Emotionen

licht-in-dunkelheit

Zarte Hand greift behutsam
neben dem Po neben sich
Zärtliches Streicheln spricht
von Liebe, die es bereit ist zu geben
Große geöffnete Augen strahlen
glücklich in die des anderen
Glücklich sind sie
Bereit alles aufzunehmen
was sie sehen
Wippender leichter Schritt berichtet
von der Leichtigkeit, sich fallenzulassen
Bereitschaft, überall hinzugehen
Zuckersüße Küsse auf die Lippen gedrückt
mit Wünschen, nie damit aufzuhören

crying-man

Alleine in der Stadt
Niemand, der mich grüßt
Und ich gehe durch die Straßen
einsam unter vielen
Einsam und allein
Musik klingt durch Kabel geleitet
an meine Ohren
Ich kenne sie auswendig
die Rhythmen und die Texte
Ich weiß, wann der Gesang
einsetzt und aufhört
Wann ein Solo eines Instruments
kommt und wielange es dauert
Mein Herz bewegt sich nicht mehr zur Musik
Meine Seele tanzt nicht mehr
Alles ist anders, oberflächlicher
seitdem ein weiteres Mal
eine dicke Narbe mein Herz durchzog
Als ein Teil von mir starb
Flammen sind versiegt
Ich sehe andere Menschen
doch erfasse nicht
was sie tun
Ich marschiere mehr, als das ich gehe
marschiere ohne Freude
ohne irgendeine Motivation
Gehen des Gehen willens
nicht mehr weil ich Freude verspüre
Gehen nur noch
weil ich es früher auch tat
bevor ein Teil von mir starb
Ich sehe Leute, die Händchen halten
doch empfinde nichts
nicht mal Trauer
weil niemand mehr meine Hand hält
Auch keine Freude
weil sie so glücklich sind
Keine
Seitdem ein Teil von mir starb

Devil als Pirat

Gestern Abend um 23 Uhr war ich in .

Ich habe geklingelt und dann hörte ich das Gebelle.

Als Devil mich sah, war er überrascht. Er hat sich seeehr gefreut, mich zu sehen. Danach war spielen angesagt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir die ganze Nacht durchspielen können.

Kreatves Schreiben

Syntronica: „Was ist trauriger als ein Zug im Regen, der nicht fährt?“

Einsamkeit beschleicht mich, wenn ich alleine durch die Welt gehe.
Schauend nach links und rechts sehe ich viele Leute, doch niemand berührt mich wirklich.
Ich sehe schöne Dinge, doch sie machen mich nicht im Entferntesten glücklich. Sie heben meine Stimmung nicht.
Mein körperliches Befinden ist gut, doch meine seelische Komponente ist immer noch gefangen in Traurigkeit. an meine Nutzlosigkeit befallen mich und lähmen mein Empfinden.
Weiter gehe ich und schaue in Gesichter, erhasche manchmal, eher selten, einen freundlichen Blick, freue mich dieses Augenblicks, doch nach und nach verfällt dies wieder in endlose Traurigkeit.
Einsam unter vielen.
Ich spüre Fernweh nach einer Insel, die ich mehrmals kurz besuchen durfte.
Doch ich blieb an diesem Ort einsam und traurig zurück.
Der Ozean der Tränen schwemmte mich irgendwo an und es ging irgendwie weiter.
Fröhlichkeit wird erstickt durch die Nutzlosigkeit.
Regen geht auf mich hernieder, obwohl die Sonne scheint, und frisst an meinem vernarbten Herz, das einsam in meiner Brust pocht, pocht für niemanden und niemand hört den stummen, lautlosen Schrei in meiner Brust.
Sprengstoff und Feuer zirkulierten einst durch meine Adern, doch Regen ist ein Feuerlöscher.
Es gibt keinen Sonnenstrahl, der meine Welt erhellt, kein Sonnenstrahl zerstobt die Regenwolken, die über mir stehen und ihren Inhalt auf mich ausschütteln.
Und mir wird kalt.
Traurigkeit frisst weiter an mir und dies ist schlimmer als ein Zug im Regen, der nicht fährt.

Bin ich der Zug im Regen, der nicht fährt?

Superfliege: „Was ist trauriger als ein Zeug im Regen, der nicht fährt?“

Wir bitten um kurze Aufmerksamkeit liebe Fahrgäste! Leider kann bei diesem Regen der Zug nicht pünktlich weiterfahren, da einige Streckenabschnitte zu Zeit unpassierbar sind! Wir bitten sie Ruhe zu bewahren. Sobald das Problem beseitig ist, wird der Zug seine Fahrt wieder aufnehmen! Wir danken für ihr Verständnis!“ Ein Rauschen ging noch durch den Lautsprecher, dann war es funkenstill. Die Stille war nur von kurzer Dauer. Chaos und Hektik brach unter den Fahrgästen aus, Handys wurden aktiviert um wichtige Nachrichten und Mitteilungen weiterzugeben. Nur er blieb ganz ruhig auf seinem Stuhl sitzen. Er hatte keinen der auf ihn wartete und keine Nachricht die er weiterleiten musste! Müde legte er den kopf an die Kopfstütze und starrte nach draußen in den Regen. Sein Blick folgte den Regentropfen, und so langsam, ohne das es ihm bewusst wurde, gingen seine Gedanken auf Reisen!
Er sah sich, wie er lachend mit seiner Frau über eine Lichtung im Wald ging. Beide waren jung und voller Pläne, was ihre gemeinsame Zukunft anging. Sie wollten heiraten und Kinder haben! Hand in Hand lagen sie im Gras, schauten in die Wolken und bauten sich ihre Luftschlösser. Alles war so einfach und schön, rosarot lag die Zukunft vor ihnen. Das ganze blieb für beide nicht nur ein Traum, sondern wurde Wirklichkeit. Sie heirateten und was immer sie sich in ihrer Jugend ausgemalt hatten, es wurde Wirklichkeit! Ein Wehrmutstropfen lag auf ihrem Glück, bis jetzt hatten sie noch keine Kinder, so das alles erträumte in Erfüllung gegangen währe.
Traurig ging sie eines Tages zum Arzt und erzählte ihm von ihrem Wunsch, endlich ein Kind zu bekommen. Nach gründlicher Untersuchung meinte er, das es eine kleine Fehlsteuerung ihres Körpers sei, und nach einigen Tests, könne man dem entgegenwirken. Alle Tests brachten nicht das erhoffte Ergebnis, im Gegenteil, es war eine niederschmetternde Diagnose. Sie hatte Krebs!
Nachdem sie ihrem Mann die Diagnose gesagt hatte, brach für beide eine kleine Welt zusammen. Man war noch voller Hoffnung, und wollte dem Feind den Kampf ansagen! Er unterstütze sie, wo er nur konnte. Alle Operationen, alle Bestrahlungen, jede Chemo‑ die sie über sich ergehen ließ, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Diese Krankheit, sie verfolgte heimtückisch und sinnlos ihr Ziel! Als sie nicht mehr konnte saß er an ihrem Bett, hielt ihre Hand, und ließ sie schweren Herzens in eine andere Welt gehen. Sie glitt in das Reich der Toten, nachdem er ihr das versprechen gegeben hatte, wenn es an der Zeit ist, nicht bis zu seinem Lebensende als Singel u bleiben. Das war ihr letzter Wille gewesen.
Als sie ging starb ein Stück von ihm mit ihr. Mechanisch organisierte er die Beerdigung. Nicht eine Träne der Trauer hatte seine Augen verlassen. Allen Schmerz trug er in sich, über all die Jahre.
Nun saß er in diesem Zug im Regen, der nicht fahren konnte. Und wie der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte, konnte er endlich seinen Tränen freien lauf lassen. Alles Aufgestaute in seinem Inneren kam heraus. Er merkte dass dies nicht nur die Tränen der Trauer, sondern auch der Befreiung waren. Endlich konnte er gefühlsmäßig alles verarbeiten, was so lange verschlossen und verborgen in ihm war.
Dieser zwangsmäßige Stillstand in seinem Leben. Die Gedanken die dadurch auf Wanderschaft gingen, die Auseinandersetzung mit seinem Erlebten. Alles währe nicht geschehen, hätte der Zug weiterfahren können!
„Liebe Fahrgäste, wir danken für ihr Verständnis. Der Zug nimmt seine Fahrt wieder auf!“ knarrte es nach Stunden aus dem Lautsprecher.
Was gibt es traurigeres als ein Zug im Regen der nicht fährt. Sich zwangsweise im Leben, und sei es mit Hilfe des Unterbewusstseins, durch einen Stillstand mit Dingen auseinanderzusetzen, vor denen man so lange auf der Flucht war.
Im Zielbahnhof angekommen, setzte er seinen Lebensweg fort, doch nicht mehr mit den Ketten, die auf seiner Seele lasteten. Er war befreit, wenn auch auf eine sehr schmerzliche Art und Weise, da er sich endlich mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat!

Kreatves Schreiben
Bis vor kurzem habe ich an einem Kreativschreibkurs (Mehr dazu? Hier klicken!) teilgenommen.

Dies ist eins meiner „geistigen Werke“.

an das Gebäck“

Von weitem sah ich das Gebäck.
Es sah sehr lecker aus.
Schon von dort konnte ich den Geschmack erahnen, denn so schön sah es aus.
Mein gustatorischer Sinn malte sich aus, wie es wohl wäre, wenn ich hineinbisse.
Langsam ging auch auf das Gebäck zu und kam ihm näher.
So konnte ich auch besser erkennen, wie es aussah.
Bald war es ein Leichtes, dass Gebäck zu berühren und ich tat es.
Die Struktur war schön und so gleichmäßig, so wunderschön leicht.
Es gefiel mir. In meiner Fantasie sah ich mich schon hineinbeißen.
Dann führte ich es näher an mein Gesicht und leckte mit der Zunge leicht daran.
Es schmeckte so süß wie das Paradies.
Nun schloss ich meine Augen, um endlich hineinbeißen zu können.
Aber das Gebäck war plötzlich weg.

Kreatves Schreiben

Syntronica: „Blauer Lippenstift und eine Zigarette im Mundwinkel“

In Bistro war das Licht so dunkel, dass es nicht störte, aber auch so, dass man noch alles sehen konnte.
Während ich dort allein in einer ledernen Sitzecke saß, schaute ich wie zufällig zu zwei Frauen herüber, die am Tresen ein Getränk einnahmen.
Die eine von ihnen nahm ein Papiertaschentuch aus der Jeans. Die andere hielt ihr deren Zigarette hin, die diese in ihre Hand nahm. Die ohne Zigarette marschierte Richtung der Toilette.
„Hm!“, dachte ich, „alleine?“
Die, die jetzt die Zigarette hatte, war ungefähr in meinem Alter, suchte nach irgendetwas, steckte sich die Zigarette nach dem Hin‑ und Herschauen in den Mundwinkel und faltete dann das Papiertaschentuch auseinander. Sie schnäuzte hinein.
Sie trug blauen Lippenstift, der mir aber schon vorher aufgefallen war.
Ich schaute noch einige Sekunden auf ihre Lippen und dachte mir: „Was für eine Zicke ist das denn? Blauer Lippenstift!“
Was für eine komische Farbe!
Dann kam die Freundin nach ein, zwei Minuten zurück. Sie bekam wieder ihre Zigarette zurück und dann redeten sie wieder miteinander.
„Blauer Lippenstift! Was für eine Zicke!“, dachte ich wieder.
Stunden später.
Die, die in das Papiertaschentuch geschnupft hatte, während ihre Freundin auf der Toilette war, schaute mich verträumt an und nahm einen Schluck von ihrem Getränk.
Wir saßen immer noch in dem Bistro, uns gegenüber.
Ihre Freundin war schon längs gegangen.
Danach hatte sie mich gefragt, ob sie sich zu mir setzen dürfte, was ich aus einem nicht nachvollziehbaren Grund nicht verneinte.
So kamen wir ins Gespräch und lernten uns kennen.
Irgendwann war sie kurz auf der Toilette gewesen und hatte sich, ohne dass wir darüber ein Wort verloren hätten, den blauen Lippenstift entfernt.
Das war aber schon einige Stunden her.
„Sag mal“, sagte sie, „als du mich mit dem blauen Lippenstift gesehen hast …“
„Ja?“ fragte ich.
„… da hast du doch bestimmt gedacht: ‚Was für eine Zicke ist das denn?‘.“

Ich schüttelte den Kopf und erwiderte: „Ich schätze doch Leute nicht nach der Farbe des Lippenstifts ein. Was denkst du denn von mir?“

Superfliege: „Blauer Lippenstift und eine Zigarette im Mundwinkel“

Es war wieder einmal Wochenende, und sie wollte wie jedes Wochenende wieder auf die Suche nach einem Mann gehen! So lange war sie schon allein, und sie sehnte sich nach Zweisamkeit! Aber diesmal sollte es nicht wie immer Ablaufen, keine kurze Bekanntschaft mehr! Diesmal sollte es etwas anderes besonderes sein! Sie wollte nicht nach dem Wochenende erneut feststellen, das sie aufs falsche Pferd gesetzt hat, und ihre Bekanntschaft entpuppte sich als Familienvater, der sich für zwei Tage eine Auszeit von seinem Spießbürger leben gönnte!
Sie dachte sich an jenem Samstagabend, wenn ich aussehe wie eine Exotin, werde ich auch nur für die Männer interessant sein, die nicht nur eine kurze Bekanntschaft suchen!
Mit blauen Lippen und einer Zigarette im Mundwinkel stand sie nun an der Bar, und wartete auf ihren Traumprinzen! Nach einiger Zeit gesellte sich auch ein paradiesvogelähnlicher Mann neben sie! Schnell kam man ins Gespräch, und sie dachte, dieses Mal ist alles anders! Jetzt glaube ich habe ich das gefunden, was ich immer gesucht habe! Was nicht so ein Lippenstift ausmacht, dachte sie innerlich triumphierend!
Man verbrachte das Wochenende miteinander, und es lief wieder nach demselben Schema ab!
Enttäuscht stellte sie am Montag fest, dass ihr Paradiesvogel doch nur eine Ente war, und er glücklicher Familienvater sei!
Sie gestand sich ein, man kann zwar die Fassade ändern, aber solang man seine Einstellung nicht ändert, wird es immer auf dasselbe Ergebnis hinauslaufen!
Die Frau wird noch viele Frösche mit blau, gelb, rot oder pink gefärbten Lippen küssen, bis es soweit ist, das sie sich geändert hat!
Aber die Hoffnung gebe ich nicht auf, denkt die Frau, mit einer Zigarette im Mundwinkel!

Kreatves Schreiben

„Dinge, an denen mein Herz hängt“

Es sind keine materiellen Dinge, an denen mein Herz hängt, sondern eher die immateriellen.
Es sind Erklärungen, Antworten auf Fragen wie „Warum ist die Bahn des Mondes so, wie sie ist?“ oder „Warum kann man Licht nicht fangen?“
Es sind aber nicht nur die Fragen, was etwas sei, sondern wie etwas werde, die Frage „Wie geht es besser in Zukunft oder wie lässt sich manches beim nächsten Mal verhindern?“
Dabei geht es mir nicht darum, zu interpretieren, sondern zu überlegen, wie manches im positiven Sinne zu verändern ist.
Interpretiert haben die Philosophen genug.
Mir geht es darum, zu verändern.
Nichts ist konstant, so wie es viele wollen, es geht darum, alles zu Besserem zu verändern.
An diesen Dingen hängt mein Herz.

Kreatves Schreiben

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Dies ist eins meiner „geistigen Werke“.

„Als ich im Sommer den Duft der Veilchen vernahm“

„Ah!“, machte es neben mir und ich schaute mich um.
„Na, Patience?“ fragte ich uns lächelte die braunhaarige Frau an, „Habe ich dir zu viel versprochen?“
„Non, mon amour“ antwortete sie und streichelte meinen Arm, „hier ist es sehr schön.“
Sie küsste mich auf die Lippen. Bald blieb mir der Atem weg.
Ich ruderte mit den Armen und begann zu schielen, doch Patience hatte die Augen geschlossen und genoss den Kuss mit jeder Sehne ihres Körpers.
Ich schaffte es schließlich, meine Lippen vor ihren zu lösen und atmete erstmal durch.
Wahrlich eine Frau, die einem den Atem nahm.
Arm in Arm saßen wir einige Zeit auf der Terrasse und bewunderten die wunderschöne Landschaft.Patience war begeistert und konnte ihre Augen kaum von ihr lösen.
Obwohl wir unter einem Sonnenschirm saßen, lief mir bald der Schweiß über die Stirn. Sie bemerkte dies und grinste schelmig.
„Sollen wir etwas spazieren gehen?“ fragte ich.
„Oui, naturalement“, antwortete sie wieder auf Französisch. Dies tat sie sehr oft, um mich zu motivieren, meine französischen Sprachkenntnisse zu verbessern. Sie konnte aber auch hartnäckig sein, wenn ich partout nicht reagieren wollte. Dies konnte in eine Kissenschlacht ausarten.
Sie stand auf, nahm mich bei der Hand und führte mich hinaus.
Wir wanderten durch die sonnendurchtränkten Felder und genossen den langem Urlaub, der noch drei Wochen dauern sollte. Endlich unser wohlverdiente Urlaub, wie hatten wir uns gefreut.
Endlich machte uns niemand einen Strich durch die Rechnung.
Sie trug ihren Strohhut, ich meinen Lederhut. So konnte uns die Sonne nichts anhaben.
Nach einigen Kilometern Marsch kamen wir an ein Feld, das einer Gärtnerei gehörte und der Geruch der Veilchen zog uns in die Nase.
„Merveilleuse, des violettes“, bemerkte Patience, wieder mal auf Französisch und beugte hinunter, um den Duft besser genießen zu können.
Eine Frau um die Fünfzig kam uns entgegen und schaute uns an, während wir mal wieder im Küssen vertieft waren und sie erstmal nicht bemerkten.
Irgendwann lösten wir uns und bemerkten die Frau, die in unserer Nähe stand, jedoch irgendwo anders hin schaute.
„Ein schöner Tag“, sagte ich verlegen und fragte mich, seit wann die Frau hier stand.
„Ja, ein schöner Tag“, kam die Antwort, dann drehte sie sich um, und hielt uns einen Veilchenstrauß entgegen.
Wir zögerten, doch sie lächelte sehr freundlich und meinte: „Keine Angst, nehmen Sie ruhig. Mir gehört die Anbaufläche.“
„Ähm, ähm, ja, ähm, danke, vielen Dank“, sagte ich berührt und – das passiert mir nicht oft – nach Worten ringend.
Die Frau lächelte uns freundlich an und sagte: „Ich habe sie gerade gesehen, als ich die Bewässerungsanlage kontrollieren wollte. Ihre Augen strahlten so vor Liebe, da musste ich Ihnen einfach ein Geschenk machen.“
Patience, eigentlich auch nicht auf den Mund gefallen, war sprachlos und zog es vor, rot anzulaufen.
Sie berichtete nachher, mir wäre es auch so ergangen.
Der Duft der Veilchen.

Nun sitze ich hier auf der sonnenreichsten Insel Deutschlands und schaue auf die Rapsfelder.
Die Frau im Nachbarhaus hat von ihrem Mann einen Strauß Veilchen geschenkt bekommen und tat ihrer Freude allen Nachbarn kund.
Der Duft der Veilchen in meiner Nase, die Blumen in meiner Nähe, doch Patience war schon lange fort.

Wolf alias Syntronica

Ⅰ always see the same scenes in my night mares
And Ⅰ asked the shadows surrounding my mind
How does it feel to see me crying in the sun shine?
How does it feel to see me crying in the rain?
How does it feel to laugh when Ⅰ cry?
Sweating Ⅰ wake up, my eyes are wet and red.

Early in the morning after showering
Ⅰ am alone with all my tears and sorrows
The strong coffee does not cause anything
It can not vanquist my creeping sleep
Peaces of bread can not satisfy my hunger
Another bad and blue day has begun

How am Ⅰ supposed to be the bad man?
Why does not it stop raining on me?
What is the cause to always be in superstition?
My heart grows colder and the river grows larger.
Flames of eternal bad luck poison everything Ⅰ do.
When will there be the light of hope anymore?

Ⅰ sit between many people that Ⅰ know for a long time
And fI eel so poor, poor of success and poor of depth
Ⅰ hear what they say but Ⅰ do not understand
My mind keeps spinning me around another fright night
Ⅰ walk upon the lonely street of shattered dreams
Ⅰ sing the melody of a broken-hearted lonesome wolf

Kreatves Schreiben

Bis vor kurzem habe ich an einem Kreativschreibkurs (Mehr dazu? Hier klicken!) teilgenommen.

Dies ist eins meiner „geistigen Werke“.

„Als Besucher in der Heimat“

Lange war es her, seitdem er hier gewesen war, in dem kleinen Örtchen in Sachsen-Anhalt.
Über fünfunddreißig Jahre war es her, als seine sich Eltern entschlossen hatten, aus der sich formierenden DDR zu flüchten.
Der große Bauernhof mit den vielen, großen Feldern sollten zwangskollektiviert – so hieß der Diebstahl bei den Kommunisten – werden.
Der Pascha, wie man seinen Vater wegen der vielen Ländereien nannte, und seine Frau packten das Nötigste zusammen.
Der Pascha, seine Frau und die drei Söhne flüchteten während der Nacht in den Westen.
Sie kamen ins Auffanglager und dann irgendwann in einen kleinen Ort im Westmünsterland, im Zollgrenzbezirk nahe der niederländischen Grenze.
Ihnen wurde nichts geschenkt, sie arbeiteten schwer, und nach ein paar Jahren konnten sie sich ein kleines zweistöckiges Haus bauen.
Er ging von zu Hause weg und suchte sich erst im Ruhrgebiet, dann im östlichen Teil des Münsterlandes Arbeit.
Dort lernte er auch seine spätere Gattin kennen.
Seine Gattin und sein Sohn kannten alle Verwandten, aber nicht die, die im Osten geblieben waren, also nicht „rüber gemacht“ hatten, doch das sollte sich ändern, als einer der Cousin aus dem Osten seine Silberhochzeit beging.
Anfang der 1980er-Jahre begab er sich mit seiner Frau und seinem volljährigen Sohn zur Silberhochzeit seines Cousin nach Sachsen-Anhalt.
Es war eine schöne Feier und Freundschaften begannen, die bis heutzutage noch hielten.
Nun stand der Sohn des Paschas nach knapp fünfunddreißig Jahren wieder vor seinem Elternhaus, dem ehemaligen Bauernhof und vor Freude liefen ihm die Tränen über das Gesicht.
Heimat!

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