Fehlerhaftes

In Pretzien, Sachsen-Anhalt, haben Neonazis – Heimatbund Ostelbien –  Anfang Juli öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt. In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister war bei der Bücherverbrennung anwesend und ist nicht dagegen eingeschritten.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Jetzt kam heraus, dass die ermittelnden Beamten laut eigener Angaben nicht gewusst hätten, um was es sich bei dem Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ handel(t)e.
Sie wuchsen in der DDR auf, wo Anne Frank in der Schule, bei den Jungen Pionieren und in der Arbeit der FDJ eine sehr große Rolle spielt.

Wussten sie es nicht oder wollten sie es nicht wissen?

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Abmahnwahn - Collage von Syntronica

Ein Mann wollte ein veraltetes Buch – einen PC-Ratgeber – in einer Börse im verkaufen.

Anstatt eines Kaufangebots bekam einer allerdings eine Abmahnung.
In der Begründung hieß es, dass in dem Buch auch erklärt werde, wie man CDs kopieren kann.

Dies war zur Zeit der Drucklegung des Buches noch erlaubt, nach neuem Urheberrecht aber nicht mehr,

Die Abmahngebühren waren auf 1600 Euro angesetzt.

Gesucht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie diverser anderer kriegerischer Handlungen und Nichteinhaltung internationaler Konventionen

Bild von George Bush

GOERGE W. BUSH
* 6.7.1946
Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Mann treffen!
Er befindet sich im Irrglauben, der demokratisch gewählte Präsident der USA zu sein.
Provozieren Sie ihn nicht!
Er ist mit Nuklearwaffen bewaffnet.
Verhalten Sie sich völkerrechtlich einwandfrei und verständigen Sie den Internationalen Gerichtshof!

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In Sachsen-Anhalt haben Neonazis öffentlich eine Bücherverbrennung durchgeführt.
In die Flammen wurde „Das Tagebuch der Anne Frank“ geworfen.
Der ortsansässige Bürgermeister ist nicht dagegen eingeschritten.
Etwas später hat der Leiter des Ordnungsamtes der „Veranstaltung“ ein Ende gemacht.
Der Bürgermeister meinte lapidar, er wäre zu der „Veranstaltung“ gegangen, weil er versucht habe, Jugendliche durch Toleranz von rechter Gesinnung abzubringen.
Der Bürgermeister hat wegen Drucks aus der eigenen Partei diese verlassen, sein kommunales Amt will er aber nicht abgeben und hat es noch inne.

Namhafte und bekannte Politiker haben umgehend darauf reagiert.
Wer sich gegen Rechts einsetze, beteiligt sich nicht an solche menschenverachtenden Aktionen, war zu hören.
Die Bücherverbrennung wurde als eine schwer wiegende, krasse Grenzverletzung, die das Andenken Ermordeter in den Dreck zieht, verurteilt.
Sie sprachen auch über „schockierende Zustände“, „verabscheuenswürdig“, „Zeit, Konsequenzen zu ziehen“, „menschverachtend“ etc.
Wenn man sich anschaute, wie viele „anständige Bürger“ die Bücherverbrennung geduldet haben, erscheinen die Äußerungen der Politiker allerdings in einem völlig anderen Licht. Mir scheinen die „Volksvertreter“ eher Pawlowsche Hunde* zu sein.

Ein Reiz – in diesem Fall die Tat einer rechten Gruppe – impliziert eine genau vorhersehbare Handlung bzw. einen Redefluss von Standardfloskeln.
Wenn man sich näher mir Neonazis befasst, bemerkt man sehr schnell, dass viele Bürger einfach wegschauen, wenn Neonazis „Aktionen“ durchführen.
Vielfach wird aber auch der Rechtsextremismus klein geredet.
Der Rechtsextremismus ist keine „Randerscheinung“ oder „Protestwählen“, wie viele Politiker behaupten.

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalens von 2005 kann man in den Kapiteln über „Rechtsextremismus“ nachlesen, dass der Rechtsextremismus keine Randerscheinung ist.
Aufgrund vieler Wahlalternativen steht auch im Verfassungsschutzbericht 2005 zu lesen, dass von Protestwählen überhaupt nicht die Rede sein kann, denn das wäre ein Verschließen der Augen vor der Realität.
Rechtsextremismus sei ein gesellschaftliches Problem und werde gezielt von Neonazis in die Köpfe von Kindern und pubertierenden Jugendlichen gesät.
Die Verharmlosung durch breite Schichten der Bevölkerung sei auch schuld an der Ausbreitung des Rechtsextremismus.

Kennen wir Alle nicht diese Floskel „Sag bloß nichts oder willst Du, dass man Dich verprügelt?“?

Stillschweigend werden auch rassistische „Witze“ über farbige Mitbürger oder Andersdenkende geduldet und sich darüber amüsiert.
Später darauf angesprochen, warum man über den Witz gelacht habe, kommt das Scheinargument „Weil alle gelacht haben.“ oder „Ich weiß auch nicht.“ ans Tageslicht.
Auch die Floskeln „Der war doch gut. Stell Dich nicht so an!“ oder „Halt mir keine Moralpredigt!“ dürfte jeder kennen.

Im Stern wurden Namen und Gesichter von etwas achtzig durch deutsche Neonazis getötete Menschen veröffentlicht.
Der Aufschrei war groß.
Wann ist der Artikel aber vergessen?

Bald!

Oder schon längst!

Eine weitere Frage, die man sich in diesem Zusammenhang stellen sollte, ist, ob die „breite Masse des deutschen Volkes“ Integration möchte.
Anhand von Berichten, wenn ausländische Mitbürger von Neonazis provoziert oder verprügelt werden, hört man etwas wie „Mehmet XYZ, Deutscher türkischer Herkunft“, „Der Deutschlibanese Ali XYZ“, „der in Tansania geborene Deutschafrikaner Youssou XYZ“.
Spielt es eine Rolle, ob ein Deutscher in Deutschland geboren wurde, ob seine Eltern aus dem Ausland stammen und/oder Deutsche sind, ob er schwarze, weiße oder eine andersfarbige Haut hat?

Kann man nicht einfach berichten : „Von Neonazis wurde Mehmet XYZ verprügelt.“?
Allein schon der Unterschied zu „Von Neonazis wurde Mehmet XYZ, Deutscher türkischer Herkunft verprügelt.“ ist gravierend.
Bei der ersten Variante stehen die prügelnden Neonazis im Mittelpunkt, in der zweiten der „Deutsche türkischer Herkunft“.

Ist der Hinweis „Deutscher türkischer Herkunft“ ein Beweis mangelnder Akzeptanz von Integration?


*:
Die Bezeichnung Pawlowscher Hund bezieht sich auf das erste empirische Experiment des russischen Forschers Iwan Pawlow zum Nachweis der klassischen Konditionierung.
Der Forscher Pawlow hatte durch Zufall beobachtet, dass bei Zwingerhunden schon die Schritte des Besitzers Speichelfluss auslösten, obwohl noch gar kein Futter in Sicht war.
Er vermutete, dass das Geräusch der Schritte, dem regelmäßig die Fütterung folgte, für die Hunde mit Fressen verbunden war.
Der vorher neutrale akustische Stimulus (Schrittgeräusch) werde im Organismus des Hundes mit dem Stimulus „Futter“ in Verbindung gebracht.
Um diese Hypothese zu prüfen, gestaltete er ein entsprechendes Experiment.
Auf die Darbietung von Futter, einem natürlichen Reiz, folgt Speichelfluss, auf das Ertönen eines Glockentons nicht.
Wenn aber der Glockenton wiederholt in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Anbieten von Futter erklingt, reagieren die Hunde schließlich auf den Ton allein mit Speichelfluss.
Dieses Phänomen bezeichnete Pawlow als Konditionierung.

The Joker

Auf meinen Reisen durch das fallen mir immer und immer wieder Kuriositäten auf.
Eine Kuriosität hat mich sehr ergriffen, obwohl ich nicht begriffen habe, wie sie zustande kommt.
So las ich folgenden Satz.

„Deshalb hatte ich mich seinerseits auch nur für einen T-DSL1000-Anschluss entschieden gehabt.“

Ich kam ins Grübeln und erinnerte mich, dass ich so etwas Ähnliches schon öfter gesehen hatte.

  • „ … ein Gedicht, das wo der Lehrer gemacht gehabt hat … “
  • „ … er hat zwar schluss gemacht gehabt … “
  • „ … ich habe eine Startsequenz und ein Paar Kommentatoren gemacht gehabt, als ich noch Hoffnung hatte … “
  • „ … vorher hatte das der phönix gemacht gehabt … “
  • „ … dank erstmal für deine nette hilfe, habe soweit auch nen fehler gemacht gehabt … “
  • „ … Spanien hat es doch tatsächlich erwischt, deshalb hatte ich ihre Fahne auch gehisst gehabt, denn ich wollte doch nicht das Frankreich verliert …“

Mal abgesehen davon, dass in den oben zitierten Satzfragmenten noch einige „Varianten“ der deutschen Sprache zu finden sind, scheint „gehabt gehabt“ ein Phänomen zu sein.
Wenn man in Internet-Suchmaschinen „gemacht gehabt“ eingibt, werden viele solcher Ergebnisse angezeigt.
Man kann es auch mit „gelesen gehabt“ ausprobieren.

„Ich hatte den Zettel gelesen gehabt“.

Das Plusquamperfekt („Ich hatte den Zettel gelesen.“) wird zum Doppelpartiziplusquamperfekt.
Einigen Leute scheint es nicht „perfekt“ genug gewesen zu sein.

Seltsam ist aber, dass diese Konstellation nur mit intransitiven Verben existiert.
„Ich bin gelaufen gewesen“ gibt es nicht.
Na gut, vielleicht in Bayern : „ Ⅰ bin fei kimma g’wes’n“
Aber das ist eine andere Geschichte …

Das Doppelpartizipplusquamperfekt ist aber noch nicht das Nonplusultra (oder war es das Nullplusultra?).
«Er sagte : „Ich hatte dich gesehen gehabt.“ » wird in der indirekten Rede wohl nach der neuen unheimlichen Art zu einem Super-Plus-Ungut-Ungetüm, wie es (nicht mal) im Buche steht.

«Er sagte, er hätte mich gesehen gehabt gehäbtert.»

Was passiert aber, wenn jemand sagte, dass ER gesagt habe, dass ER jemand Anderen gesehen gehabt hatte?
In verwirrtem Sprachcode hieße dies wohl:

«Er sagte, der Andere hätte gesagt gehabt, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert hätte.»

Vielleicht kommt ja noch der wohlbekannte „Tuter“ hinzu.

«Er tut sagen, der Andere hätte gesagt getan gehabt haben, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert getan hätte.»

OOO

In der offenen und kostenfreien Bürosoftware OpenOffice wurden einige Fehler und Sicherheitslücken gekittet.
Die Import‑ und Exportfilter für den Austausch mit Microsoft Office wurden verbessert.
Dies betrifft vor allem die Version 2003.
In der deutschsprachigen Version ist standardmäßig die Rechtschreibkorrektur und mit Thesaurus integriert, sodass man diese Komponenten nicht mehr umständlich nachinstallieren muss, wie es noch vor kurzem der Fall war.
Im Gegensatz zu StarOffice 8 stehen keine kleinen Update-Pakete zur Verfügung, sondern das vollständige OpenOffice-Paket muss heruntergeladen werden.

StarOffice-Updates können nicht in OpenOffice eingespielt werden.

Man kann das Sicherheitsupdate nun unter http://de.openoffice.org herunterladen.

Windows XP

Ein Amerikaner hat Microsoft wegen der sog. WGA-Prüfung verklagt.
Während einer WGA-Prüfung wird untersucht, ob Windows XP mit einem Registriercode installiert wurde, den Microsoft für illegal hält, oder ob Windows XP legal erworben wurde.

Es gib mehrere Gründe für die Anzeige.

  • Microsoft betrieb Etikettenschwindel und deklarierte das WGA-Programm als kritisches Sicherheitsupdate.
  • Microsoft gibt keine oder nur irreführende heraus, was das WGA-Programm genau macht.
  • Das WGA-Programm hat eine sog. „Phone-Home-Funktion“. Daten werden zu Microsoft ohne Einverständnis und ohne Wissens des Benutzers gesendet. Damit verstößt Microsoft gegen Verbraucherrechte und Anti-Spyware-Statuten.

Microsoft erklärte lapidar, die Klage entbehre jeder Grundlage.
Mehr war nicht zu erfahren.

Detektiv

Jasmin Tiefensee hat(te) ein Blog, in dem sie über ihren Alltag in Teheran berichtet(e).
Sie fasste auch heiße Eisen wie Emanzipation oder Abtreibung an.
Was Jasmin Tiefensee aus dem Iran berichtete, was immer sehr interessant.
Seit kurzem kann man ihr Blog nicht mehr erreichen.
Wenn man es aufruft, bekommt man den Hinweis, dass ein Anzeigen aus technischen Gründen momentan nicht möglich sei.
Nachdenklich stimmt allerdings, dass die Hinweisseite mit MS Word erstellt wurde …

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