lange und bunte Fingernägel trage. So auch am Schloss Monrepos.
Auch dazu haben wir ein Geschichtchen parat.
Die Edelfrau nahm die Hand ihres Gemahls in die ihre und sagte: „Das war so. Wir wurden auf einer ziemlich durchgeschüttelt. Es blitzte und donnerte und wir hatten viel Angst, weswegen wir uns an die Hände fassten. Als die zu Ende war, hatten wir die Hände getauscht.“
Die Kinder schauten uns staunend an.
„Eeeecht?“
„Ja!“, setzen wir dann noch „einen“ drauf:
Bevor dies passierte, war die Edelfrau die Frau mit den größten Händen und der Edelherr mit den kleinsten. Beide standen im „Guinessbuch der Rekorde“ – Ausgabe 1855.

Als wir weiter unseres Weges gingen, hörten wir, wie die Mutter des Kindes, das uns gefragt hatte, sagte: „Das stimmt nicht. Sowas gibt es nicht. Und das geht auch gar nicht.“

Solche Situationen passieren uns leider immer wieder.

Wir erzählen zu unseren Rollen auch Geschichten, die sich in „unserer Steampunk-Welt“ hätten abspielen können.
Viele Leute spielen mit oder hören uns belustigt zu.
Eltern grinsen, Kinder staunen, denn es passt in die (unsrige) Fantasiewelt.
Leider müssen wir feststellen, dass die Eltern den Kindern erklären, dass das gar nicht stimme. Sowas sei gar nicht möglich und sie sollten es nicht für bare Münze nehmen.

Es ist schade, dass Eltern ihren Kindern nicht gestatten zu träumen. Das Problem sind die Eltern, die ihre Kinder zu “Realisten” erziehen wollen.

Es gibt eine kleine von einem Vater, der im Dunkeln mit seinem Sohn im Auto unterwegs ist.
“Guck mal, Papa”, sagte das Kind, “der Mond verfolgt uns.”
Der Vater beschwichtigt : “Der Mond kam uns nicht verfolgen.”
“Doch, schau doch mal! Der fliegt hinter den Bäumen neben uns her.”
“Der Mond bewegt sich nicht. Du meinst das bloß, weil es von deiner Perspektive so scheint. Wir rasen an den Bäumen vorbei und die Bäume verhalten sich perspektivisch so, als würde sich der Mond bewegen. Der ist viel zu weit weg.”
Der Sohn versteht nicht, was der Vater gesagt hat, doch eins hat er verstanden.
Er hat unrecht damit, was er sah und sagte. Er wird seine „Vermutungen“ nicht mehr preisgeben.

Solche Dinge sind kontraproduktiv für die Fantasie.

„realistische“ Eltern, gebt Euren Kindern Raum für Fantasie!

Roll over Beethoven

„Vögel, die in einem Käfig geboren sind, werden denken, dass Fliegen ein Akt gegen die bestehende Ordnung ist.“

Hassan Lazouane

Roll over Beethoven

„Alles, was uns über andere irritiert, kann uns zu einem Verständnis von uns selbst führen.“

Carl Gustav Jung

Roll over Beethoven

„Die allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden. „

Roll over Beethoven

„Wo , Freundschaft, Weisheit und /In schöner Eintracht wohnen, ist der Himmel.“

Friedrich von Matthiesen

Am 1. September im Jahre des Herren 2018 fand am wunderschönen Seeschloss Monrepos, Ludwigsburg, ein Steampunk-Piclnick statt.

Es waren illustre Gäste gekommen und es herrschte eine durchgehend angenehme und freundliche Athmospäre.


Es fand erstmalig ein Tee-Duell statt.
Man tunke den Keks fünf Sekunden unter Aufsicht von Unparteiischen in den Tee.
Dann nehme man in heraus, drehe ihn aufrecht und warte, beim wem er zuerst zusammenfällt.
Diese Person hat das Tee-Duell verloren und scheidet aus.

Wir haben uns – wie immer – sehr wohl gefühlt.

Vielen Dank an die Organisatoren!

 

Bilder von:

  1. Beitragsbild – Peter Schuster
  2. Gruppenfoto – Peter Schuster
  3. Tee-Duell – Sabine Bülow
Roll over Beethoven

„Wenn man einen hungrigen Straßenhund aufpäppelt, wird er einen nicht beißen.
Darin liegt der größte Unterschied zwischen Mensch und Hund.“

Mark Twain

Dietmar Comic Cartoon Zensur
Nach einem Tag hat mich Facebook wieder entsperrt.

Der Maulkorb hat allerdings nichts gebracht, da ich mir nicht vorschreiben lasse, welche Meinung ich vertrete und ausspreche (bzw. schreibe).

Ich hatte am 8.8.2018 gegen Halb Zehn einen Beitrag eines Arabers geteilt, in dem er seine Meinung kundtut.
Er sagt, dass er es lächerlich fände, dass viele Deutsche die Brutalität von Migranten relativierten und als „nicht so schlimm“ deklarierten oder sagten, Deutsche täten sowas auch. Er warnte davor, dass aufpassen sollte, nicht die gleichen Verhältnisse (bezogen auf Vergewaltigungen und Morden an Mädchen) wie in manchen Ländern im mittleren Osten zu bekommen.
Dies war für Facebook oder für die Gesinnungspolizei von Facebook Anlass, mich ohne eine Vorwarnung (kurz darauf) zu sperren – für 24 Stunden.

Das Kuriose ist, dass ich den Beitrag von der Pinnwand eines Facebook-Freundes hatte.
Er war deswegen gesperrt worden, dann aber nach Widerspruch entsperrt worden. Der Beitrag ist weiterhin auf seiner Pinnwand zu sehen. Diesen hatte ich an über „extern teilen“ auf meine Pinnwand geteilt.

Dann schlug die Zensur zu und bestrafte mich mit Ausschluss.

Ich konnte mich bei Facebook anmelden, alles anschauen, jedoch konnte ich in keinster Weise mehr interagieren, nichts mehr „liken“, nichts kommentieren, keine „Persönlichen Nachrichten“ mehr schreiben etc. Ich konnte niemanden mitteilen, dass ich gesperrt war.
Beschwerdeformulare an Facebook konnte ich aufrufen, aber diese ausgefüllten nicht abschicken, da ich ja „Mitteilungsverbot“ hatte.

Nun bin ich weder entsperrt.

Zwischenzeitig hat mir Facebook geschrieben, Sie hätten auf mein Ansinnen reagiert und empfunden, dass der Beitrag nicht gegen die Gemeinschaftsregeln verstoße und er wieder zu sehen sei.

Keine Entschuldigung, kein bisschen Reue!

Was mich gestört hat, war das Vorgehen Facebooks.

Ich konnte, nach dem ich die Mitteilung enthalten hatte, auf den Link „Wenn du eine Überprüfung beantragst, werden wir den Beitrag noch einmal überprüfen.“ klicken, aber sonst funktionierte nichts außer „Read Only“.

Die Welle geht jetzt erst los.

Facebook verstößt hier eindeutig gegen Art 5 des Grundgesetzes:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Dies werde ich verfassungsrechtlich durchleuchten lassen.
Das sog. „Netzdurchsetzungsgesetz“, das anordnet, sog. „Hassbotschaften“ müssten binnen 24 Stunden gelöscht werden, kann Art 5. GG nicht aufhebeln.

Vor allem kann niemand ohne richterliche „Anordnung“ bestraft werden.
„Auf Zuwinken“, dass etwas so sein könnte, wird nicht durch unsere Verfassung getragen.

Ich bleibe aktiv dabei, mich zu wehren.
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