Zeitgeschehen

Was in der Welt passiert

Etwas ist durchgesickert, obwohl die Ergebnisse erst heute veröffentlicht werden soll(t)en.

Laut PISA-Studie sind die deutschen Schüler in den Naturwissenschaften nicht mehr auf dem 16. sondern auf dem 13. Platz. Laut dem Koordinator, Herrn Schleicher, bedeutet das aber nichts, weil die Fragestellungen anders als noch 2003 waren. Angeblich sei man den deutschen Kindern entgegengekommen.

Beim Lesen und in der Mathematik sind deutsche Schüler weiterhin „Mittelmaß“.

Obwohl niemand so wirklich weiß, was genau Sache ist, hackt man erstmal auf andere herum.

Bernd Busemann, Kultusminister von Niedersachsen, sprach sich sogar dafür aus, dass Deutschland aus der PISA-Studie aussteigen solle.
Das ist eine sehr kreative Art, um mit Kritik umzugehen, entbehrt aber jeglichem Intelligenz.
Ein Sprecher der KMK meinte, da sich das deutsche Schulsystem ohnehin im Aufbruch und in der Verbesserungphase befinde, solle man sich fragen, wie lange man überhaupt noch Vergleiche à la PISA benötige und ob man sie überhaupt benötige.
Bundesbildungsministerin Schavan sagte, der deutsche Koordinator Schleicher solle zurücktreten, weil es ihm im Prinzip nur darum gehe, das dreigliedrige deutsche Schulsystem abzuschaffen.

Sind sie nicht lustig, unsere Politiker?


Wolf im Schafspelz

Vize-Münte Kanzlerfering geht in Rente.
Das hat er gestern am späten Nachmittag gegen halb fünf bekannt gegeben.

Der Grund ist klar.

Er geht mit gutem Beispiel voran.

Schließlich ist die Rente mit 67 seine Erfindung.


Vorratsdatenspeicherung – Abstimmung – Tortendiagramm

Dafür: 69,85 %
Dagegen: 29,77 %
Keine eigene Meinung: 0,38 %

Gestern wurde das Ende des Fernmeldegeheimnis beschlossen.

Es ist aber klar, warum die Abgeordneten zu circa siebzig Prozent für diesen Einschnitt des Datenschutzes gestimmt haben.

Die Daten von Abgeordneten, Geistlichen und Strafverteidigern dürfen zukünftig grundsätzlich nicht ausgewertet werden.


fernmeldegeheimnis-2007


Männchen auf Euromünze - some rights: Pixelio

„Wir werden diesem Komplex im Herbst widmen“, sagten sie, die Politiker.
Gemeint war die Erhöhung der „Grundversorgung“ des ALG Ⅱ.

Nachdem die Preise der Lebenmittel vor kurzem erhöht wurden – und die Energiepreise dazu – wurde es für die Arbeitslosen, die ALG Ⅱ empfangen, noch knapper als sonst.

Die Politiker sahen scheinbar Handlungbedarf.
Aber wie man es kennt, schoben sie die Entscheidung erstmal von sich.
Einige Politker sagten, man könne die „Grundversorgung“ nicht an die Preissteigerung (nach oben) anpassen. Denn dann müsse es auch so sein, dass die „Grundversorgung“ auch nach unten angepasst werden müsse, wenn Preise (nach unten) fielen.

Man kann auch die Storchenpopulation ins Verhältnis von Neugeborenen setzen und erhielt den Zusammenhang, dass die Anzahl der Störche sich kausal auf die Neugeborenen auswirke. Mehr Störche, mehr Kinder.
Wenn man es so sehen will!

Nun ist Herbst.

Die Politiker haben sich mit der Anpassung der Lebenshaltungskosten beschäftigt.
Sie fordern nämlich eine eklatante Diätenerhöhung. Schließlich hätten sie ja auch Mehrkosten.

So ist es, wie es immer ist.

Zuerst an sich denken, dann an das eigene Volk.


Die Regierung spricht ja gerne davon, dass sie niemanden hängen lässt.

hartz4-protag

Zynisch wird dann darauf hingewiesen, man könne ja zur „Tafel“ gehen, wenn das Geld für Nahrungsmittel nicht reicht.

Für Menschen ist es keine Schande, arm zu sein, aber für die Gesellschaft, dass es solche Menschen gibt.


Standpunkt

Diözesensprecher Voß hat seinen Nazi-Vorwurf gegen Claudia Roth zurückgenommen.
Nachdem die Ober-Grüne, Claudia Roth, den augsburger Bischof Mixa heftigst für dessen reaktionäre Einmischung in die Familienpolitik der Bundesregierung angegriffen hatte, hatte Voß gekontert, Claudia Roth Worte seien faschistoid gewesen und ihre Polemik sei genauso hetzerisch gewesen wie die, die die Nazis gegen die Kirche benutzt hätten.
Auch seine Aussage, die Grünen seien für Christen nicht mehr wählbar, hat er relativiert. Er sagte, er sei nur verärgert gewesen und seine diesbezügliche Aussagen sollten nicht verallgemeinert werden.

Gestern hat der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Georg Schmidt, Voß aufgefordert, sich für den „Ausrutscher“ zu entschuldigen.

Es geschehen anscheinend noch Wunder!


amerika-dauem-nach-unten

Bush hat die Militärjunta Birmas gewarnt, die Demokratiebestrebungen des Volkes nicht weiter zu unterdrücken.
Da das die Militärjunta nicht interessiert und diese weiterhin Gewalt gegen das eigene Volk anwendet, hat Bush nun Konsequenzen gezogen.
Er hat das Finanzministerium angehalten, das Vermögen von elf weiteren Mitgliedern der Militärjunta einzufrieren. Schon vorher wurde das Vermögen von vierzehn Angehörigen der Militärjunta eingefroren, darunter auch das von General Shwe.
Bush sagte auch, dass die Einfuhr von burmesischen Edelsteinen – auch über Drittländer – gestoppt werden solle. Er gab auch an, zu den elf Neu-Sanktionierten die Vermögen von noch fünf anderen Menschen und Firmen einzufrieren.
Er appellierte an die Anrainerstaaten China und Indien, ihren Druck zu verstärken.

Man bedenke auch, dass der „neue“ Name von Birma – Myanmar – offiziell in Amerika nicht benutzt wird, weil Amerika mit der Militärjunta, die unter anderem „Myanmar“ deklariert hatte, nicht einverstanden ist.

„Es ist zu begrüßen, dass Amerika Druck gegen die Militärjunta aufbaut“, werden viele denken, doch man sollte genau darüber nachdenken, was Bush gesagt hat.

Das Vermögen von knapp fünfundzwanzig Junta-Angehörigen liegt auf Konten amerikanischer Banken. Jahrelang haben die Banken mit diesem blutbehafteten Geld bzw. Kapital Geschäfte gemacht. Das hat niemanden interessiert.
Als plötzlich Birma durch den Protest der Mönche in den Fokus der Öffentlichkeit rückte, konnte Amerika nicht mehr so tun, als wüsste niemand etwas.

Wenn Amerika wirklich ernsthaft gegen die burmesische Militärjunta wäre, hätte es nicht zugelassen, dass deren Angehörige in Amerika Geld deponieren.


Herr lass Hirn regnen

Claudia Roth hat den augsburger Bischof Mixa während einer Rede auf dem Grünen-Parteitag als „durchgeknallten, spalterischen Oberfundi aus Augsburg“ bezeichnet.
Sie bezog sich dabei auf die populistische Haltung Mixas zur Familienpolitik von Familienministerin von der Leyen.
Nun ist „Merkwürden“ beleidigt. Die Kuttenträger um Mixa verlangen eine Entschuldigung Claudia Roths.
Volker Beck, einer der Ober-Grünen, wies dies zurück. Gleichzeitig hackte er auf den augsburger Diözesensprecher Voß herum, da dieser gesagt hatte, dass die Worte Claudia Roths „in erschreckender Weise an die Propagandahetze der Nationalsozialisten gegen die katholische und ihre Repräsentanten“ erinnerten und „beunruhigende faschistoide Züge“ enthielten.

Die katholische Kirche …

Ein vormals pädophiler (politisch korrekt für ‚kinderschändend‘) Pfarrer wird in Riekhofen auf Kinder losgelassen, obwohl es bei der katholischen Kirche Regeln gibt, die besagen, dass ein vormals Pädophiler (politisch korrekt für Kinderschänder) nie mehr seelsorgerisch tätig werden darf, da sich Kinderkontakt nicht vermeiden lässt.
Der zuständige Bischof Müller aus Regensburg redet sich daraufhin auf eine blamable Art heraus. Auf der kürzlich darauf stattfindenden Bischofskonferenz wird eine halbherzige Wischiwaschi-Erklärung herausgegeben, die Bischof Müller rechtfertigen soll, aber keine entschuldigenden Worte findet.

Kardinal Meisner aus Köln nennt auf der Eröffnung des Diözesanmuseums „Kolumba“ Kultur, der der Gottesbezug fehlt, „entartete Kultur“.
Nachdem viele Menschen auf die Barrikaden gehen, weil er sich des Nazi-Jargons bediente, verteidigt er seine Rede und begibt sich daraufhin auf eine Reise nach Osteuropa.
Die katholische Kirche, einschließlich Kardinal Meisners, hat dazu nichts verlautbaren lassen.

Bischof Mixa, der sich von Claudia Roth beleidigt fühlt, hat Familienministerin von der Leyen permanent scharf angegriffen in der Diskussion um mehr Kinderkrippenplätze.
Mehrmals hat er sich gewaltig im Ton vergriffen.
Eine Entschuldigung seinerseits trotz Aufforderungen hat es nie gegeben.

Wenn es der katholischen Kirche um das Herausposaunen der eigenen Meinung geht, ist sie, nicht nur in jüngster Zeit, nie zimperlich gewesen.
Jetzt, wo Claudia Roth Bischof Mixa hart angegangen hat, weil er populistisch gegen die Familienpolitik skandiert, ist er derjenige, der sich beleidigt fühlt.
Sein Diözesensprecher Voß darf überdies Claudia Roths Polemik faschistoid nennen.

Herr, lass Hirn regnen …

… in alle Richtungen!


Standpunkt (refelcted)

Die SPD hat entschieden (gegen den Willen Müntes).
Die Bezugsdauer des ALG Ⅰ soll für ältere Beschäftigte verlängert werden.
Folgendes hat die SPD-Führung, der Münte nicht angehört, entschieden:

  • Arbeitslose ab 45 Jahren sollen 15 Monate lang ALG Ⅰ bekommen, wenn sie in den fünf Jahren vor der mindestens 30 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren.
  • Arbeitslose ab 50 Jahren sollen
    • 18 Monate lang ALG Ⅰ bekommen, wenn sie vorher 36 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren
    • und 24 Monate lang ALG I, wenn sie mindestens 42 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren.

Bleibt nur abzuwarten, ob die SPD (noch) so standhaft bleibt, wenn sie der CDU den Vorschlag unterbreitet hat und diese ihn ablehnt.


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