leicht sauer

Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld Ⅱ (sog. Hartz Ⅳ) kriegten den Mund nicht voll, meinten Sie, Herr Kurt Beck und Sie forderten, die beiden Gruppen auf, anständig zu sein und nicht immer alles zu nehmen, worauf sie Anspruch hätten. Schließlich koste dies Geld und das sei knapp.

So Ihr Haupttenor, Herr Beck!

  • Verzichten Sie auf Ihre Freikarte bei der Bahn AG, die jeder Politiker bekommt?
  • Verzichten Sie auf Bonusmeilen der von Ihnen genutzten Airline?
  • Verzichten Sie darauf, mit dem Flugzeug zu fliegen, weil Sie wissen, dass man die gleiche Entfernung auch per Bahn kostengünstiger überbrücken kann?
  • Verzichten Sie auf Ihren Chauffeur, der Geld kostet?
  • Verzichten Sie auf Ihre Pensionszuschüsse, die ansteigen, je länger man Minister u.ä. ist?
  • Verzichten Sie auf Entfernungspauschalen bzw. Kilometergeld, wenn Sie zu einer Sitzung anreisen?
  • Verzichten Sie auf Sitzungsgelder, die Ihnen zustehen?
  • Verzichten Sie darauf, Geschäftsessen von der Steuer abzusetzen?

Sie haben überall mit „Nein.“ geantwortet, stimmt’s, Herr Beck?


Solang du Selbstgeworfnes fängst, ist alles
Geschicklichkeit und läßlicher Gewinn –;
erst wenn du plötzlich Fänger wirst des Balles,
den eine ewige Mit-Spielerin
dir zuwarf, deiner Mitte, in genau
gekonntem Schwung, in einem jener Bögen
aus Gottes großem Brücken-Bau:
erst dann ist Fangen-Können ein Vermögen, –
nicht deines, einer Welt. Und wenn du gar
zurückzuwerfen Kraft und Mut besäßest,
nein, wunderbarer: Mut und Kraft vergäßest
und schon geworfen hättest….. (wie das Jahr
die Vögel wirft, die Wandervogelschwärme,
die eine ältre einer jungen Wärme
hinüberschleudert über Meere –) erst
in diesem Wagnis spielst du gültig mit.
Erleichterst dir den Wurf nicht mehr; erschwerst
dir ihn nicht mehr. Aus deinen Händen tritt
das Meteor und rast in seine Räume…

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1922 bis 1926


Sauer!

Deutschland ist ein ausländerfreundliches Land. So vermitteln es uns vor Allem die Politiker.
Angesicht der Erlaubnis, dass die Neonazis nun doch in Gelsenkirchen aufmarschieren dürfen (“Die Welt zu Gast bei Neonazis„ und „Doch kein Neonazis-Aufmarsch am 10.06. in Gelsenkirchen„), frage ich mich, ob diese Einschätzung richtig ist.
Almuth Berger, die Auslämnderbeauftragte des Landes Brandenburg sprach davon, dass Ausländerhass nicht nur eine Randerscheinung sei, sondern sich in der Mitte der Gesellschaft befinde. Rechtes ‑„Gut“ sei gegen anderen Behauptungen in der Gesellschaft verbreitet, es werde aber unter den Teppich gekehrt.
(Näheres dazu unter : „Der Schoß ist fruchtbar noch„)
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts haben ihre rechten Ansichten nicht unter den Teppich gekehrt, als sie den NPD-Aufmarsch in letzter Instanz zuließen.
Angeblich gehe von den Neonazis keine Provokation gegen ausländische Mitbürger aus.
Das Deutschland während der WM im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit steht, haben sie nicht bedacht.

Wenn ich Chef einer Firma wäre und Mitarbeiter durch ihr Benehmen das Ansehen der Firma schädigten, würde ich sie entlassen.

Beamte (wie Richter am Bundesverfassungsgericht) sind unkündbar.


Spionieren und Phishen

Eine gefälschte E-Mail gibt vor, von der Sparkasse zu sein und heuchelt Sicherheit vor.
Um sich besser vor Betrügern schützen zu können, sollen Kunden Transaktionsnummern (TAN) eingeben.
Um leichtgläubige Kunden zu bewegen dies zu tun, wird eine Drohung ausgesprochen.

„Alle Sparkassenkonten, die nicht innerhalb eines Tages authentifiziert werden, werden gesperrt.“

Bei dieser E-Mail handelt es sich natürlich um eine sog. Phishing-Mail, die darauf abzielt, dass man leichtgläubig TAN auf einer gefälschten Web-Seite eingibt, damit die Betrüger damit auf Shpping-Tour gehen können.

Diese E-Mail am besten löschen oder damit zur Polizei gehen.

Auf keinen Fall auf die Hyperlinks klicken!


Dietmar, schon wieder etwas gelassener

Das Oberverwaltunggericht Münster hat heute im Streit zwischen der Polizei und dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (Weiteres unter „Die Welt zu Gast bei Neonazis„) eingegriffen und hat den für den 10.06.2006 in Gelsenkirchen geplanten NPD-Aufmarsch verboten.
Gelsenkirchens Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt hatte den Aufmarsch verboten, da er das Ansehen Deutschlands gefährdet sah.
Das OVG Münster sieht in der NPD-Demonstration eine „unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit“.
Weiterhin meinte ein Sprecher des OVG Münsters, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Neonazis Ausländer provozierten.
Die NPD will diese Entscheidung nicht hinnehmen und will eine letztinstanzliche Entscheidung vor dem Bundesverwaltungsgericht erwirken.


Word Press - Logo (Link zu WordPress Deutschland) Service-Pack erfolgreich installiert

Von WordPress, dem Content-Management-System, das im Hintergrund dieser Web-Seite den Dienst verrichtet, gab es gestern ein Service-Pack (Version 2.0.3).
Dies wurde soeben erfolgreich installiert.
Außer ein paar (kleinen) Fehlern wurde eine Sicherheitslücke gestopft.
Außerdem wurden die Anzeigeoptionen und einige andere wichtige Funktionen beschleunigt.


Empfange nun von manchem Zweig ein Winken,
als sei`s ein Grüssen oder Wiedersehn;
und, wie die Schalen, draus die Vögel trinken,
lass selbst den Regen spiegelnd in dir stehn.

Nichts geht verloren, alles giebt sich weiter.
Wer es im Innersten begreift der steigt,
und oben ist das Ende seiner Leiter
ans Gleichgesinnte sicher angeneigt.

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1922 bis 1926


Frohe Pfingsten!

Was an Pfingsten gefeiert wird, weiß Umfragen zufolge nur noch eine Minderheit der Deutschen.

Wie Lukas, der Autor der Apostelgeschichte, erzählt, hatten sich die Jünger Jesu am Pfingsttag, dem jüdischen Erntedankfest, in Jerusalem zu einer Gemeinschaft versammelt.
Völlig unerwartet erhob sich vom Himmel her ein Brausen wie von einem Sturm herrührend.
Es erschienen Feuerzungen, die sich zerteilten und sich auf jeden der Männer niederließen.
Die Wirkung war überraschend, denn die Ergriffenen konnten sich plötzlich in vielen Sprachen verständigen.
Sie gingen hinaus auf die Straßen und Plätze und verkündeten, was sie von Jesus gehört und gesehen hatten.
»Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden«

(Apg 2, 11)


Squizzle

Auf der Webseite des WDR (Westeutscher Rundfunk) war am Freitag, 02.06.2006, Folgendes zu lesen:

„Die rechtsextreme NPD will während der Fußball-WM am 10. Juni in Gelsenkirchen aufmarschieren. Die Polizei untersagte die Demonstration. Doch das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht hat das Verbot am Donnerstag aufgehoben mit der Begründung, das Versammlungsverbot sei verfassungsmäßig unzulässig.“

Verfassungsmäßig unzulässig!

Eine Neonazi-Demonstration wird, wenn die Welt zu Gast bei Freunden ist, das Ansehen Deutschlands vor der Weltöffentlichkeit beschädigen, ob nun ein Versammlungsverbot verfassungsmäßig unzulässig ist oder nicht.
Denken die Entscheider, die im Gelsenkirchener Verwaltungsgericht sitzen, nicht über so etwas nach?
Denken sie so engstirnig, dass sie nicht ein übergeordnetes nationales Interesse sehen, sondern nur daran denken, dass Neonazis ein verfassungsmäßig garantiertes Recht haben, ihre hirnverbrannten Ideen zu verbreiten?
Laut Gelsenkirchener Verwatungsgericht wurden vier angemeldete Gegendemonstrationen genehmigt, „die die ganz überwiegende Ablehnung der Bevölkerung gegen die rechtsextreme Programmatik der NPD zu Ausdruck bringen“. (Originalton)
Die Neonazis haben laut o.g. Gericht das Recht zu demonstrieren, weil im Grundgesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung verankert ist.
Die Neonazis, die auf Personen, die ihre Meinung nicht vertreten, mit Baseballschläger oder Schlagringe einprügeln!
Die Vorbilder der Neonazis haben zwischen 1933 und 1945 bewiesen, wie sie es mit der Meinungsfreiheit halten. Jeder, der nicht der Meinung der Nazis (NSDAP) war, wurde vernichtet, ebenso Menschen, die nicht dem Rasseideal der Nazis entsprachen.
6 000 000 Tote – vernichtet aus rechter Überzeugung, die das Vorbild der Neonazis bildet, die in Gelsenkirchen demonstrieren dürfen und die irgendwo anders in Deutschland auf Andersdenkende, ausländische Mitbürger oder farbige Deutsche einprügeln.
Die anderen Staaten, die die Neonazi-Demonstration in Gelsenkirchen sehen, werden nicht die Gegendemonstranten wahrnehmen, vor allem nicht als das, was die Entscheider im o.g. Gericht anstrebten, sondern sie sehen einen deutschen Staat, der sich tolerant gegenüber Ausländern gibt, aber erlaubt, dass Neonazis aufmarschieren. Die sehen einen Staat, der rechtes ‑“Gut“ erlaubt und akzeptiert.
Es wäre an der Zeit gewesen, ein Zeichen gegen Rechtsextreme zu setzen, aber das dies wurde verpasst (vielleicht sogar willentlich).
Ein Deutschland, das in der Weltoffenheit, zu einer Zeit, in der die Welt zu Gast bei Freunden sein soll, offen zeigt, dass es unter keinen Umständen Neonazis akzeptiert und seine Stimme gegen rechte Gewalt erhebt, hätte in der Weltöffentlichkeit ein sehr gutes Bild gemacht. Auf eine pseudodemokratische Versammlungsfreiheit zu pochen, ist der falscheste aller Wege.
Das nationale Image ist das Wichtigste.
Welche Wahrnehmungsschwierigkeiten müssen Beamte eines Verwaltungsgerichts haben, wenn sie Demonstrationen rechtsradikaler Idioten vor der Weltöffentlichkeit genehmigen?


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