deutschland-daumen-unten
Vor ein paar Wochen fuhr ich auf der Autobahn A81 in der Nähe von Sindelfingen und Böblingen.
Da an den Autobahnbrücken ab und zu Transparente hängen, maß ich dem dort gesehenen mit Wortfetzen „Kinder … sterben … Allah“ – die mir ins Auge fielen – keine Bedeutung bei.
Durch Zufall las ich etwas später bei Facebook einen verlinkten Artikel, in dem berichtet wurde, dass der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen hätte bezüglich eines Transparents, das mit der Aufschrift „Eure Kinder sterben, wenn sie nicht Allah (an) beten“ an einer Brücke der A81 gehangen hatte.
Ich erinnerte mich, dass ich genau dies gesehen hatte.
Zu meiner Überraschung erfuhr ich von meiner Frau, dass sie es auch gesehen hatte.

Auf einer Webseite, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Kettenbriefe, Fälschungen und Viren bei Facebook aufzuspüren, las ich erstaunt, dass dort – Mimikana.at – berichtet wurde, das Transparent habe es niemals gegeben, weil es eine Fotomontage sei.
Unsere Kommentare, dass wir beide es gesehen hätten, wurde nicht eingegangen.
Auf der o. g. Webseite stand auch, dass dieses Foto auf einer Webseite eines Mannes aus Krems auch aufgetaucht sei. Dies sprach ich in Kommentaren auch an und stellte klar, dass Krems (Niederösterreich) eine Partnerstadt von Böblingen sei. Es gab leider kein Feedback auf unsere Einsprüche von der „offiziellen Seite“.

Auf der o. g. Webseite hatte man übrigens auch Unwahrheiten bzw. Falschinformationen über ein ertrunkenes Kind, das in Bodrum (Türkei) angespült worden war, verbreitet.
Es scheint für die Betreiber wichtiger zu sein, angebliche Stimmungsmache mit dem Bild aufzudecken, als an der Authentizität des Bildes zu rütteln.

Von einer Mitarbeiterin an der Pforte im Klinikum Sindelfingen erfuhren wir, dass Flüchtlinge, auch wenn sie nur ambulant dort waren, einen Transportschein bekämen, um wieder zurückzukommen, ins Flüchtlingsheim.
Bei anderen muss dies (langwierig) im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigt werden, im Zweifelsfall muss erst Vorkasse geleistet werden.
Nicht mal arme Menschen – Hartz-IV-Empfänger z. B. – bekommen ohne Probleme einen Transportschein.
Die Fahrten der Flüchtlinge werden ohne vorherige Genehmigung vom Kreissozialamt beglichen beim Taxiunternehmen.

In einer Klinik in Aachen (Nordrhein-Westfalen) wurde uns Folgendes erzählt.
Dort hielten sich in der Ambulanz ungefähr zeitgleich ein Flüchtling und eine Frau auf, die von ihrem Mann schwer misshandelt worden war.
Nach der Behandlung wurden dem Flüchtling – wie in Sindelfingen ohne Aufheben – ein Transportschein ausgestellt.
Das Personal in der Ambulanz legte Geld zusammen, damit die Frau in ein Frauenhaus fahren konnte, denn niemand übernahm sonst die Fahrt.
Wir fragten beim Landratsamt Böblingen nach und erhielten auch eine Antwort:

Sehr geehrter Herr Schneidewind,

zu Einzelfällen geben wir aus Datenschutzgründen keine Auskunft.
In der Regel sollten Patienten, die in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, wenn möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln heimkehren. Bedarf es der Schonung ist die zuständige Heimleitung zu informieren, die wenn möglich den Patienten abholt. Diesen Kontakt kann der Flüchtling selbst herstellen. Sollte dies nicht möglich sein, so ist ein Taxi zu bestellen. Die Kosten übernimmt dann der Landkreis.
Mit freundlichen Grüßen
*********
Landratsamt Böblingen
 – Zentralstelle/Presse‑ und Öffentlichkeitsarbeit –

Da irgendwas in unserem Deutschen Lande falsch läuft– und nicht nur sporadisch – erfuhren wir von einem Polizisten in Messtetten. Er war dort, um unter anderem für die Sicherheit an der Landeserstaufnahmestelle (LEA) zu sorgen.
Er sagte uns, dass die Polizisten auf die Einzelhandelsläden und der Bevölkerung einwirken sollten, dass Diebstähle, die von Flüchtlingen getätigt würden, im Sande verlaufen.
Er war frustriert, dass er wegsehen musste und auch die Bürger sowie Mitarbeiter von Läden dazu anregen sollte. Diese Anordnung kam von „ganz oben“.

Von einer Mitarbeiterin eines Discounters in Chemnitz erfuhren wir, dass dort Folgendes ablief.
Wenn Flüchtlinge etwas stehlen, sollten darüber weggesehen werden. Die Discounter sollen wegen des Frieden willens niemanden anzeigen. Das zuständige Landratsamt (LRA) rief dazu auf, man solle öfters „Inventur“ machen und das Manko würde das LRA begleichen.

Einer unserer Bekannten sagte uns, dass der Oberbürgermeister von Ostfildern ebenfalls dazu aufgerufen hatte, über Ladendiebstahl hinwegzusehen. Als Grund nannte er, dass die „Neuen“ noch nicht so konform seien und man noch darüber wegsehen müsste.
Wer ist hier eigentlich der Rassist?

Auf der o. g. Webseite sowie einigen Zeitungen – u. a. der Stuttgarter – erschienen Artikel, die dieses als Ammenmärchen und Gerüchte sowie rechter Hetze abtaten, doch wir hatten dies alles Eye to Eye erfahren.
Nun erscheint eines dieser angeblichen „Ammenmärchen“ plötzlich als Wahrheit.
Es kursieren sog. „Gerüchte“, dass Flüchtlinge sich bei einem Discounter die Taschen vollgepackt hätten, damit ohne zu bezahlen, durch den Kassenbereich gegangen zu sein, ohne dass das Kassenpersonal eingegriffen hätte.
Nun betrachte man die Direktiven, bei Diebstahl wegzusehen und dass das LRA in Chemnitz die Fehlbeträge erstatten wolle.
Wenn nun weggesehen wird, können sich Ladendiebe die Taschen vollpacken und ohne zu bezahlen, raus gehen.

Quot erat demonstrantum.

Nun kommt ein CDU-Politiker aus Düren, Michael Brogmus, auf den Plan.
Wir hatten auf Facebook kurz erwähnt, dass Polizisten in Messtetten angehalten würden, wegzusehen, und kündigten an, dies in Kürze online zu stellen und erwähnten auch dabei, dass wir noch andere Dinge heraus bekommen hätten.
Michael Brogmus hielt dagegen und warf uns erst mal vor, wie lögen.
Er ließ sich auch nicht beirren von der des Transparents an der Autobahn bei Sindelfingen. Er erwähnte laufend die o. g. Webseite, wollte aber nicht im Geringsten einschwenken, als wir Fakten lieferten, die auch in diesem Beitrag zu lesen sind.
Er kam mit Dingen wie, dass de Polizei gar nicht wegsehen dürfe und dass ein Bürgermeister gar nicht Befugnisse hätte, anzuordnen, Discounter sollten wegsehen.
Ebenso sprach er davon, dass die LRA Flüchtlingen die Fahrten in die Unterkunft nicht bezahlten, obwohl ich die Mail bekannt machte (s. o.).
Als er von unseren Fakten mit Zeugen und Aussagen anderer Facebook-Leute überhäuft wurde, kündigte er mir die Facebook-Freundschaft.
So entzog er sich der Realität.
Was er nicht mehr sah, existierte eben nicht mehr.

Diese Vor-Fakten-Wegducken etc. sind nur ein kleiner Teil, wie es in momentan aussieht.

Die Realität wird verleugnet und die, die es anprangern, werden als (rechte) Denunzianten deklassiert.

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir bleiben dran und werden weiter berichten!

oxi-d-sch-2

Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen

„Rechtsbeugung und Flüchtlinge“


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