wutbuerger-tagebuch-fisch

Heute berichten wir über einen Wutbürger, wie er im Protesthandbuch Bilderbuch steht.
Nennen wir ihn einfachheitshalber .
Er könnte auch Markus, Michael, Mark, Thomas, Andreas, Wolfgang, Klaus oder Till heißen, weil er ein Narr ist.
Wie immer Man ihn nennen will …

Fisch hat selbst implizierte Traumata, die von seiner haarsträubenden Tätigkeit als Berufsdemonstrant herrühren.
Er ist Revoluzzer gegen das „menschen‑ und demokratieverachtende System in Deutschland“ und bezieht seine Almosen von einem Aktionsnetzwerk, dass wir hier ACTION nennen.
Fisch organisiert in seiner Tätigkeit als ACTION-Berufsdemonstrant Demonstrationen und zettelt Intrigen gegen die „Herrschenden, die den Willen des Volkes ignorieren“ an, die er und ACTION schlichtweg Wahrheitsverdreher und Täuscher nennen.

Fisch steht jeden Tag früh morgens auf und setzt sich erst mal an seinen von ACTION geliehenen Computer, denn als Hartz-IV-Empfänger kann er sich keinen leisten, und surft dann durchs Internet. Die Kosten bezahlt ACTION.

Fisch durchsucht dann die Nachrichten nach bestimmten Themen, die er gebrauchen kann und liest sich erst mal in Rage, während er immer noch stinkend ungeduscht in der Wohnung sitzt, weil Wasser ja auch Geld kostet.
Da die Medien alle vom „ungerechten System“ gekauft sind, macht er sich Notizen, was am Tag vorher berichtet wurde.
Fisch nimmt natürlich nur die Nachrichten, die in seinem Sinne sind, und verteilt sie an Freunde, die er über (un‑)soziale Netzwerke kennt. Die anderen Nachrichten „bewertet“ er nach der Skala von ACTION, und da es ja Nachrichten sind, wie der Name es sagt, muss er sie nachrichten, also „richtigstellen“.
So schreibt er „nachgerichtete“ Berichte und übt Informationskontrolle, was natürlich seine Probanden Freunde nicht wissen müssen.
Er schickt ihnen die „objektiven Berichte des Tages“ und diese verteilen sie weiter, ohne darüber nachzudenken.

Tote Fische eben!

Wer kritische Fragen hat oder etwas hinterfragt, wird als Wahrheitsverdreher, Täuscher, Idiot, „Schwachmat“, korrupter Systemsklave etc. denunziert und soll so wieder auf die Linie gebracht werden.
Von Fisch selbst erklärte Gegner werden angeschrien und genauso denunziert.

Es gibt eben nur Schwarz und Weiß.

Nun fragt man sich, warum Fisch dies immer und immer wieder tut, was ihn antreibt.

Es ist, wie oben schon erwähnt, sein immer wieder reaktiviertes Trauma bzw. seine Traumata.
Als Berufsdemonstrant ist Fisch immer an der Front, was auch dazu geführt hat, dass vor Jahren seine Ehe kaputt gegangen ist.
Ab und zu hatte er dann sein Kind am Wochenende und manchmal auch etwas länger.
Wenn dann eine Demonstration oder eine „Aktion“ geplant war und sein Kind bei ihm war, musste er ja parat stehen und dann musste das Kind eben mit.
Bei einer „prägenden“ „Aktion“ hat Fisch sein Kind auch mitgenommen und hat mit ihm zusammen randaliert. Dann kam die Polizei und hat geräumt. Fisch ist erst mal vor Angst getürmt und hat dann sein weinendes und schreiendes Kind „befreit“, nachdem er eine halbe Stunde vor Angst zitternd hinter der Polizeilinie stand. Die Schreie seines eigen Fleisches und Blutes tat ihm irgendwann weh, doch er musste sich entscheiden – Kind oder „Revolution“.
Er hatte erst Revolution gewählt, und hatte Genossen befreit und ihnen türmen geholfen.
Dann hat ihm aber, obwohl er so gut gelernt hatte, seine Gefühle zu unterdrücken, das Kind leid und er hat die Polizistin, die sein neunjähriges Kind in ihrem Armen hielt und es beruhigen wollte, weil niemand sonst da war, mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Die Polizistin ist hingefallen und hat sein Kind fallen lassen. Dabei brach sich das Kind den Arm und bekam einige Blessuren ab.
„Diese miese Polizistin“, schrie Fisch und trat mehrmals auf sie ein, bevor er sein Kind nahm und dann türmte.
Er ließ Hasstiraden gegen die Polizistin los und lief und lief und lief.
Dann stellte er sein Kind irgendwohin.
„Papa kommt sofort wieder“, sagte er und rannte zu seinen Genossen, um ihnen zu helfen.
Knapp eine Stunde später kam er zurück und nahm sein Kind in den Arm.
Als er merkte, dass es apathisch reagierte, ging er mit ihm ins Krankenhaus und dort bemerkte man den Armbruch.
„Diese miese Polizistin“, meckerte Fisch, „Sie hätte mein Kind nicht verletzen dürfen. Jetzt gibt es Rache!“
Seitdem ist Fisch noch radikaler und ist an allervorderster Front dabei, wenn es um „friedliche“ Demonstrationen und „Aktionen“ geht.
Er provoziert und schiebt den Polizisten und Ordnern wie immer die Schuld in die Schuhe.

Sein Kind wurde mehrmals verletzt und irgendwann durfte er es nicht mehr sehen, wegen „Gefährdung der Gesundheit des Kindes“.

Er macht er aber nur aus einer Motivation heraus, die er aber selbst nicht bemerkt. Er hat nicht überwunden, dass er für die Verletzung seines Kindes verantwortlich ist, weil er es allein gelassen hat.

Seitdem meint er, wenn er sich noch mehr für „die Sache“ einsetzte, könnte er sich freikaufen und Ablass bekommen, weil er sein Kind im Stich gelassen hat!


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