Nachrichten Baden Württemberg BW Dietmar Syntronica Herzbeben

Am 13. März 2016 war in Baden-Württemberg Landtagswahl.

Bekanntermaßen hat die rechtspopulistische/rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) 23 Sitze (15.1 %) im Parlament geholt.
Im Vorfeld hatten ja die CDU, die SPD, die Grünen und die FDP versprochen, der AfD bei der sog. „Elefantenrunde“ die Maske herunterzureißen, um deren „wahres Gesicht“ zu zeigen.
Das hat nicht geklappt, weil es keine Maske gab und auch kein angeblich „wahres Gesicht“.
Das (Wahl‑) Volk hat die AfD gewählt, obwohl o. g. permanent Lügen über die AfD verbreitet hatten. Auch hatte das Aufbauschen von Kinkerlitzchen nichts gebracht.

Heute haben sich vier Fraktionen – CDU, SPD, Grüne und FDP – getroffen, um zu diskutieren, wie man mit der AfD umgehen soll.

Mit einer Partei umgehen soll, die von 15.1 Prozent der Wähler gewählt wurde!
Dies kommunizieren „Die Vier“ aber nicht, sondern tun so, als sei die AfD wie aus heiterem Himmel einfach so im Parlament erschienen. Jetzt ist es die Aufgabe der „Vier“, diese wieder loszuwerden.

Die Altparteien – CDU, SPD, Grüne und FDP – haben zig Jahre lang den Wähler nicht ernstgenommen, wunderten sich nur über das immer größer werdende Heer der Nichtwähler, taten aber nichts.
Sie redeten von den „POLITIKverdrossenen“, anstatt zu verstehen, dass die Nichtwähler „POLITIKERverdrossen“ waren.  Sie wollten einfach niemanden mehr wählen, der sie nicht ernst nahm.

Die AfD hat es geschafft, viele der Nichtwähler zu mobilisieren und der Dank sind in Baden-Württemberg 23 Sitze im Parlament.
Man kann nicht mehr dumm-dreist davon reden, es seien nur dumme „Protestwähler“ gewesen, die den Altparteien eins auswischen wollten. Warum sollten sie ihnen eins auswischen wollen und warum gerade jetzt?

Anscheinend haben die „Vier“ auch beschlossen, dass sie bei der Vereidigung bzw. Einsetzung der Mitglieder des Landtages, die zur AfD gehören, herausgehen wollen, um ein Zeichen zu setzen.
Das wird die Wähler eher davon überzeugen, dass die Altparteien nicht gewillt sind, Demokratie auszuleben. Lieber zünden sie eine Nebelkerze, die ein „Zeichen“ sein soll.

Es kam auch beim Interview des Südwestrundfunks (SWR) heraus, dass die AfD gar nicht so „rechts“ ist, wie man bis jetzt immer behauptet hatte.
Auch stellte man sich Fragen, wie man nun die AfD „bewerten“ müsse, blieb jedoch Antworten schuldig.
Man hat auch darüber nachgedacht, wie man sich verhalten solle, wenn plötzlich z. B. der Landtagspräsident von der AfD – Stichwort „Alterspräsident“ – gestellt werden müsse.
Was dabei herausgekommen ist, wurde nicht kommuniziert.
Wohl aber gab es von Seiten der FDP ein Statement, die FDP werde in der Opposition nicht mit der AfD zusammenarbeiten, und sie auf keinen Fall unterstützen.
Wenn also aus irgendeinem Grund ein Untersuchungsausschuss von Seiten der Opposition gefordert wird, müsste man die AfD mit ins Boot nehmen, was man aber ablehnt.
Es wird aber passieren.
Man stelle sich eine Konstellation vor.
Die AfD fordert aus welchem Grund auch immer einen Untersuchungsausschuss. Die FDP und die SPD unterstützen dies nicht, weil sie reaktionär Alles kolportieren, was die AfD macht, ob es in Ordnung ist oder nicht.
Nun fordert die FDP oder die SPD sowas. Die AfD wird sich nicht dran beteiligen.
Dann wird das Schreien groß sein und das Heulen.
Was momentan in Baden-Württemberg passiert, ist ein Schmierentheater.

Die Diskussion und der Altparteien führt sich .
Sie wissen nicht, warum knapp ein Siebtel die AfD gewählt haben und wollen es anscheinend auch nicht.
Sie setzen sich lieber zusammen und ignorieren alles um sich herum, was ihnen nicht passt.

oxi-d-sch

Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen

„Stigmata und wirre Gedanken“


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