Bissiges

Zynik, Sarkasmus, Ironie u.ä.

„Als zum erstenmal das Wort «Friede» ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik.
Sie schrien auf im Schmerz: «Wir haben verdient! Lasst uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!»“

Karl Kraus, Aphorismen


Gesucht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie diverser anderer kriegerischer Handlungen und Nichteinhaltung internationaler Konventionen

Bild von George Bush

GOERGE W. BUSH
* 6.7.1946
Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Mann treffen!
Er befindet sich im Irrglauben, der demokratisch gewählte Präsident der USA zu sein.
Provozieren Sie ihn nicht!
Er ist mit Nuklearwaffen bewaffnet.
Verhalten Sie sich völkerrechtlich einwandfrei und verständigen Sie den Internationalen Gerichtshof!

The Joker

Auf meinen Reisen durch das Internet fallen mir immer und immer wieder Kuriositäten auf.
Eine Kuriosität hat mich sehr ergriffen, obwohl ich nicht begriffen habe, wie sie zustande kommt.
So las ich folgenden Satz.

„Deshalb hatte ich mich seinerseits auch nur für einen T-DSL1000-Anschluss entschieden gehabt.“

Ich kam ins Grübeln und erinnerte mich, dass ich so etwas Ähnliches schon öfter gesehen hatte.

  • „ … ein Gedicht, das wo der Lehrer gemacht gehabt hat … “
  • „ … er hat zwar schluss gemacht gehabt … “
  • „ … ich habe eine Startsequenz und ein Paar Kommentatoren gemacht gehabt, als ich noch Hoffnung hatte … “
  • „ … vorher hatte das der phönix gemacht gehabt … “
  • „ … dank erstmal für deine nette hilfe, habe soweit auch nen fehler gemacht gehabt … “
  • „ … Spanien hat es doch tatsächlich erwischt, deshalb hatte ich ihre Fahne auch gehisst gehabt, denn ich wollte doch nicht das Frankreich verliert …“

Mal abgesehen davon, dass in den oben zitierten Satzfragmenten noch einige „Varianten“ der deutschen Sprache zu finden sind, scheint „gehabt gehabt“ ein Phänomen zu sein.
Wenn man in Internet-Suchmaschinen „gemacht gehabt“ eingibt, werden viele solcher Ergebnisse angezeigt.
Man kann es auch mit „gelesen gehabt“ ausprobieren.

„Ich hatte den Zettel gelesen gehabt“.

Das Plusquamperfekt („Ich hatte den Zettel gelesen.“) wird zum Doppelpartiziplusquamperfekt.
Einigen Leute scheint es nicht „perfekt“ genug gewesen zu sein.

Seltsam ist aber, dass diese Konstellation nur mit intransitiven Verben existiert.
„Ich bin gelaufen gewesen“ gibt es nicht.
Na gut, vielleicht in Bayern : „ Ⅰ bin fei kimma g’wes’n“
Aber das ist eine andere Geschichte …

Das Doppelpartizipplusquamperfekt ist aber noch nicht das Nonplusultra (oder war es das Nullplusultra?).
«Er sagte : „Ich hatte dich gesehen gehabt.“ » wird in der indirekten Rede wohl nach der neuen unheimlichen Art zu einem Super-Plus-Ungut-Ungetüm, wie es (nicht mal) im Buche steht.

«Er sagte, er hätte mich gesehen gehabt gehäbtert.»

Was passiert aber, wenn jemand sagte, dass ER gesagt habe, dass ER jemand Anderen gesehen gehabt hatte?
In verwirrtem Sprachcode hieße dies wohl:

«Er sagte, der Andere hätte gesagt gehabt, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert hätte.»

Vielleicht kommt ja noch der wohlbekannte „Tuter“ hinzu.

«Er tut sagen, der Andere hätte gesagt getan gehabt haben, dass er jemand Anderen gesehen gehäbtert getan hätte.»


Gerade las ich folgende Überschrift(en) eines Artikels.

Soul-Sängerin Beyonce frustriert von ihrer Schönheit

Wegen ihres Aussehens achten die Leute zuwenig auf ihr Können…

Karate

Liebe Beyonce,
Ich kann Dir helfen.
Ich beherrsche Kampfkünste und würde dir wohl gerne auf Anfrage das Gesicht verunstalten.


Squizzle

Auf der Webseite des WDR (Westeutscher Rundfunk) war am Freitag, 02.06.2006, Folgendes zu lesen:

„Die rechtsextreme NPD will während der Fußball-WM am 10. Juni in Gelsenkirchen aufmarschieren. Die Polizei untersagte die Demonstration. Doch das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht hat das Verbot am Donnerstag aufgehoben mit der Begründung, das Versammlungsverbot sei verfassungsmäßig unzulässig.“

Verfassungsmäßig unzulässig!

Eine Neonazi-Demonstration wird, wenn die Welt zu Gast bei Freunden ist, das Ansehen Deutschlands vor der Weltöffentlichkeit beschädigen, ob nun ein Versammlungsverbot verfassungsmäßig unzulässig ist oder nicht.
Denken die Entscheider, die im Gelsenkirchener Verwaltungsgericht sitzen, nicht über so etwas nach?
Denken sie so engstirnig, dass sie nicht ein übergeordnetes nationales Interesse sehen, sondern nur daran denken, dass Neonazis ein verfassungsmäßig garantiertes Recht haben, ihre hirnverbrannten Ideen zu verbreiten?
Laut Gelsenkirchener Verwatungsgericht wurden vier angemeldete Gegendemonstrationen genehmigt, „die die ganz überwiegende Ablehnung der Bevölkerung gegen die rechtsextreme Programmatik der NPD zu Ausdruck bringen“. (Originalton)
Die Neonazis haben laut o.g. Gericht das Recht zu demonstrieren, weil im Grundgesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung verankert ist.
Die Neonazis, die auf Personen, die ihre Meinung nicht vertreten, mit Baseballschläger oder Schlagringe einprügeln!
Die Vorbilder der Neonazis haben zwischen 1933 und 1945 bewiesen, wie sie es mit der Meinungsfreiheit halten. Jeder, der nicht der Meinung der Nazis (NSDAP) war, wurde vernichtet, ebenso Menschen, die nicht dem Rasseideal der Nazis entsprachen.
6 000 000 Tote – vernichtet aus rechter Überzeugung, die das Vorbild der Neonazis bildet, die in Gelsenkirchen demonstrieren dürfen und die irgendwo anders in Deutschland auf Andersdenkende, ausländische Mitbürger oder farbige Deutsche einprügeln.
Die anderen Staaten, die die Neonazi-Demonstration in Gelsenkirchen sehen, werden nicht die Gegendemonstranten wahrnehmen, vor allem nicht als das, was die Entscheider im o.g. Gericht anstrebten, sondern sie sehen einen deutschen Staat, der sich tolerant gegenüber Ausländern gibt, aber erlaubt, dass Neonazis aufmarschieren. Die sehen einen Staat, der rechtes Gedanken‑“Gut“ erlaubt und akzeptiert.
Es wäre an der Zeit gewesen, ein Zeichen gegen Rechtsextreme zu setzen, aber das dies wurde verpasst (vielleicht sogar willentlich).
Ein Deutschland, das in der Weltoffenheit, zu einer Zeit, in der die Welt zu Gast bei Freunden sein soll, offen zeigt, dass es unter keinen Umständen Neonazis akzeptiert und seine Stimme gegen rechte Gewalt erhebt, hätte in der Weltöffentlichkeit ein sehr gutes Bild gemacht. Auf eine pseudodemokratische Versammlungsfreiheit zu pochen, ist der falscheste aller Wege.
Das nationale Image ist das Wichtigste.
Welche Wahrnehmungsschwierigkeiten müssen Beamte eines Verwaltungsgerichts haben, wenn sie Demonstrationen rechtsradikaler Idioten vor der Weltöffentlichkeit genehmigen?


Dietmar - verärgert

Warum sollte man in Zeiten, in denen Leute, die nicht schreiben können, Bücher schreiben für Leute, die nicht lesen können, auch glauben, dass Versprechen eingehalten werden?


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