Kulturelles

Über Kulturen, stellenweise Fremdartiges etc.

Das glücklichste Paar des Universums

Acht Symbole des Gelehrten

  1. Perle
  2. Klangstein
  3. Münze
  4. Rhombus
  5. Bücher
  6. Gemälde
  7. Rhinozeroshorn
  8. Schafgarbenblatt

Acht Trigramme

Achtfältiger Pfad des Buddhismus

Acht Symbole des Buddhismus

  1. Meeresschnecke
  2. Schirm
  3. Baldachin
  4. Lotus
  5. Vase
  6. Fisch
  7. endloser Knoten
  8. Rad der Lehre

Weiter wird der Acht eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung des Menschen zugeschrieben:

  • mit 8 Monaten Milchzähne
  • mit 8 Jahren deren Verlust
  • mit 2 × 8 Jahren geschlechtsreif

Acht Pfeiler des Himmels der alten Kosmologie und dementsprechend acht Himmelsrichtungen, Berge, Winde und Pforten der Regenwolken.


Rechte: www.pixelio.de

Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt, braucht keine anderen Autoritäten.

Chuang Tsu


Notizbuch aus Maulbeerbaumrinde

Bei einer Lesung bekamen wir, die Besucher, ein Notizbuch geschenkt.

Das Notizbuch ist etwas ganz Besonderes.
Die Seiten sind aus Umweltpapier,der Einband aus Maulbeerbaumrinde gefertigt.

Eine Frau hier aus der Gegend –  – schaute sich das Buch an und las den Aufkleber. Der Produzent ist hier aus der Gegend – .

„Moment“, meinte die Frau zu der Person, die die Geschenke verteilte, „hier stimmt was nicht. Hier wächst kein Maulbeerbaum.“

Dass man nicht einfach mal mit einem Geschenk zufrieden sein kann …


baguette-france

Man wundert sich immer, warum Baguettes immer so frisch sind.
Es ist ganz einfach. Sie werden vom Achselschweiß feucht gehalten.

Das ist eine christliche Tradition.

„Du solltest Brot unter die Arme verteilen!“


Deutschland trifft Frankreich

Wenn man viele Personen, kreuz und quer über die Erde – das Universum? – verteilt, kennt bzw. mit ihnen geschäftlich und/oder privat zu tun hat, ist es immer erfrischend, wenn man „kleine Ausreißer“ mitbekommt.

Ein Deutscher, dessen Eltern Italiener sind, musste bei einem Unternehmen anrufen, das sich in Frankreich befand.
Es sei angemerkt, dass der Anrufer kein Französisch spricht und nur sehr wenige Brocken Englisch beherrscht.

Als sich die Stimme aus Frankreich meldete, meinte der Anrufer freundlich:

„Bonjour! Do You speak German?“


Syntronica

Als Mainstream bezeichnet man das, was einer großen Mehrheit „gefällt“.
Personen, die „mainstreamy“ sind, bewegen sich mit der Masse, haben den gleichen Geschmack – z.B. in der Mode, in der Musik etc., wie die Masse, die gleiche Meinung usw.
Der Mainstream ist nichts Anderes als Massenschwimmen.

Individualismus bedeutet, dass man nicht mit der Masse schwimmt, sondern seinen eigenen Stil verfolgt.

Es gibt viele Leute, die aus der Masse ausbrechen wollen, dies aber nicht können, weil sie viel bzw. alles verlieren würden.
Diese Personen verstecken ihr „wahres Ich“ vor andere und leben sich manchmal „in der Ferne“ aus.
So fahren sie ab und zu mal dort hin, wo sie keiner kennt, und leben sich aus.

Es gibt aber auch Leute, die einfachhalber wie die anderen denken und handeln.
In der Firma – oder auch privat, unter Freunden, Bekannten oder in der Familie – macht man es sich einfach „bequem“ und vertritt keine eigene Meinung oder die der Mehrheit.
Wenn der Chef eine andere Meinung als die Mehrheit vertritt, vertritt man die Meinung des Chefs.
Man bildet sich vordergründig ein, dass man dann einen besseren Stand in der Firma hätte, wenn man immer zum Chef „hält“.

Gut, es gibt Chefs, die gerne Speichellecker bzw. Massenschwimmer um sich haben.
Was ist aber, wenn Chefs diese Personen nicht leiden können?
Dann haben die Speichellecker einen schweren Stand.
So kommt wieder die „Meinungslosigkeit“ zum Vorschein.
Entweder nehmen die Massenschwimmer an Diskussionen nicht oder nur durch körperliche Anwesenheit teil oder sie warten, bis ein „Günstling“ des Chefs oder Chef selbst seine Meinung äußert und „entscheiden“ sich dann „spontan“ auch für dessen Meinung als „eigene“, die sie nun vertreten.
Sie tun das dann auch ab und zu kund mit den „magischen Worten“: „Ich bin der gleichen Meinung.“. Sie wiederholen dann auch oft die Argumente, die sie als ihre eigene Meinung kundtun.
Peinlich wird es, wenn der „Günstling“ plötzlich vom Gegenteil oder etwas anderem überzeugt wird. Dann hat der Massenschwimmer ein Problem.
Er hat ja kundgetan, dass er die Meinung des „Günstlings“ vertrete, allerdings die, bevor der „Günstling“ seine Meinung revidierte.
Nun vertritt er nämlich im schlimmsten Fall eine konträre Meinung zum „Günstling“ und zur Mehrheit – oder sogar zum Chef?

Der Massenschwimmer merkt dies aber nicht wirklich, denn er ist ja der Meinung der Mehrheit und des „Günstlings“. Er schwenkt einfach um und hofft innerlich, dass es niemand merkt. Meistens merkt er nicht mal selbst, dass er gerade noch einer völlig anderen Meinung war. Für ihn ist es ja einstudiertes Verhalten, immer eine Mehrheitsmeinung zu vertreten.
Die anderen merken es oder wissen schon, dass der „Umschwung“ kommt.

Es gibt auch Chefs, die Querdenker schätzen.
Massenschwimmer, die in einer solchen Firma arbeiten, haben dort richtig schlechte Karten. Der Chef merkt nämlich sehr schnell, dass die Massenschwimmer keine eigenen Ideen haben, sondern lediglich aus Bequemlichkeits‑ oder Erfolgsgründen alles abnicken, um sich nur nicht mit dem Chef schlecht zu stellen.
Das macht der Massenschwimmer aber!
Denn, wo Querdenker (ausdrücklich) erwünscht sind, haben Ja-Sager keine Chance.
Es sind ja nicht nur Ja-Sager, sondern sie sagen auch „Nein“, wenn der Chef „Nein“ sagt.

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass man immer eine konträre Meinung haben soll, doch was bringt es, keine eigene Meinung zu haben?
Man ist zu sich selbst unehrlich, denn man belügt sich permanent und man täuscht sich selbst.
Auch verschwendet man Zeit und auch Energie damit, immer „korrekt“ und „angepasst“ zu sein, was natürlich auch an einem zehrt.
So geht Energie verloren, die man für etwas anderes hätte sinnvoll nutzen können.

Was macht der Massenschwimmer, wenn er entlassen wird?
Er versteht die Welt nicht mehr. Er hat doch immer „korrekt“ gehandelt und hat nie „etwas anbrennen“ lassen.
Und genau dort liegt das Problem.
Der Massenschwimmer hat nie „etwas anbrennen“ lassen.

Die Entlassung des Massenschwimmer ist eine Konsequenz aus seinem meinungslosen Verhalten.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.


Joker-Gross2

Im Radio SWR3 gibt es eine Sendereihe namens „Die -Polizei“.

Dort werden Schüler von Reportern nach Allgemeinwissen gefragt, so auch wieder zu Pfingsten.

Die Frage war diesmal: „Pfingsten –Was ist das eigentlich?“

Die Antworten waren nur peinlich.

  • „Pfingsten ist ein Feiertag.“
  • „Das hängt irgendwie mit der Arbeit zusammen.“
  • „Keine Ahnung!“ (sehr oft)
  • „Weiß ich nicht.“ (sehr oft)
  • „Das hat vielleicht irgendwas mit Gott zu tun.“
  • „Da ist Jesus aufgestanden.“ (auf – GE – standen !!!)
  • „Die haben auf Pfingsten die Zehn Gebote gefunden.“ (AUF !!!)

Auf die Antwort „Die haben auf Pfingsten die Zehn Gebote gefunden.“ fügte noch jemand hinzu: „Da haben sie die herausgebracht.“
Die Reporterin hakte nach und fragte „dumm“: „Als gebundene Ausgabe?“
„Ja, das war dann so“, kam die schnelle Antwort.

Ein weiterer Beitrag zu „Armes Deutschland“ war auch, wie jemand nach Aufforderung „Pfingsten“ buchstabierte:

„F – Ⅰ – N – K – S – T – E – N“


Aha!

Heute in der Bäckerei in :

Nachdem ich Brötchen geordert hatte, schaute ich, ob ich noch etwas nehmen sollte.
Mein Blick fiel auf etwas Gebackenes.
Die Bedienung fragt: „Noch etwas?“
„Ja“, antwortete ich und zeigte auf ein gedrehtes Gebäck, „So eine Stange, bitte!“
Während die Bedienung das Gebäck einpackte, schaute ich mir die Schilder am Tresen an.
Dort standen schwäbische Wörter wie Burlis, Weckle, Zwiebele, Knausern etc.
Ich fragte: „Wie heißt dieses Gebäck?“ und wartete auf einen schwäbischen Ausdruck.

Die Bedienung sagte: „Gedrehte Käsestange mit Sesam.“


Privates

Anfang März bin ich mit dem Flugzeug nach Moskau geflogen.
Von Moskau ging es mit der Transsibirischen Eisenbahn weiter.
Wenn ich an die über neuntausend Kilometer (9288 km) Eisenbahnstrecke bis nach Wladiwostok denke, tut mir jetzt noch mein Gesäß weh.

Da die Transsib jeden zweiten Tag verkehrt, sind wir zwei Tage in Ulan-Ude geblieben und haben einen kurzen Abstecher nach Burjatien gemacht.

Unsere Gruppe kam auch kurz durch Koguschetien, was sich wie eine dünne Zunge in Burjatien hereinbohrt, etwa drei Kilometer breit, und acht Kilometer lang. Unsere Reiseführer wiesen uns daraufhin, dass wir in Koguschetien bitte nichts essen sollten, was einige aber taten, nachdem wir an einem abendlichen Umtrunk teilgenommen hatten.
Krank geworden ist keiner.

Mir ist auch aufgefallen, dass wir von den Einheimischen ferngehalten werden sollten, was aber nicht gelangt.

In einem Dorf kamen wir doch entgegen der Abwehrversuche der Reiseführer mit den Koguschen zusammen und tranken am Vorabend von „Nes Serf“ mit ihnen.
„Nes Serf“ ist ein traditionelles koguschetisches Fest.
Ihre Gastfreundschaft war so zuvorkommend, dass unsere Gruppe nicht anders konnte, als sich niederzulassen. Nicht nur mir fiel auf, dass eine Person sich von allen, auch den Touristen mit „Do Swindanja“ verabschiedete, was ich erstmal keine Bedeutung beimaß. In einigen Regionen Burjartiens wurde ja russisch gesprochen, vor allem, wenn dort die Bevölkerung mehrheitlich Russen waren.
Die Person, die sich von allen verabschiedete, war irgendwie seltsam, aber harmlos.
Nachher erfuhren wir, dass diese Personen mit einer Droge namens „Schiw Gew“ zugedröhnt war.
Nach ein, zwei Stunden zogen wir wegen des aufdringlichen Drängens der Reiseleitung weiter.

Als wir zwei Tage später wieder im Transsib saßen, erfuhren wir von zwei russischen Fahrgästen, was es mit „Nes Serf“ auf sich hatte.
Jetzt wurde auch klar, warum die Reiseleitung es so eilig hatte …
„Nes Serf“ war das höchste Fest der Koguschen.
Der Mann, der sich von uns verabschiedet hatte, sollte am nächsten Tag zu Tode kommen.
Er wurde dem höchsten Gott geopfert.
Auch wenn es sich jetzt grausam anhört, aber er wurde von den anderen Koguschen verspeist, um den Kontakt zwischen den Lebendigen und Toten zu halten.

Einer der russischen Mitreisenden meinte, der Geopferte würde noch gegessen, während er noch „warm“ wäre.

Darüber will ich nicht weiter nachdenken.

Gut, dass wir nicht einen Tag später bei den Koguschen zu Besuch waren …


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