Baden-Württemberg

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Über Pfingsten fand dieses Jahr auch wieder das „SWR Sommerfestival“ statt.

Wir wurden von der Redaktion „Landesschau Baden-Württemberg“ bzw. „Heimat Baden-Württemberg“ zu „Steampunk“ interviewt.

Bei Instagram und bei Facebook kann man nun ein Kurz-Video davon sehen.

Vielen Dank an den SWR!

Das Kurz-Video anschauen bei

Unsere Fotowebseite zu „Steampunk ud Retro-Futurismus“

Am Samstag, den 2. Juni 2018, fand in der ehemaligen Lederfabrik Röhm in Schorndorf ein beeindruckendes Foto-Shooting statt.

meets Lost Pace“

Siebzehn Fotografen und fünfundzwanzig Models aus den Genres Steampunk, Endzeit, Cosplay, Fantasy und Working People waren gekommen, um das Röhm-Areal mit Leben zu füllen.

Von morgens um neuen bis nachmittags gegen 17:30 Uhr wurde posiert, geknipst und vielen mehr.

Es war ein schöner Tag, an dem hervorragende Bilder entstanden.

Die ersten Bilder von uns haben wir online gestellt.
Wir haben extra wegen (etwaiger) „Bildrechte Dritter“ nur Bilder genommen, die uns zeigen (mit einigen Ausnahmen, für die wir Genehmigungen eingeholt haben).

Wir danken den Planern und den Fotografen!

P.S.: Wer veröffentlicht werden möchte, melde sich unter „Schreibe einen Kommentar“!


(Foto: Jochen Enderlin/Südwestrundfunk)

Am Samstag hielten wir uns beim „SWR Sommerfestival“ auf.
Ein Fotograf, Jochen Enderlin, schickte uns Bilder und erinnerte sich an unsere (Real‑) Namen.
Für uns ist es „normal“ beim SWR mit dem Moderator Günter Schneidewind in Verbindung gebracht zu werden.


(Günter Schneidewind – „Der Große Schneidewind“)

In der Antwort-Mail witzelten wir, was ihm denn bei unseren (Real‑) Namen einfiele und waren sehr überrascht, was er uns mitteilte.


ich hatte mich über den Namen an die Aktion von 2016 erinnert, als ich mit Corvin Tondera-Klein in der Hitfahrzentrale unterwegs war 
https://www.swr.de/swr1/bw/swr1-hitfahrzentrale-die-kleine-schneidewind-und-cora/-/id=233362/did=18331670/nid=233362/annuw8/index.html

Viele Grüße und noch einen schönen Feiertag

Sabine hatte vor knapp zwei Jahren bei der „Hitfahrzentrale“ mit gemacht und hatte zwei Freikarten für die „Finalparty der SWR1-Hitparade“ gewonnen.  

Eine schöne Erinnerung!

Am 5.5.2018 trafen sich Zeitreisendene, Steampunks, Retrro-Futuristen und Neo-Victorians zum gemeinsamen Picknick im „Blühendem Barock“am Schloss Ludwigsburg.
In ausgelassener Atmosphäre wurde das Wiedersehen gefeiert, das diesmal nicht am Schloss Monrepos sondern eben hier stattfand.

Wir waren aktiv dabei und haben einige Lichtbilder davon in einem Album zusammengestellt.

Zum Beitrag

Gestern fand die „Lange Nacht der Museen Stuttgart 2018„ statt.
Im Polizeimuseum wurden wir zig mal abgelichtet und auf Photoplatten gebannt.

Die Polizeifreunde waren sehr fasziniert von uns, was sie auch zum Ausdruck brachten (Scrrenshot oben).

Polizeimuseum Stuttgart Der Preis zu den beliebtesten Fotomodels des Abends ist Euch sicher. Schön, dass Ihr bei uns gewesen seid und Kompliment für Euer Outfit! 

Grüße vom Team des Polizeimuseum

Vielen Dank dem Polizeimuseum und den Polizeifreunden!

 

Diesmal möchten wir erzählen, wie wir zu unserer Hündin Cora kamen.

Es war eine Zeit, in der zwei Abenteuer hinein spielten.

Als wir das zweite Abenteuer bestanden hatten, schauten wir uns noch etwas um und sahen in einigen hundert Ellen Entfernung ein Haus stehen, das uns bekannt vorkam.
„Hier waren wir doch schon mal“, sagte meine Gemahlin, Sabine Edelfrau von Syntronica, zu mir und schaute mich erwartungsvoll an.
„Ja, vor 34 Jahren“, bestätigte ich nickend, „das sage ich jetzt salopp. Der Brillenmacher würde sagen, dies sei nicht korrekt und wiese uns darauf hin, dass wir sagen müssten: ‚Wir waren hier schon mal im Laufe einer ins Jahr 1513.“
Wir beide lachten ironisch.

„Weißt Du noch, wie wir mit dem Hund angebändelt haben“, sagte die Edelfrau mit trauriger Mine, „aber dann mussten wir ihn hier lassen wegen der Zeitdirektiven.“
„Wir haben aber die Tür angelehnt, damit er entkommen konnte.“
„Wenn ich mir überlege, dass er eingegangen wäre“, sagte sie, „aber wie Du schon sagst. Er konnte ja raus, als wir gingen.“
Wir gingen Richtung des halbverfallenen Hauses.
Die Brücke, die nur noch ein Weg über das Feld war, war etwas mehr angefault als „damals“. Klar, es waren ja faktisch 34 Jahre seit unserem letzten Besuch vergangen.
Wir Zeitreisenden hatten ja kaum Zeit einbüßt.
Wir schlenderten durch die Gänge des Hauses, nachdem wir die Brücke passiert hatten.
Überall war es staubig, die Treppe knarzte. Als wir im ersten Obergeschoss herumliefen, gab es auch knarzende Geräusche beim Laufen. Wir entschieden uns, wieder ins Erdgeschoss zu gehen.
Nicht dass noch etwas passierte!
Irgendwann kamen wir in dem Halbdunkel des Inneren zu der Tür, die wir angelehnt hatten, damit der Hund hinausgehen konnte. Ein Spalt hatten wir offene gelassen, nach dem der Hund eingeschlafen war.
Dann hatten wir uns weggeschlichen. Die Zeitdirektiven konnten schon nerven, aber sie waren richtig. Man durfte nichts verändern, wie zum Beispiel jemanden retten.
Die Tür war verschlossen. Also griffen wir die Klinke, die verstaubt war, und öffneten die Tür. Die Kemenate roch muffig. Staub verteilte sich durch unser Eintreten.
Dann sahen wir es und zuckten zusammen.

In einer Ecke lag ein halbverwester Hundekadaver.

Uns fuhr es eiskalt den Rücken herunter.
„Oh nein!“, machte meine Gemahlin, „der arme Hund!“
Uns war zum Weinen zumute.
Voriges Mal, also im Jahr 1513, als wir schon mal hier waren, lernten wir diesen Hund kennen.
Wir erkundeten dieses Haus, da wir noch welche von den Schurken hier vermuteten, als wir ein Bellen und Winseln hörten.
Hinter genau der Tür, die wir gerade geöffnet hatten, war der Hund eingesperrt gewesen.
Er freute sich, dass wir da waren und ihn erhört hatten, und zeigte es uns, indem er uns die Hände leckte. Er folgte uns von dem Zeitpunkt an.

In dem Abenteuer im Jahr 1513, von dem wir noch detailliert berichten werden, mussten wir nach der erfolglosen Suche in diesem Haus auch wieder aufbrechen.
Den Hund konnten wir leider nicht mitnehmen. Denn dies widerspräche der Ersten Zeitdirektive des „Amtes für Ätherangelegenheiten“. Dies ist eine der höchsten Behörden neben der „Behörde zur Untersuchung Temporärer Distorsionen“.

„Anscheinend hatten wir mit unserer Annahme, dass wir vor 34 Jahren zu diesem Haus kamen, um den Hund zu retten, unrecht“, sagte ich mit betrübtem Blick, „die Tür, die wir ein Spalt aufließen, nachdem wir gegangen waren, nachdem der Hund eingeschlafen war, muss wohl durch einen Windstoß zugeschlagen sein.“
„Das arme Tier, verhungert oder verdurstet!“, proklamierte Edelfrau von Syntronica.

Dann schmiedete ich einen Plan.
„Meine Gemahlin!“ begann ich und die Angesprochene horchte auf, Das Schicksal des Hundes war wohl, an diesem Ort zu sterben. Aber ich habe eine Idee.“
Meine Gemahlin schaute mich an.
„Wenn ich mich richtig erinnere, entsteht auf diesem Gelände hier ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ein industrielles Produktionsgebiet. Das heißt, dass dieses Haus verschwinden wird oder irgendwann verfallen ist und etwas anderes hier entsteht.“
„Hier wird irgendwann ‚Bleile‘ hergestellt“, bejahte Sabine, „aber ich weiß noch nicht, worauf du hinaus willst.“
„Der Hund ist hier gestorben, und hat anscheinend keine Bewandtnis in der Zeit. Im Jahr 1513 war er hier eingeschlossen und wir glaubten, wir wären hier hergekommen, um ihn zu befreien. Er war aber kurz darauf wieder in diesem Raum, den wir einen Spalt aufstehen ließen. Er sollte also sterben.“
„Hm!“
„Wenn wir jetzt ins Jahr 1513 zurückfliegen, kurz nachdem der Hund durch Dein Streicheln einschlief, können wir ihn also aus dem Raum zu uns nehmen. Er hat ja keine Bewandtnis sonst, außer hier zu sterben. Und ich möchte nicht wissen, wie es ist, zu verhungern oder zu verdursten.“
„Es ist der gleiche Hund von damals“, meinte meine Gemahlin, „ein Weibchen.“

Sie dachte kurz nach und nickte: „Gut, dann machen wir es so. Wir müssen nur vorsichtig sein, dass wir nicht unsere – wie soll ich es sagen? – früheren Ichs treffen.“
„Das könnte riesige Probleme geben“, erwiderte ich, „wenn wir die Zeitfäden berühren, dann kommen wir in ein Paradoxon, dessen Ausmaße nicht auszudenken sind.“

Wir gingen zu unserem Zeitschiff und machten die Maschinen bereit. Dampf und Rauch machte sich kurz breit, als sie anfuhren, dann war alles ruhig.
Wir stellten den 29. Juni 1513 ein. Denn wir hatten den Hund an unserem Jubiläumstag, den 28. Juni, getroffen. Den Tag, an dem wir uns – Sabine und ich – das erste Mal getroffen hatten. Einen Tag später war zwar in Bezug auf den Hund schlimm, doch so trafen wir nicht uns selbst.

Es schüttelte uns durch, dann wurde die Umgebung um uns herum grünlich. Der Zeittransfer hatte begonnen. Nach einige Minuten ging die dampfbetriebene Pfeife und wir waren am Ziel.

Wir stürmten heraus und gingen ins Haus.
„Wir kommen, Hund!“, rief Edefrau von Syntronica vor Begeisterung.
Wir hörten den Hund bellen.
Er hätte uns fast umgeworfen, als wir die Tür öffneten.
„Komm mit uns!“, sagte ich.

So kamen wir – Dietmar und Sabine, Edelleute von Syntronica zu unserem Hund, genauer genommen zu unserer Hündin Cora.

© Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net

Das alte Jahr ist gleich entsorgt.

Guten Rutsch!

Nachrichten Deutschland Politik Dietmar Syntronica Herzbeben

Populismus ist – einfach gesagt – eine Art von Politik, wenn auf die Stimme des Volkes hören bzw. machen, was das Volk – lat. „Populus“ – sich wünscht.
ist, wenn Parteien ihre Fahne in den Wind halten.

Bekanntermaßen gilt die AfD als „rechtspopulistisch“. „die Linke“ seltsamerweise nicht als „linkspopulistisch“.

Die AfD kritisiert die Flüchtlingspolitik und die Ausländerpolitik des Bundestages und wird von den anderen Partieien mehr oder weniger harsch angegangen. Man hört dann immer, dass AfD-ler ja nur „Populisten“ seien.
Wenn etwas passiert, ist und die AfD direkt reagiert und Maßnahmen fordert, kommt dieses Totschlagargument auch wieder ans Tageslicht.

In Kandel hat nun Afghane, den man bis dahin als 15-jährig einstufte, ein Mädchen mit einem Messer ermordet.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und  der Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg, Thomas Strobl, fordern nun, dass allen „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – sog. „UMF“ – der Handknochen geröngt werden solle, um das Alter (besser) feststellen zu können.
Politiker der AfD hatten dies schon viel früher gefordert, doch es war „Populismus“ und man winkte ab.

Sind nun Herrmann, Kramp-Karrenbauer und Strobl (auch) „Populisten“ ?

Wir hatten gerade die Zeit 1867 verlassen und waren mit unserem Schiff unterwegs zum Zeitbahnhof Saar-Pfalz.

Wir sinnierten noch etwas über unsere gerade beendete Reise, wie es war, Otto von Bismarck und seine Gesetze beim Keimen und Werden kennenzulernen. als uns eine harte Ätherwelle gewaltig durchschüttelte. Das Schiff drehte sich dabei mehrmals um die eigene Achse. Wir – Edelfrau von Syntronica und ich – konnten uns irgendwo festhalten.

Die Lichter. Blitze und Wirbel des Zeitstroms rasten an uns in ungewohnter Geschwindigkeit und Richtung vorbei, wobei wir rapid rotierten. Im Strom der Zeit gibt es wegen der fehlenden Gravitation kein Oben und kein Unten, kein Links und kein Rechts, doch massive Trägheitskräfte zogen an uns, immer wieder aufs Neue.

Sabine, Edelfrau von Syntronica, überlegte, während sie hin‑ und herschaukelte, und begriff die Wellen, die uns schüttelten, und ließ sich los. Im nächsten Moment war sie am Steuerruder. Ich hatte verstanden, wartete, bis sich das Zerren in eine bestimmte Richtung bemerkbar machte, und sprang in Richtung der Schubhebel. Die Dampfmaschine schnaubte und es rasselte und quietschte laut, doch wir kamen wieder in einen ruhigeren Zustand. Nach einigen wilden Hüben standen wir.

Cora, unsere Hündin, fand das Gepoltere und Gezerre ganz toll und kläffte schwanzwedelnd vor Freude. Sie hatte einen Knochen, der durch die Räume geflogen war, geschnappt und freute sich aufgrund ihrer Beute.

Ich richtete meinen Zylinder zurecht und setzte die Brille ab.

„Puh!“, sagte meine Gemahlin, „das war aber ein gewaltiger Rumms.“ und lächelte mich an.

Cora hatte sich derweil auf das Kanapee gelegt und schmatzte genüsslich.

„Heute ist nicht mein Tag“, sagte ich und strich mir den Frack gerade.

Wir schauten nach draußen und sahen, dass wir über einem Platz mit buntem Treiben schwebten.

„Der Wasen“, sagte Edelfrau von Syntronica, „wir sind angekommen.“

„Aber was war das Schütteln und Reißen?“

„Keine Ahnung! Steigen wir erst mal aus!“

Cora stand neben uns und wedelte erwartungsvoll mit dem Schwanz.

Ich manövrierte unser Schiff auf einen Platz nahe eines Spielplatzes, auf dem Kinder große kurios dreinblickende Blechkutschen nebeneinander aufgereiht und vergessen hatten, diese wieder mit nach Hause zu nehmen. Sie werden wohl wegen dieser Unaufmerksamkeit Ärger mit ihren Eltern bekommen!

Edelfrau von Syntronica warf die Strickleiter herab und machte sich daran auszusteigen. Ich beruhigte Cora, dass wir bald wiederkämen und sie leider nicht mitkommen könnte, da wir leider ein Schild gesehen hatte, auf dem eine Silhouette eines Hundes zu sehen war, der aber durchgestrichen war. Ihr Schwanzwedeln verebbte und sie legte sich mit einem mürrischen Knurren auf das Kanapee zurück.
Ich ging auch die Strickleiter herunter.

Die Strickleiter war einige Augenblicke später wieder oben am Schiff befestigt, sodass niemand hineinkonmmen konnte.

Nun standen wir beide draußen.

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(Hier geht es zu „Teil 1“)

Während ich die Situation zu erfassen versuchte, richtete sich der Butler namens Francis auf und streckte seinen Rücken gerade. Der kleine Buckel war verschwunden. Er reckte sich nach hinten und stürmte auf mich los. Er hätte mich fast gerammt, was ihn aber selbst für einen kleinen Moment stocken ließ. Cora schnappte nach ihm. Er rannte aber los.
Meine Gemahlin, Cora und ich liefen schnellen Schrittes hinter ihm her.
Er streckte den Arm nach vorn und es leuchtete sehr hell vor ihm.
Als wenn Wolken von der Sonne zerstöben, öffnete sich ein Zeitkorridor. Ein Zeitkorridor, wie wir ihn aus dem Hinterzimmer vom „Café Du Temps“ kannten.

Cora angestachelt dadurch, dass Francis ihr Herrchen umlaufen wollte, zog wie verrückt an ihrer Lederleine.
Wir rannten hinter ihm durch den Zeitkorridor her. Cora bellte und sprang auf und ab.
Wir sahen ihn vor uns herlaufen, konnten aber aufgrund unseres forschen Schritts aufholen.
Cora zog noch mehr.
Ich streckte meine Hand nach ihm aus, genauso wie Cora zum Sprung nach Francis ansetzte.
Er drehte sich kurz um.
Plötzlich leuchtete es vor uns und eine Barriere stand aus dem heiteren Himmel vor uns.

Ich klatschte mit den abrupt ausgestreckten Armen vor die Gitter. Cora bellte wie wild.
„Du Feigling!“, schien sie ihm mitteilen zu wollen.
Ich fasste die Gitterstäbe an und rieb vor Frust an ihnen.
„Es ist wie Treibsand“, sagte meine Gemahlin mit Betonung auf „Treibsand“.
Ich dachte nach. Bei Treibsand wird man umso schneller hinuntergezogen, je mehr man dagegen ankämpft. Ich schaute zu meinem Fingernagel, mit dem ich langsam über das Gitter fuhr. In der Innenfläche hatte sich Metallstaub gesammelt.
Ich fuhr mit der hochkant gehaltenen Hand auf die Stäbe zu und tauchte langsam ein. Die Stäbe zerbröselten an der Berührungsfläche. Ich setzte mich langsam in Bewegung und drückte meinen Körper durch das Gitter. Die Stäbe zerbröselten und Staub lag auf der Erde.
Ein skurriles Bild.
Cora hechtete nach vorn und gewann wieder an Geschwindigkeit. Wir folgten ihr.
Dann holten wir auf.
Einige Sekunden später kamen wir wieder nah an Francis heran. Er schlug einen Bogen, prallte jedoch an den Wänden ab und fiel hin.
Cora stand mit fletschenden Zähnen über ihn und knurrte ihn an. Francis hielt sich mit ängstlicher Mine die Hände schützend vors Gesicht.
Wir halfen ihm auf, nachdem wir Cora beschwichtigt hatten. Wir hatten für so was immer einen Knochen für sie dabei.
„Es sollte doch nur ein Spaß sein“, versuchte sich Francis zu verteidigen. Ich hielt ihn fest, sodass er nicht fortlaufen konnte.
Sabine, Edelfrau von Syntronica, strich ihm über das Gesicht und zog an der Haut. Sie hatte eine Art künstliche Hülle in der Hand. Francis zeigte sein wahres Gericht. Er war Mitte vierzig.
Wir liefen den Korridor bis zu den von Francis geschaffenen Anfang zurück.
Nach meiner Aufforderung schloss er ihn wieder.
„Die ganzen Kuriositäten aus verschiedenen Zeiten müssen wieder zurück“, sagte ich harsch zu ihm.
Der Trabant leuchtete kurz auf und verschwand genau so wie die Person mit der riesigen Glühbirne.
„Bitte nicht!“, rief meine Gemahlin plötzlich laut und wir hörten wieder die widerliche Melodie des geigenden Dämons mit der roten Kutte.
Francis holte ein kleines leuchtendes Kästchen aus seiner Jacke und legte einen Schalter um. Das Leuchten an einigen Stelle verlöschte.
Der riesige Dämon ließ die Arme hängen, die Geige fiel herunter und die ganze Gestalt krachte stolpernd auf den Boden.
Zahnräder wurden sichtbar – eine Maschine.
Mir fiel auf, dass Synapsus aufgehört hatte zu vibrieren.
Francis schien begonnen zu haben, zu altern. Wir sahen, wie er immer älter wurde. Er hechelte schnell. Dann fiel er hin. Ich stützte ihn.
„Ich wusste, dass die Zeit mich irgendwann einholt“, stammelte er, „doch ich hoffte nicht so bald. Ich hoffe, Ihr hattet wenigstens Spaß mit dem von mir kredenzten Volksfest.“
Dann wich das Leben aus ihm.
Ich legte ihn auf den Boden, nachdem er gestorben war.
„Schau!“, sagte meine Gemahlin, „er vergeht völlig.“
Francis Leichnam zerbröselte zu Staub. Ein Windhauch wehte seine zu Staub gewordene „Übereste“ davon.

Francis war im wahrsten Sinne des Worte .

© Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net

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