Syntronica

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Sauer!

Deutschland ist ein ausländerfreundliches Land. So vermitteln es uns vor Allem die Politiker.
Angesicht der Erlaubnis, dass die Neonazis nun doch in Gelsenkirchen aufmarschieren dürfen (“Die Welt zu Gast bei Neonazis„ und „Doch kein Neonazis-Aufmarsch am 10.06. in Gelsenkirchen„), frage ich mich, ob diese Einschätzung richtig ist.
Almuth Berger, die Auslämnderbeauftragte des Landes Brandenburg sprach davon, dass Ausländerhass nicht nur eine Randerscheinung sei, sondern sich in der Mitte der Gesellschaft befinde. Rechtes ‑„Gut“ sei gegen anderen Behauptungen in der Gesellschaft verbreitet, es werde aber unter den Teppich gekehrt.
(Näheres dazu unter : „Der Schoß ist fruchtbar noch„)
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts haben ihre rechten Ansichten nicht unter den Teppich gekehrt, als sie den NPD-Aufmarsch in letzter Instanz zuließen.
Angeblich gehe von den Neonazis keine Provokation gegen ausländische Mitbürger aus.
Das Deutschland während der WM im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit steht, haben sie nicht bedacht.

Wenn ich Chef einer Firma wäre und Mitarbeiter durch ihr Benehmen das Ansehen der Firma schädigten, würde ich sie entlassen.

Beamte (wie Richter am Bundesverfassungsgericht) sind unkündbar.

Spionieren und Phishen

Eine gefälschte E-Mail gibt vor, von der Sparkasse zu sein und heuchelt Sicherheit vor.
Um sich besser vor Betrügern schützen zu können, sollen Kunden Transaktionsnummern (TAN) eingeben.
Um leichtgläubige Kunden zu bewegen dies zu tun, wird eine Drohung ausgesprochen.

„Alle Sparkassenkonten, die nicht innerhalb eines Tages authentifiziert werden, werden gesperrt.“

Bei dieser E-Mail handelt es sich natürlich um eine sog. Phishing-Mail, die darauf abzielt, dass man leichtgläubig TAN auf einer gefälschten Web-Seite eingibt, damit die Betrüger damit auf Shpping-Tour gehen können.

Diese E-Mail am besten löschen oder damit zur Polizei gehen.

Auf keinen Fall auf die Hyperlinks klicken!

Dietmar, schon wieder etwas gelassener

Das Oberverwaltunggericht Münster hat heute im Streit zwischen der Polizei und dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (Weiteres unter „Die Welt zu Gast bei Neonazis„) eingegriffen und hat den für den 10.06.2006 in Gelsenkirchen geplanten NPD-Aufmarsch verboten.
Gelsenkirchens Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt hatte den Aufmarsch verboten, da er das Ansehen Deutschlands gefährdet sah.
Das OVG Münster sieht in der NPD-Demonstration eine „unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit“.
Weiterhin meinte ein Sprecher des OVG Münsters, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Neonazis Ausländer provozierten.
Die NPD will diese Entscheidung nicht hinnehmen und will eine letztinstanzliche Entscheidung vor dem Bundesverwaltungsgericht erwirken.

Frohe Pfingsten!

Was an Pfingsten gefeiert wird, weiß Umfragen zufolge nur noch eine Minderheit der Deutschen.

Wie Lukas, der Autor der Apostelgeschichte, erzählt, hatten sich die Jünger Jesu am Pfingsttag, dem jüdischen Erntedankfest, in Jerusalem zu einer Gemeinschaft versammelt.
Völlig unerwartet erhob sich vom Himmel her ein Brausen wie von einem Sturm herrührend.
Es erschienen Feuerzungen, die sich zerteilten und sich auf jeden der Männer niederließen.
Die Wirkung war überraschend, denn die Ergriffenen konnten sich plötzlich in vielen Sprachen verständigen.
Sie gingen hinaus auf die Straßen und Plätze und verkündeten, was sie von Jesus gehört und gesehen hatten.
»Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden«

(Apg 2, 11)

Squizzle

Auf der Webseite des WDR (Westeutscher Rundfunk) war am Freitag, 02.06.2006, Folgendes zu lesen:

„Die rechtsextreme NPD will während der Fußball-WM am 10. Juni in Gelsenkirchen aufmarschieren. Die Polizei untersagte die Demonstration. Doch das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht hat das Verbot am Donnerstag aufgehoben mit der Begründung, das Versammlungsverbot sei verfassungsmäßig unzulässig.“

Verfassungsmäßig unzulässig!

Eine Neonazi-Demonstration wird, wenn die Welt zu Gast bei Freunden ist, das Ansehen Deutschlands vor der Weltöffentlichkeit beschädigen, ob nun ein Versammlungsverbot verfassungsmäßig unzulässig ist oder nicht.
Denken die Entscheider, die im Gelsenkirchener Verwaltungsgericht sitzen, nicht über so etwas nach?
Denken sie so engstirnig, dass sie nicht ein übergeordnetes nationales Interesse sehen, sondern nur daran denken, dass Neonazis ein verfassungsmäßig garantiertes Recht haben, ihre hirnverbrannten Ideen zu verbreiten?
Laut Gelsenkirchener Verwatungsgericht wurden vier angemeldete Gegendemonstrationen genehmigt, „die die ganz überwiegende Ablehnung der Bevölkerung gegen die rechtsextreme Programmatik der NPD zu Ausdruck bringen“. (Originalton)
Die Neonazis haben laut o.g. Gericht das Recht zu demonstrieren, weil im Grundgesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung verankert ist.
Die Neonazis, die auf Personen, die ihre Meinung nicht vertreten, mit Baseballschläger oder Schlagringe einprügeln!
Die Vorbilder der Neonazis haben zwischen 1933 und 1945 bewiesen, wie sie es mit der Meinungsfreiheit halten. Jeder, der nicht der Meinung der Nazis (NSDAP) war, wurde vernichtet, ebenso Menschen, die nicht dem Rasseideal der Nazis entsprachen.
6 000 000 Tote – vernichtet aus rechter Überzeugung, die das Vorbild der Neonazis bildet, die in Gelsenkirchen demonstrieren dürfen und die irgendwo anders in Deutschland auf Andersdenkende, ausländische Mitbürger oder farbige Deutsche einprügeln.
Die anderen Staaten, die die Neonazi-Demonstration in Gelsenkirchen sehen, werden nicht die Gegendemonstranten wahrnehmen, vor allem nicht als das, was die Entscheider im o.g. Gericht anstrebten, sondern sie sehen einen deutschen Staat, der sich tolerant gegenüber Ausländern gibt, aber erlaubt, dass Neonazis aufmarschieren. Die sehen einen Staat, der rechtes ‑“Gut“ erlaubt und akzeptiert.
Es wäre an der Zeit gewesen, ein Zeichen gegen Rechtsextreme zu setzen, aber das dies wurde verpasst (vielleicht sogar willentlich).
Ein Deutschland, das in der Weltoffenheit, zu einer Zeit, in der die Welt zu Gast bei Freunden sein soll, offen zeigt, dass es unter keinen Umständen Neonazis akzeptiert und seine Stimme gegen rechte Gewalt erhebt, hätte in der Weltöffentlichkeit ein sehr gutes Bild gemacht. Auf eine pseudodemokratische Versammlungsfreiheit zu pochen, ist der falscheste aller Wege.
Das nationale Image ist das Wichtigste.
Welche Wahrnehmungsschwierigkeiten müssen Beamte eines Verwaltungsgerichts haben, wenn sie Demonstrationen rechtsradikaler Idioten vor der Weltöffentlichkeit genehmigen?

Gewissenlose Diebe haben bei der DLRG (eutsche ebens‑Rettungs‑Gesellschaft) in Potsdam zwei komplette Motorboote mit Zubehör und einen Ersatzaußenbordmotor gestohlen.

Damit sind die Retter zur beginnenden Saison nicht mehr voll einsatzfähig.

Die DLRG Potsdam bitte um Mithilfe.

Trave 450

Rettungsboot Typ „Trave 450“
spezieller Innenausbau als Tauch‑ und Rettungsboot
Schaden ca. 25 000 Euro

Silver Hawk

Rettungsboot Typ „Silver Hawk“
Schaden ca. 25 000 Euro

Außerdem
zwei Bootsanhänger
ein Außenbordmotor
Seile, Anker, Bootsfender
Schaden ca: 16 000 Euro

GESAMTSCHADEN 66 000 EURO

Schon in wenigen Wochen beginnt die Badesaison.
Ohne Boote können die Retter nicht für die Sicherheit am Wasser garantieren.
Lebensgefahr für Badende und Wassersportler droht.

Verbreiten Sie diesen Beitrag, um der DLRG zu helfen!

Dietmar - verärgert

Warum sollte man in Zeiten, in denen Leute, die nicht schreiben können, Bücher schreiben für Leute, die nicht lesen können, auch glauben, dass Versprechen eingehalten werden?

Nachdem Reza Schah aus dem Hause Pahlewi von einem Staatsbesuch wieder nach Hause (Persien, heute Iran) kam, war er sehr von den Reformen in der Türkei angetan, die Kemal Atatürk eingeleitet hatte.
Überzeugt von der liberalen Sichtweise erließ er am 29.5.1936 das erste Kopftuchverbot in einem moslemischen Land.
Dies musste er wegen vieler Proteste Jahre später allerdings wieder zurücknehmen.
Während die „Normalbürgerinnen“ bis heute noch Kopftuch tragen, trägt die iranische High-Society noch heute keine (mehr), sondern orientiert sich an der Mode der westlichen Welt.

Am Samstag, 27. Mai 2006, war Almuth Berger, Ausländerbeauftragte des Bundeslandes Brandenburg, im Interview bei D-Radio. Es ging das leidige Thema Rechtradikale.
Frau Berger sprach Klartext, indem sie beschrieb, dass Ausländerhass nicht nur eine Randerscheinung sei, sondern sich in der Mitte der Gesellschaft befinde. Rechtes ‑„Gut“ sei gegen anderen Behauptungen in der Gesellschaft verbreitet, es werde aber unter den Teppich gekehrt. Alte Menschen, die auch eine höhere Akzeptanz der rechten Gewaltbereitschaft besäßen, gäben diese Anschauung an ihre Enkel weiter.
Zu den Übergriffen auf besonders farbige Ausländer meinte sie, dass nicht hinter jedem Busch rechtradikale Schläger stünden. Zu Übergriffen komme es vor allem, wenn Farbige und/oder Asiaten sich nachts (allein) aufhielten.
Sie sprach sich für mehr Zielgruppenprojekte aus.
Dass gerade im Osten Deutschland mehr Ausländerfeindlichkeit herrsche, rühre vom Sozialismus her, in dem Intoleranz gegen Andersdenkende geherrscht habe. Weiterhin meinte Frau Berger, dass die Deutschen im Osten keine Erfahrung mit Ausländern hätten.
Bemerkenswert ist, dass Frau Berger kein Blatt vor den Mund nimmt, und sagt, was niemand auszusprechen wagt – der Schoß ist fruchtbar (noch).
Es gibt rechtes Gedanken‑„Gut“, das viele Deutsche teilen, aber nicht darüber sprechen, vertuschen bzw. es relativieren.
Viele Politiker missfallen mir, weil sie die Rechtsradikalen als subkulturelle Erscheinung beschreiben.
Sie behaupten wider besseren Wissens, dass rechtes Gedanken‑„Gut“ nur von einer kleinen Gruppe getragen wird. Hohe Ergebnisse rechter wie die NPD im sächsischen Landtag werden als Stimmen von „Protestwählern“ gewertet – besser gesagt – verschleiert.
Anscheinend haben viele Politiker Probleme damit, das „Kind“ mit Namen zu benennen.
Kommt es davon, dass sie nicht zugeben wollen, dass sie mit schuldig an der Entwicklung des Rechtsradikalismus sind, dass sie nichts dagegen getan haben?
Wenn die NPD-Anhänger ihren rechten Sermon ablassen, sind die anderen Politiker erstmal geschockt, dass es sowas in diesem unseren Lande überhaupt gibt – jedes Mal. Sie wiederholen dabei ihre Standard-Floskeln „verabscheuungswürdig“, „kritikwürdig”, „zutiefst schockiert“,“ablehnenswert“, die allenfalls aussagen, dass diese Politiker nicht über das Problem nachdenken.
Es scheint sich um pawlowsche Hunde zu handeln, die auf einen Reiz eine Reaktion von sich geben, ohne darüber nachzudenken, was sie letztendlich tun.
Kann so ein Verhalten Rechtsradikalismus eindämmern, geschweige denn vertilgen?
Die Einsicht von Frau Berger ist der erste Schritt in eine Richtung, das Problem mit den Rechtsradikalen in den Griff zu bekommen. Man muss erstmal erkennen, dass Rechtsradikalismus KEINE Randerscheinung ist und dies hat Frau Berger getan.
So genannte „No-Go-Zonen“ zu deklarieren, in denen sich Ausländern nicht aufhalten sollten, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass rechtsradikale Schläger sie verprügeln, haben nur ein Ziel, was die Rechtsradikalen als eine ihrer Aufgabe deklariert haben : „Wir vertrieben die Ausländer.“
Deutlicher bedeutet dies, dass Ausländern sich nicht dort aufhalten sollen, wo Herrschergebiete der Rechtsradikalen sind. Dies wäre genau, was diese Schwachköpfe doch wollten. Wo sie sind, sind keine Ausländer.
Eine Verdrehung von Ursache und Wirkung ist nicht mehr hinnehmbar.
Im Land der Dichter und Denker muss (wieder) (nach)gedacht werden.

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