Dichter und Denker

Dream on – Traurige Augen, die einen Song singen

Dream on
Though it’s hard to tell
Though you’re fooling yourself
Dream on

Dream on
You can hide away
There is nothing to say
Dream on
Though it’s hard to tell
Though you’re fooling yourself
Dream on

You can laugh at me because I’m crying
You can tell your friends how much
Ⅰ begged you to stay
You can live your fantasy without me
But you’ll never know how much Ⅰ needed you

Dream on
It’s so easy for you
Though I’m broken in two
Dream on
You can never see
What you’re doing to me
Dream on

You can cross your heart and still be lying
You can count the reasons why you’ve thrown me away
You can dream your life away without me
But you’ll never know how much Ⅰ needed you

Dream on
It’s so easy for you
Though I’m broken in two
Dream on
You can never see
What you’re doing to me
Dream on

Nazareth

Nachtrag
Es wurde angeregt, den Text auf Deutsch zu übersetzen.
Dies habe ich nun (doch) getan …

(Kontextuelle Übersetzung)
Weiterlesen

Weinende Augen

This ain’t the way Ⅰ spend my mornings
Come stai?
You’ve been with him,
And now you come back lady
What’s he like?
Ⅰ just sit, and watch the ocean
By myself, even doing my own cooking
You can’t laugh, you aren’t forgiven, but
I’m no longer frightened, to be living alone

Senza una donna
No more pain and no sorrow
Senza una donna
I’ll make it through the week
Senza una donna
Giving me torture and bliss
Without a woman, better like this

There is no way,
That you can buy me
Don’t make fun
You got to dig a little deeper
In the heart?
If you have one
Here’s my heart, feel the power
Look at me, I’m a flower
You can’t laugh, you aren’t forgiven, but
I’m no longer frightened, to be living alone

Senza una donna
No more pain and no sorrow
Senza una donna
I’ll make it through the week
Senza una donna
Giving my torture and bliss

Zucchero

Nachtrag
Nun ist der Text auch auf Deutsch übersetzt.
Weiterlesen

Die sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen
kein Jäger sie schießen.

Es bleibet dabei:

Die Gedanken sind frei.

Ich denke was ich will
und was mich beglücket
doch alles in der Still‘
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren.

Es bleibet dabei:

Die Gedanken sind frei.

Sperrt man mich gleich ein
im finsteren Kerker
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreissen die Schranken

und Mauern entzwei:

Die Gedanken sind frei.

Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auf nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen

und denken dabei:

Die Gedanken sind frei.

Walther von der Vogelweide

Das ist mein Fenster
Eben bin ich so sanft erwacht
Ich dachte ich würde schweben
Bis wohin reicht mein Leben
Und wo beginnt die Nacht?

Ich könnte meinen alles wäre noch
Ich ringsum durchsichtig wie eines Kristalles
Tiefe verdunkelt stumm

Ich könnte auch noch die Sterne fassen in mir
So groß scheint mir mein Herz
So gerne ließ es ihn wieder los

Den ich vielleicht zu lieben
Vielleicht zu halten begann
Fremd, wie niebeschrieben
Sieht mich mein Schicksal an

Was bin ich unter diese Unendlichkeit gelegt
Duftend wie eine Wiese hin und her bewegt

Rufend zugleich und bange dass einer den Ruf vernimmt
Und zum Untergange in einem Andern bestimmt

Rainer Maria Rilke

Nachts im Traum die Städt’ und Leute,
Ungeheuer, Luftgebäude,
Alle, weißt du, alle steigen
Aus der Seele dunklem Raum,
Sind dein Bild und Werk, dein eigen,
Sind dein Traum.

Geh am Tag durch Stadt und Gassen,
Schau in Wolken, in Gesichter,
Und du wirst verwundert fassen:
Sie sind dein, du bist ihr Dichter!
Alles, was vor deinen Sinnen
Hundertfältig lebt und gaukelt,
Ist ja dein, ist in dir innen,
Traum, den deine Seele schaukelt.
Durch dich selber ewig schreitend,
Bald beschränkend dich, bald weitend,
Bist du Redender und Hörer,
Bist du Schöpfer und Zerstörer.
Zauberkräfte, längst vergeßne,
Spinnen heiligen Betrug,
Und die Welt, die unermeßne,
Lebt von deinem Atemzug.

Hermann Hesse

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang, die
dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für Sekunden…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück…
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Er sieht hinüber
und zieht vorüber …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky)

Doch Liebe, einfach Liebe, ist sie nicht
schön und des Nehmens wert? Es strahlt die Flamme
ob Tempel brennen oder Werg. Es bricht
Licht aus dem Abfall und dem Zedernstamme.

Liebe ist Feuer. Und: ich liebe dich –  – gib acht –: ich liebe dich – wenn ich das sage,
steh ich verwandelt nicht mit einem Schlage
verklärt vor dir? Ich fühle selbst, wie ich

anscheine dein Gesicht. Wo Liebe je
sich niedrig macht, kann sie nicht niedrig werden:
Gott nimmt Geringe an, die sich gebärden

so wie sie sind. Das, was ich fühle, blendet,
über dem Dunkeln, das ich bin: ich seh
wie Liebe wirkend die Natur vollendet.

Rainer Maria Rilke, 1908

Ich hab mich nicht den Dichtern zugesellt
die dich verkünden oder nach dir klagen
und wähnen, deine Schönheit hinzusagen
wenn sie sie nennen: nicht von dieser Welt –

Von welcher denn? Hängt eine so wie die
so atemlos an dir mit allem Ihren?
Ist eine ängstlicher dich zu verlieren,
und wenn sie ängstlich ist, beruhigst du sie

wie diese hier, zu der doch manchmal hin
dein Antlitz lächelt wie aus Tiefen, leise
abweisend hre Zärtlichkeit: Geh, kreise,
sei nicht in Angst um mich; du siehst: ich bin…

Ist das nicht hier, wo Tausendes geschah,
wo fast Unsägliches noch nicht genügte,
damit aus allem sich ein Dasein fügte
drin Nahes fern erscheint und Fernes nah.

War das nicht diese Welt, wo aus dem Tier
der Gott erwuchs zum klaren Namenlosen:
damit du ihn empfängest wie die Rosen
und trügest wie ein Teich. War das nicht hier?

Wo dauerten, verloren im Gegröhl
des Pöbels, leise leidenvolle Leben,
um einst, gepreßt in deines Herzens Beben,
das Süße deiner Traurigkeit zu geben
wie tausend Rosen einen Tropfen Öl.

Und wo war das, wo Schönheit Ungezählter
wie unbenutzt verging und wie verschmäht,
um einstens rührender und auserwählter
in dir zu sein –.

Du güldenes Gerät:
das einmal nur wenn alle Glocken läuten
(die Hand im Handschuh naht sich wie geführt)
ein König einen Augenblick berührt
um seine hohe Seele anzudeuten.

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1906 bis 1910

Neigung: wahrhaftes Wort! Dass wir jede empfänden,
nicht nur die neuste, die uns ein Herz noch verschweigt;
wo sich ein Hügel langsam, mit sanften Geländen
zu der empfänglichen Wiese neigt,
sei es nicht weniger unser, sei uns vermehrlich;
oder des Vogels reichlicher Flug
schenke uns Herzraum, mache uns Zukunft entbehrlich.
Alles ist Überfluss. Denn genug
war es schon damals, als uns die Kindheit bestürzte
mit unendlichem Dasein. Damals schon
war es zuviel. Wie könnten wir jemals Verkürzte
oder Betrogene sein: wir mit jeglichem Lohn
längst Überlohnten.

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1922 bis 1926

Solang du Selbstgeworfnes fängst, ist alles
Geschicklichkeit und läßlicher Gewinn –;
erst wenn du plötzlich Fänger wirst des Balles,
den eine ewige Mit-Spielerin
dir zuwarf, deiner Mitte, in genau
gekonntem Schwung, in einem jener Bögen
aus Gottes großem Brücken-Bau:
erst dann ist Fangen-Können ein Vermögen, –
nicht deines, einer Welt. Und wenn du gar
zurückzuwerfen Kraft und Mut besäßest,
nein, wunderbarer: Mut und Kraft vergäßest
und schon geworfen hättest….. (wie das Jahr
die Vögel wirft, die Wandervogelschwärme,
die eine ältre einer jungen Wärme
hinüberschleudert über Meere –) erst
in diesem Wagnis spielst du gültig mit.
Erleichterst dir den Wurf nicht mehr; erschwerst
dir ihn nicht mehr. Aus deinen Händen tritt
das Meteor und rast in seine Räume…

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1922 bis 1926

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