Medien

Aus der Welt der Medien – TV, Zeitung etc.

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Am hörte ich gestern Abend eine Sendung, bei der es um Atomkraftwerke ging.
Zuschauer konnten anrufen und Statements abgeben oder Fragen stellen.
Eine Frau aus Gundremmingen erzählte, dass sie in der Nähe des Kernkraftwerkes wohne und Angst habe, wenn Verrückte einen Terroranschlag verübten.
Sie stellte eine berechtigte Frage an einen im Studio sitzenden Physiker:
„Wo sollen wir uns verstecken, wenn jemand einen Bombenanschlag auf das Kernkraftwerk verübt?“.
Der Physiker sagte lapidar, dass dies gar nicht passieren könne.
Die Frau hakte nach und stellte dar, dass auch niemand damit gerechnet haben konnte, dass Terrorristen die Twin-Towers in Schutt und Asche gelegt hätten.
Der Physiker, der wegen eines Seitenhiebes der Frau betonte, nicht der Atomlobby anzugehören, betonte abermals, dass dies nicht möglich sei.
Nun intervenierte die Frau abermals und fragte, was passierte, wenn jemand ein Flugzeug entführte und dies auf das Kernkraftwerk stürzte.
Jetzt holte der Physiker richtig aus und erklärte, er wohne in der Nähe eines Braunkohlekraftwerkes und würde mit der Frau gerne tauschen, denn ein Kohlekraftwerk sei nicht so sicher wie ein Kernkraftwerk. Er lobte, wie sicher Kernkraftwerke gegenüber Kohlekraftwerke seien und verwies auf die massive Bauweise.
Mir ist ja schon Dummheit bezüglich Tschernobyls vorgekommen, aber dieses Gequake schlägt dem Fass den Boden aus.

In unserer Nähe sollten vor Jahren vom (damaligen noch) Atomkraftwerk Uentrop abgebrannte Brennstäbe ins „Zwischenlager“ Ahaus geschafft werden.
Atomkraftgegner hatten die Eisenbahngleise blockiert, um dies zu verhindern.
Was hätte der o.g. „Physiker“ gesagt?
Bestimmt dies: „Die Bevölkerung mag das Atomkraftwerk so sehr, dass sie die Brennstäbe behalten möchte.“


NRW-Logo Westfalen gewinnt das Duell der Landesteile

Wie bekannt ist, besteht Nordrhein-Westfalen aus zwei Teilen – Westfalen und dem Rheinland.
Die Rheinländer necken die Westfalen, die Westfalen die Rheinländer.

Der Radiosender WDR 2 wollte nun wissen, wer besser ist und startete einen sportlichen Wettkampf namens „Die bessere Hälfte“.
Zwei Moderatoren, eine aus dem Rheinland, Steffi Neu, und einer aus Westfalen, Matthias Bongard, waren die Teilnehmer.
Steffi Neu fuhr mit dem Fahrrad durch Westfalen, Matthias Bongard radelte quer durch das Rheinland.

Ihre Aufgabe: So schnell wie möglich den heimatlichen Landesteil erreichen, natürlich mit Unterstützung der WDR 2 – Hörer.

Heute stand fest:

Der Westfale Matthias Bongard hat das Duell mit
zwei Etappen Vorsprung gewonnen.

Westfalen hat gewonnen.


bulle-toelz

Drehbuchautoren und Filmemacher haben es nicht leicht. Sie müssen auf vieles achten, nicht nur darauf, dass die Handlung logisch aufgebaut ist, sondern auch, dass keine Fehler auftauchen.
Bei manchen Filmen sieht man, dass die Vorbereitungsarbeiten nicht gut waren, und es tauchen manchmal Fehler auf, die auch von Otto-Normal-Fernseh-Schauenden bemerkt werden. Dies kann u.a. sein, dass ein Kriminalfall plötzlich sehr schnell gelöst wird, obwohl die Ermittler nicht weiterkamen. Ein Grund könnte sein, dass der Film sonst zu lang würde und dann nicht mehr in die z.B. neunzig Minuten hineinpasst.

Einen kaum wahrnehmbaren Fehler hat es in einer Episode der Serie „Der Bulle von Tölz“ vor ein paar Tagen gegeben.
In dieser Serie spielt der menschgewordene Walfisch Ottfried Fischer einen Kriminalkommissar. Ihm zur Seite steht eine schmächtige Kommissarin.

In dem „Fall“ wurde ein alter Mann tot in seinem Bett gefunden.
Nachdem die Kripo angekommen war, rauschte auch sofort der Gerichtsmediziner bzw. Pathologe an und stellte beim Anziehen der obligatorischen Latex-Handschuhe mit einem kurzen Blick auf den auf dem Bauch liegenden Toten fest, dass dieser schon seit vielen Stunden – geschätzt auf plus/minus einer Stunde Genauigkeit – tot ist.
Der Mann war während des Schlafens erstickt, denn er litt an einer Lungenschwäche. Da er auf dem Bauch gelegen hatte, konnte seine Lunge nicht mehr richtig atmen und der Mann ist verschieden.
Das hat der Gerichtsmediziner bzw. Pathologe (Diese Ausdrücke werden abwechselnd benutzt.) mit einem kurzen Blick also gesehen.
Der „Bulle von Tölz“ erkennt, dass es Mord ist, da sich der nun Tote nicht selbst hatte auf den Bauch drehen können – bedingt dadurch, dass er altersbedingt  schwach war – und rief die Spurensicherung.
In der nächsten Szene ist schon die Spurensicherung da.
Der Sohn des Verstorbenen kommt hinein und verharrt kurz, dann schaut er seinen nun auf dem Rücken liegenden verstorbenen Vater an. Er sieht die noch geöffneten Augen seines toten Vaters. Er fährt mit der Hand darüber und schließt die Augendeckel.

Wie ist dies möglich?
Laut Gerichtsmediziner war der Tote schon vor dem Auffinden einige Stunden tot. Die Leichenstarre hatte also schon eingesetzt. Also kann man die Augen nicht mehr schließen.
Aber es gibt noch etwas anzumakeln.
Der Tote wurde laut Gerichtsmediziner und Spurensicherer während des Schlafs auf den Bauch gedreht, ohne es gemerkt zu haben.
Warum hat er dann die Augen geöffnet, wenn er doch geschlafen hat?
Obwohl der Mann schon stundenlang tot war, sieht er noch quicklebendig aus, keine Leichenblässe, keine Leichenflecken, keine anderen Hinweise!
Die „Make-up-Artisten“ haben keine gute Arbeit geleistet.
Die anderen Beteiligten hätten dies aber auch merken sollen müssen.

Muss ich denn auf alles achten?


The Joker

Im laufen neben Heimatfilmen auch sog. Eifersuchtsdramen.

Ein Beispiel:
Eine Familie besteht aus dem Vater, der Mutter und zwei Kindern.
Die Mutter ist treusorgend und bringt die Kinder von Termin zu Termin wie Musikschule, Gymnastik, Ballettschule etc.
Sie opfert sich aber auch selbstlos für ihren Gatten, der Angestellter in gehobener Stellung ist, auf. Ihr Gatte ist Workaholic. Er bringt einen Haufen Geld mit nach Hause.
Das Eheleben ist ausgewogen, man kann sich alles leisten wie ein Haus, Autos etc.
Doch plötzlich kommt heraus, dass der Vater fremdgeht.

Diese Dramen kennt wohl jeder, der fernsieht.
Eifersuchtsdramen haben eine festgelegte Handlung, verlaufen also immer gleich.
Erst wird die perfekte Ehe gezeigt, dann plötzlich muss die Mutter erkennen, dass ihr Mann fremdgeht.

Wie geht es nun weiter?
Die Mutter ist erstmal enttäuscht und heult und heult und heult …
Dann entscheidet sie sich aber – entgegen aller Logik – , ihren Mann zurück zu erobern.
Sie „weiß“, dass ihr Mann sie ja im Prinzip (noch) liebt.
Sie nimmt sich einen Lover und macht ihren Mann „eifersüchtig“.
Nach langem Hin und Her kehrt ihr Mann, der befürchtet, seine Frau zu verlieren, zurück zu ihr. Dies macht er deswegen, weil er zwar fremdgehen darf, aber überhaupt nicht damit klarkommt, dass seine Frau ihrerseits auch fremdgeht.
Die „Eheharmonie“ ist wieder hergestellt. Alles ist wieder wie vorher.

Die „Logik“, die dahinter steckt, ist, dass negativ und negativ positiv ergibt.
Aus Fremdgehen und Fremdgehen entsteht also Eheharmonie.
So etwas kann nur das Fernsehen bzw. können nur Filmschaffende und das sehr oft …


Auf der Titelseite des Arme-Reiche-Promi-Heile-Welt-Mitleid-Story‑ und-Moralheuchel-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt“ – „Neue Post“ konnte man in einem Aufmacher lesen, dass Johannes Heesters exklusiv für sie schreibe.
Auf irgendeiner Seite kann man dann lesen, was Johannes Heesters schreibt.
Er meldet sich eher zu Wort.
Es sagt, dass es ihm gut gehe. Er räumt auch mit den Gerüchten auf, er sei schwer krank.
Auch stimme es nicht, dass er einen Hörsturz erlitten habe, wie einige „Boulevard-Blätter“ behaupteten u.v.m.

Wie muss man es nun kontextuell werten, dass die „Neue Post“ auch diese Gerüchte über Wochen genährt hat, die Johannes Heesters nun entkräftet hat?
Hat sich Heesters wirklich gemeldet oder muss die „Neue Post“ eine Richtigstellung bzw. Gegendarstellung veröffentlichen, die nur anders deklariert wurde?


heimatfilm

Ab und zu laufen im sog. Heimatfilme.
Über das geistige Niveau der Heimatfilme muss man nicht unbedingt nachdenken.
Heimatfilme sind sehr einfach und überschaubar gestrickt. Im Prinzip sind sie alle gleich.

Wie funktioniert ein Heimatfilm?

In einem Heimatfilm gibt es immer die gleichen Stereotypen: Einheimische und eine Anderswoherige, also eine Person, die anders wo her ist. Heimatfilme spielen immer in einem kleinen Dorf jenseits der Zivilisation.
Die Lovestory spielt sich immer zwischen einem gemischten Paar ab, das aus einem Einheimischen und einer Anderswoherigen besteht, in seltenen Fällen auch anders herum.
Die beiden verlieben sich ineinander, ohne es erstmal selbst zu merken.
Die Einheimischen sind natürlich neidisch auf die Anderswoherige und mobben sie.
Die Antagonisten, eine einheimische eifersüchtige Dorf-Trulla, die zwar gut aussieht, aber ansonst zu blöde ist, ein Glas Milch umzuwerfen, ist maßgeblich am Mobbing beteiligt oder es geht von ihr aus.
Das Liebespaar trennt sich im Bösen.
Von irgendwo taucht plötzlich eine alte Frau auf, die der Anderswoherigen erzählt, dass der Einheimische unendlich verliebt ist, dies aber nicht zeigen könne.
Diese Frau vermittelt dann zwischen den beiden und legt die Antagonisten lahm. Die Antagonistin bereut, weil sie gegen die einzig wahre Liebe ihres Angebeteten nicht ankommt und bettelt um Gnade, die sie dann natürlich zugestanden bekommt.
Die beiden Verliebten finden wieder zueinander und etwas später findet die Hochzeit statt.
Friede, Freude, Eierkuchen!

Diese – alles andere als abstrakte – Rahmenhandlung ist in 99 Prozent aller Heimatfilme gleich.
Es gibt allerdings allerlei Variationen, z.T. auch Nebenhandlungen.

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Nicht erkannt werden ...

Nachdem sich die „Neue Post“ ein „Verhältnis“ zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar“ Florian Silbereisen zusammenhalluziniert und sich dann auch noch Beweise dafür zusammenfantasiert hatte, musste sie natürlich Farbe bekennen, weil (fast) jeder bemerkt hatte, dass es nicht stimmt(e).
Vor ein paar Wochen hatte die „Neue Post“ damit begonnen, der Wahrheit nahe zu kommen.
So tut sie so, als hätte sie die Wahrheit gepachtet und strickt sich eine interessante Geschichte, um dahin zukommen, dass alles eingerenkt ist.
Sie behauptet, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.
Um diesen Quatsch zu untermauern, konnte man noch eine Story über das „Liebespaar“ lesen. Diese war aber nur dazu da, sich selbst etwas zu beweisen.
So gebe es angeblich neue Beweise in der französischen Zeitschrift „France Dimanche“ dafür, dass doch ein „Verhältnis“ bestehe.
„Neue Post“ macht daraus DEN Liebesbeweis schlecht hin.
Dann folgt wieder der Sermon, dass Silbereisen immer wieder mit Frauen Schluss mache, wenn sie ihm zu nahe kämen.
Silbereisen hat sich ja bekanntlich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, dann soll sich laut „Neuer Post“ ein „Verhältnis“ zwischen ihm und Mireille Mathieu entwickelt haben.
Den Rest kennt man ja zur Genüge.
Schon gerissen, diese „Taktik“, um die Schuld von sich zu weisen und den beiden doch ein „Verhältnis“ andichten zu können.

Man hätte auch Rückgrat beweisen können und sagen können, man hätte sich geirrt.


Fernseher

„K11“ ist eine „Krimi-Doku-Serie“ bei sat.1.
Schauspieler stellen reale Kriminalfälle nach.

In einem Fall ging es darum, dass eine Internatsschülerin mit einem Seil erdrosselt wurde. Die Ermittlung verläuft schleppend, weil viele Schülerinnen verdächtig sind, doch dann will eine Mitschülerin der Ermordeten deren Ex-Freund unter Druck setzen, weil sie einen Verdacht hat.
Die Ermittler – eine blonde, kurzhaarige Kommissarin und ein glatzköpfiger Kommissar – sind zur Stelle und können den Täter und dessen Helfer stellen und verhaften.
Schnitt!
Während einer kurzen Einspielung sagte eine Stimme: „Wie kommt das Mädchen mit der Todesangst zurecht? Nach der Werbung erfahren Sie es.“
Nach knapp fünf Minuten Werbung geht es weiter mit K11, eine satte Minute.
Die Gesichter der Täter erscheinen und eine Stimme erklärt, welche Strafen sie bekamen. Auch kann man das Strafmaß in einer Auflistung ablesen.
Dann einige Sekunden vor dem Abspann sagt die Stimme noch: „Das Mädchen hat zusammen mit ihren Mitschülerinnen den Verlust der Freundin und die damit zusammenhängende Gewalttat nach eine schweren Zeit verarbeitet.“
Abspann!
Ende!

Man fragt sich, welchen Zweck die Ankündigung hatte.
Wohl nur einen – dass man Werbung schaut und „dran“ bleibt, um den (vermeintlichen) Rest von K11 nicht zu verpassen.


Fernsehen

Der WDR – Studio Münster war am vorigen Freitag, 2.3.2007, zu Gast in der Ausstellung „ zum Anfassen“.
Heute, 9.3.2007, wird der Beitrag ab 19:30 Uhr in der „Lokalzeit Münsterland“ der „Aktuellen Stunde“ im WDR- gesendet.

Ich bin auch in einem Statement zu sehen.


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