Bigotterie

Kupferspulen – Strahlen – some rights: http://www.pixelio.de

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über Kupfermatten, die gegen Erdstrahlen helfen sollen, berichtet.
Gestern habe ich wieder die Kupfermatten-Anzeige, die sich in Revolverblättern über zwei Seiten erstreckt, gesehen.
Auf der zweiten Seite sind im Gegensatz zum vorigen Mal noch mehr Dankesschreiben abgedruckt.
Wahrhaft erstaunlich, was die Kupfermatte doch alles vermögen zu lindern. Das hatte ich vergessen.
Ich bin jedenfalls nun besser informiert, was genau Erdstrahlen sind und wie Störungszonen entstehen. Und was man dagegen machen kann.

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Galileo-wikipedia

„Eppure si muove“, soll Galileo Galilei als Abschluss seines „Widerrufs“ gesagt haben …

Galileo Galilei, bahnbrechender Naturwissenschaftler auf den Gebieten , und Astronomie, wurde am 15. Februar 1564 in geboren und starb am 8. Januar 1642 in Arcetri.
Galilei war ein Anhänger des heliozentrischen Weltbildes, was aussagte, dass sich nicht, wie es Meinung der katholischen war, die Sonne um die Erde drehte, sondern die Erde um die Sonne. Dieses Weltbild wurde im Nachhinein auch „kopernikanisch“ genannt.
1616 wurde ein Buch des Klerikers Foscarini von der Inquisition verbannt, da dort zu lesen war, dass das Weltbild der Kirche und das kopernikanische sich nicht ausschließten. Auch das Buch von Kopernikus, das die Sonne in den Mittelpunkt des Planetensystems stellte, wurde „suspendiert“, d.h. man durfte dieses Buch kritisieren aber nicht (mehr) verbreiten.
1632 veröffentlichte Galilei das Buch „Dialogo sopra ⅰ due Massimi Sistemi del Mondo Tolemaico e Copernicano“ (Dialog über die zwei wichtigsten Weltsysteme, das Ptolemäische und das Kopernikanische). Dieses Buch sammelte objektiv Gründe für und gegen beide Systeme.
1633 schritt die Inquisition gegen das Buch ein, weil das von der Kirche verbreitete Weltbild nicht ordentlich genug verteidigt worden sei.
Über dies hatte Galilei gegen Papst Urban einen Seitenhieb verteilt, indem er dessen Spruch, man könne eine Theorie nie über dem vorhergesagten Ergebnis nachweisen, weil Gott sich jederzeit einmische könne und das Ergebnis ändern könne.
Galilei musste im Inquisitionsprozess seine „Fehler“ verfluchen. So entging er dem Scheiterhaufen und wurde zu Kerkerhaft bis an sein Lebensende verurteilt.

Dass Galilei „(Und) sie dreht sich doch“ (Eppure si muove) bezogen auf die Rotation der Erde um die Sonne als Abschluss seiner „Fehlerverfluchung“ gesagt haben soll, ist sehr zweifelhaft.
Andere Quellen glauben, dass er es gesagt haben sollte, als er den den Raum verließ, in dem der „Prozess“ gegen ihn stattgefunden hatte.

Galilei war durch seine Selbstverleugnung haarscharf dem Tod durch Verbrennen auf dem Scheiterhaufen entgangen.
Hätte er „Eppure si muove“ gesagt, hätte er ja behauptet, dass er das kopernikanische Weltbild weiterhin für korrekt halte. Damit wäre er dem Tode nicht entkommen.

1979 ordnete Papst Johannes Paul Ⅱ. eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Galilei an.
Am 5.7.1984 wurde der Fall mit einer halbherzigen Rehabilitation Galileis abgeschlossen.
Erst 1992 wurde Galilei offiziell von der katholischen Kirche rehabilitiert.

Das Kreuz mit der Kirche

Ein katholischer Bischof in China wollte in seiner Osterpredigt darauf hinweisen, dass es in China keine Religionsfreiheit gibt.

Da in China ja Diktatur herrscht, muss man sich alles durch die Zensurbehörde absegnen lassen.
Die Zensurbehörde makelte an, dass der Satz wegen der Religionsfreiheit nicht „korrekt“ sei und verbat sich ihm.

Wie hat nun der Vatikan darauf reagiert?

Der Vatikan hat auf den chinesischen Bischof „eingewirkt“, dass er die Passage aus seiner Predigt streicht.

Was für ein und opportunistisches Pack im Vatikan doch sitzt!

Nachdenklich

Papst Benedikt XVI. wird Mitte Dezember Italien besuchen.

Entgegen der Beteuerung wird der Papst den Dalai Lama doch nicht am 13. Dezember treffen.

Ist das Treffen abgesagt worden, weil China Druck ausgeübt hat?

Dies meinen italienische Zeitungen.

Ansonsten macht sich der Papst doch auch für Menschenrechte stark.

Er hätte ein Zeichen setzen können.

kruzifix-bw

In den Nachrichten auf der Webseite der katholischen habe ich die Überschrift „Schutz für gefährdete Kinder in Kindertagesstätten“ gelesen.
Sofort ging mir durch den Kopf, ob die katholische Kirche wohl endlich etwas gegen pädophile Priester mache, doch in dem Artikel ging es um Armut und verwahrloste Kinder.

Auch ein wichtiges Thema!

Was ist eigentlich aus dem „vormals pädophilen“ Priester geworden?

Es war herausgekommen, dass der regensburger Bischof Müller einen Priester in Riekhofen in der Seelsorge eingesetzt, obwohl es dem Bischof bekannt, dass dieser Priester wegen Kinderschändung verurteilt worden war.
Angeblich war der Preister als geheilt aus der Psychiatrie entlassen worden.

Seit dem Publikwerden wurde erstmal geschwiegen, nachdem man kategorisch alle Schuld von sich gewiesen hatte.
Der Priester ist inzwischen nicht mehr in Riekhofen eingesetzt.
Bischof Müller ging sogar so weit zu sagen, dass sogar Jesus habe auch Fehler begangen, denn er habe Judas zum Jünger gemacht, obwohl der ihn später verraten habe.
Die katholische Kirche hat eine halbseidene Minimalstellungnahme zu „missbrauchten Kindern durch pädophile Priester“ herausgebracht, die aber nichts anderes war, als die Rechtfertigung Müllers.

Was ist seit dem passiert? Hat die katholische Kirche etwas unternommen?

Die Antwort wird niemanden wundern.

Nein!

Es hat sich keiner bei den Eltern der Messdiener des riekhofener Priesters entschuldigt.

Diese ist pure Menschenverachtung!

Vielleicht meint die Kirche ja, dass es für den Priester eine Strafe gewesen sein mag, als er in Riekhofen in der Nähe von Kindern eingesetzt war, so ähnlich wie Bankräuber, die Goldmünzen polieren müssen im Knast, aber keine einstecken dürfen.

Standpunkt

Diözesensprecher Voß hat seinen Nazi-Vorwurf gegen Claudia Roth zurückgenommen.
Nachdem die Ober-Grüne, Claudia Roth, den augsburger Bischof Mixa heftigst für dessen reaktionäre Einmischung in die Familienpolitik der Bundesregierung angegriffen hatte, hatte Voß gekontert, Claudia Roth Worte seien faschistoid gewesen und ihre Polemik sei genauso hetzerisch gewesen wie die, die die Nazis gegen die Kirche benutzt hätten.
Auch seine Aussage, die Grünen seien für Christen nicht mehr wählbar, hat er relativiert. Er sagte, er sei nur verärgert gewesen und seine diesbezügliche Aussagen sollten nicht verallgemeinert werden.

Gestern hat der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Georg Schmidt, Voß aufgefordert, sich für den „Ausrutscher“ zu entschuldigen.

Es geschehen anscheinend noch Wunder!

Herr lass Hirn regnen

Claudia Roth hat den augsburger Bischof Mixa während einer Rede auf dem Grünen-Parteitag als „durchgeknallten, spalterischen Oberfundi aus Augsburg“ bezeichnet.
Sie bezog sich dabei auf die populistische Haltung Mixas zur Familienpolitik von Familienministerin von der Leyen.
Nun ist „Merkwürden“ beleidigt. Die Kuttenträger um Mixa verlangen eine Entschuldigung Claudia Roths.
Volker Beck, einer der Ober-Grünen, wies dies zurück. Gleichzeitig hackte er auf den augsburger Diözesensprecher Voß herum, da dieser gesagt hatte, dass die Worte Claudia Roths „in erschreckender Weise an die Propagandahetze der Nationalsozialisten gegen die katholische und ihre Repräsentanten“ erinnerten und „beunruhigende faschistoide Züge“ enthielten.

Die katholische Kirche …

Ein vormals pädophiler (politisch korrekt für ‚kinderschändend‘) Pfarrer wird in Riekhofen auf Kinder losgelassen, obwohl es bei der katholischen Kirche Regeln gibt, die besagen, dass ein vormals Pädophiler (politisch korrekt für Kinderschänder) nie mehr seelsorgerisch tätig werden darf, da sich Kinderkontakt nicht vermeiden lässt.
Der zuständige Bischof Müller aus Regensburg redet sich daraufhin auf eine blamable Art heraus. Auf der kürzlich darauf stattfindenden Bischofskonferenz wird eine halbherzige Wischiwaschi-Erklärung herausgegeben, die Bischof Müller rechtfertigen soll, aber keine entschuldigenden Worte findet.

Kardinal Meisner aus Köln nennt auf der Eröffnung des Diözesanmuseums „Kolumba“ Kultur, der der Gottesbezug fehlt, „entartete Kultur“.
Nachdem viele Menschen auf die Barrikaden gehen, weil er sich des Nazi-Jargons bediente, verteidigt er seine Rede und begibt sich daraufhin auf eine Reise nach Osteuropa.
Die katholische Kirche, einschließlich Kardinal Meisners, hat dazu nichts verlautbaren lassen.

Bischof Mixa, der sich von Claudia Roth beleidigt fühlt, hat Familienministerin von der Leyen permanent scharf angegriffen in der Diskussion um mehr Kinderkrippenplätze.
Mehrmals hat er sich gewaltig im Ton vergriffen.
Eine Entschuldigung seinerseits trotz Aufforderungen hat es nie gegeben.

Wenn es der katholischen Kirche um das Herausposaunen der eigenen Meinung geht, ist sie, nicht nur in jüngster Zeit, nie zimperlich gewesen.
Jetzt, wo Claudia Roth Bischof Mixa hart angegangen hat, weil er populistisch gegen die Familienpolitik skandiert, ist er derjenige, der sich beleidigt fühlt.
Sein Diözesensprecher Voß darf überdies Claudia Roths Polemik faschistoid nennen.

Herr, lass Hirn regnen …

… in alle Richtungen!

Standpunkt Neo-Tronica

Trotz herber bezüglich seiner Äüßerung zu „entarteter Kultur“ sieht Kardinal Meisner keine Veranlassung zurückzurudern.
Kritik interessiert ihn nicht. Er bleibt bei seiner Meinung, dass der Ausdruck „entartete Kultur“ angebracht gewesen wäre.
Momentan verweilt er in Rumänien. Von da aus hat er sich nicht hierzu geäußert.

Bischof Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Bischofskonferenz, sagte dazu nun: „Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf.“
Bischof Fürst betonte , dass dies seine eigene Meinung und nicht die der Bischofskonferenz sei.

Ein Sprecher des Erzbistums Köln meinte, dass Meisner die ganze Gesellschaft gemeint habe, die entgöttlicht sei. Der Sprecher meinte aber auch kleinlaut, dass Meisner, wenn dieser gewusst hätte, welche Empörung er damit ausgelöst hätte, wohl einen anderen Begriff benutzt hätte.

Die Deutsche Bischofskonferenz schwieg zu der Äußerung Meisners beharrlich.
Es ist zu hoffen, dass die sie sehr bald Stellung nimmt.
Auch eine Rüge Meisners durch sie sollte stattfinden.

Das Kreuz (mit) der Kirche

Papst Benedikt XVI. war vor Kurzem in Brasilien, um u.a. auch eine Bischofskonferenz zu eröffnen.
In Lateinamerika sind die Hälfte der Katholen, und so war es für den Papst etwas Besonderes, nach Brasilien zu fahren.
Er hielt natürlich – Wie sollte es auch anders gewesen sein? – mehrere Messen mit mahnenden Predikten.
Ein besonderes Auge hatte er auf die evangelischen Kirchen in Lateinamerika, insbesondere die evangelischen Freikirchen.
Da die Katholische gerade in Lateinamerika viele Gläubige verliert, ziehen die evangelischen (Frei‑) Kirchen viele „Abtrünnige“ zu sich herüber.
Christen sind Christen, aber gerade dies gilt nicht für den bzw. bei dem Papst.
Anstatt darüber nachzudenken, warum der Katholischen Kirche weltweit die „Schäflein“ weglaufen, übt er scharfe an der aggressiven Abwerbungtaktik der, wie er es nennt, Sekten.
Wenn die Katholische Kirche so unfehlbar und perfekt ist, wie der Papst immer behauptet, warum können dann die Evangelen so viele Katholen an sich ziehen?
Wenn die Katholen so stark im Glauben wären, träten sie bestimmt nicht über …

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