Kulturelles

Über Kulturen, stellenweise Fremdartiges etc.

Syntronica

Als Mainstream bezeichnet man das, was einer großen Mehrheit „gefällt“.
Personen, die „mainstreamy“ sind, bewegen sich mit der Masse, haben den gleichen Geschmack – z.B. in der Mode, in der Musik etc., wie die Masse, die gleiche Meinung usw.
Der Mainstream ist nichts Anderes als Massenschwimmen.

Individualismus bedeutet, dass man nicht mit der Masse schwimmt, sondern seinen eigenen Stil verfolgt.

Es gibt viele Leute, die aus der Masse ausbrechen wollen, dies aber nicht können, weil sie viel bzw. alles verlieren würden.
Diese Personen verstecken ihr „wahres Ich“ vor andere und leben sich manchmal „in der Ferne“ aus.
So fahren sie ab und zu mal dort hin, wo sie keiner kennt, und leben sich aus.

Es gibt aber auch Leute, die einfachhalber wie die anderen denken und handeln.
In der Firma – oder auch privat, unter Freunden, Bekannten oder in der Familie – macht man es sich einfach „bequem“ und vertritt keine eigene Meinung oder die der Mehrheit.
Wenn der Chef eine andere Meinung als die Mehrheit vertritt, vertritt man die Meinung des Chefs.
Man bildet sich vordergründig ein, dass man dann einen besseren Stand in der Firma hätte, wenn man immer zum Chef „hält“.

Gut, es gibt Chefs, die gerne Speichellecker bzw. Massenschwimmer um sich haben.
Was ist aber, wenn Chefs diese Personen nicht leiden können?
Dann haben die Speichellecker einen schweren Stand.
So kommt wieder die „Meinungslosigkeit“ zum Vorschein.
Entweder nehmen die Massenschwimmer an Diskussionen nicht oder nur durch körperliche Anwesenheit teil oder sie warten, bis ein „Günstling“ des Chefs oder Chef selbst seine Meinung äußert und „entscheiden“ sich dann „spontan“ auch für dessen Meinung als „eigene“, die sie nun vertreten.
Sie tun das dann auch ab und zu kund mit den „magischen Worten“: „Ich bin der gleichen Meinung.“. Sie wiederholen dann auch oft die Argumente, die sie als ihre eigene Meinung kundtun.
Peinlich wird es, wenn der „Günstling“ plötzlich vom Gegenteil oder etwas anderem überzeugt wird. Dann hat der Massenschwimmer ein Problem.
Er hat ja kundgetan, dass er die Meinung des „Günstlings“ vertrete, allerdings die, bevor der „Günstling“ seine Meinung revidierte.
Nun vertritt er nämlich im schlimmsten Fall eine konträre Meinung zum „Günstling“ und zur Mehrheit – oder sogar zum Chef?

Der Massenschwimmer merkt dies aber nicht wirklich, denn er ist ja der Meinung der Mehrheit und des „Günstlings“. Er schwenkt einfach um und hofft innerlich, dass es niemand merkt. Meistens merkt er nicht mal selbst, dass er gerade noch einer völlig anderen Meinung war. Für ihn ist es ja einstudiertes Verhalten, immer eine Mehrheitsmeinung zu vertreten.
Die anderen merken es oder wissen schon, dass der „Umschwung“ kommt.

Es gibt auch Chefs, die Querdenker schätzen.
Massenschwimmer, die in einer solchen Firma arbeiten, haben dort richtig schlechte Karten. Der Chef merkt nämlich sehr schnell, dass die Massenschwimmer keine eigenen Ideen haben, sondern lediglich aus Bequemlichkeits‑ oder Erfolgsgründen alles abnicken, um sich nur nicht mit dem Chef schlecht zu stellen.
Das macht der Massenschwimmer aber!
Denn, wo Querdenker (ausdrücklich) erwünscht sind, haben Ja-Sager keine Chance.
Es sind ja nicht nur Ja-Sager, sondern sie sagen auch „Nein“, wenn der Chef „Nein“ sagt.

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass man immer eine konträre Meinung haben soll, doch was bringt es, keine eigene Meinung zu haben?
Man ist zu sich selbst unehrlich, denn man belügt sich permanent und man täuscht sich selbst.
Auch verschwendet man Zeit und auch Energie damit, immer „korrekt“ und „angepasst“ zu sein, was natürlich auch an einem zehrt.
So geht Energie verloren, die man für etwas anderes hätte sinnvoll nutzen können.

Was macht der Massenschwimmer, wenn er entlassen wird?
Er versteht die Welt nicht mehr. Er hat doch immer „korrekt“ gehandelt und hat nie „etwas anbrennen“ lassen.
Und genau dort liegt das Problem.
Der Massenschwimmer hat nie „etwas anbrennen“ lassen.

Die Entlassung des Massenschwimmer ist eine Konsequenz aus seinem meinungslosen Verhalten.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.


Joker-Gross2

Im Radio SWR3 gibt es eine Sendereihe namens „Die -Polizei“.

Dort werden Schüler von Reportern nach Allgemeinwissen gefragt, so auch wieder zu Pfingsten.

Die Frage war diesmal: „Pfingsten –Was ist das eigentlich?“

Die Antworten waren nur peinlich.

  • „Pfingsten ist ein Feiertag.“
  • „Das hängt irgendwie mit der Arbeit zusammen.“
  • „Keine Ahnung!“ (sehr oft)
  • „Weiß ich nicht.“ (sehr oft)
  • „Das hat vielleicht irgendwas mit Gott zu tun.“
  • „Da ist Jesus aufgestanden.“ (auf – GE – standen !!!)
  • „Die haben auf Pfingsten die Zehn Gebote gefunden.“ (AUF !!!)

Auf die Antwort „Die haben auf Pfingsten die Zehn Gebote gefunden.“ fügte noch jemand hinzu: „Da haben sie die herausgebracht.“
Die Reporterin hakte nach und fragte „dumm“: „Als gebundene Ausgabe?“
„Ja, das war dann so“, kam die schnelle Antwort.

Ein weiterer Beitrag zu „Armes Deutschland“ war auch, wie jemand nach Aufforderung „Pfingsten“ buchstabierte:

„F – Ⅰ – N – K – S – T – E – N“


Aha!

Heute in der Bäckerei in :

Nachdem ich Brötchen geordert hatte, schaute ich, ob ich noch etwas nehmen sollte.
Mein Blick fiel auf etwas Gebackenes.
Die Bedienung fragt: „Noch etwas?“
„Ja“, antwortete ich und zeigte auf ein gedrehtes Gebäck, „So eine Stange, bitte!“
Während die Bedienung das Gebäck einpackte, schaute ich mir die Schilder am Tresen an.
Dort standen schwäbische Wörter wie Burlis, Weckle, Zwiebele, Knausern etc.
Ich fragte: „Wie heißt dieses Gebäck?“ und wartete auf einen schwäbischen Ausdruck.

Die Bedienung sagte: „Gedrehte Käsestange mit Sesam.“


Privates

Anfang März bin ich mit dem Flugzeug nach Moskau geflogen.
Von Moskau ging es mit der Transsibirischen Eisenbahn weiter.
Wenn ich an die über neuntausend Kilometer (9288 km) Eisenbahnstrecke bis nach Wladiwostok denke, tut mir jetzt noch mein Gesäß weh.

Da die Transsib jeden zweiten Tag verkehrt, sind wir zwei Tage in Ulan-Ude geblieben und haben einen kurzen Abstecher nach Burjatien gemacht.

Unsere Gruppe kam auch kurz durch Koguschetien, was sich wie eine dünne Zunge in Burjatien hereinbohrt, etwa drei Kilometer breit, und acht Kilometer lang. Unsere Reiseführer wiesen uns daraufhin, dass wir in Koguschetien bitte nichts essen sollten, was einige aber taten, nachdem wir an einem abendlichen Umtrunk teilgenommen hatten.
Krank geworden ist keiner.

Mir ist auch aufgefallen, dass wir von den Einheimischen ferngehalten werden sollten, was aber nicht gelangt.

In einem Dorf kamen wir doch entgegen der Abwehrversuche der Reiseführer mit den Koguschen zusammen und tranken am Vorabend von „Nes Serf“ mit ihnen.
„Nes Serf“ ist ein traditionelles koguschetisches Fest.
Ihre Gastfreundschaft war so zuvorkommend, dass unsere Gruppe nicht anders konnte, als sich niederzulassen. Nicht nur mir fiel auf, dass eine Person sich von allen, auch den Touristen mit „Do Swindanja“ verabschiedete, was ich erstmal keine Bedeutung beimaß. In einigen Regionen Burjartiens wurde ja russisch gesprochen, vor allem, wenn dort die Bevölkerung mehrheitlich Russen waren.
Die Person, die sich von allen verabschiedete, war irgendwie seltsam, aber harmlos.
Nachher erfuhren wir, dass diese Personen mit einer Droge namens „Schiw Gew“ zugedröhnt war.
Nach ein, zwei Stunden zogen wir wegen des aufdringlichen Drängens der Reiseleitung weiter.

Als wir zwei Tage später wieder im Transsib saßen, erfuhren wir von zwei russischen Fahrgästen, was es mit „Nes Serf“ auf sich hatte.
Jetzt wurde auch klar, warum die Reiseleitung es so eilig hatte …
„Nes Serf“ war das höchste Fest der Koguschen.
Der Mann, der sich von uns verabschiedet hatte, sollte am nächsten Tag zu Tode kommen.
Er wurde dem höchsten Gott geopfert.
Auch wenn es sich jetzt grausam anhört, aber er wurde von den anderen Koguschen verspeist, um den Kontakt zwischen den Lebendigen und Toten zu halten.

Einer der russischen Mitreisenden meinte, der Geopferte würde noch gegessen, während er noch „warm“ wäre.

Darüber will ich nicht weiter nachdenken.

Gut, dass wir nicht einen Tag später bei den Koguschen zu Besuch waren …


Dietmar im Rennauto

Wenn bei der Firma, in der ich arbeite, Schulungen sind, werden die Schulungsteilnehmer „ausgeführt“.
Diesmal ging es wieder zum Boxenstop Tübingen, einem Auto‑ und Spielzeugmuseum.
Oben im Restaurant kann man auch ein Rennauto besteigen.

Rennautos sind sehr eng. Ich passte aber „bequem“ hinein, und kam auch wieder „bequem“ hinaus …


Der Hofnarr - Kurioses aus der Welt

Ja, die Schule …

Und die Schüler, die aaarrrmen Schüler …

Im Radio war eine Diskussion über die Schulen. Im Vorspann wurden einige Schüler auf die Schule angesprochen.
Einer sagte etwas, was mir doch sehr zu denken gab:

„Das Schlimmste sind die Diktate. Da muss man immer sooo denken. Und dann kommt schon das nächste Wort.“

Muss man dazu noch etwas sagen?


Aha - Geistesblitz

Hallo, liab Leserinne und Lesr, hajo, so isch des !

Nun bin ⅰ seid Anfang Februar in Schwabe (Deddenhause).
Die Arbeid fälld mir saumässich gud.

Allerdings hend ⅰ oiig Problem mid dem Verschdehe.

Des legd si abr langsam.

Schwäbisch rede kann ⅰ nedd, weil ⅰ Weschdfale bin, abr au des isch koi Problem.

Es gibd oin Deidsch-Schwäbisch‑Übersedzr.

So kann man si verschdändlich mache.


Die deutschen Unternehmen sind ja immer noch trotz guter Auftragslage und trotz hoher Gewinne weiterhin am Boden.
Sie tun zumindest so, als wäre es so.

Eins ihrer Argumente, warum es ihnen „sooo schlecht“ geht, ist das, dass Deutschland die „meisten in “ habe.
Da Feiertage mit Lohnausgleich beglichen werden müssten, schlagen sie immerwiederkehrenden gebetsmühlenartigen Gesänge an.
Weil andere Länder weniger Feiertage hätten, müsste in Deutschland auf Feiertage verzichtet werden, damit die deutschen Firmen wettbewerbsfähig werden bzw. bleiben könnten.

Copyright Syntronica.net - SynPress u. Le Cerveau.eu

Diese Grafik zeigt, die Anzahl der Feiertage in Europa.
Deutschland liegt im Mittelfeld und nicht oben.

Hier ist die Grafik in Zahlen gefasst:

Feiertage in Europa
Land Anzahl
Belgien 14
Deutschland 15
Frankreich 13
Großbritannien 13
Irland 11
Italien 15
Luxemburg 12
Niederlande 11
Österreich 16
Schweiz 17
Spanien 18

Die Werte sind offizielle Werte der europäischen Statistikbehörde.

Dass die Unternehmer flunkern, kann nicht sein, oder?


Lotus

Im habe ich ja schon viel Schwachsinn gesehen, aber das, was in der Nacht von gestern auf heute lief, schlägt dem Fass den Boden aus.
Tiefer kann die „Unterhaltung“ bzw. das Niveau des Fernsehprogramms nicht mehr sinken …
Auf Kanal Telemedial lief eine „Live-Sendung“.
Kanal Telemedial definiert es so:

„Der Energieausgleich und die telemediale, spirituelle Lebensschule gehören zu einem einzigmaligen Konzept des ersten Mehrwertfernsehens unter einer Rundfunk-Teleshop-Lizenz, das sich weder öffentlich rechtlich noch werbefinanziert und der unabhängig von Konfession und Wirtschaft hochqualitative Beratungsdienstleistungen anbietet.“

Eine Sendung mit „Live-Beratern“ lief.

Weiterlesen


Kalender
Mai 2018
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Suchen und Finden
Wetter Wetter Wetter
Aktuelle Kommentare
  • Sabine Schneidewind: "In unseren Herzen wirst du immer weiterleben, auch wenn du über den Regenbogen gegangen bist. "
       vom
    11. April 2018
  • Syntronica: "Danke mein Glühwürmchen1 "
       vom
    24. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Herzlichen Glückwunsch zu eurem 2. Hochzeizszag. Weiterhin viel Liebe , Glück und in den Sozalnetzen kluge und aufklärende Kommentare. Besonders beglückwünschen möchte ich auch CORA,... "
       vom
    8. August 2017
  • Gerhard Singheiser: "Im Normalfall stimmt das, dass jeder das erntet was er sät. Leider gibt es Fälle in denen ungesät aber geerntet wird. Hoffentlich kommt die Rechnung... "
       vom
    31. Juli 2017
  • Sabine Schneidewind: "Dank Dir m Herzbeben <3 hab dich unendlich lieb m Schatz <3 "
       vom
    1. Juli 2017
  • Franz-Josef Baumann: "Wir (18-köpfige Gruppe) hatten bereits am 20.03.2017 eine Stocherkahnfahrt für den 27.05.2017 von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr gebucht. Am 27.05.2017 06.31 Uhr wurden wir... "
       vom
    10. Juni 2017
  • Gerhard Singheiser: "Ich freue mich, dass Ihr es geschafft habt. Leider war ich beim ersten mal nicht dabei. Kann ich die Frequenzen bekommen? Ich wünsche Euch viel... "
       vom
    2. Januar 2017
  • Syntronica: "Da gebe ich Ihnen recht. Es ist in dem Artikel nicht heraus gekommen, was genau ich meinte. Wenn die SPD nicht will, hätte sie nicht... "
       vom
    11. Oktober 2016
  • Älter »    
Schlagworte und Stichworte
  • Archiv(e)