Emotionen

Kreatves Schreiben

Syntronica: „Wenn das Laub fällt“

Wenn das Laub fällt, fließt auch der Regen als großer Fluss durch die Seelen, der einsamen Menschen, die im Sommer versucht haben, jemanden für das gemeinsame Nest zu finden, doch leider gescheitert sind.
Laub fällt auf sie hernieder und hindert sie am Fliegen. So kommen sie nicht über sich hinaus. Und das Laub wird immer mehr und dadurch bedingt wird es schwerer.
Es lastet auf den Vögeln.
Bald kommt auch noch der Winter, der die müden und verletzten Knochen mit Eiseskälte quält.
Das Herz derjenigen, die niemanden anderen zu wärmen haben, erfriert fast und ihre machen Winterschlaf.

Superfliege: „Wenn das Laub fällt“

„Ich habe euch Monate lang getragen, ich habe euch geboren und wachsen lassen“, sprach der Baum zu seinen Blättern. Nun ist es an der Zeit, dass sich unser Lebensweg trennt. Wir haben eine sehr schöne Zeit miteinander verbracht, und viele Dinge erlebt. Ich durfte euch wachsen sehen, spüren wie ihr euch im Winde wiegt, und bei jedem Regenschauer aufs Neue erwacht und grünt.
Wir haben Vögeln ein Zuhause geboten, und die Jungtiere aufwachsen sehen.
Es waren wundervolle Momente, und zum Abschluss sollt ihr euer schönstes Kleid tragen, und euch im Winde ein letztes Mal wiegen.
Auf dieses Abendteuer waren die Blätter am meisten gespannt, hatten sie doch die meiste Zeit nur ihr grünes Kleid getragen. Jedes Blatt, so sagte der Baum, durfte sich seine eigene Farbe aussuchen. Jubelnd probierten die Blätter alle Fassetten aus, die es gab. Langsam, ganz langsam begannen sie mit dem wechseln ihrer Kleider. Es war so spannend und toll, so viele schöne Farben standen zur Auswahl. Man schaute nach rechts, man schaute nach links. Was machen meine Brüder und Schwestern, wofür entscheiden sie sich? Man schielte hinüber zu den anderen Bäumen, ob dort derselbe Vorgang vonstatten ging. Je mehr Wochen ins Land gingen, umso mutiger wurden sie, was die Wahl der Farben anging! Aber letztendlich fand doch jeder das passende Kleid für sich!
„Jetzt beginnt das große Finale“, sprach der Baum. „Tanzt euren schönsten Tanz, wiegt euch im Winde, wie ihr es noch nie erlebt habt.“
Beim nächsten Windstoß begannen die ersten Blätter damit. Im Takt vom rauschen des Windes ließen sie die Zweige los, und wirbelten durch die Luft. Es war das größte und schönste Erlebnis was sie je erfahren durften.
„Und nun“, dachten sich die bunten Blätter, „was passiert jetzt?“ War das alles, ist das das Ende?
Ängstlich waren sie nicht, denn nach diesem Flug waren sie so glücklich, dass man sich zusammenlegte und noch mal von dem erlebten erzählte.
Kinder kamen und suchten sich die schönsten daraus aus, um sie mit nach Hause zu nehmen. Viele Spaziergänger kamen vorbei, und bewunderten die schöne Pracht. Stolz lagen sie da, wie ein Teppich auf dem Asphalt.
Der Wind spielte weiter mit ihnen, und pustete sie hin und her. Am Fuße des Baumes an einer Wurzel blieben sie gemeinsam liegen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz für den Winter, kam der Igel daran vorbei. „Das ist es, was ich gesucht habe“, dachte er und jubelte auf. „Hier ist ein schönes buntes Plätzchen, wo ich die nächsten Monate bleiben kann“. Wohlig kroch er hinein, und verbrachte dort seinen Winterschlaf.
Der Baum schaute zurück auf die vergangenen Wochen und Monate. Er erfreute sich den ganzen Winter darüber, über den schönen Abgang seines Kleides. „Das sind die schönsten Momente für mich“, dachte der Baum. „Wenn das Laub fällt, und alle Blätter ihren schönsten Tanz tanzen“

Oxygene

Was bedeutet es, glücklich zu sein?
Jemanden zu lieben, gleichzeitig aber auch zu wissen, dass man von dieser Person auch geliebt (und begehrt) wird.
Auch zu wissen, dass diese Person die andere vermisst, wenn sie nicht in ihrer Nähe ist.
Gleichzeitig zu wissen, dass diese Person sich auf ein Wiedersehen freut.
„Glücklich sein“ heißt aber auch, dass man sich auf die geliebte Person zu hundert Prozent verlassen kann. Es muss absolutes Vertrauen herrschen.
Es bedeutet aber auch, dass man von der anderen Person weiß, dass man nie von ihr (willentlich) verletzt wird.
„Glücklich sein“ bedeutet weiterhin, zu wissen, dass Versprechen eingehalten werden und dass die andere Person die Wahrheit spricht.

Mon oxygene n'est plus là.

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren
laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Nichts gemeinsam

Sie bewegen sich in Kreisen.
Sie wiederholen ständig ihre Ansichten, die nur aus Vorurteilen und Vorverurteilungen bestehen.
Ihre Weltansicht besteht nur aus Klischees, die sie auf alles, was sie bewerten wollen, anwenden.
Sie sind festgefahren im Sand ihrer eigenen Welteninsel.
Sie benutzen alte Muster wie schon vor vielen Jahren, wenn sie etwas vergleichen.
Wenn sie etwas anschauen, dann nur die kleinen Öffnungen ihrer zerkratzten Brillen, die sie schon lange tragen und nie tauschen werden, und durch die sie nur einen kleinen Teil der Welt sehen.
Sie meinen, dass alles noch wie früher ist, doch das rührt daher, dass sie mit beiden Beinen in ihrer Welt stehen, in der die Uhren schon lange stehen geblieben sind.
Sie benutzen neue Werkzeuge wie alte, nachdem sie lange darüber gesprochen haben, wie schön das Alte doch ist, doch sie sehen nicht, dass mit den neuen Werkzeugen mehr Energie aufgewendet werden muss, wenn man die alten Methoden damit anwendet, als wenn sie die neuen Werkzeuge mit den neuen Methoden anwenden, doch sie hängen lieber dem Alten hinterher.
Sie kommen mit dem Neuen nicht klar und auch nicht mit den Menschen, die in der neuen Welt wohnen.
Und so sind sie ständig auf der Suche nach dem Alten.

Wir haben nichts gemeinsam.

Es sind keine Tränen, nur Schmerzen.

Sie wissen nicht, …

  • was ich denke.
  • was ich tue.
  • was ich fühle.
  • was ich liebe.
  • was ich hasse.
  • was ich will.
  • was ich bevorzuge.
  • was ich ablehne.
  • was ich sehe.

Sie wissen nicht, wer ich bin.

Der Wortkünstler

Worte sind meine besten Freunde.
Sie tanzen mit mir zusammen zur Melodie des Schicksals.
Manchmal ist die Melodie fröhlich, manchmal traurig, manchmal andante, dann wieder staccato.
Alles fließt um mich herum, und alles ist einem permanenten Wandel unterzogen.
Heute kann noch alles grün sein und morgen rot, übermorgen blau und dann vielleicht lila.
Ein Tag ist weiß, ein anderer schwarz, einer glänzt, der andere ist stumpf..
Am einem Tag scheint die Sonne und am darauf folgenden Tag regnet es aus Kübeln.
Es blüht um mich herum, und es verwelkt.
Wer weiß schon, was der nächste Tag bringt.

Und mit den Worten tanze ich durch die Zeit und durch die Welt, die mal traurig, mal fröhlich ist.

Nur für einen kurzen Augenblick - Ein Traum?

Nur für einen kurzen Augenblick sah ich ihre Augen.
Nur für einen kurzen Augenblick schaute ich in ihr Gesicht.
Niemals zuvor sah ich etwas Schöneres.
Positiv von mir beeindruckt lächelte sie freundlich zurück.
Wo sie wohl herkomme, dachte ich und ging weiter meinen Weg.
Auf der Treppe überzog mich ein warmer Schauer.
Die großen runden, dunklen Augen verfolgten mich.
Denken konnte ich nicht richtig, denn der Gedanke an die soeben geschauten Augen dominierte alles in mir.
Vom Balkon aus sah ich sie wieder.
Sie stand unten.
Ich schaute wieder in ihr hübsches Gesicht und bemerkte, dass sie lange schwarze, in der Sonne glänzende Haare hatte.
Angetrieben von wärmender Energie ging ich zur Treppe und stieg hinab.

Aus dem Haus kommend sah ich nur …

Sie war weg.

So passiert und passierte es wirklich

„Nun wird alles anders und besser“, sagt er und nimmt sie in den Arm.
Lächelnd und glücklich, dass er ihr mal seine Aufmerksamkeit widmet, steht sie vor ihm. Beide haben sich im Arm.
„Schön, dass es endlich besser wird“, bestätigt sie.
Sie verbringen eine Nacht miteinander, die sie besonders genießt, weil ja jetzt alles anders ist.
Die nächsten zwei Tage meldet er sich nicht bei ihr und steht dann am dritten Tag wieder bei ihr auf der Matte.
Er küsst sie und umarmt sie stumm.
In den nächsten Tagen geht es so weiter. Er kommt, wann er will. Sie vermisst ihn und sie telefonieren nur kurz miteinander. Er muss schließlich mal wieder Überstunden leisten. Dann kann er sie abends nicht mehr besuchen.
Manchmal aber telefonieren sie nicht, weil er es nicht geschafft hat oder weil er von den Überstunden so kaputt ist.
Sie ist irgendwann frustriert und regt sich auf, weil sich nichts geändert hat.
Ihre Probleme interessieren ihn nicht, er hört kurz zu und erzählt dann, was er auf der Arbeit erlebt hat und dass er diesen und jenen Freund getroffen hat, mit dem er ein oder mehrere Pils getrunken hat. Er beklagt auch, dass er Kopfschmerzen vom Alkohol hat.
Er hat sich also mal wieder aus dem Staub gemacht und ist auch sonst egoistisch und egozentrisch (geblieben).
Sie wünscht ihm die Pest an den Hals und verflucht ihn. Aber sie verflucht auch sich selbst, weil sie bei ihm geblieben ist, nachdem er ihr Versprechungen gemacht hat, die er wieder und wieder nicht gehalten hat.

Was passiert als Nächstes?

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Fragende Augen

Wenn dies Sonnenschein ist, was ist dann Regen?
Wenn dies schön ist, was ist dann hässlich?
Wenn dies Freude ist, was ist dann Traurigkeit?
Wenn dies ein Versprechen ist, was ist dann Lüge?
Wenn dies höflich ist, was ist dann gemein?
Wenn dies Lächeln ist, was ist dann Weinen?
Wenn dies ein Höhenflug ist, was ist dann ein Absturz?
Wenn dies Freundschaft ist, was ist dann ein Feind?
Wenn dies zärtlich ist, was ist dann brutal?
Wenn dies Medizin ist, was ist dann Gift?
Wenn dies gesittet ist, was ist dann perfide?
Wenn dies Honig ist, was ist dann Säure?
Wenn dies Offenheit ist, was ist dann Ignoranz?
Wenn dies Sprechen ist, was ist dann Schweigen?
Wenn dies freundlich ist, was ist dann schlechtes Benehmen?

Wenn dies Liebe ist, was ist dann Hass?

Pharao - Wolf heulend - Gaugötter

Der Wolf saß am Rande der einsamen Straße der zerbrochener Träume und dachte nach.
Es war ihm, als stünde ein Steinmetz hinter ihm und zeichnete die Geschichte, des Wolfes Leidensgeschichte, mit dessen Axt in eine schieferne Tafel ein.
Der Wolf hatte die Schatten der jüngsten Vergangenheit noch nicht ganz abgeschüttelt.

„Der Morgen ist da, Elendige.
Bald sind die schönen Tage für Dich vorbei und er wird kommen, Dein Akoluth mit den Weihrauchfässern.
Er wird sie vor Dich stellen, aber der Weihrauch riecht nicht.
Du meinst, er sei Dein Fächerträger, doch Du bist nur seine, ihm dienende Sandalenträgerin.
Er wird heuchlerische, verlogene Lobeshymnen anstimmen.
‚Heil, wunderschöne Inkarnation, die vom Osten kommt. Heil, Dir, meine Lebensspenderin.‘
Ja, Du bist seine Lebensspenderin, aber er nicht Dein Lebensspender.
Er saugt Dich nur aus. In Kürze sucht er sich jemand Anders dafür.“

Der Wolf sinnierte weiter, denn die Schatten hatten ihn heimgesucht und drückten schwer auf ihm.
Er ließ sich ganz nieder am Straßenrand.

„Was für ein Gefühl ist es zu wissen, dass Du seines Lebens niemals würdig sein wirst?
Dass Du nur eine Figur in seinem egoistischen, egozentrischen und narzißtischen Gehabe bist?
Dass er Dich nur benutzt, solange er Dich als Dienerin gebrauchen kann?
Dass er seine Dir gegebenen Versprechen niemals einhalten wird?“

Die Schatten der Vergangenheit zogen sich langsam zurück und die Liebe starb in diesem Augenblick.
Der Wolf fühlte sich befreit, doch der Schmerz hielt noch an.

„Was für ein Gefühl ist es zu wissen, dass ich die wahre Inkarnation der Standfestigkeit bin, von dem goldenen auserwählt, ehe ich geboren wurde, mit Namen benannt, ehe ich geboren wurde, lange bevor Du Deine Partikelhärchen geschwungen hast?

Das ist es, was wirklich zählt, nicht wahr?

Du hast mich und Deine, unsere Freunde verladen und belogen.
Du hast mich und Deine, unsere Freunde verstoßen, ohne ein Wort.
Du hast versucht, meine und die Ehre Deiner, unserer Freunde durch den Dreck zu ziehen.

Und Du kannst uns stillschweigend vergiften, aber EINS kannst du nicht ändern!

Niemals!

Du kannst meinen Namen auslöschen, Du kannst die Aufzeichnung meiner Taten der Liebe in Deinen Träumen und Deinen Erinnerungen verbieten und auslöschen, aber Deine eigene Unwürdigkeit kannst du nicht mit der Axt des Steinmetzes beseitigen.
Nimm die Verehrung Deines heuchlerischen Akoluthen entgegen!
Stricke Deine eigenen verlogene, Dir angenehme Realität!

Doch denk dran!

Wir sind niemals müde.
Wenn Du bald weinend und enttäuscht zusammengekrümmt im Sande liegst und wimmerst, dass Du noch weniger als ein Nichts in den Augen Deines Akoluthen bist, dann kommt unsere Stunde.
Und wir werden Dir brutal mit eisiger Miene sagen:
‚Hättest du auf uns gehört!‘

Aber dann ist es zu spät.
… zu spät für Dich.
Geh!
… Deinem Ende der Freundschaft und Liebe entgegen!“

Und der Wolf stand auf und ging weiter auf der einsamen Straße der zerbrochenen Träume …

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