Weltansicht(en)

Philosophie, Religion, Esoterik etc.

Roll over Beethoven

„Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin.“

Mark Twain


Zum Beitrag

Gestern fand die „Lange Nacht der Museen Stuttgart 2018„ statt.
Im Polizeimuseum wurden wir zig mal abgelichtet und auf Photoplatten gebannt.

Die Polizeifreunde waren sehr fasziniert von uns, was sie auch zum Ausdruck brachten (Scrrenshot oben).

Polizeimuseum Stuttgart Der Preis zu den beliebtesten Fotomodels des Abends ist Euch sicher. Schön, dass Ihr bei uns gewesen seid und Kompliment für Euer Outfit! 

Grüße vom Team des Polizeimuseum

Vielen Dank dem Polizeimuseum und den Polizeifreunden!

 


Diesmal möchten wir erzählen, wie wir zu unserer Hündin Cora kamen.

Es war eine Zeit, in der zwei Abenteuer hinein spielten.

Als wir das zweite Abenteuer bestanden hatten, schauten wir uns noch etwas um und sahen in einigen hundert Ellen Entfernung ein Haus stehen, das uns bekannt vorkam.
„Hier waren wir doch schon mal“, sagte meine Gemahlin, Sabine Edelfrau von Syntronica, zu mir und schaute mich erwartungsvoll an.
„Ja, vor 34 Jahren“, bestätigte ich nickend, „das sage ich jetzt salopp. Der Brillenmacher würde sagen, dies sei nicht korrekt und wiese uns darauf hin, dass wir sagen müssten: ‚Wir waren hier schon mal im Laufe einer ins Jahr 1513.“
Wir beide lachten ironisch.

„Weißt Du noch, wie wir mit dem Hund angebändelt haben“, sagte die Edelfrau mit trauriger Mine, „aber dann mussten wir ihn hier lassen wegen der Zeitdirektiven.“
„Wir haben aber die Tür angelehnt, damit er entkommen konnte.“
„Wenn ich mir überlege, dass er eingegangen wäre“, sagte sie, „aber wie Du schon sagst. Er konnte ja raus, als wir gingen.“
Wir gingen Richtung des halbverfallenen Hauses.
Die Brücke, die nur noch ein Weg über das Feld war, war etwas mehr angefault als „damals“. Klar, es waren ja faktisch 34 Jahre seit unserem letzten Besuch vergangen.
Wir Zeitreisenden hatten ja kaum Zeit einbüßt.
Wir schlenderten durch die Gänge des Hauses, nachdem wir die Brücke passiert hatten.
Überall war es staubig, die Treppe knarzte. Als wir im ersten Obergeschoss herumliefen, gab es auch knarzende Geräusche beim Laufen. Wir entschieden uns, wieder ins Erdgeschoss zu gehen.
Nicht dass noch etwas passierte!
Irgendwann kamen wir in dem Halbdunkel des Inneren zu der Tür, die wir angelehnt hatten, damit der Hund hinausgehen konnte. Ein Spalt hatten wir offene gelassen, nach dem der Hund eingeschlafen war.
Dann hatten wir uns weggeschlichen. Die Zeitdirektiven konnten schon nerven, aber sie waren richtig. Man durfte nichts verändern, wie zum Beispiel jemanden retten.
Die Tür war verschlossen. Also griffen wir die Klinke, die verstaubt war, und öffneten die Tür. Die Kemenate roch muffig. Staub verteilte sich durch unser Eintreten.
Dann sahen wir es und zuckten zusammen.

In einer Ecke lag ein halbverwester Hundekadaver.

Uns fuhr es eiskalt den Rücken herunter.
„Oh nein!“, machte meine Gemahlin, „der arme Hund!“
Uns war zum Weinen zumute.
Voriges Mal, also im Jahr 1513, als wir schon mal hier waren, lernten wir diesen Hund kennen.
Wir erkundeten dieses Haus, da wir noch welche von den Schurken hier vermuteten, als wir ein Bellen und Winseln hörten.
Hinter genau der Tür, die wir gerade geöffnet hatten, war der Hund eingesperrt gewesen.
Er freute sich, dass wir da waren und ihn erhört hatten, und zeigte es uns, indem er uns die Hände leckte. Er folgte uns von dem Zeitpunkt an.

In dem Abenteuer im Jahr 1513, von dem wir noch detailliert berichten werden, mussten wir nach der erfolglosen Suche in diesem Haus auch wieder aufbrechen.
Den Hund konnten wir leider nicht mitnehmen. Denn dies widerspräche der Ersten Zeitdirektive des „Amtes für Ätherangelegenheiten“. Dies ist eine der höchsten Behörden neben der „Behörde zur Untersuchung Temporärer Distorsionen“.

„Anscheinend hatten wir mit unserer Annahme, dass wir vor 34 Jahren zu diesem Haus kamen, um den Hund zu retten, unrecht“, sagte ich mit betrübtem Blick, „die Tür, die wir ein Spalt aufließen, nachdem wir gegangen waren, nachdem der Hund eingeschlafen war, muss wohl durch einen Windstoß zugeschlagen sein.“
„Das arme Tier, verhungert oder verdurstet!“, proklamierte Edelfrau von Syntronica.

Dann schmiedete ich einen Plan.
„Meine Gemahlin!“ begann ich und die Angesprochene horchte auf, Das Schicksal des Hundes war wohl, an diesem Ort zu sterben. Aber ich habe eine Idee.“
Meine Gemahlin schaute mich an.
„Wenn ich mich richtig erinnere, entsteht auf diesem Gelände hier ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ein industrielles Produktionsgebiet. Das heißt, dass dieses Haus verschwinden wird oder irgendwann verfallen ist und etwas anderes hier entsteht.“
„Hier wird irgendwann ‚Bleile‘ hergestellt“, bejahte Sabine, „aber ich weiß noch nicht, worauf du hinaus willst.“
„Der Hund ist hier gestorben, und hat anscheinend keine Bewandtnis in der Zeit. Im Jahr 1513 war er hier eingeschlossen und wir glaubten, wir wären hier hergekommen, um ihn zu befreien. Er war aber kurz darauf wieder in diesem Raum, den wir einen Spalt aufstehen ließen. Er sollte also sterben.“
„Hm!“
„Wenn wir jetzt ins Jahr 1513 zurückfliegen, kurz nachdem der Hund durch Dein Streicheln einschlief, können wir ihn also aus dem Raum zu uns nehmen. Er hat ja keine Bewandtnis sonst, außer hier zu sterben. Und ich möchte nicht wissen, wie es ist, zu verhungern oder zu verdursten.“
„Es ist der gleiche Hund von damals“, meinte meine Gemahlin, „ein Weibchen.“

Sie dachte kurz nach und nickte: „Gut, dann machen wir es so. Wir müssen nur vorsichtig sein, dass wir nicht unsere – wie soll ich es sagen? – früheren Ichs treffen.“
„Das könnte riesige Probleme geben“, erwiderte ich, „wenn wir die Zeitfäden berühren, dann kommen wir in ein Paradoxon, dessen Ausmaße nicht auszudenken sind.“

Wir gingen zu unserem Zeitschiff und machten die Maschinen bereit. Dampf und Rauch machte sich kurz breit, als sie anfuhren, dann war alles ruhig.
Wir stellten den 29. Juni 1513 ein. Denn wir hatten den Hund an unserem Jubiläumstag, den 28. Juni, getroffen. Den Tag, an dem wir uns – Sabine und ich – das erste Mal getroffen hatten. Einen Tag später war zwar in Bezug auf den Hund schlimm, doch so trafen wir nicht uns selbst.

Es schüttelte uns durch, dann wurde die Umgebung um uns herum grünlich. Der Zeittransfer hatte begonnen. Nach einige Minuten ging die dampfbetriebene Pfeife und wir waren am Ziel.

Wir stürmten heraus und gingen ins Haus.
„Wir kommen, Hund!“, rief Edefrau von Syntronica vor Begeisterung.
Wir hörten den Hund bellen.
Er hätte uns fast umgeworfen, als wir die Tür öffneten.
„Komm mit uns!“, sagte ich.

So kamen wir – Dietmar und Sabine, Edelleute von Syntronica zu unserem Hund, genauer genommen zu unserer Hündin Cora.

© Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net


„(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“

Grundgesetz für die Bundesrepublik
Art 5


Roll over Beethoven

„Ein schlechtes Gewissen ist der beste Beweis für ein gutes Gedächtnis.“

Selma Lagelof


Roll over Beethoven

„Wenn der Mensch vor Lachen wiehert, übertrifft er alle Tiere durch seine Gemeinheit.“

Friedrich Wilhelm Nietzsche


Gerade lief im Hintergrund „Galileo“ bei „Pro7“, während ich ein neues Zeitabenteuer entwickelte.

Es ging um das Thema „konventionelles Kochen“ gegen „Kochen nach wissenschaftlichen bzw. technischen Gesichtspunkten“.
Teil nahmen ein „Sternekoch“, ein „Koch-Techniker“ und eine dreiköpfige Jury, die aus „professionellen Köchen“ bestand.
Es mussten verschiedene Gerichte auf den Teller gebracht werden, z.B Melonen-Eis und „Spaghetti Bolognese“.

Beim Melonen-Eis wurde der Sternekoch gezeigt, wie er eine Melone zerteilte, diese kleinrieb, mit vielen fruchtigen Zutaten und Wasser das Eis machte, das erstmal einige Zeit in den Kühlschrank musste.
Der Koch-Techniker hantierte auch mit einer Melone herum, rieb sie aber nicht klein, sondern ließ sie mittels einer Küchenmaschine zerkleinern, benutzte eine Zentrifuge, um mehr Fruchtgehalt zu bekommen, zentrifugierte auch den Zucker aus dem Gemisch, mixte alles durch und stellte das Melonen-Eis in den Kühlschrank.

Das Gleiche passierte beim Spaghetti-Bolognese-Machen.

Der Koch-Techniker nahm kuriose Zentrifugenzyklen am Fleisch und am Gemüse vor, um den Geschmack zu intensivieren. Er fabrizierte zwar auch aus Hartweizengries, Eier und Wasser die Spaghetti, aber füllte die znetrifugierten Essenzen in Reagenzgläser. Zwischendurch hantierte er auch schon mal mit einem riesigen Bunsenbrenner herum.

Der Sternekoch briet das Hackfleisch an, würzte es, machte selbst Spaghetti et cetera.

Die Jury bewertete das Essen und befand das „konventionell produziertre“ besser.

Die Juryentscheidung war im Vorfeld abzusehen, denn wenn man ihnen etwas zum Probieren hinstellte, sagte man auch, ob es aus der „konventionellen“ Küche käme oder vom Koch-Techniker.
So gewann – klarer Fall – der Sternkoch.

Fazit des Berichts: „Wenn etwas konventionell gekocht wird, schmeckt es besser.“

Ich finde die Bewertung unfair. Die Jury spricht sich immer wieder gegen die „industrielle Fertigung“ aus und lobt die „konventionelle Küche“.
Sie weiß im Vorfeld, vom wem das Essen zubereitet wurde, was impliziert, dass man keine neutrale Sicht der Dinge hat. Gepaart mit deren Einstellen ist klar, dass die „konventionelle Küche“ gewinnt.

Ein Armutszeugnis neutraler Berichterstattung!


Roll over Beethoven

„Beeil dich, bevor es zu spät ist, um zu bereuen!“

Fridtjof Nansen


Roll over Beethoven

„Du kannst Dein Leben nicht verlängern, dafür aber vertiefen.“


Wir waren am 14.1.2018 auf der Tourismus-Messe „CMT“ in Stuttgart unterwegs.

Als wir dort flanierten, drehte sich jemand zu uns um und fragte uns, wer wir seien.
Wir stellen uns kurz vor und erklärten ihm, wir seien „Jules Vernes Erben“.
Nach einem kurzen Gespräch, machte er ein Foto von uns.

Wir erschienen kurz darauf im „Junge Donau Magazin“, u.a. (auch) bei Instagram.

„Die Kollegen von @syntronica überraschen die #cmt18 mit einer coolen Jules-Vernes-Aufmachung.
Das passt gut zum @marktplatzdonau, denn der Roman ‚Der Donaupilot‘ beginnt in #Sigmaringen und führt bis ans #SchwarzeMeer #jungedonau“

Vielen Dank!

Weiterführendes


Kalender
August 2018
M D M D F S S
« Jul    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
Aktuelle Kommentare
  • Martin: "Ich wurde für einen Monat einmal für einen neutralen Beitrag (keine Aggression oder beängstigende Bilder) über unsere Stadt blockiert. "
       vom
    10. August 2018
  • Sabine Schneidewind: "Dank die m Herzbeben <3 "
       vom
    3. Juli 2018
  • Sabine Schneidewind: "In unseren Herzen wirst du immer weiterleben, auch wenn du über den Regenbogen gegangen bist. "
       vom
    11. April 2018
  • Syntronica: "Danke mein Glühwürmchen1 "
       vom
    24. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Herzlichen Glückwunsch zu eurem 2. Hochzeizszag. Weiterhin viel Liebe , Glück und in den Sozalnetzen kluge und aufklärende Kommentare. Besonders beglückwünschen möchte ich auch CORA,... "
       vom
    8. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Im Normalfall stimmt das, dass jeder das erntet was er sät. Leider gibt es Fälle in denen ungesät aber geerntet wird. Hoffentlich kommt die Rechnung... "
       vom
    31. Juli 2017
  • Sabine Schneidewind: "Dank Dir m Herzbeben <3 hab dich unendlich lieb m Schatz <3 "
       vom
    1. Juli 2017
  • Franz-Josef Baumann: "Wir (18-köpfige Gruppe) hatten bereits am 20.03.2017 eine Stocherkahnfahrt für den 27.05.2017 von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr gebucht. Am 27.05.2017 06.31 Uhr wurden wir... "
       vom
    10. Juni 2017
  • Älter »    
Kategorien
Editorial

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem Urheberrecht bzw. dem Copyright des explizit gezeichneten Autoren.

Beiträge und Materialien Dritter sind als solche gekennzeichnet.

Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung bedürfen der expliziten, schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Urhebers bzw. Erstellers und des Herausgebers.

Downloads und Kopien dieser Seite sowie Konvertieren in andere Darstellungen bzw. Darstellungsformen sind nicht gestattet.

Haftung und Recht