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Syntronica ist sauer

Mit seiner Meinung, dass Arbeitslosengeld kein Dauerversicherungsinstrument sei, hat Peter Clever, Arbeitgebervertreter bei der Bundesarbeitsagentur und Vorsitzender deren Verwaltungsrates, einen neuen Vorschlag unterbreitet.
Es geht mal wieder um die Senkung der Lohnnebenkosten in den Unternehmen, die ja die ach so armen Unternehmen mit den Riesegewinnen nicht mehr aufbringen können …
Clever schlug einen von ihm genannten Karenzmonat vor, d.h. im Klartext, dass Menschen, die arbeitslos werden, im ersten Monat kein Arbeitslosengeld bekommen sollen.
Der Hintergrund ist laut Clever – dessen Name in keinem Zusammenhang zu seiner „Idee“ steht – die Herabsenkung des Beitragssatzes der Arbeitslosenversicherung auf vier Prozent.
Dadurch komme es zu einer höheren Entlastung bei den Lohnnebenkosten.

Ich schlage vor, dass das Arbeitslosengeld pauschal auf ein Prozent des Nettoeinkommens gesetzt wird, damit die Arbeitslosen zu Grabe gekrochen kommen und auch mit einem Lohn von einen Cent pro Stunde zufrieden sind.
Da fallen dann die Lohnnebenkosten nicht mehr ins Spiel.

Clever – nur der Name!


In der Stadt, in der ich wohne, findet an diesem Wochenende (28. – 30.07.2006) das Schlemmer-Wochenende statt.
Restaurants präsentieren auf dem Marktplatz gastronomische Finessen.
Die „Küchen“ befinden sich in zirkuszeltähnlichen Pavillons. Alles wird dort zubereitet.
Auf dem Marktplatz sind Tische und Stühle aufgestellt.
Nun können die Kunden kommen.

Collage von Syntronica / Le Cerveau

Am Samstagmorgen findet normalerweise der Wochenmarkt dort statt, wo das Schlemmerwochenende nun stattfindet. Diese wurde „um die Ecke“ auf den Kirchplatz verlegt.
Da ich Samstag etwas zu erledigen hatte, kaufte ich auf dem Markt Lebensmittel und schaute gegen elf Uhr auch mal, was auf der „Gourmet-Meile“ stattfand.
Ich schaute mich um und konnte einen Gesprächsfetzen eines Gastronomen mitbekommen, als er freundlich angesprochen wurde, ob alles in Ordnung sei.
Der Gastronom klagte. Es lohne sich überhaupt nicht, beim Schlemmer-Wochenende mitzumachen, klagte er. Das Einzige, was er davon habe, seinen Mehrkosten für Personal, die Platzmiete u.s.w.
Die Menschen würden sowieso nicht mehr so viel konsumieren.
Auch wenn sich die Speisekarte sehr gut lesen ließ, so verging mir bei dem Klagesermon der Appetit.
Warum machte der Restaurant-Chef denn mit, wenn es außer Mehrkosten nichts bringt?

Haben wir ein Schlemmer-Wochenende oder ein Jammer-Wochenende?


Laut der Menschenrechtsorganisation „Human Right Watch“ hat Israel im Krieg gegen den Libanon sog. Streumunition eingesetzt.
Diese Munition, auch unter dem Namen „Cluster-Munition“ bekannt, setzt bei der Explosion viele kleinere Sprengkörper und Splitter frei.
Da Streumunition eine unpräzise und unzuverlässige Waffe ist, sollte sie nie in bewohnten Gebieten eingesetzt werden.
Ein weiteres Problem ist, dass nicht alle kleineren Sprengkörper sofort explodieren und weiterhin eine Gefahr – besonders für Zivilisten – darstellen.
Laut „Human Right Watch“ stelle der Einsatz einen wahllosen, nicht auf feindliche Einheiten gerichteten Angriff dar und sei somit ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Die israelische Armee bestätigte den Einsatz der Munition.
Die Erklärung, warum die Munition eingesetzt wurde, zeigt jedoch das wahre menschenverachtende Denken der israelischen Armee.
„Die Verwendung von Cluster-Munition ist nach internationalem Recht legal. Die Armee verwendet die Munition in Übereinstimmung mit internationalen Standards.“


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