Standpunkt

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Leicht sauer

Ministerin Zypries hat für eine Überraschung (franz.: surprise (sprich: „sürpries“)) in der Integrationsdiskussion gesorgt.
So ist sie auf ein Allheilmittel gestoßen, das vermeiden würde, dass Schülerinnen und Schüler (weiter) diskrimiert würden.
Sie schlug vor, dass alle Schülerinnen und Schüler Schuluniformen tragen sollten.
Alle sähen dann gleich aus und fühlten sich auch gleich, unabhängig vom Glauben, Nation, Weltanschauung u.s.w.
Ein Vorteil sei natürlich auch, dass es dann keinen Markennamen-Wahn bzw. – Fetischismus mehr gäbe.
Die Sache mit den Schuluniformen kann man getrost darauf schieben, dass es über das Wochenende plötzlich sonnenbedingt warm geworden ist und dadurch in manchen Köpfen das Wasser verdunstet ist. Anders kann man diesen Anflug von „Ideenreichtum“ nicht erklären.
Glaubt Ministerin Zypries wirklich an ihre Worte oder ist sie wohlmöglich davon überzeugt?
Anscheinend ist es in ihrer Gedankenwelt nicht möglich, dass man ein Kopftuch aufsetzt, wenn man die Schuluniform trägt.
In Bonn, wo sich zwei Schülerinnen mit einer Burka provokativ ganzkörperverhüllt hatten, ist dies dann auch nicht mehr möglich. Wegen der Schuluniform!
…glaubt zumindest Ministerin Zypries.
Die Schuluniform als Allheilmittel auch gegen den Markenwahn!
Wenn Schülerinnen und Schüler einmal mit den Schuluniformen vertraut sind, werden sie auch keine Markenjeans u.ä. mehr tragen.
Auch nicht außerhalb der Schulzeit … zumindest nicht in Zypries Gedankenwelt!

Herr, lass Hirn regnen!


Dietmar - Squizzle

Tschernobyl (ukrainisch: „Tschornobyl“) ist eine Stadt im Norden der Ukraine in der Kiewer Oblast, fünfzehn Kilometer entfernt von der Grenze zu Weißrussland.
Am 26. April des Jahres 1986 kam es um 1 Uhr 23 Minuten und 40 Sekunden aufgrund von Fehlmanipulationen zu einer Kernschmelze und Explosion des Reaktorkerns im Block Ⅳ des Kernkraftwerks nahe der ukrainischen Stadt Tschernobyl.

Zwanzig Jahre später scheinen manche Zeitgenossen noch nicht gemerkt zu haben, was es mit Tschernobyl auf sich hatte.
In , meiner Heimatstadt, wurden am Samstag, dem 22.04.2006, Flugblätter bezüglich des zwanzigsten Jahrestags der „Tschernobyl-Katastrophe“ verteilt.
Die Leute von der BUND-Jugend waren mit weißen Overalls bekleidet und trugen Hüte, die der eiförmig-zylindrischen Form eines Kernkraftwerks nachempfunden waren.

Zum Für und Wider von Kernkraftwerken wurde in den letzten Tagen viel gesagt, deswegen werde ich hier nichts darüber schreiben.

Mir ist etwas anderes aufgestoßen.
Als die Jugendlichen Flugblätter gegen Kernenergie verteilen, die sehr gut aufgenommen wurden, trafen sie auch auf einen Mann, der mir besonders auffiel.
„Guten Morgen“, sagte einer der jungen Leute zu dem alten Mann und zeigte ihm ein Flugblatt, „wir würden uns gerne mit Ihnen überr Tschernobyl und Kernenergie unterhalten.“
Die Antwort, die der Angesprochene von sich gab, konnte in mehrfacher Beziehung dummer nicht sein.

„Was haben wir mit Russland zu tun?“


Dietmar - Squizzle

Langsam schleichend und von vielen nicht bemerkt ist aus der Fernsehunterhaltung das geworden, was man früher als Schlagwort benutzt hat.

ist Volksverblödung.“

Wenn ich mir die meisten alltäglichen Serien anschaue, läuft mir die Galle über.
Gefühle sind nur noch dazu da, um die Zuschauer vor die Glotze zu locken.
Logische Schlussfolgerungen werden vermischt mit Unwahrheiten und stumpfsinnigen Zufälligkeiten, die jeder Realität trotzen.
Wahrheiten werden absichtlich verwischt, damit man das nächte Mal zuschaut, da man meinen könnte, die Lösung käme dann.

Ich denke hier besonders an die Serien, die zum größten Teil nachmittags auf den Kanälen der privaten Sender laufen.
Normale Leute können das nicht sein, die dort agieren.
Stumpfsinnig werfen sie mit „Argumenten“ , die ein Niveau von 20 000 Meilen unter dem Meer erreichen, herum und kommen sich vor wie die einzigen, die wissen, wie das Leben wirklich in voller Länge und Breite läuft.

Bis jetzt habe ich noch nicht die Sinnmäßigkeit der Themen, die dort verkaspert werden, verstanden.

„Verkaspert“ als Anspielung auf „sich zum Kasper der Nation machen“!

Aber auch „Realityserien“ wie „ein Tag bei der Polizei“ (wie immer die auch heißen) !

Klischee‑ und Emotionalisierungsgeseifere in Anwalts‑ und Gerichtsserien wie die Serien zwischen 18 und 20 Uhr!

Krimiserien am Abend werden durch emotionale Schieflagen verwaschen und im Niveau denen angepasst, die am Nachmittag die Pöbelsendung als Realität angesehen haben.

Wenn ich die – Achtung Zynismus! –“supertollen“, „geistreichen“, „genialen“, „sozialkritischen“, „aus dem wirklichen Leben gegriffenen“ Pöbel-Talkshows sehe, in denen sich Personen gegenseitig „verbal“ (verbal kann man eigentlich bei dem restringierten Sprachcode, denen sich die Akteure bedienen, nicht sagen) anmachen, fällt mir immer ein:

„KEINE MACHT DEN DOOFEN!“

Falls dies die Zukunft des Fernsehens ist …

Gute Nacht, Deutschland!


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